Deysnische BergChronica190Bergarten vnd Wassern/ die Glieder offt verlehmen/ die Lung verschleimen/ dieMagen erkalten/ vnd was der Bergsuchten vnd beschwerungen mehr sein: So müs-sen wir derer, so im Lande zu Meyssen sein/ auch kürzlich gedencken.MAn hat zwey Wildbäder auff dem Meyßnischen Boden vnd Bergstedten/Twey warm-bad in Meyß Nemlich das eine so beym S. Aneberg ligt, bey dem Dorff Wiesen in der Rosenaw,das andre bey Wolckenstein der Bergstadt/ so auch nicht ferne vom Annenberggelegen. Es ist aber das Wiesische Warmbad ohne zweiffel allererst geachtetworden/ nach der zeit des erfundenen Bergwercks auff S. Anneberg/ denn manZur Wiesen.Hans Frider desselben anfang nicht weis, bis fast auff die zeit/ da Hans Friderich der eltere einrich ein Bürger vom Geyer/ der damals das Dorff Wiesen besessen/ im Jahr 1501. dasget vom Bey/ Wasser dieses Wildbades in ein Kasten gefasset/ das wilde vnnd regen Wasser sovon Berge fellet/ abgezogen/ und das Bade im selben Thal 60. schuchlang vnd24. breit dazu gebawet. Darneben auch ein Kirchlein in der Ehr des heiligenJobs auffgerichtet/ welches von Hertzog Georgen zu Sachsen reichlicher dotirt/ vndG. Job.vom Bischoff zu Meyssen eingeweihet vnd confirmiret worden/ Im Jahr 1505.darinnen nachmals allzeit ein Altarista/ der des Morgens und Abends seine Betstun-den gehabt, damit die Leuth so gebadet haben/ Ihr Badt mit Gottes furcht vnd ge-bet anzufangen vrsach hetten/ gehalten worden.Welches Kirchlein aber nunmehr abgangen/ vnd doch dem Bad der namen blieben/ das es zu S. Job genennet wird.Dieses Bade ob es wol meisten theils Alaun in sich helt/ ist doch auch etwas vonWas er fürVictril oder Kupffer dabey/ welches/ wie es Doctor Johannes Kobelius/ Churf.metallica insich habe.S. Medicus/ mit fleis obseruiret vnd beschrieben/ in seinem Büchlein/ daraus wirviel gewonnen/ zusehen ist: Wie er denn daselbst auch weitleufftig/ von den Kräfftenund wirckungen handelt/ vnd zu wasfür kranckheiten in sonderheit solches Bad vndWasser könne gebraucht werden, hinwider auch welchen complexionibus, vnd zu waskranckheiten es schädlich sey/ Jtem zu welcher Jar zeit/ zu zwelcher zeit des tages: wielang man drinen sitzen mus/ auch wie mans innerhalb des Leibs brauchen sol/ nemlichzu welcher zeit und wie viel/ Jtem wie sich ein patient zuuor/ ehe er das Wasserbrauche/ praepariren soll/ welches alles er mit grossen fleis vnd mühe erkleret. Son-sten ist auch etwas aus der Anneberga D. Mich: Barihi beyde von der qualitet vndviribus zusehen/ da dieses seine VersHic tepidae exiliunt vndae de fonte perenni,Quae per alumineas venas& viscera terraeActae, traxerunt vires hinc inde s-lubres.Sit sua Teblicijs thermis non gloria vana,Dos sua cuique loco est, manet et sua gloria nostrosfontes, non desunt illis viresque salubres,Deliciaeque suae, scabiem de corpore pellunt:Et stomacho vomitu vexato rite medentur:Contra sudores nimios medicamina praebent:Sanguineos sistunt fluxus, sputumque coërcent:Atque hinc mille modis languentia membra iuuantur.Agricola gedenckt dieses Wildbades lib. 1. de nat. eorum quae effluant ex&c. vndzeige sonderlich an/ das es laulicht sey vnd nicht heis/ gleich wie auch das Wolcken-steinische/ von dem wir nun folgend auch etwas sagen wollen.MAn weis aber von dieses warmen Bades anfang vnd alter vielWarm Badin Meyssenweniger als von dem vorigen/ Nuhr das es bey vnd vber Menschen geden-zum Wolckencken
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Meissnische Land und Berg Chronica : in welcher ein vollnstendige Description des Landes, so zwischen der Elbe, Sala und südödischen behmischen Gebirgen gelegen, so wol der dorinnen begriffenen auch anderer Bergwercken, sampt zugehörigen Metall und Metallar Beschreibungen ... / gestellet durch Petrum Albinum ...
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190
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