bis in den Graben anlegen, um zu den Breschengelangen zu können.
Es ist leicht zu begreifen, daß die Annäherungmir Laufgräben immer langsamer vor sich gehen müs-se, je näher man dem Platze kömmt, da das Feuerdes Vertheidigers immer wirksamer wird, und sei-ne Ausfälle einen iminjr kürzeren Weg zu durch-schreiten haben, um die Angriffswerke zu zerstören.
Die Dauer der Vertheidigung der einfachsten Fe-stung ist also drey Wochen, und wird ohne Zusatzanderer Werke bedeutend verlängert, wenn der Gra-ben auf eine Höhe von wenigstens 5 Schuh mit Was-ser gcfüllet werden kann, da dann der Angreifer ei-nen Damm über denselben errichten muß.
Das größte Hinderniß deS Angriffes aber sindMinen. Der Vertheidiger kann nähmlich bey der An-lage einer Festung , unter ihrem Glaciö und bedeck-ten Wege, bis auf bis cho Klafter von der Contre-scarpe, unterirdische Gänge erbauen, mittelst die-ser Gänge, beym Vorrücken des Feindes über dasGlacis, Minen darunter anlegen, und die feindlichenAngriffswerke in die Luft sprengen.
Dieses Vertheitigungsmittel zwinget den Feind,sobald er in den Wirkungskreis dieser Minen gelan-get, selbst unterirdische Gänge gegen die Festung vor-zutreiben, und von Zeit zu Zeit so stark geladeneMuren anzulegen und zu sprengen, daß sie die um-liegenden Minengänge deö Vertheidigers eindrücken.
Hierdurch werden aber die Fortschritte des An-