^ Oe8ckenk aus 6em I^lacklasse von -^uxusl ^Valclnen. des Gas Konsumenten. von cdm Luft,*) in Folge dessen das Gas das Bestreben hat, nach oben zu strömen, so daß bei einer Gasleitung an dem höchsten Punkt der Leitung der stärkste Gasdruck vorhanden ist. Das Gas kann aus allen organischen Substanzen gewonnen werden, so aus Holz, Del, Fett und anderen Stoffen, doch wird es zum allergrößten Theil aus Steinkohlen fabricirt und zwar geschieht dies in der weise, daß die Kohlen in dicht verschlossenen Retorten geglüht werden. Dabei entweicht dann das Gas aus den Retorten durch angebrachte Röhren, während der Rückstand die bekannten Gas-Lokes sind. Das so gewonnene Gas muß dann verschiedene Reinigungsxrozesse durchmachen, wobei sich insbesondere der bekannte „Stein- kohlentbeer" absondert, bis es schließlich in die großen Gasometer gelangt, von wo aus dasselbe in die Röhrenleitungen gedrückt wird, um für die verschiedensten Zwecke Verwendung zu finden. wenn das Gas in gewissen Mengen mit atmosphärischer Lust gemischt wird, so wird die Mischung explodirbar, d. h. unter gewissen Verhältnissen erfolgt die Verbrennung beim Entzünden in plötzlicher heftiger weise. Diese Eigenschaft des Gases wird bekanntlich in dem „Gasmotor" nutzbringend verwerthet. Das Gas verbrennt mit leuchtender Flamme, indem der Kohlenstoff beim Brennen in fester Form ausgeschieden wird und in dem verbrennenden Wasserstoff zum Glühen kommt und dadurch leuchtet. Je intensiver dieses Glühen erfolgt, um so größer ist naturgemäß auch die Leuchtkraft, von dem Vorhandensein dieses Kohlenstoffs kann man sich am einfachsten überzeugen, wenn man einen kalten Gegenstand, z. B. ein Stück Porzellan oder ein Messer dicht über *) während bei den festen und tropfbaren Körpern die Dichtigkeit des Wassers die Einheit bildet, wird bei den gasförmigen Körpern die der Luft als Einheit zu Grunde gelegt. 11 die Flamme hält. Es wird sich dann sofort ein schwarzer Beschlag zeigen, welcher aus Kohlenstoff besteht und den man für gewöhnlich mit Ruß bezeichnet. Die Verbrennungsprodukte der Flamme bestehen der Hauptsache nach aus Kohlensäure und Wasserdampf. Den letzteren kann man beim Anzünden eines Lylinderbrenners direkt wahrnehmen, indem der Masserdampf anfänglich an dem kalten Cylinder condensirt wird und sich an der inneren Wandung als fein »ertheiltes Wasser absetzt. Sobald der Cylinder warm wird, verdunstet dieses Wasser wieder und die Erscheinung hört auf. III. Die Gasbrenner. Wenn man, wie hier, die Absicht hat, das Gaslicht zu verbessern und dabei bedenkt, daß sich alleMängel der ganzen Beleuchtungseinrichtung an dem Licht bemerklich machen, so ist es naturgemäß, von dem Licht auszugehen und so rückwärts alle diejenigen Theile durchzunchmen, welche dasselbe beeinflussen können. Denselben Gang wird dann der Gas- consument gehen und an der Hand des hier Gesagten leicht denjenigen Theil seiner Einrichtung ausfindig machen, der den Grund zu seinen event. Klagen gibt. Demnach sind in erster Linie die Brenner in Betracht zu ziehen. Schon häufig ist dein Publikum der Rath gegeben: „Man nehme nur gute Brenner I" Ja, das ist ganz schön, doch muß man dabei unwillkürlich an die probate Methode für den Fang eines Elephanten denken: Man nehme einen Elephanten u. s. w. Das heißt sich die Sache doch etwas sehr bequem gemacht! Um gute Brenner zu erhalten, muß 12 der Interessent mit Rücksicht auf die vielen vorhandenen schlechten doch wohl zunächst selbst wissen, was ein guter Brenner ist und ebenso, worauf es bei der Beurtheilung ankommt. Mit vollem Recht kann der Gasronsument fragen, was ist denn ein guter Brenner, wie sieht er aus oder woran erkenne ich denselben? Das kann er nun aus Nachstehendem entnehmen. Die gewöhnlich in Gebrauch befindlichen Brenner lassen sich in zwei Hauxtgruppen bringen, in die der Flachbrenner und die der Rund brenner. In ersteren kann das Gas ohne weiteres verbrannt werden, während die letzteren sämmtlich einen Cylinder erfordern, um der Flamme die nöthige Luft zur Verbrennung zuzuführen. 3) LlachSrenlier. In Bezug auf die Flachbrenner kann allgemein bemerkt werde», daß dieselben nicht aus Metall hergestellt sein sollen, sondern entweder ganz aus Speckstein oder aber doch der obere Theil und zwar aus dem Grunde, weil das Metall als guter Wärmeleiter der Flamme permanent Wärme entzieht, wodurch die Leuchtkraft vermindert wird. Außer dem Material des Brenners kommt in Bezug auf Leuchtkraft weniger die Form des Brenners, als vielmehr hauptsächlich die Form der Flamme in Betracht, und um dies recht anschaulich vorzuführen, sind nachstehend verschiedene Flammen- formen gezeichnet, wie sie in der Praxis überall zu bemerken sind und ist bei jeder Form angegeben, welche Kosten die betr. Flamme pro Jahr verursacht, wenn gleiche Helligkeit und ferner eine gleiche Brennstundenzahl von xsoo pro Jahr zu Grunde geleg^ wird und außerdem ein Normalconsum von i?5 Liter pro Stunde sowie ein Gaspreis von 20 H pro z Lubikmeter angenommen wird, welche Annahmen im Mittel der Wirklichkeit entsprechen werden. 13 Nr. I. Diese Flammcnform, bei welcher die Höhe mindestens so groß ist als die Breite, ist als gut zu bezeichnen und betragen die Aostcn pro ^ahr unter den gemachten Voraussetzungen ca. Mark zo.—. 14 Nr. II. Diese Flammenform ist als säst ebenso gut wie Nr. I. zu bezeichnen. Demnach betragen die Kosten pro Jahr hier ebenfalls unter den gemachten Voraussetzungen ca. Mark Zo.—. Diese Aammcnform, bei welcher die höhe niedriger ist als die Breite, ist als schlecht zu bezeichnen. Die Rosten pro Jahr betragen unter den gemachten Voraussetzungen ca. Mark 6A.— 16 Nr. IV. Vorstehende Flammenform zeigt der sogenannte Hohlkopfbrenner, wenn der Gasdruck zu stark ist. Diese Form geht alsbald in die Form I über, sobald der Haupthahn der Teilung oder der betreffende Brennerhahn etwas mehr geschlossen wird. Geschieht dies nicht, so betragen die Aosten pro Jahr unter den gemachten Voraussetzungen ca. Mark 6o.—. vorstehende Flammenform zeigt Nr. II, wenn der Gasdruck M stark ist. Das Gas saust dann mit starkem Geränsch aus der Brenncröffnung, ohne vollständig zum Leuchten zu kommen. Wird der Hahn nicht kleiner gestellt oder ein selbstthätiger Regulator unter den Brenner gefetzt, so betragen die Kosten pro Jahr ra. .Larli 6c>.—. Die unter gleichen Verhältnissen aus Nr. III rcsultirende Flammenform mit ähnlichen Spitzen kostet pro Jahr ra. Marti 70.—. . Muchall, das A-B-L des Gasconsumenten. 2 18 Nr. VI. Line solche Flammenform entsteht, mit unzähligen Variationen, wenn die Brenneröffnung etwas verstopft ist, was meistens dadurch herbeigeführt wird, daß sich kleine Rost- oder Schmutz-Theilchen in dem Brenner festgesetzt haben. Wird dieser Zustand nicht beseitigt durch einfaches Ausputzen vermittelst einer Nadel bei Lochbrenncrn und eines steifen Aarten- blattes oder dergl. bei den Schnittbrennern, so betragen hierbei die Achten des Lichtes pro Jahr unter den gleichen gemachten Voraussetzungen ca. Märst 70.—. 19 Nach diesen sechs Grundtypen der Flamme können die Brenner beurtheilt resp. behandelt werden, indem der Gas- consument dafür sorgt, daß er stets den Typus I oder II besitzt, andernfalls er an jeher einzelnen Flamme pro Jahr einen Verlust an Lacht im Werthe bis zu 20 Mark erleidet! Gloclicn für Flachbrciincr. Sämmtliche Umhüllungen der Flammen absorbiren Licht, so daß es in Bczng auf möglichst großen Lichteffekt am vor- theilhaftcsten ist, überhaupt keine Glocken anzubringen. Soll dies aber doch geschehe», sei es nun, um die Flamme vor Zugwind zu schützen oder aber »in dieselbe dem Auge zu entziehen resp. aus Schönheitsrücksichtcn, oder endlich, um direct unter der Flamme, z. B. auf dem Ladentisch mehr Licht zu haben, so muß die Glocke aus stark durchscheinendem Glas bestehen, am besten aus leicht mattirtem, geätztem, oder ächtem milchweißen Albatrinc-Glas. Außerdem ist darauf zu achten, daß die untere Vcffnnng recht weit ist, damit das nach unten restectirtc Licht auch wirklich durchsallcn kann. Auf hell d nrch scheine »des Material der Glocke ist ganz besonders zu achten, da andernfalls eine enorme Verlustquelle entsteht. Ls gibt Glocken, und leider nocb in sehr großer Zahl, die man gleich an dem trüb durchscheinenden röthlichen Licht erkennen kann, bei welchen dieses Licht unter den bei den Brennern gemachten Annahmen pro Jahr ca. M.iiir ioo—. kostet! Befters sieht mau Glocken oder Schalen, in welchen die Flammen beständig hin und herflackcrn, so daß das Licht kaum anzusehen ist. Die Ursache liegt in manchen Fällen in der Form der Glocke, sehr häufig aber darin, daß die bctr. 2 ' 20 Glocken sich mit dein unteren Rand viel zn nahe an den auf den Armen des Lüsters befindlichen Rosetten befinden, so das; die von unten zur Flamme tretende Luft keinen genügenden Querschnitt findet und in Folge dessen zum Theil von oben zur Flamme strömen mutz, wodurch ein Lnftwirbel hervorgerufen und damit das fortwährende Flackern bewirkt wird. Abhülfe kann leicht geschaffen werden dadurch, das; der Brenner nebst Glocke höher gesetzt wird, oder aber dadurch, daß man eine neue Glocke mit erheblich größerer unterer (l)effiinng von ca. cm im Durchmesser aufsetzt, falls man nicht die Rosetten abnehmen will. Unter allen Umständen muß aber der Mißstand beseitigt werden, wenn man nicht großen Schaden an den Augen nehmen will, ganz abgesehen von der Gefahr des Zerspringens der Glocken. d) Kundüremier. Die Gruppe der Rundbrenner anlangend, so gibt es auch hier gute und schlechte Brenner oder richtiger gesagt, gute und schlechte kampen, da nämlich der Rnndbrcnucr für sich allein nicht das Licht bestimmt, sondern nur in Verbindung mit einem Lylinder. Zunächst ist allgemein zu bemerken, daß bei jedem guten Nnndbrenner der Kopf, in welchem sich die Löcher für den Austritt des Gases befinde», aus Speckstein oder Porzellan bestehen muß und nicht aus Metall, weil letzteres in Folge seiner großen Leitungsfähigkeit der Flamme eine größere Wärmemenge entzieht — genau wie bei den Flachbrennern. Außerdem ist darauf zn achten, daß die Flamme in dem Cylinder möglichst groß brennt, oder aber, wenn man nicht so viel Licht für nöthig erachtet, daß dann ein kürzerer Cylinder verwandt wird. Der Cylinder wirkt nämlich wie ein Kamin bei einer Feuerung und wie letzterer 21 um so mehr Zug hat, d. h. Luft in das Feuer führt, je höher er ist, so führt auch der Cylinder um so mehr Luft iu die Flamme, je länger er ist. Da dann diese Luft nur zum Theil zur Verbrennung des Gases erforderlich ist, so ist klar, daß der Ueberschuß unnöthigerivcise erhitzt wird, was selbstverständlich nur auskosten der Temperatur der Flamme geschehen kann. Die letztere wird also abgekühlt und damit die Leuchtkraft vermindert. Wenn also aus dem eben Gesagten hervorgeht, daß schon jede Vermeidung einer Abkühlung von Vortheil ist, so folgt daraus von selbst, daß dann der Effect der Flamme noch erheblich größer werden muß, wenn derselben noch Wärme von außen zugeführt wird, d. h. eine vorwärmung stattfindet. Da die Flamme ganz erheblich viel mehr Luft als Gas gebraucht, so ist in erster Linie die vorwärmung der Luft ins Auge zu fassen. Hierauf beruhen denn auch die sogenannten Regcnerativbrenner, bei welchen Luft und Gas durch die Ausnutzung der von der Flamme entwickelten Wärmemenge, welche sonst verloren geht, in selbstthätiger Weise vorgewärmt wird, so daß die Flamme in heißer Luft brennt und damit wesentlich intensiver leuchtet. Was nun den Werth der Rundbreuner in Bezug auf Lichtentwicklung im Vergleich zu den Flachbrennern anbetrifft, so wird in ersteren im Allgemeinen das Gas günstiger verbrannt, vorausgesetzt, daß die durch den Lylinder bedingten Zugvcrhältnissc, wie vorhin ausgeführt, nach Maßgabe des Gasconsums die richtigen sind. Am allergünstigsten functionircn die Regcnerativbrenner, und unter diesen für den bisher bei einer Flamme gewohnten Gasconsum ein von mir nach mehrjährigen Versuchen con- struirter neu er Brenner, der gegenwärtig unter dem Namen „Lardinal-B renne r" eingeführt wird. 22 Bei Verwendung dieses zur Lampe vervollständigten Brenners und unter Zugrundelegung der bei den Flachbrennern gemachten Annahmen kostet das Licht pro Jahr nur ca. Mark zz.—. Bei gewöhnlichen Ruudbrennern, bei welchen die Luft nicht vorgewärmt wird, betragen unter gleichen Verhältnissen die Kosten pro Jahr ca. Mark 4J,— üiF 55.—. ^ Hiernach ergiebt sich also, daß die besseren Nnndbrcnner in Bezug aus Lichtentwicklung den Flachbrcnnern vorzuziehen sind, und da außerdem das Licht bedeutend ruhiger und angenehmer für die Augen ist, so sollten die Rundbrenuer überall da zur Anwendung kommen, wo die Verhältnisse es nur irgendwie gestatten. Hier kommen in erster Linie die Arbeitslampen in Betracht, allein auch in vielen anderen Fällen, so zur Beleuchtung von wohnräumen, Salons, feinen Läden rc. können die Rund- brenner mit großem Vortheil Verwendung finden, vorausgesetzt, daß der Besitzer die etwas vermehrte Bedienung, durch Putzen und zeitweise Erneuerung der Cylinder verursacht, nicht scheut und die nöthige Zeit dafür aufwenden kann. Angeln für iZmidürcnncr. Auch bei den Ruudbrennern müssen die Kugeln aus gutein durchscheinenden Glas bestehen, andernfalls auch hier bis zu so an Licht verloren gehen können I Cylinder aus Milchglas zu verwenden, ist nicht empfehlenswerth, da hiermit ein ganz erheblicher Verlust an Licht verbunden ist. Will man bei Arbeitslampen die Flamme dem Auge entziehen, so ist es besser, einen sogen. Augcnschützer aus Milchglas, oder aber die sogen. Tellerbeleuchtung, bestehend aus einem mattirten 23 Glasteller mit aufgestelltem Schirm aus Milchglas, zu verwenden. Hierdurch wird freilich etwas Licht absorbirt, allein auf der anderen Seite hat man darin ein Mittel, das Licht für manche Augen angenehmer zu machen. IV. Licht-Schirme. Um das Licht, welches die Flamme nach allen Seiten ausstrahlt, nach bestimmter Richtung zu concentriren, bedient man sich der Schirme oder Rcflectoren. Dieselben werden im Allgemeinen in wohnräumen, Bureaux rc. am zweckmäßigsten aus Milchglas genommen; Schirme aus Papier verbrennen zu leicht. Für Beleuchtung von Schaufenstern werden Reflec- toren aus Neusilber oder Spiegelglas mit parabolischer (yucr- schnittsform verwandt, welche die Lichtstrahlen senkrecht nach unten reflectiren, so daß die im Fenster ausgelegten Sachen sehr intensiv beleuchtet werden. Zur Verwendung bei Arbeitslampen eignen sich diese Reflectoren jedoch nicht. V. Gas-Leitung. Nehmen wir an, daß sämmtliche Brenner einer Leitung allen Anforderungen entsprechen, wenn nur einzelne brennen, daß aber das Licht sofort mangelhaft wird, sobald alle vorhandenen Flammen gleichzeitig angezündet werden, so ist zunächst nachzusehen, ob der Haupthahn ganz geöffnet ist. Ist dies der Fall, so liegt die Ursache entweder am Gasmesser, indem derselbe für die betreffende Flammenzahl zu klein ist, oder aber in der Leitung, die dann verstopft oder zu eng ist 24 und hat man sich dann wegen Abhülfe an die virection des Gaswerks beziehungsweise den Installateur zu wenden. Sehr häufig hört man die Klage, daß das Gas früher gut gebrannt habe, jetzt jedoch schlecht brenne. Forscht man dann der Ursache nach, so stellt sich in der Regel heraus, daß früher nur verhältnißmäßig wenig Flammen gebrannt haben, daß aber nach und nach die Leitung immer mehr verlängert worden ist und immer mehr Flammen angehängt worden sind. Dadurch wird aber bewirkt, daß, wenn die Leitung von Ansang an nicht genügend weit vorgesehen war, der Gasdruck immer mehr abnimmt, was dann schließlich mangelhaftes Licht zur Folge haben muß. Kann dieser Uebelstand nicht durch Anbringung der am meisten Licht gebenden Rund brenner voll beseitigt werden, so ist nur durch Legnng einer neuen Leitung mit größerem Durchmesser oder durch Hinzu- sügung einer zweiten Leitung Abhülfe zu schaffen. Vl. Controlle der Beleuchtungseinrichtungeii. Ein Haupterforderniß bei jeder Gasleitung ist, daß dieselbe mit allen daran angebrachten Beleuchtungskörpern dicht ist, damit der Gasconsnment vor Gefahr und Schaden bewahrt bleibt. Insbesondere ist der finanzielle Schaden viel größer, als für gewöhnlich angenommen wird, und wenn irgendwo, so findet das Sprüchwort: „viele Kleine machen ein Großes" sich hier bestätigt. Das fortwährende Entweichen von Gas bei Tag und Nacht addirt sich im Jahre zu ganz bedeutender Höhe, und wenn als Verlust nur der zwanzigste Theil einer gewöhnlichen Flamme angenommen wird, so repräsentirt das im Jahr bereits einen Kostenbetrag von 2N Ulark! In vielen Fälle», wo die Leitung im Freien 25 liegt oder wo sonst ein Abzug des Gases in's Freie erfolgen kann, findet häufig ein noch viel größerer Verlust statt, ohne daß der Lonsnment aufmerksam wird, obgleich er sich über die hohen Gasrechnungen wundert. Außerdem kann ein solcher Gasverlust sehr nachtheilig für die Gesundheit werden, so daß aus allen diesen Gründen darauf zu achten ist, daß diese Verluste auf ein Minimum beschränkt bleiben. Diese Erfahrungen und Erwägungen, sowie die That- fache, daß eine für den Laien geeignete praktische Lontroll- Vorrichtung bis jetzt gefehlt hat, haben mich veranlaßt, einen kleinen, höchst einfachen Apparat zu construiren, welcher ohne weiteres an jeder vorhandenen Gasleitung angebracht werden kann und dem Gasconsumenten eine leicht verständliche und außerordentlich einfach auszuführende Controlle ermöglicht, so daß demselben dadurch Gelegenheit gegeben wird, sich jederzeit rasch von dem Zustand seiner Einrichtung überzeugen zu können. Dieser neue Apparat „Gas-Lontroleur", welcher im wesentlichen aus einem kleinen Glasballon besteht, der zur Hälfte mit verdünntem Glycerin gefüllt ist, in welches ein Gas- Eintrittsröhrchen etwa 2 Millimeter tief eintaucht, so daß hin- durchströmendcs Gas sich durch B lasenbildung zu erkennen gibt, wird nach Anleitung nachstehender Zeichnung hinter dem Gasmesser an passender, leicht zugänglicher Stelle angebracht. 26 Soll eine Controlle vorgenommen werden, was am zweckmäßigsten jeden Abend nach Schluß der Bclenchtung geschieht, so ist nur nöthig, den Abstellhahn der Leitung zu schließen und darauf die kleinen an dem Apparat befindlichen 2 Hähne zu öffnen. Sieht man nun in dein Glasballon ein Brodeln der Flüssigkeit, so ist entweder noch irgend eine Flamme nicht gelöscht, oder aber die Leitung ist defcct geworden. Je stärker es brodelt, um so stärker ist der Verlust I Ist dagegen die Leitung in Grdnung, so sieht man nur einzelne Blasen entweichen, welche einen geringen nicht ganz zu vermeidenden Verlust an den vielen Verbindungsstellen rc. rexräsentiren und welche als bedeutungslos und ungefährlich zu bezeichnen sind, wenngleich dieselben durch sorgfältiges Nachsehen aller Theile der Leitung möglichst reducirt werden müssen. VII. ^»chlußbemerkung. Nach dem vorstehend Ausgeführten dürste jeder Gas- constnnent in der Lage sein, seine Einrichtung in ihren einfachsten Theilen beurtheilen und event, in zweckmäßiger Meise verbessern zu können. Mie außerordentlich wichtig dies ist, und wie sehr sich die aufzuwendende geringe Mühe lohnt, wird wohl am deutlichsten, wenn man nach dem Gesagten bedenkt, daß dasselbe Lichtguantnm, welches der eine Gases,isument für Mk.zs bis so pro Jahr hat, dem andern unter Umständen bis zn Mk. ,00 kosten kann, so daß also durch Verwendung der besten Sachen und deren richtige Behandlung die Kosten des Gaslichtes nnterUm- ftänden um die Hälfte reducirt werden können, wobei der durch Einführung einer ständigen Controlle zu 27 gewärtigende Gewinn noch ganz außer Acht geblieben ist! Ulas für erhebliche Summen demnach für Jeden im Ganzen in Betracht kommen können, kann Jeder nach der betreffenden F'lammenzahl sich selbst leicht ausrechnen. Nach diesen Thatsachen sind auch die Riagen über hohe Gasrechnungen zu beurtheilen. Hier wolle man zunächst nachsehen, ob die eigenen Einrichtungen in Grdnnng sind und wie viel dabei an der Hand der hier gegebenen Anweisungen verbessert und damit erspart werden kann; in der Regel wird dies schon ein ganz Erhebliches sein, auch wenn die betreffende Einrichtung nicht zu den allerschlechtesten gehört. Stets sei man eingedenk, daß das Gas an sich zwar unsichtbar ist, allein auf der Gasuhr sich sehr merklich sichtbar macht, weshalb alles aufzubieten ist, dasselbe nach Möglichkeit auszunutzen und nicht ungenutzt und womöglich schädigend die Uhr passiren zu lassen. Ulenn jeder einzelne Gasconsument dies einsieht und darnach handelt, so nützt er nicht nur sich selbst, sondern trägt auch sein Theil dazu bei, dieGasbeleuchtnng mit ihren großen Annehmlichkeiten immer billiger und damit immer mehr znm Gemeingut zu machen l VIII. Bedienung der Gas-Einrichtung. In Nachstehendem sind einige praktische Angaben zur Grieutirung, sowie kurzgefaßte Verhaltungsmaßregeln in Bezug auf die Bedienung der Gas-Einrichtung zusammengestellt. i) .Wasz und MelKdcryältnls;. ^ Lubikmeter — Z 5 ,z; cngl. Eubikfuß. >000 eugl. Eubikfuß — 28 ,z; Lubikmeter. 28 wenn 1000 Lubikfuß x kosten, so kostet i Lubikmoter 5,5 X x ch, wenn z. B. 1000 Lubikfuß 7 ^lL kosten, so kostet i Lubikmeter 5,5 X ? — 2-1,5 L,. 2) Aasten einer Flamme. (Steinfohlengas vorausgesetzt.) Der gewöhnliche verbrauch einer Flamme ist 5—7 Lubikfuß oder Lubiknictcr. Demnach kostet eine Flamme bei einem mittleren Gaspreis von 20 H xr. Lnbik- meter pro Stunde 5—-1 H und pro Jahr 45—60^6. bei einer durchschnittlichen täglichen Brennzeit von 4 Stunden. 3) Yaupk-Aüstelllialin. Der ^aupt-Abstellhahn, welcher also die ganze Leitung abstellt, soll außer der Beleuchtungszeit stets geschlossen sein. Derselbe darf erst dann zugedreht werden, wenn alle Flammen gelöscht sind, Erst bei Beginn der Beleuchtung ist derselbe zu öffnen, bevor irgend ein Brennerhahn geöffnet ist. Es empfiehlt sich sehr, außer dem vor dem Gasmesser befindlichen Abstellhahn, welcher in der Regel im Keller sitzt, noch einen zweiten Haupt-Abstcllhahn hinter dem Gasmesser auf der betr. Etage anzubringen und diesen zum Abschließen der Leitung zu benutzen. Alsdann kann der im Keller befindliche Abstellhahn stets geöffnet bleiben, sodaß man bei etwa eintretender nächtlicher Feuersgefahr sofort Licht machen kann, ohne erst in den Keller gehen zu müssen. 4) Vlaubrennen der Flammen. Brennt eine Flamme beim Anzünden blau, so ist Luft in der Leitung und kann daraus in der Regel geschloffen 29 werden, daß letztere nicht dicht ist, indem das in der Leitung befindliche Gas, sobald der Haupt-Abstellhahn geschlossen ist, aus den oberen undichten Stellen der Leitung entweicht und dafür atmosphärische Luft durch tiefer gelegene undichte Stellen eindringt. 5) Verlöschen der Flammen. Kommt es vor, daß eine Flamme zuerst angezündet werden kann und gleich darauf unter andauerndem Sausen nach und nach erlischt, so ist die Ursache auf die Anwesenheit von Luft in einem Theil der Leitung zurückzuführen, wie unter q) näher angegeben. Durch Beseitigung der bctr. undichten Stellen wird dem Uebelstand sofort abgeholfen, lvenn eine oder mehrere Flammen während des Brennens heftig zucken und dann plötzlich verlöschen, so befindet sich an irgend einer Stelle der Leitung eine größere Wasseransammlung, welche durch das durchströmende Gas in Schwankungen verseht wird und dabei dann den Ggszutritt für einen Moment völlig abschneiden kann, in Folge dessen die bctr. Flammen verlöschen müssen, Ereignet es sich, daß alle Flammen ohne vorhergehendes Zucken plötzlich verlöschen, so liegt die Ursache in der Regel am Gasmesser, In einem solchen Falle sind sofort der vor dem Gasmesser befindliche Haupthahn sowie die Brennerhähne zu schließen und ist das Gaswerk schleunigst zu benachrichtigen. 6) Einfrieren der Leitung, Bei strengem Frost und exponirter Leitung kann es vorkommen, daß die Leitung cinfricrt, d. h, daß sich aus dem Gas in Folge der Abkühlung feste Stoffe abscheiden, die sich an der Rohrwandung ankrystallisiren und dadurch die Geff- nnng verengen. Die Folge ist dann, daß die Flammen ent- 30 weder nur ganz klein oder aber auch gar nicht brennen. Durch Einschütten von etwas Spiritus in die Leitung kann der Uebelstand sofort gehoben werden, doch ist damit ein Installateur zu beauftragen, vorbeugen kann man am besten dadurch, daß die Leitung, wenn möglich, an den exponirten Stellen mit Filz, oder einem anderen schlechten Wärmeleiter umgeben wird. 7) Lücken der Flammen. Zuckt eine Flamme oder eine größere Anzahl, so befindet sich etwas Wasser, welches aus dem Gas eondensirt oder aber auch aus dem Gasmesser herrühren kann, — wenn letzterer nämlich recht warm steht, — in der Leitung. Rann man dasselbe nicht aus dem betr. Brennerhahn, indem man den Regel herausnimmt, ablassen und auch nicht aus den sogen. Wasserschrauben, so schickt man behufs Ausblascns der Leitung zum Installateur, wiederholt sich die Erscheinung öfters, so ist der Installateur mit der dauernden Beseitigung zn beauftragen. 8 ) Sausen der Flammen. Die Ursache liegt in unnöthig starkem Gasdruck und in fehlenden Rcgulirvorrichtungcn an den Brennern. In etwas kann das Sausen beseitigt werden, indem man den Haupt- Abstcllhahn kleiner stellt. Nützt das nicht viel, so sind etwaige Rundbrenner durch solche mit Regnlirschraube zn ersetzen oder aber, es werden unter sämmtliche Brenner selbstthätige Regulatoren untcrgeschraubt, wodurch der Gasconsum auch unabhängig von den Druckschwankungen wird. 9 ) Brennerliähnc. Nur vermittelst derBrennerhähne dürfen die Flammen gelöscht werden und niemals durch den Haupthahn. Läßt sich 31 ein Rrennerhahn nur schwer drehen, und ist dies durch Anf- tröxfeln von Vel und gleichzeitiges Drehen nicht zn ändern, so löst man mit einem Schraubenzieher das Schräubchen des Hahnkegels, nimmt letztere» bei geschlossenem Haupt- hahn heraus, putzt ihn und fettet ihn etwas ein. Ist der Gang jedoch zn leicht, so muß das Schräubchen etwas angezogen werden, weil sonst Gas entweichen kann. 10) Tampenzüge- Dies sind Vorrichtungen, um die Flamme höher oder niedriger stellen zn können. Line Lampe mit Wasserzug muß bei dem tiefsten Stand der Lampe stets genügend mit Wasser gefüllt sein, andernfalls Gas ausströmen und dadurch in Folge von möglicher Explosion das größte Unglück entstehen kaun, wie schon wiederholt vorgekommen ist. Line Lampe mit Stopfbüchsenzug erfordert, daß die Stopfbüchse von Zeit zu Zeit nachgezogen wird, indem man die betr. Schraube, welche sich am unteren Lnde des von der Decke kommenden festen Rohres befindet, ein wenig hineindrcht. Geht das Hinausschieben oder Herunterziehen der Lampe zu schwer, so ist das Zugrohr abzuputzen und einzufetten. Ls ist stets darauf zn achten, daß das Zugrohr senkrecht gezogen oder gedrückt und hierbei nicht seitwärts gebogen wird. ii) Uronlcuchtcr. Dieselben müssen von Zeit zu Zeit durch einen Installateur nachgesehen und eventl. innerlich gereinigt werden, andernfalls die Arme sich verstopfen können, in Folge dessen dann das Licht schlecht wird. 32 r2) Putzen der GlaKsachen. Glocken, Schalen und Lylinder siud stets sanber zu halten, wenn man nicht einen ganz bedeutenden Lichtverlust erleiden will. Erstere putzt man am besten mit einem feuchten Tuch, oder wenn das nicht genügt, mit warmem Wasser, welchem etwas Soda zugesetzt ist. Lylinder sind in der weise zu putzen, daß man dieselben anhaucht und dann mit einem trockenen Wischer bearbeitet. Das nasse Putzen der Lylinder ist möglichst zu vermeiden, weil dadurch das Zerspringen derselben begünstigt wird. 13) Vermeidung von Gasverlusten. Die Gasverluste müssen sowohl im sanitären als pekuniären Interesse auf das möglichst geringste Maaß beschränkt werden und damit dies auch wirklich der Fall sein kann, ist es in erster Linie nothwendig, eine ständige Lontrolle einzuführen, worüber bereits Näheres ausgeführt wurde. Als diejenigen Stellen, an welchen am ersten Undichtigkeiten vorkommen und zu suchen sind, sind die beweglichen Theile der Beleuchtungs-Linrichtungen und insbesondere die Bren nerh ähne sowie dieStopsbüchsen der Lampcn- zllge zu bezeichnen. Außerdem ist stets eiu besonderes Augenmerk auf die Leitungen und Flammen, welche sich im Freien, also in Gärten, Balkons, Veranden, rc. befinden, zu richten. Alle derartigen Leitungen müssen von der eigentlichen ksans- leitung durch einen besonderen Abstellhahn abgestellt werden können, andernfalls sehr häufig die größten Gasverluste entstehen, besonders zur Winterszeit, wo die an den angegebenen Stellen befindlichen Flammen selten oder nie gebraucht werden. 33 14) Verhallen bei Gasgeruch. Bemerkt man bei dem Betreten eines Raumes erheblichen Gasgeruch, so sind sofort Thüren und Fenster zu öffnen, sowie der Baupthahn zu schließen. Unter keinen Umständen darf man mit einem Licht in den Raum gehen oder Licht in demselben anmachen, bevor jede Gefahr beseitigt ist. An der Decke dps Raumes hält sich die explosive Mischung am längsten, weshalb auch nach einiger Zeit, wenn unten kaum noch Gasgeruch wahrgenommen wird, ein Licht niemals hoch gehalten werden darf, andernfalls noch immer eine Lrplosion erfolgen kann, wie in dieser Meise schon wiederholt vorgekommen ist. Menn die Ursache des Gasgeruchs nicht sofort entdeckt werden kann, beispielsweise in einem offen stehenden Brennerhahn oder in dem Mangel an Wasser in einer wasscrzug > ampc, so ist der ksaupthahn geschloffen zu halten und alsbald zum Installateur zu schicken. Glaubt man zu bemerken, daß der Geruch von der Straße kommt, so ist schleunigst die Direktion des Gaswerkes zu benachrichtigen. Außerdem ist in diesem Falle, wenn irgend angängig, während der Nacht ein oberer Fensterflügel des Kellers, oder wenn kein Keller vorhanden ist, des Parterrestocks offen zu halten. i§) Vohe Gas-Nechnmigen. Sehr häufig kommt es vor, daß der Tonsument den angeforderten Betrag über verbrauchtes Gas sehr hoch findet und es kaum glauben will, daß wirklich so viel verbraucht sein soll. In erster Linie wird dann der Gasmesser beschuldigt, unrichtige Angaben zu machen, oder man äußert die Ansicht, er sei zu groß und gebe zu viel Druck. Beides ist unrichtig, Muchall, Das A-V-L des Aas'Lonsumenteii. z 34 da ein Fehler im Registriren des Gasmessers nur in den allerseltensten Fällen vorkommen kann und insbesondere bei den sogen, nassen Gasmessern — welche mit Wasser oder Glycerin gefüllt sind — fast stets etwas zu Gunsten des Lonsumenten gemessen wird, niemals aber zu Gunsten des Gaswerks. Vb der Gasmesser groß oder klein ist, ist in Bezug auf die Messung ganz gleichgültig, da nicht der Gasmesser den Druck gibt, sondern dieser nur durch den Druck des durchströmenden Gases in Bewegung gesetzt wird. Die einzigen und richtigen Mittel, die Gas-Rechnungen zu rednciren, sind: 0 Verwendung der besten Brenner und Glocken; 2) Beseitigung des etwa zu starken Gasdrucks; 3) Vermeidung von Gasverlusten durch Einführung einer ständigen Controlle; q) Abschluß des Haupthahns außer der Beleuchtung'szeit. welche erheblichen Summen durch Anwendung dieser Mittel unter Umständen gespart werden können, durften die bisherigen Ausführungen zur Genüge ergeben. Anzeigen. Jorznlisiveile für alle diejenigen geschrieben, die durch ihr Wcrufswirken das Mlge besonders anstrengen müssen. Das Auge und seine Diätetik für gebildete Leser dargestellt von vr. S. Wem, privatdozont u. prakt. Augenarzt in U)icn. Mit Abbildungen. — preis: Mk. 2.25, eleg. geb. Mk. 2.80. ^N^iese Schrift wendet sich insbesondere au alle die, die durch chrcn Berns daß Auge besonder? anstrenge» müssen und vieler au? reichster praktischer Erfahrung sich ergebende Nachschlage, wie das Auge vor Schaden zn bewahren ist, weil die Pflege desselben vorwiegend im Fernhalten von schädlichen, von krank machenden Einflüssen besteht; insbesondere wurde aus alle durch unsere moderne Cultur geförderte Rrankheitszustäiide, wie Uurzsichligbcil, Schielen, dann auf Augengläser und andere mit dem täglichen Leben zusammenhängende Momente Rücksicht genommen. Functiousart des Auges. — voin sogenannten Schrots. —"stcrschiedene Arte» von Sehstörung. 0>e Mge des Uluies. — Einfluß niangcUsofter allgemeiner Aörpercrnährung. — Einfluß unmäßigen Alcoßolgenusses. sowie des Tabaks und anderer chronischer Vergiftungen. — Einfluß der Erkrankungen des Nervensystems. — Das höhere Lebensalter und die Erblichkeit in ihren Beziehungen zu Störungen des Sehvermögens — physikalisch-chemische Schädlichkeiten und Verletzungen. — Ansteckung oder Übertragung von Augenkrankheiten. — Fehlerhafte Kü r per st ellung während der Funktion des Auges und Mangel an Ruhepausen. — Unrichtige Brillenwahl. — Nachtheile der falschen Brillenwahl und Beziehungen zwischen dieser und der Kurzsichtigkeit und dem Spielen. — Ueber den grünen, schwarzen und grauen Staar. F. F. Wergmami, verlagsbuchhdlg., WieDaden. l^kiiei- Wlsg von I. hickguifiiiii in Miesbildeii. Di e Korpulenz und ihre Behandlung nach physiologischen Grundsätzen. . von Dr. W. Ebstein, o. ö. Professor tt. Director der Med.uF, Professor an der Universität tzelsingfors. Deutsch von Alma von Vodewilß (Baronin von Korff.) Sehr elegant ausgestattet^, 2 ro. Gebunden in geschmackvollem Vriginaleinband ^ Z,eo. Der berühmte finuländische Historiker, dessen historische Romane sich im Norden ähnlicher Beliebtheit erfreuen, wie etwa bei uns Felix Dahn und Georg Ebers, bietet hier kein bloßes Kinderbuch. Die uugesucht frische Wiedergabe des Kindes-Gemiithslebens in seiner natürlichen Poesie, das Driginelle des nordischen Lokaltones, der uns Deutsche besonders anheimelt, spannende Anschaulichkeit der Komposition, besonders aber so manches feine Ironisircn unserer modernen Sitte und Denkweise — dies Alles fügt eine Lec- türe von Reiz und Behagen auch für die Erwachsenen zusammen, namentlich für unsere jungen Damen, in mancher Hinsicht wohl Andersen's Märchen und „Bilderbuch ohne Bilder" oder Richard Leander's „Träumereien an französischen Kaminen" vergleichbar. Anhalt: Sampo Laxxelill. Line lappländische Sage. — lvintermärchcn von Himmelhoch und wolkenträger. — Adalmina's sserle. — Brausebach und Sausebach. — Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. — Die Festung Heldenburg. — Die Anemone. — Silberpfennig's Erzählungen. — Die Sage von den sieben Geschwistern. — Himbeer» wiirmchen. — Das Herz von Gummi»Elastiknm. — Der Barmherzige ist reich. — Wie die Ainder des Waldes lesen lernten. — wenn es Mitsommer wird. — Der Sommer, der nie kam. — Unda Marina's Fußspuren. — Nora, die kein Rind mehr sein wollte. — Die Wasser» rose. — Das Geheimniß der Natur. — Das Schönste im Walde. heue? 'Wag mn I. D kkgm inin in Miesb-idkli. Deutsche Volks- und Kulturgeschichte von den frühesten Zeiten bis l87l- von Dr. trarl Viederm-uui, Pros. an der Universität Leipzig. Bogen. Elegant gebunden 17lk. 7.50. „Die Geschichte, insbesondere die vaterländische, verdient den Namen einer solchen erst dann, wenn sie Volksgeschichte im vollen Sinne des Wortes ist. Sie soll vorzüglich die Rechte, Gewohnheiten, Sitten des Volkes entwickeln, soliden Einfluß schildern, welchen die Maßregeln der Regierungen, welchen Handel, Geld, Städte, der Adel, Kriege und Verbindungen mit anderen Staaten auf den Volkskörper gehabt haben. Line Volksgeschichte in diesem Sinne von Iustus Mäser hat Verfasser geben wollen; daß es ihm gelungen, dafür wird sein Name und seine bisherige Wirksamkeit beste Gewähr bieten. Reise- Erinnerungen an die Eisenbahnen der Vereinigten Staaten von Nordamerika. von Z. WrostuF, ' Königl. Maschinen-Inspector. Lweile vermehrte Auflage. Mit zahlreichen Abbildungen, preis q Mark. Line objective kritische Vergleichung der Betriebs «Einrichtungen der Eisenbahnen der vereinigten Staaten mit den unsrigen wird zur Zeit besonders lebhaftem Interesse begegnen und zur Beurtheilung der gegenwärtigen großen geschäftlichen Depression in Nordamerika, insofern sie namentlich durch übermäßige Eoncurrenz im Eisenbahnverkehr hervorgerufen, das Ihrige Zur gefl. Beachtung. Der von karren Ingenieur L. Muchall in WieMden construirte GaK-Lontroleu r sowie der Lardinal-Brenner sind ausschließlich durch uns oder unsere Vertreter zu beziehen und empfehlen wir diese ausgezeichneten Sachen angelegentlichst. I» Bezug auf den Gas-Lontroleur bemerken wir noch, daß nach vorliegender Erfahrung zu schließen, bei den meisten kfausleitungen ein Verlust an Gas im Werthe von jährlich ca. 2 0 bis zn Mark stattfindet, welcher Verlust sich bei größeren Gebäuden als Schulen, Verwaltungsgebäuden, Lasinos etc. auf zo» bis 200 Mark steigert, ohne daß ein ausfälliger Gasgeruch wahrgenommen werden kann. Nach dieser Richtung sind bereits sehr interessante und werthvolle Beobachtungen gemacht worden, welche im „Lentralblatt der Bau Verwaltung", herausgegeben im Ministerium der öffentl. Arbeiten in Nr. und ^7 des Jahrgangs veröffentlicht sind und aus welche wir hiermit verweisen. Der preis für den Gas-Lontroleur beträgt 9.—. Bezüglich des „Lardinal - Brenners", welcher umstehend abgebildet ist, bemerken wir, daß derselbe Resultate liefert, welche von keinem andern Brenner auch nur annähernd erreicht werden, sodaß derselbe so recht geeignet ist, die so oft gehörten berechtigten Alagen über dle hohen Gasrechnungen verstummen zu machen. Kcnrcri l.clie«i!(M7 8pkWL/iki0l.c8 8c,220l.IIkN enoLIWk M»7scMsMkir«»ens>»i>! ^ ! preis des Lardinal-Brenners Mark Z.Ao. Weitere Angaben beliebe man aus unseren Prosxecten zu entnehmen, welche Interessenten unentgeltlich und sranco zur Verfügung stehen. Ronsdorf L. L Nottsieper, (Rheinpreußen). alleinige Licenzträger der deutschen Reichspatente von Ingenieur Muchall in Wiesbaden.