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Erster Band.
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beschränkte, und ohne Leidenschaft die Angriffe der Stürmen«den zurückwies.

Das Volk, einzig und allein durch die Liebe zur Unab-hängigkeit getrieben, blieb rein von allen Ausschweifungen,und die Revolution des 29. Novembers war eben so merk-würdig in dieser Beziehung, als die des Julius 18Z0. Ei-nige bald gelöschte Feuersbrünste, und Flintenschüsse, welche sichhören ließen, hielten die Einwohner während der ganzen Nachtvom 29. auf den 50. in Wachsamkeit.

Die Offiziere und Fähndriche durchritten fortwährend dieStadt mit geschwungenen Schwertern und Kriegsgeschrei.Der Feind war besiegt, aber noch vor den Thoren. WelcherMorgen erwartete die Ausgestandenen? Die Nacht schiensehr langwierig, und bis zum Morgen hatte man die Wahl,sich der Hoffnung, oder allen möglichen Arten von Furcht zuüberlassen. Jene kurzen Augenblicke erhabener Trunkenbcit,wo der Tod. eben so schön erscheint, als der Sieg, hatteneiner ruhigeren, überlegteren, aber dem Feinde nicht mindergefährlichen Begeisterung Platz gemacht.