z6 Die fünfte Betrachtung.
sondern über alle, uns sichtbare und unsichtbare,Welten: also bestehet sein Reich aus unzählba-ren Königreichen und Prvvincien. Dasjenigeaber von seinen Reichen, welches das allerherr-tichste ist, und in welchem Er seine unaussprech»sich prächtige Residenz aufgeschlagen hat, istder Himmel, und dieser wird mit einem andernNamen, weil man darinnen nimmermehr stir-ber, sondern ewiglich lebec, das ewige Lebengenennet. Sollen wir nicht auch bloß aus die-sem Grunde, öfters und gerne an den Himmelgedenken, weil er die Wohnung und Residenzunsers Herrn und Königes ist? welcher Unter-than gedenket nicht öfters und gerne an die Län-der und Herrschaften, und insonderheit an dieResidenz seines Herrn ? besonders wann er Ihnlieb, und einen gnädigen und herrlichen Herrnhat, wie wir an Gott haben?
2. Aus Hochachtung für unsern Hei-land, welcher uns so hock geliebet hac, undder nun in den Himmel eingegangen ist, undin demselben seine Wohnung, sein Reich undseine Herrlichkeit har. Unsern Heiland rechtherzlich zu lieben, und also zu dem allerrechtschaf-sensten Christenthum zu gelangen, wird nichtmehrers erfordert, als: daß wir Ihn uns als
einen