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Die Kanonenboote oder Plattschjfse — Fig., —bercn sich die Franken zu der bedrohten Landung inEngland bedienen wollen, haben.eine so große, jedoch un-verdiente Aufmerksamkeit erregt, daß sie nicht wohl mit Still-schweigen zu übergehen sind. ES sind lange Voote von ver-schiedener Größe, welche ;o bis -oc> Mann nebst einer odera und 4 Kanonen oder Mörsern fasse» können; da sie nahean das User zu legen bestimmt sind, so haben sie zwar einenKiel, doch zugleich einen flachen Boden, welcher vorn mitstarken Bauchstücken belegt ist, um dem Stoß bey Abfcurungdes Ge<chüneS desto besser widerstehen zu könne». Etwas vorder Mitte steht ein Mast, an welchem ei» Gaffelsegel aund Stagfokl> aufgezogen werden kann. Eine größere Zahlvon Segeln wäre übcrflüßig, da sie blos zu einer kurzen Ue-berfahrt bestimmt sind, und der Besatzung nur hinderlich wäre,welche sich allenfalls auch der Ruder bedienen kann. Ueber-Haupt haben sie eine ihrer Bestimmung sehr angemesseue Ein-richtung, aber gegen Kriegsschiffe wären sie nicht mit Erfolgzu gebrauchen.
Zweiter Abschnitt.
Dom Schiffbau.
> So beschränkt die Anzahl der oben benannte» Schiffe jst,so sezt sie doch schon, wegen der Verchicdenheit der Anlageund Ausführung dcS VaucS, viele Kenntnisse und Erfahrungenvoraus; wie vielmehr, wenn man die große Menge der übri-gen Fahrzeuge erwägt: denn fast mit »dem neue» Zuwachseder menschlichen Kenntnisse und Bedürfnisse vermehren sichdie Gattungen und Abweichungen von den schon bekannten