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Erläuterungen zu J.J. v. Littrow's Vorlesungen über Astronomie, Wien 1830 / von C.L. v. Littrow
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Zweiter Theil. I K. Abtheilung. A/iiegelsextant.

' Spiegelsextanl.

Die S. 180 gegebene Darstellung des Sextanten für denFall, dass beide Spiegel parallel sind, Hesse sich besser durchfolgende ersetzen, wobei wir uns aufFig, 17 d. T.beziehen,Sind CD und RE Strahlen, die von einem und demsel-ben entfernten Gegenstände auf die beiden Spiegel fallen,so können diese Strahlen hier als parallel, oder die Di-stanz der Spiegel unter einander als verschwindend gegendie Entfernung des Gegenstandes angesehen werden.

Sollen aber die Spiegel so stehen, dass beide, vermögejenes Parallelismus einander deckende Bilder des Objectesin das Auge des Beobachters kommen , so müssen dieselbennothwendig ebenfalls einander parallel seyn. Denn vermögeder Annahme, dass D C parallel zu E R ist der Winkel DCC'gleich dem Winkel CC'R, somit auch a-f-a' = b| b' oderendlich, da a = a y und b=b', a' = b, d.h. die beiden Spiegeleinander parallel w. z. b.w.

Es bedarf wohl kaum der Erinnerung, dass die nun S, 181d. T. erörterte Eigenschaft des Sextanten von dem Umstanderühre, dass man den ausfallenden Strahl CC'des grossenSpiegels immer in dieselbe fixe Linie, nämlich in jeneRichtung bringen muss, in welcher ein Strahl in den kleine-ren Spiegel einfallen soll, um in das Fernrohr reflectirt zuwerden.

Mittagsroür.

In Beziehung auf die beiden Ausdrücke für x S, 187d. T, sey (Fig, 59) Z S die Ebene des Rohres*), also SZs derWinkel, unter welchem man den Stern s ausser dem Meri-diane PZ S sieht, d. h. S Z s = a. Ist nun noch SP s = P der

*) Man nimmt aber hier die Ebene des Rohres als durch das Zenith Z ge-hend an, weil bloss von einem Fehler im Azimute die Rede ist, vermögedessen die Abweichung des Rohres vom Meridiane im Horizonte am gröss-ten, im Zenithe IVull seyn muss.