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Die Befestigung der Staaten nach den Grundsätzen der Strategie / von Georg Freyherrn von Hauser
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91
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Ist also der Angreifer, aus Mangel zur Verthei-digung eingerichteter Gränzen, in das Innere einesStaates eingedrungen; so muß die verteidigendeArmee jede Gelegenheit benutzen, den Rücken desFeindes zu gewinnen, ohne die Gemeinschaft mit densie erhaltenden Theilen ihres eigenen Landes zu ver-lieren, und dadurch die Folgen dieser Vernachlässi-gung der Gränzen, von ihrem Vaterlands abzuwen-den trachten.

Es ist leicht zu begreifen, daß sich diese Gelegen-heit desto mehr ereignen müsse, je tiefer der Feindin den angegriffenen Staat eindringt; indessen wirdes sich noch in der Folge zeigen, wie sich dieselbe durchBefestigungen im Innern des Staats herbeyfüh-ren läßt.

Fcldzug von »812 in Rußland , von der Erobe-rung Moskau's , bis zum Rückzüge der Fran-zosen über die Berezma *).

Den ich. September 1812 rückte die französische Hauptarmee, unter der Anführung Buonoparte's,in Moskau ein, und die russische, unter Kutusorv,zog sich auf der Straße nach Wladimir zurück ").

Nach dem Einrücken der Franzosen , steckten aufBefehl Rastopschins, des Gouverneurs von Moskau ,die von ihm sreygelaffenen Verbrecher, diese Stadtin Brand; so daß bloß ein Zehntheil derselben, und

') Sehe: Den österreichische» Beobachter.

") Kriegsschauplatz in Pohlen und Rußland .