INSTRUMENTE.
3) Ein achlzchnzolliger Ver ticalkreis von Reichenbach und Ertel, denich mit dem Namen Dorpatcr Verticnlkreis bezeichnete.
4) Ein anderer achtzehnzolliger Yerticalkreis von denselben Künstlern, aberverschiedener Bauart, welcher der Sternvarte zu Mitau gehört, und von mirmit dem Namen Mitau er Yerticalkreis belegt ist. Vergleiche Seite 10.Beide Verticalkrcise sind für die Polhohen angewandt.
5) Mehrere Spiegel-Sextanten nebst künstlichen Horizonten, welche an denPuncten, wo astronomische Beobachtungen angestellt wurden, zu einer vor-läufigen Zeitbestimmung dienten. Diese Zeitbestimmungen sind aber nichtmit ins Tagebuch aufgenommen worden, da sie keinen bleibenden Werth ha-ben. Wichtig war cs aber, sogleich die Zeit bestimmt zu haben, um einevorläufige Berechnung aller Beobachtungen für Polhöhc und Azimut an Ortund Stelle vornehmen zu können, aus welcher sich beurtheilcn liefs, dafskeine Versehen vorgefallen waren.
6) Mehrere Pendeluhren, namentlich eine JTauptuhr von Repsold , zweiHalbsecundenpendeluhren, von Reps old und Liebherr, und ein Chrono-meter von Arnold, welcher aber nur zur Zeitübertragung auf kurze Zeit-räume diente. Aufserdem wurde in Dorpat selbst die absolute Zeitbestim-mung von der Pendeluhr von Hubert genommen, die neben dem Meridian-kreise steht, und diese Uhr auch bei den Azimutalhcobachtungcn angewandt.
7) Meteorologische Instrumente.
Ich lasse jetzt die Beschreibung der hauptsächlichen Instrumente folgen, und ge-he zugleich für jedes die Constnnten, welche zur Reduction der mit demselben ange-slelltcn Beobachtungen erforderlich sind, so wie die Berichtigungen. Den Meridian-kreis übergehe ich, da er sowohl von Bessel in den Königsberger Beobachtun-gen, Abth. VH., als von mir in den Obs. Dorp. Vol. IV. beschrieben ist. Auch werdenvon den auf die Gradmessung bezüglichen Beobachtungen am Meridiankreis nur die-jenigen Sternculminationen ins Tagebuch aufgenommen, aus welchen die Zeitbestim-mungen für die andern im Tagebuch enthaltenen Beobachtungen abgeleitet sind.Diese, so wie die übrigen hierher gehörigen Beobachtungen am Meridiankreise, sindvollständig in den verschiedenen Bänden der Obs. Dorp, enthalten.
Die Reihenfolge der nachstehenden Beschreibungen ist eine andere, als die imobigen Verzeichnisse. Die Ursache hiervon ist die, dafs ich mich in der Beschrei-bung des einen Instruments auf die des andern beziehen kann. So fange ich mit