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Früchte und Caamen.
in den Ignatzbohnen; und die Menge des Fettes und Farbstoffs ist vielgrößer» als in diesen. — Nach P fa ff, dessen Untersuchungen nochvor Entdeckung der Alkaloide angestellt wurden, enthalten die Krähen-angen: ein widrig riechendes, nicht giftiges, bittres, flüchtiges, bei derDestillation mit Wasser übergehendes, Princip; Wachs als Ueberzugder harzigen Theile; ein festes Harz von bitterm Geschmack; ein brau-nes, schmieriges, scharfes Harz ; eigenthümlichen bittren Ertractivstoff;Zucker; viel Schleim, mit dem arab. Gummi übereinkommend, auchwohl Stärkmehl; Faserstoff; veget, thier. Mat.; sauren äpfels. Kalk. —Bei der trocknen Destillation geben die Krähenaugen brandige Essigs.,ein zähes, pechfarbenes, empyr. Oel und hinterlassen eine äußerst schwereinzuäschernde, 8,9? p. C. betragende, Kohle. Weicht man die Krahen-augen einige Tage mit W- ein, so fängt, nach Des portes, das Ge-misch an zu gähren und es folgen die weinige, saure und faule Wäh-rung auf einander. Zuletzt riecht die Flüssigkeit wie alter Käse. Inder Hitze mit Salpeters, von 32° 15, behandelt, entwickelten die Krä-henaugen viel Salpetergas, Khls. und Blaus. — Die abgerauchte Fl.lieferte kryst. Sauerklees, mit Schleims, vermischt. Die Mutterlaugeenthielt eine gelbe bittre Materie, sauerklees. Kalk durch Salpeters,aufgeldst und sauerklees. Ammoniak (Psaff mal. med, II. 88).
Syringa vulgaris L. — Die Beeren des span. Hollundersnach Petroz und Robinet: Harz; ein die Eisensalze grau fällenderStoff (Rep. I. 620); Bitterstoff (Rep. I. 668); besonderer Zuckerstoff(Rep. I. 798); unauflöslicher Stoff von gallertartigem Aussehen *);Aepfels.; saurer äpfels. Kalk; salpeters. Kali und mehrere gewöhnlicheSalze (Journ. de pharm. X. 139).
Tamarindus indica L. , — Das Mark der Früchte: 12,5Zucker; 4,7 Gummi; 6,2 Pflanzengallert; 36,6 parenchymatöse Mat.(Holzfaser); o,4 Aepfels.; 8,4 Citronens.; 1,5 Weinsteins.; 3,2 Wein-stein; 36,5 Wasser; s,e Ueberschuß (Ami. de Chim. V. 92).
Tanacetum vulgare L. (Rheinfarrn) — Fr0mmherjfand in de» Saamen ganz dieselben Bestandtheile, als in den Blät-tern (s. diese), nur noch außerdem ein wenig fettes Oel und keinenZucker.
Tanghinia madagascariensis. — Die Früchte nach Henryund Oliyier: ein nicht flüchtiges, klares, süßes, bei 10° c. gerinn-bares Oel (Rep. I. 4251); Tanghinin (Rep. I. 567); ein chrguner,klebriger, schwach saurer, bittrer, uukrystallisirbarer Stoff; Spuren von
*) Dieser ist nach Bilz Versuchen in Trommid. N. I. XIV. St. 2.178 Verbindung eines eigenthümlichen Eunimi's mit Kalk.