53 Thurneissek steht in großem Ansehen,
Christoph von Tehel; deren Aeltern zu Dennelohe, einem zum fränkischen Kreisekm Kanton Altmühl belegenen unmittelbaren Reichsrittersihe, wohneten. Siewaren aus dem nunmehr ausgestorbenen, so wol alten Reichsadelichen, als Patrrzial,geschlechte derer Teßel vonKkrchsittenbachundVohra zu Nürnberg Es speifttenöfters große Geselfchaften von den Vornehmsten des Hofes bei ihm, bei denener sich sowol einjuschmekcheln, als durch seine vermeinte tiefe Wissenschaft in Ansehenzu bringen gewußt Hatte; ckrd, wenn auswärtige vornehme Herren ankamen, diesich seines Raths bedienen wolten: so nahm er sie kn seine Wohnung auf. Selbstder Churfürst und beide Gemalinnen und andere fürstliche Personen, begnadig,ten ihn zuweilen mit ihrem Besuch -); wie er selbst in einer an den Churfürstengerichteten Bitschrift anführt. Ausser dem Grafen Rochus von Lynar und seinerGemalin Anna, gebornen von Montot, wie auch dem Kanzler jampert von Distel-meker, gehörten die Hoftredkger Friedrich Hartwig, Georg Cölestin und AndreasPrätorius, der Probst zu Berlin Jakob Colerus, der Geheime Rath JohannKöppen, der Konsistorkalrath Achazius von Brandenburg, Churfürst Joachims I.Sohn, der Rath Christoph Meienburg, der berümte Thomas Matthias, der Lehns,sekretarius Joachim Steinbrecher der ältere, und der Hof-Kammergerkchts, undAmts-Kammerrath und Beisitzer des Konsistoriums, M. Joachim Steinbrecherder jüngere, D. Matthäus Flek, Stadtphysikus zu Berlin, der Hofrichrer FriderichHake, der Stadtrkchter Daniel Huber, der Chmfürstin Sabkna SekretariusWolfgang Pistoris; ftrtter der Sohn des bekamen Theologen Philip AgrlkolaEisleben, welcher verschiedene Schriften und Gedichte herausgegeben, und kn derChymie arbeitete; wie auch der Lekbchkrurgus Andreas Zobel, zu seinen Gönnernund Freunden ; zu welchen noch, so lange es ihm wohl ging, und er irnlleberflusse
lebte,
') Es sind verschiedene Schreiben von den Aeltern dieser Aedelknaben vorhanden «>rd ineinem vom Jahr iz 82 dankt ihm tzans Engelhard Tetzel, aus Dennelohe daß er ihreKinder zu sich genommen: sie waren überzeugt, sie hätten im ganzen ChurfürstentumBrandenburg nirgend besser, als bei ihm zur Tugend und guten Ordnung erzogen werdenkönnen; woraus man sieht, daß Thumeiffer noch zu der Seit an einigen Orten im Römi-schen Reiche in gutem Ruf stand. "
') Ausschreiben III. S. 148.