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Zur physischen Anthropologie der Feuerländer : der Philosophischen Facultät, II. Section der Universität Zürich zur Erlangung der Venia Legendi vorgelegt von Dr. Rudolf Martin
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Zur physischen Anthropologie der Feuerländer.

Humerus und dann Ineinanderzeichnen der gewonnenen liilder nach Maassgahe der beide Male angegebenenKadelaxe des Drehgelenkes. Ablesen des Winkels.

Länge des Humerus: Maximallänge. Topinards Messbrett.

Längsaxe: Man spannt einen schwarzen Faden in der Weise über den Knochen, dass er die Diaphysein zwei gleiche seitliche Hälften theilt, zeichnet diese Linie nebst der Tangente an die untere Gelenkfläche(Stahlnadel) mittelst des Zeichenapparates durch und liest den Winkel auf der Zeichnung ab.

1!adius und Ulna:

Länge: Maximalläuge. Messbrett.

Hand:

Länge: Vom proximalen Bande der Handwurzel zur Spitze des Mittelfingers. Geleitzirkel.

T . .. , T , Länge des Radius x 100

Radio-humeral-Index = T -- ° -,-rf-

Lange des Humerus

VI. Becken.

Das Becken zeigt, wie bei allen Menschenrassen, so auch beim Feuerländcr in seinen absoluten undrelativen Proportionen eine grosse Oscillationsbreite individueller Variation, zu der naturgemäss noch einebedeutende sexuelle Verschiedenheit dieses wichtigen Skelettheiles hinzutritt. Dadurch wird es ungeheuerschwer, das Typische der Bildung zalilenmässig zu fixireu, und ich gebe daher die folgenden Daten nurmit dem Hinweise auf mein geringes Material. Die Einzehvertlie aller Autoren zusammenzuarbeiten, war indiesem Abschnitt bei der an sich schwer exact definirbaren und verschieden geübten Technik nur in ein-zelnen Fällen möglich. Ich habe daher meist nur die berechneten Mittelwerthe der Autoren neben diemeinigen gestellt und hoffe, dass späterhin einmal das ganze Material von einer Hand wird verarbeitet werdenkönnen.

Betrachten wir zuerst die allgemeinen Formverhältnisse des Kreuzbeins . Seine Breite überwiegt bei viermeiner fünf Individuen beträchtlich die Länge, nur bei H., bei welchem ein sechster "Wirbel mit ins Kreuz-bein einbezogen ist 1 ), findet das umgekehrte Verhältnis statt. Der mittleren Breite der 3 $ von 125,6 mmsteht eine mittlere Länge von 109mm gegenüber, so dass man einen Sacralindex von 115,2 erhält; für diecf $ Individuen beträgt er 110,9 oder mit Correctur (Ausschluss des sechsten Sacralwirbels bei II.) 112 , 8 .

Die übrigen Autoren geben folgende Sacralindices an:

ßarson's Mittel aus.4 cf 100

Sergis .4 cf = 99; 8 $ = 110

Hyades .2 cf = 94,3; 2 = 108

Vereinige ich unter der oben erwähnten Reserve die Einzelwertlie aller vier Beobachter, so ergiebt sich:

Mittel aus

Sacrallänge

Sacralbreite

Sacralindex

13 cf

Feuerländer.

110,6

113

102,6

12 $

fl ..

103

115

112

Bei dieser Zusammenstellung ist der weibliche, aber besonders der männliche Iudex viel niedriger, alsnach meinen und Garsons Beobachtungen, allein wahrscheinlich nur eine Folge der verschiedenen Technik.Zur Uebersicht der Kassendifferenz gebe ich folgende Tabelle:

Typus

cf

?

Autor

Europäer .

112,4

114,8

Verneau

116,8

Garson

Feuerländer.

102,6

112,0

Total

109,0

115,2

Garson und Martin

Neger.

97,0

105,5

Verneau

Australier.

98,5

102,5

Diverse nach Turner

Andamanen.

94,0

106,0

Flower

!) Auch am Sacrum von F. C. participiren sechs Wirbel.