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Anleitung zur Kenntniss des gestirnten Himmels / Johann Elert Bode
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646
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646 Dritte Abtheilung, vierter Abschnitt.

Auch die Ncbenplanctcn sind geschickt, Bewohner zuernähren. Unser Mond zeigt sehr deutlich seine Berge undThäler, Meere rc. Au den Jupiter / und Saturns-Traban-tcn würden wir ohnfehlbar ein gleiches finden, wenn sieuns so nahe wären. Unsere Erde.erleuchtet die Nächte desMondes i^mal stärker, als der Mond die unsrige. Die-sen Dienst leisten auch Jupiter und Saturn ihren Monden.Wozu aber diese Einrichtungen, wenn nicht vernünftigeWesen von diesen Schein Nutzen ziehen sollten?

Allein, was soll man aus den Kometen machen, dietm Reiche der Sonne zwischen den Planeten herum zu irrenscheinen; bald die Wirkung der Sonne in der Nähe empfln-den, und dann wieder über alle Planeteukreise hinaus sichso weit von der Sonne wcgbegcben, daß, nach unsern Be,griffen, das Licht und die wohlthätigen Einflüsse derselbenauf ihnen sehr unwirksam werden müssen. Sollte auchdieses große Heer planetlschcr Kugeln von empfindenden undvernünftigen Geschöpfen bewohnt seyn? Warum nicht?Man erdenke auch noch so viele Meinungen von der Be-schaffenheit der Kometen, so dünkt niich, daß man nur glück-liche Wesen auf denselben annehmen könne, auf welche ent-weder die sehr ungleichen Wirkungen der Sonne keine Ein-drücke machen, oder die Güte des Schöpfers hat Anstaltengetroffen, sie gegen diese ausserordcntliche Abwechselungenin Sicherheit zu setzen. Wer weiß, i>k nicht das starke Auf-schwellen der Dunstkugel des Kometen, wenn er zur Sonnekommt, und die Absonderung der Materie, welche uns inseinen Schweif in die Augen fällt, eine mit von den weifenVeranstaltungen, die das Wohl seiner Bewohner zur Ab-sicht hat? Selbst