und deren Beurteilung rc. 79
Zeitalters entschuldigen, und anführen wolte, daß Joels Anklagen, wegen desBündnisses mit dem Teufel, zu der Zeit höchst gefährlich gewesen: so ist doch seinAusschreiben wider die Herbrotin und den Rath zu Basel ekn deutlicher Beweis,daß es ihm noch in den lezten Zähren, des Umgangs bei Hofe ungeachtet, anLebensart und an einer guten Urteilskraft gemangelt Habe; und er gibt ein lehrreichesBeispiel, daß nicht allemal sehr viel Verstand erfordert werde, um in der Welt sei»Glük zu machen, mehr aber, sich darin zu erhalten.
§. V.
Thurneissers Ankunft in der Mark: er mrd Leibarzt, stehtbei Hofe und bei auswärtigen Königen und Fürsten ingroßem Ansehen. Gelehrter Bricfwexel. Man-nigfaltigkeit seiner Beschäftigungen.
Ehurneisser kam gegen Ende des Jahres 1570, oder doch in den ersten Monatenvon 1571 zu Frankfurt an der -Oder S. 65. an: wohnte bei dem Buchdrukkerkichern, der gleich mit dem Druk des Buchs Pkson den Anfang machte. Kaumwaren sechszehn Bogen ") abgedrukt: so fügte es sich, daß der Landvokgt in derOberlausm'z, Graf Johannes von Schlkk, der seinen Bruder, den nachmaligenChurfürstl. brandenburgischen-Oberkämmerer besucht hatte, durch Frankfurt relsete.Sein Sckretalr, Christoph von Grunkk, war Thurneissers besonderer Freund:durch dessen Vermittelung glng er, km Gefolge -es Grafen, mkt nach Prag zumKaiser Maximilian, um das Privilegium über den Druk und Verlag dieses Buchsselbst zu besorgen; es wurde ihm den z. April 1571 gegen Zalung der Kanzleltaxevon drelßkg Goldgulden nachgeschikt, indem er vor dessen Ausfertigung nach Frank-furt zurükgegangen war. Thurueksser machte hier, als ein weit gerelseter undin dieser Gegend seltener Mann, nicht wenig Aufsehen; zumalda er nicht Vergnügen
fand,
7 Ausschreiben 0. p.xix.