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Meyeria 2 , und den Reptilien Neustosaurus geliefert, welche aber (ausserPentacoenia) alle je nur eine, zur Zeit wenig verbreitete Art enthalten unddaher keineswegs als sehr charakteristisch betrachtet werden können. Jedochgehört diesem Gebilde die bei weitem grösste Zahl der vielen Toxoceras- undHamulina-Arten an, und hören beide Sippen mit dem unteren Theile desGaultes ganz auf. Dagegen gibt es viele charakteristische Arten aus denGruppen der Echinoiden, Rudisten, Cephalopoden u. a., worunter wir nen-nen: ToxastercompIanatus.Pirinapygaea, Terebratella oblonga, T. reti-culata.Terebratula sella.T. tamarindus,RhynchonelIadepressa, Rh. parvi-rostris, Ostrea carinata, O.macroptera, Exogyra Couloni s. sinuata, PernaMulleti, Ammonites radiatus (asper), A. Astieranus, und für den obern TheilCaprotina ammonia, Terebratuia sella, T. hippopus, T. diphyoides u. s.w.Überhaupt kommen Rudisten nur in diesem obern Theile vor; es haben sichaber auch diese Arten, sey es nun aus geographischen oder geologischenGründen, ausser in Frankreich und den Alpen überhaupt noch nirgendgezeigt. Von Cephalopoden fehlen die Turrilithen und Hamiten, vonEchinoiden die später so häufigen Discoideen, Galeriten, Caratomus-,Micraster-, Catopygus- und Ananchytes-Arten noch ganz.
Die Galt-Formation* (r 1 Das Albien in Verbindung mitdem tieferliegenden Aptien d’O. (vgl. S. 11 und 12) hat von eigenen Ge-schlechtern Micrabacia, Peplosmilia, Smilotrochus, Cyclocyathus undBathycyathus unter den Anthozoen; Hemidiadema unter den Echinoiden,Bellerophina unter den Heteropoden, Conoteuthis unter den Cephalopo-den, ? Notopocorystes und ? Podopilumnus unter den Dekapoden, Acantho-pleurus, Acanthoderma, Elopides,Uropteryx,Palaeorhynchus, Nemopteryx,Anenchelum,Pleionemus, Isurus, Archaeus, Paümphyes, Pachygaster, Aca-nus, Microspondylus unter den Fischen**, Leiodon und Protemis unter denReptilien, neben welchen Ichthyosaurus, Plesiosaurus wie Iguanodon undriesige Pterodactyle noch nicht ganz ausgestorben sind , und Cincoliornisunter den Vögeln. Aber obwohl ein Theil der Fisch-Sippen bis 4—5—7 Arten einschliesst, so gehören doch gerade diese in der Regel nureiner einzigen Örtlichkeit an, nämlich den Schiefern in Glaris. Rudistenfehlen überall gänzlich, wie auch die Bakuliten. — Wegen der charak-teristischen Arten ist unsere vergleichende Tabelle S. 22 nachzusehen.
* Wir entlehnen aus ähnlichen Gründen, als für Hils angeführt wor-den, das Wort Gault oder Galt aus dem Englischen um so mehr, als wirselbst die Formation in Deutschland nicht haben , für diejenige Bildung,die mau sonst auch als „eigentlichen Grünsaud“ bezeichnet.
** Vergl. Agsssiz Jabrb. 1834, 301 und später.
Bronn, Lethaea geognoatica. 3. Aufl. V.
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