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Memorabilia Tigurina, oder Merkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Hans Heinrich Bluntschli
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17
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Auftaust.

A. I4Z6 befaß Asvermont Hans Hagenauer, Bürger von, Zurtch. A.r^QAmmann Vogler. An. ^57 kauffte es Caspar Belzmger, Land-schreiber zu Grüningen, um 780 fl.An. rsso wurd es von Ioß )vuvuabgeschliffen. Hatte sonst viel und schone Freyheiten.

Allflauff, Austuhr.

... Der Auflauffen hat es zu Zürich und im Zürich - Gebiet zu unterschied-lichen mahlen gehabt.

. Als A. r444 bey Eingang des Jahrs, in dem so genannten alten-vlch-Rrieg, in welchem übrige Evvgenoffen sämtlich die StattZürich be-krieget, der Bischofs von Costanz und etliche Städte, eine« Frieden ge-wacht zwüschm Zürich und den Eydguossen, bis auf St.GeörgenTag, wel-cher Fried der Faule Fried, genennt worden, voraus, weil darbey derStadt Zürich Aexutano» schlechtlich beobachtet war: Ist aus Anlaß die-ses Friedens zu Zürich ein hitziger Auflauf entstünden, und war das Rath-vanß in aller Fury angefprenget, etliche Rüthsherren mit Gewalt aus derRathftüben genommen, und am Samstag nach Öfteren zween von ihnen,nämlich Hans Meist, und Ulrich Aomli, auf dem Fischmarkt mit demSchwert hingerichtet, die übrigen aber ihrer Ehren entsezt, und mit nam-vafften Geldbussen angelegt worden.

A. 1468. empörten steh die Wadenschweiler wider die Stadt Zürich,wegen einer aufgelegten Steur, (aufjedeHaußhaltung zu Stadt und Lands. Plapert,) deren sie sich allein geweigeret, weßwegen sie von denen vonZürich überzogen worden. Es schlüge sich aber Bern, Uvp, Schweiz,Unterwalden, und Zug in das Mittel, und erkannten, daß die von-denschweil und Richtenschweil die Steur bezahlen, und denen von Zürichhinfüro in allen Sachen mit Leib und Gut gehorsam und verbunden sey«sotten.

An. 1489 erbebte sich der so genannte lValdmanns - Auftaust, derverhaltet sich kurz also: Hans waldmann von Blickenstorfs einem beyZug gelegenen Dörfflein gebürtig, von geringem Herkommen , lehrnete zuZürich das Rothgerwer- Handwerk: Und weil er vortreffliche Leibs - undGemüths-Gaaben hatte, auch in ftömder PotentateuKriegs- Diensten sichansehnlich gemacht, daß er aus einem gemeinen Mann in den Ritter-Stand erhebt worden, könte er auch derBurgerschafft zu Zürich Gemütherdermaßen an sich locken, daß er sichunqläublich bereichert, und das SchloßDübelstein, und die Gerichte zu Dübendorff erkauffte , und endlich gardie Bürgermeister-Staffel zu Zürich erreichte: Diese Ehren-Stell hatteer so rühmlich bettelten, daß die adelichen Geschlechter ihne angefangen zu

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