465
zum zweiten Male von Westen gen Osten mittelst desGolf- Struma zwischen 45° und 55° Br. Während derWindstillen hört dieser letztere Strom, der vom Kapllatteras kommt, im Meridian der grofsen Sargassobank(Fucus uatans) auf, welche etwas westlich von Corvoliegt; sobald aber die Westwinde herrschend zu werdenanfangen, oder, durch das Zusammentreffen anderweiti-ger meteorologischer Ursachen, der Strom das Niveauder Gewässer im Golf von Mexico oder im Kanal vonBahama erhöht, sind die Inseln Corvo und Flores ganzvon dem Golf-Strom umgeben, welcher sich alsdann inzw'ei Arme thcilt, von denen der eine nach NO, derandere nach S und SO gerichtet ist *). Die InselnGraciosa und Fayal, welche Columbus vorzugsweise alssolche Punkte bezeichnet, an denen Fichtenstämme voneiner unbekannten Gattung ans Land gespült wurden,liegen zunächst an Corvo und Flores, und erhalten mit-hin zuerst, was der Strom in dem Augenblicke mit sichführt, wo er sich unter 30°^ und 3'2°7 w. L. nachSSO wendet. Diese Fichten kamen ohne Zweifel ent-weder von den kleinen Isias de Plnos, bei der Bankvon Tortuga im Westen der Marlires, oder von dennordöstlichen Küsten von Kuba , wo Columbus bei Cayode Moa zum ersten Male zu seinem grofsen Erstaunendie Coniferen der tropischen Zone erblickte **), oder
*) Vcrgl. das neuere Zeugnifs von Boid , Description of the Azo•res, 1835, p. 96.
**) „Culurahus, sagt las Casas in dem Auszuge, welchen er aus demTagebuche der ersten Fahrt giebt (Sonntag, 25. November 1492), er-blickte Fichtenwälder (pinalcs). Die Räume waren schlank wie dieSpindeln (husos ) und so hoch, dafs das Auge nur mit Mühe den Giplelerreichen konnte. Er bemerkte bald, dafs diese Fichten sich zum Rauder gröfsten Schiffe eigneten, 11 A avarrete, Ton». I, p. 66. Ich habeschon an einem anderen Orte bemerkt, dafs die ersten conquistadoresauch den Podocarpus unter dem allgemeinen Namen der Fichten oderKiefern mit einbegriffen. Herrera sagt dies ausdrücklich ( Dec. T,lib. II- c . 12) bei der Rcschreibung der Früchte von den yinot det Ci -Rand 1. *30