31
Zur physischen Anthropologie der Feuerländer.
Humerus und dann Ineinanderzeichnen der gewonnenen liilder nach Maassgahe der beide Male angegebenenKadelaxe des Drehgelenkes. Ablesen des Winkels.
Länge des Humerus: Maximallänge. Topinard’s Messbrett.
Längsaxe: Man spannt einen schwarzen Faden in der Weise über den Knochen, dass er die Diaphysein zwei gleiche seitliche Hälften theilt, zeichnet diese Linie nebst der Tangente an die untere Gelenkfläche(Stahlnadel) mittelst des Zeichenapparates durch und liest den Winkel auf der Zeichnung ab.
1!adius und Ulna:
Länge: Maximalläuge. Messbrett.
Hand:
Länge: Vom proximalen Bande der Handwurzel zur Spitze des Mittelfingers. Geleitzirkel.
T . .. , T , Länge des Radius x 100
Radio-humeral-Index = T -- ° -,-rf-
Lange des Humerus
VI. Becken.
Das Becken zeigt, wie bei allen Menschenrassen, so auch beim Feuerländcr in seinen absoluten undrelativen Proportionen eine grosse Oscillationsbreite individueller Variation, zu der naturgemäss noch einebedeutende sexuelle Verschiedenheit dieses wichtigen Skelettheiles hinzutritt. Dadurch wird es ungeheuerschwer, das Typische der Bildung zalilenmässig zu fixireu, und ich gebe daher die folgenden Daten nurmit dem Hinweise auf mein geringes Material. Die Einzehvertlie aller Autoren zusammenzuarbeiten, war indiesem Abschnitt bei der an sich schwer exact definirbaren und verschieden geübten Technik nur in ein-zelnen Fällen möglich. Ich habe daher meist nur die berechneten Mittelwerthe der Autoren neben diemeinigen gestellt und hoffe, dass späterhin einmal das ganze Material von einer Hand wird verarbeitet werdenkönnen.
Betrachten wir zuerst die allgemeinen Formverhältnisse des Kreuzbeins . Seine Breite überwiegt bei viermeiner fünf Individuen beträchtlich die Länge, nur bei H., bei welchem ein sechster "Wirbel mit ins Kreuz-bein einbezogen ist 1 ), findet das umgekehrte Verhältnis statt. Der mittleren Breite der 3 $ von 125,6 mmsteht eine mittlere Länge von 109mm gegenüber, so dass man einen Sacralindex von 115,2 erhält; für diecf $ Individuen beträgt er 110,9 oder mit Correctur (Ausschluss des sechsten Sacralwirbels bei II.)— 112 , 8 .
Die übrigen Autoren geben folgende Sacralindices an:
ßarson's Mittel aus.4 cf — 100
Sergi’s „ „ .4 cf = 99; 8 $ = 110
Hyades’ „ „ .2 cf = 94,3; 2 = 108
Vereinige ich unter der oben erwähnten Reserve die Einzelwertlie aller vier Beobachter, so ergiebt sich:
Mittel aus
Sacrallänge
Sacralbreite
Sacralindex
13 cf
Feuerländer.
110,6
113
102,6
12 $
fl ..
103
115
112
Bei dieser Zusammenstellung ist der weibliche, aber besonders der männliche Iudex viel niedriger, alsnach meinen und Garson’s Beobachtungen, allein wahrscheinlich nur eine Folge der verschiedenen Technik.Zur Uebersicht der Kassendifferenz gebe ich folgende Tabelle:
Typus
cf
?
Autor
112,4
114,8
Verneau
—
116,8
Garson
Feuerländer.
102,6
112,0
Total
109,0
115,2
Garson und Martin
Neger.
97,0
105,5
Verneau
Australier.
98,5
102,5
Diverse nach Turner
Andamanen.
94,0
106,0
Flower
!) Auch am Sacrum von F. C. participiren sechs Wirbel.