2S4 Betrachtungen.
lich nach seiner Instruktion zu Werke gehen. Demeigenen Genie blieb wenig Spielraum gelassen. — Auf.von Zusammensetzung seiner Heere abhängige. Grund-sähe war Theilweife das Gleichgewicht von Europa be-berechnet, und bei diesen Voraussetzungen allein war esmöglich. *) — Seitdem aber ein Volk die Ueberzeu-gung gewann. Laß. wenn es sich ganz bewaffnen, undstatt hunderttausend Krieger, eine Million in das Feldstellen würde, die Kriegskunst auf Schlachten und einFaustrecht der Mehrzahl keducirt seyn könnte; seitdemHerrsucht und Uebermuth es nothwendig Machten, Ver-nichtungskriege einzuführen, wo derjenige Sieger ist. derdie Kunst besitzt, den letzten Mann auf dem Schlacht-feld? anlangen zu lassen ist es nicht mehr so. endist ein Gleichgewicht der Heere nur dann möglich, wenn
*) Es kann hier nicht die Rede von den politischen Ver-bindungen seyn, welche das, unter dem gewöhnlichenNamen des Gleichgewichts von Europa bekannte, gegen-seitige Lähmen der Kräfte erzeugte. — Allerdingsfand früher zwischen den Staaten ein Verhältniß derstehenden Heere statt, das bei den großen Mächtenvon Europa ein Gleichgewicht zwischen ihnen, wen»auch keine Verbindungen statt fanden, verursachte, unddies Verhältniß bestand, bis eine dieser Mächte ausden Gedanken kam, die Erhaltung des stehenden Hee-res wohlfeiler, und somit seine Vergrößerung mög-lich zu machen. — Ich abstrahire daher im Folgen-den von' allen politischen Betrachtungen, Und sprechtnur immer von dem Gleichgewichte der Streitkräfte,das, nach meinen Ansichten und mathematisch ausge-drückt, aus Gleichheit, der Zahl mit der moralischenKraft des Heers multiplieitt, erzeugt wird.