22 Erster Abschnitt.
fel löset sich in den Oehlen durch die Warme vollkommen aufunkes entsteht der Sch w efe l b a l fa m , eine höchst entzündlicheMischung von brauner Farbe und sebr unangenehmen Geschmack 'und Geruch. S?on allen fetten Oehlen sind hier nur das Lein- ^undBaumöhl demerkenswerth. ^
Die flüch rjg en oder a therisch en Oehle werde! durch hDestillation aus dem Pflanzenreiche erhalten. Für den Artille- ^rissen ist von ihnen blos das Terpentin und K i e n ö h l brauch- F
bar. Sie unterscheiden sich von den fetten Oehlen durch ihren f,
durchdringenden Geruch und scharfen Geschmack, so wie auch cjdurch ihre große Flüchtigkeit, sie verfliegen bei der Siedhitze des nWassers und entzünden sich durch eine ihnen nahe gebrachte Flame nme. — Sie sind im Weingeist auflöslich, so wie sie ihrerseitsselbst die Harze, die fetten Oehie, den Schwefel rc. auflösen. j|
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Das Berg: oder S te in c f> ( (Petroleum ) ist das einzige mi- ^
neralische Oehl, das sich rein in dem Innern der Erde findet. ^
Man hat es von weißer, gelber, grünlicher, rother und von ^
dunkler Farbe. Das beste (Naphta) ist weiß, flüßig wie Müsset f
und von einem starken durchdringenden, angenehmen Geruch; ^
das gelbe ist etwas schlechter und von einem weniger starken Ge-ruch; noch schlechter sind die übrigen Arten, die einen widrigenGeruch haben. Das.gute Bergöhl entzündet sich sogleich amLichte, und bei seiner Er««-mung sogar, wenn das Licht in be-trächtlicher Höhe darüber gehalten wird. Es brennt gleich dem •
Kampfer im Wasser und schwimmt auf allen Flüßigkeiten, selbst 1
auf dem Weingeist, oben. Aus dem Erdh,rze wird zwar eben- *
falls eine Art Bergöhl, von rothbrauner Farbe und widrigemGeruch gezogen; es ist jedoch nie von so guter Beschaffenheit als *gelbes. E
Das Bergöhl hat, in Absicht der Anwendung zu den Kunst- -feuern, vor allen übrigen Oehlen den Vorzug; weil es aber sehttheuer und selten rein zu bekommen ist, wird e§ nur wenig ge-braucht.
Seine Stelle kann sehr gut durch Kampfer oder durch da§flüchtige Oehl der Steinkohle ersetzt werden.