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diese Vorstellung sollte sogar nach einigen inder alten Fabel, dais Oceanus und Thetys dieStamnniltern wären, enthalten seyn. Ja nacheiner etwa.? dunklen Aeusserung des Aristoteles in der angeführten Stelle, lehrte er sogar, dafsdie Wärme aus Wasser entstehe, und dafs dieThiere durch Wärme leben. Eine blofse Erklä-rung ist es übrigens, wenn Stobaeus und andrespätere Schriftsteller behaupten, Thaies habedamit sagen wollen: die Materie überhaupt seyflüssig.
Ausser diesen Philosophemen wird Thaiesnoch von Euclemus und Proklus als Erfinder ei-niger geometrischen Sätze angegeben, welchedie Kindheit der Geometrie in diesem Zeitalterbeweisen. Er fand nemlich, dafs der Durch-messer den Kreis in zwey gleiche Theile theile;dafs die Winkel an der Grundlinie eines gleich-schenklichfen Dreyecks einander gleich sind;die Gleichheit der Scheitelwinkel, und den 26.Satz aus Euklids erstem Buche, dafs zwey Drey-ecke gleich sind, wenn zwey Winkel und eineSeite (es sey nun die anliegende oder einem dergegebenen Winkel gegenüberstehende) in demeinen Triangel sind, wie in dem andern. Nichtso sicher ist die Nachricht des Laertius (I, 24),nach welcher Thaies auch gelehrt haben soll,
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