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Erster Abschnitt.
winden. Bei dem Auf- und Abladen der Fässer wird die nä'M-liche Vorsicht und Sorgfalt, wie in den Magazinen beobachtet.Endlich müssen eine verhältm'ßmiißige Menge Vorrathswagenbeim Transport vorhanden seyn, damit, wenn einer der beladenenWagen unbrauchbar wird, die Ladung desselben nicht zurückge-lassen werden darf.
5) Terpentin, Theer, Pech, Harzn. m. d.
§. 5o. Harze sind überhaupt fettige und öhlige Säfte, dieman insbesondere aus der Kiefer, der Tanne und der Fichte er-hält; sie sind fest und zusammenhängend und losen sich nicht imWasser, wohl aber !m Weingeist auf. Durch Destillation liefernsie ein leichtes entzündliches Del und es bleibt ein dicker zäherHarzrückstand, der wenig Geruch hat.
DerTheerist eine mit vielen ohlichten und harzigen Thei-len geschwängerte flüßige Verbindung. Er wird erhalten, wennman gewöhnliches Kiefernholz ohne Rinde in Kloben spaltetund einem starkem Feuer aussetzt, jedoch so, daß keine Flammeentsteht. Der Theer ist desto besser, je weniger Dunkel und jeflüßiger er ist.
SchwarzeöPechistder dickere Ausfluß beim Theerschwe-len, welcher eingekocht und mit ein wenig Theer vermischt, hartwird. Es muß im gutem Zustande eine glänzend schwarze Farbehaben» trocken und spröde seyn.
Weißes Pech wird erhalten, wenn das reine gelbe Harz,welches auf dem beim Theerschwelen ausfließenden Theer obenauf schwimmt, mit einer Kelle abgeschöpft und eingekocht wird,Durch Destillation diesesHarzes wird das K i e n ö h l gewonnen.
Grünes Pech wird ausgleiche Act, wie das weiße, erhal-ten, nur von weniger reinem Harz. Es ist fetter und zäher wiedas schwarze Pech, und muß, wenn es gut seyn soll, auf demBruche ins gelbliche spielen.
Terpentin. — In der heißen Jahreszeit schwitzen dieKiefern, entweder von Natur, oder wenn man Einschnitte inihre Rinde macht, zwei ganz verschiedene Safte, obschon voneinerlei Art, aus. Der eine bleibt flüßig und wirdTerpen tingenannt, der andere nimmt eine feste Gestalt an und heißt