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Antheraea Yamamay.
Alle Ocinaraarten liefern sehr feinfädige Seide').
Trilocha varians (Walker, Moore). N.- und S.-Indien (Kalkutta ,Assam , Kanar) auf dem Feigenbaum * 2 ); liefert äusserst kleine, ovale, gelb-liche Kokons.
Gastropacha quercifolia. G. populifolia. G. tremulifolia. G. ilicifolia.Libethra Cajani.
Ein durch seine Lebensweise und Erzeugnisse dem B. mori nahestehen-der Seidenwurm der japanischen Eiche, Antheraea Yamamay 3 ), ist in Japan seit 1487 bekannt, wo er auf der Insel Fatsitsyo entdeckt und nach Nippon verpflanzt wurde; seine ursprüngliche Heimat scheint dagegen China gewesen zu sein, woselbst er im Gebirge in völlig wildem Zustandegefunden worden ist. In Japan wird er daher „Yama-mayu“ (Seidenwurmder Gebirge) genannt, und ist die von ihm gelieferte Seide hoch geschätzt,ln früheren Zeiten war diese Seidenart ausschliesslich für den Gebrauchjapanischer Herrscher reserviert und die Ausfuhr der Raupeneier bei Todes-strafe verboten; trotzdem gelang es einem gewissen Yan Meerdevroort,durch Anwendung übrigens wenig löblicher Mittel, sie im Jahre 1862 nachEuropa zu versenden, wo erfolgreiche Acclimatisierungsversuche angestelltwurden, die noch günstiger ausfielen, als man durch Kreuzung mit demchinesischen Eichenspinner, Anth. Pernyi, eine unter den europäischen Klimaverhältnissen vortrefflich gedeihende Rasse erzeugte. Auch die in In dien ange.strebte Acclimatisierung ergab gute Resultate, doch wurde dieZucht des Yamamayspinners hier, wie auch in Europa , Asien und Amerika ,aus verschiedenen Gründen nicht lange fortgesetzt; trotzdem ist es nichtausgeschlossen, dass sie, früher oder später, in diesen Weltteilen nochwieder aufgenommen werden wird, da die Yamamayseide an Schönheit derFaser der echten Seide vollständig ebenbürtig, an Festigkeit sogar weitüberlegen ist — und die Klima- und Bodenverhältnisse Mitteleuropas undAmerikas stimmen mit denen Japans vollkommen überein. In Japan wird die Anth. Yamamay in mehreren Provinzen gezüchtet und zwar inGoshiu, Tango, Etshigo, Koshin und Owari, in grösserem Mafsstabe inSinschiu, wo mehrere Ortschaften, die einen Kollektivnamen „Matsukawa-gumi“ führen und ihr Centrum in Furumaya haben, ausschliesslich die Zuchtdes Yamamayspinners betreiben 4 ).
Das runde, etwa 3—4 mm messende Raupenei des Yamamayspinners ist inmannigfacher Hinsicht interessant. Zuerst gehört seine braune Farbe nicht ihm,
') Hutton, On the reversion and restoration of the wild ailka of India. (Trans,of the Entom. Soc. II. 326).
a ) Moore, The Lepidoptera of Ceylon, II. 136. Trans, of the Entom. Soc. 3 aer.II. Taf. 19.
*) Hoffmann, Bull, de la Soc. d’acclim. 1864. 523.
Sira-kawa & de ltosny, Traitä de l’dduc. des vers äi soie au Japon, 1868. 124-