•Justufe als Mathematiker und dessen Einleitung in seine Logarithmen. ^Mbwohl die Geschichte der Mathematik vielfach von Gelehrten bearbeitet worden ist, einige dieältesten, andere die spätem und die neuesten Perioden der Wissenschaft mit besonderer Vorliebe studirt und uns ihre schätzenswerthen Arbeiten überliefert haben, so sind doch zu verschiedenen Zeiten dmch Entdeckungen neuer Quellen Ergänzungen hinzugekommen, die für die Geschichte der Wissenschaft einen großen Werth hatten. — Wenn nun auch das Geschichtliche und Literarische der Lo- garithmen mannigfach bearbeitet worden ist, so dürften einige Zusätze, die im Folgenden enthalten find, vielleicht nicht ganz uninteressant erscheinen. — In der neuesten Zeit hat Pros. Dr. Matzka in Prag einen interessanten und gelehrten Aussatz über: die höhere Lehre der Logarithmen in Grunerts Archiv für Mathematik und Physik veröffentlicht (Grunert Archiv Bd. 15 pag, 121 u. f.). — Er stellt dort neben der Betrachtung der bisher gegebenen Begriffe der Logarithmen einen neuen auf, so daß ein Theil seiner Arbeit in fünf Abschnitte zerfällt: 1) Der von dem eigentlichen Entdecker der Logarithmen John. Nepper ursprünglich gegebene Begriff, 2) der von Johst Byrg dem gleichzeitigen Entdecker der Logarithmen gebrauchte, 3) der von Johann Keppler verwendete, 4) der gegenwärtig seit Euler in den Lehrgebäuden der Algebra übliche, 5) der neue von Matzka aufgestellte Begriff, hier soll nur die zweite Deutung: der Begriff der Logarithmen, wie er durch Jobst Byrg festgestellt wurde, näher untersucht werden. — Aus den bekannten Schriften Byrg'S würde sich Neues sehr schwer geben lassen, da geistreiche Männer, wie Montucla in seiner histoire des mathematiques , Matzka in seiner vorhin erwähnten Arbeit und mehre andere Mathematiker richtig und tief in die Idee Byrg'S eingedmngeu und seine Theorie verdeutlicht haben. Indeß soll hier und das ist der Zweck dieser Abhandlung — d er bisher nicht gedruckte „Unterricht," jene Erklärung, die Byrg selbst über seine Logarithmentafeln gab, veröffentlicht werden. — 1 Byrg gab im Jahre 1620 eine Logarithmentafel heraus unter dein Titel: Xritkmetische vnd 6eomvlrische Progre88- Tabulen, fambt gründlichen vnterr ich t, wie solche nützlich in allerley Rechnungen zu gebrauchen vnd verstanden werden sol. Gedruckt, In der alten Stadt Prag, bei Paul Srissen, der Löblichen Univ ersitet B uch drncker, Im Jahre 1620. Wie Matzka angicbt, sind diese auf 1 % Bogen in Klein-Qnart gedruckten Tafeln schon äußerst selten, allen aber fehlt der gründliche Unterricht; so nennt Byrg selbst die von ihm gegebene , zum leichtern Verständniß seiner Tafeln nothwendige Erläuterung. — Diese Ansicht Matzka' s spricht schon Montucla Tom. II. pag. 10 aus, er sagt: Ce8 tables sont snr sept senil, les et Jemi in f. d’impression; mais l’instruction annoncee pnr le titre y inanque, ce qui donne lieu de conjecturer que quelques circonstances particulieres empecherent Ja continuation de cet ouvrage ect. — Es dürfte wohl feststehen, daß Byrg selbst nie diesen gründlichen Unterricht drucken ließ, und auch seine Freunde — die sich so oft Arbeiten Byrg's, wie es scheint mit seinem Vorwissen zueigneten — ihn nicht veröffentlichten. — Sein Schwager Bramer, der wie im Folgenden gezeigt werden soll, genau diesen Unterricht gekannt, hat ihn nicht dem Drucke übergeben und somit steht die Annahme Montucla's wohl gerechtfertigt da: Byrg, der so viele seiner Entdeckungen seinen Freunden zur Veröffentlichung übergeben, wollte auch einmal selbstständig auftreten und ein vollständiges Werk, das alle seine Arbeiten und somit auch die von ihm erfundenen Logarithmen enthalten sollte, herausgeben. — Diese Vermuthung Montucla's stützt sich wohl ohne Zweifel auf eine Stelle der Vorrede Bramers zu einer Abhandlung: Problema WJe auß Bekanntgegebenem 8inu eines Grades Minu, ten oder Sekunde» alle folgenden 8inu8 auff's leichteste zu finden vnd der Canon Sinuum zu absolviren seye. Beschrieben von Benjamin Bramero, der Mathematischen vnd Mechanischen Künste liebhaber vnd jetzigem Bawmeister zu Marpurg. Gedruckt zu Marpurg durch Paul Egenolff im Jahr 1624.') — Bramer sagt in der Vorrede pag. 8 und 9, daß zu seiner Zeit: deß Burgi Cossa an den Tag gegeben werden wirdt. — Ob indeß körperliche Leiden oder der Alles verheerende Krieg ihn an der Veröffentlichung seiner Arbeiten verhinderten, muß dahin gestellt bleiben. Die Erklärung der Byrg'schen Tafeln, die der Verfasser selbst gab, blieb somit ungekannt und es war mir daher interessant, als ich vor längerer Zeit von meinem geehrten Freunde und Collegen Oberlehrer Gronau auf ein Manuscript aufmerksam gemacht wurde, daS den Logarithmentafeln Byrg's angeheftet war, in jenen geschriebenen Blättern, wie Herr Gronan es ganz richtig bemerkt, den gründlichen Unterricht Byrg's vorzufinden. — i) Das hier citirte Werk, so wie alle folgenden angeführten Abhandlungen sind, wenn sie nicht mit * bezeichnet sind, in der hiesigen Stadtbibliothek zu finden, und haben mir bei diesen Untersuchungen als Quellen gedient. — 3 Bevor der gründliche Unterricht folgt, sei es mir gestattet, die Verdienste Byrg's als Geometer und Algebraiker, einmal insofern sie schon bekannt, dann aber anch, insofern sie bis jetzt nicht ganz gewürdigt, zusammenzustellen. — Jobst Burgi oder Justus Byrg war im Jahre 1552 zu Lichtensteig, einer kleinen Stadt in der Schweiz, Kanton St. Gallen an der Thür geboren. — Ob er die mathematischen Kenntnisse, die ihn in spätern Jahren so rühmlich auszeichnen, in seiner Vaterstadt erworben, wisse» wir nicht; wir sehen ihn in spätern Jahren in Cassel am Hose des den Wissenschaften sehr ergebenen und namentlich nm die Astronomie hochverdienten Landgrafen von Heffen-Cassel Wilhelm IV. als Hofuhrmacher, Mechanikus und Gehilfen; — 1604 verläßt er diese Stellung, geachtet und geehrt von dem Fürsten, der ihn in einem Briefe an Tycho de Brahe (Epist. asfron. Vraniburgi L. I. p. 21.) homo, qni quasi iudagine alter Archimedes nennt, und lebt als Kammeruhr» macher unter den Kaisern Matthias und Ferdinand II. längere Zeit, kehrt dann wieder nach Cas» sei zurück und stirbt daselbst im Jahre 1633. — Ausführlicheres über das Leben Byrg's ist in Doppelmayr's: „Von den Nürnberger» Mathematikern "*) zu finden. Byrg als Geometer. Byrg beschäftigte sich, wie viele seiner Zeitgenossen, mit der Constrnction mechanischer Instrumente, veröffentlichte indeß seine Entdeckungen nicht weiter, weil er, wie Dr. Grebe in Cassel in der lite- rarischen Bemerkung, die er in GrunertS Archiv, Th. 16 p. 364 mittheilt, wohl ganz richtig annimmt, eine unbesiegbare Scheu vor schriftlicher Darstellung hatte. Er theilte die Erfindungen seinen Freunden mit, die sie, nachdem die von ihm gemachte Darstellung in ein besseres Sprachgewand gekleidet war, veröffentlichten. Einer seiner Freunde ist Levinius Hulsiuö,^) der im dritten Tractate der mechanischen Instrumente,^) (von denen er ursprünglich 15 zu geben gedachte^) einen neuen Proportioualzirkel des Jobst Burgi beschrieb, der erst 1628 durch den Druck veröffentlicht wurde: Beschreibung vnd Vuterricht deß Jobst Burgi Proportional-Cirkels, 2) Doppelmayr. Von den Nürnbergern Mathematikern p. 163 f. Ein Exemplar dieses Buches befindet sich in der Privatbibliothek des Herrn Stadtrath Uphagen in Danzig. 2) Levinius Hulsius scheint in dem Zeitraum von 1604 bis 1608 gestorben zu sein, denn 1604 erschien der erste Tractat der mechanischen Instrumente, den er selbst verlegte, 1608 erscheint ein Werk Ste- vins: Festung Bawung, verdeutscht durch Gothard Arthus in Danzig — im Verlage seiner Wittwe. Bei Scheidet, der Michael Schesfelts. Unterricht vom Proportionalzirkel neu umarbeitete, ist in Bezug auf diese Tractate ein Fehler vorhanden, der durch die Verwechslung der Jahreszahlen des ersten und dritten Tractates entstanden ist. — ») Der erste Tractat der mechanischen Instrumente Levinii Hulsii führt den Titel: Gründ tl ich er Augenscheinlicher Bericht des newen Geometrischen Grundreißenden Instrumentes Planimetria genandt, mit seinem Inäuvtoriv. Frankfurt in Berlegung deß Anthorn 1604. ibid, pag 4 bis 6. 1 * durch mit sonderlichem Vortheil ein jegliche Rechte oder Cirkel. Lini, alle Fläche, Landcarten, augenscheinen Vestungen, Gebäw, ein Kugel mit den fünf isgularibus, auch alle irregularia corpora n.f.w. bequemlich können zertheilt, zerschnitten, verwandelt, vergrößert vnd verjünget werden. Niemals zuvor» in Truck geben. Frankfurt am Main in Verlegung Leuinii Hulsii Erben 1628 . Dieser dritte Tractat zeichnet sich durch den gediegensten Inhalt vor den drei übrigen, die durch HulsiuSb) erschienen sind, aus. — Indeß wird der Verleger und Herausgeber von verschiedenen Seiten angegriffen, weil er die Arbeiten anderer zu stark benutzte und neue Abhandlungen daraus zusammensetzte, so daß er sich zu einer Vertheidigung gegen die, häufig wider ihn geführten Schmäh» reden, genöthigt sieht. ?) Diese Zurückweisung der ihm gemachten Vorwürfe ist in der Vorrede zum ersten Tractatc enthalten, in der er eine Reihe von Werken mit ihren Verfassern nennt, die er zu einen Arbeiten benutzt hat. Jene Namen hier aufzuzählen, dürfte überflüssig erscheinen; wir erhalten aber dadurch, daß er die Arbeiten chronologisch geordnet hat, einen klaren Ueberblick über die Leistungen der Mathematiker jener Zeit. 6 7 8 ) — Hier wird auch von ihm erwähnt, daß Jobst Burgi im Jahre 1603 sich mit der Beschreibung eines Instrumentes in Form eines Cirkelö beschäftige, 9 10 ) das Bhrg öffentlich aus dem Reichstage zu RegenSburg ausgelegt, und im dritten Tractatc wird es durch Hulsius beschrieben und zugleich angezeigt, daß Byrg aus Verlangen ähnliche Instrumente anfertige und Hulsius sie verkaufe. ^0) — Ein Zweiter, der die von Byrg gemachten Entdeckungen veröffentlicht, ist Ba rt h olo m ä u $ Pitiscus, er zeigt in seiner Trigonometria die Theilung eines Bogens oder Winkels in 3, 5 und mehre Theile anZi) Jene Schriftsteller, die bereits diese Periode behan» delt haben und die Montucla benutzte, und Montncla selbst, haben somit diese in der Anmerkung 11 6) Hulsius hatte bereits 1591 in Nürnberg eine Abhandlung veröffentlicht, die er unter dem Titel erscheinen lieh: Theoria et Praxis Quadraniis Geometrici ect, das ist Beschreibung, Vnterricht vnd Gebrauch deö gevierdten Geometrischen vnd anderer Instrument. — Diese Schrift wird nirgend erwähnt — 7) 1,-aot l. pag. 3 sagt er: Ich weiß auch wol, daß Zoilus mit seiner giftigen, neidischen Zungen nicht Unterlasten wird mir verächtlich nachzureden, daß diese Sachen meine luventionea oder Erfindungen nicht sind, sondern daß ich mich mit anderer gelehrten Federn schmücke n. s. w. 8 ) Die angeführten, von H. benutzten Werke sind auf 5 Appendix de alia, eaque praeslantiore Logarithmorum specie construenda. — Christoph Sturms, weyland des Mathematischen und Natur- th,". Cn < ten hochverdienten Professoris Publici zu Altorf kurzgefaßte Ma- fdüen'b’ a § Cr .^ e Zuleitung zu mathematischen Wissenschaften. Im Jahre 1684 er- 44) Iweede^v" »Mathesis enucleata,“ ein sehr schätzcnswerthes Werk.— rithmi »g ^ blisvwe 7el-konst oste Wunderliccke konslighe Talel inhoudende de Loga- Meter ende *1 • « ta ^ en VOn 1 «f tot 100,000 toe. von Ezechiel de Decker Reeken-Meester, Landt- cine bedeute b'^r ^' e ' ) ' ,er ^ er Mathematische honst, residerende ter sioude 1627. — Voran geht schlagt sich^Rnb^^v Beispiele, an welchen gezeigt wird, wie man zu rechnen habe. Daran betalen i"s ov * ~* a ^. e ^ om to vinden den Interest van een sekere somme die te seerde Inter» 6 » eea 'Se Maenden ende Exempel van simpele ende siecompo- 45 ) Arithmetica logarithmica Bri» d’uue tadle eontenant i . und Arithmetique logarithmdtique ou la construction, et usage es ogarithrnea de tous les nombres depuis 1 jusqu' ä 100,000. Folio. — 16 In Frankreich sehen wir durch Edward Win gase,* einem englischen Edelmanne mit seiner Arith metique 1 o gar i t h ni e tiq u e mt) durch Ilenrion: Traite des lo- garithmes. Paris 1624 die Logarithmentafeln eingeführt. In 8panien verbreiten sie sich durch G ia r, n i n i , * in Portugal durch Joseph Mel 1 itao.* Lissabon 1790 und in Italien in späterer Zeit namentlich durch Toaldo (Padua 1770) und Parisani* (Florenz 1784). — In Deutschland besonders finden die Logarithmen eine günstige Aufnahme. Benjamin Ursinus verbreitet wenigstens durch seine Schriften: Trigonome- tria logarithmicn usibus discentium a c c o ni ino d a t a 1618 und Magnus Canon triangulorum Lognrithmicus 1625 die Logarithmen, wenn er sie auch nicht, wie bisweilen fälschlich angegeben wird, erweiterte. Das Werk Keplers: Chilias Logarith- moruin ad totidein numeros rotundos praemissa demonstratione leg! - tinia ortus Log. corumque usus. Linz 1624, das 1625 durch Su pp lein entum Chiliadis Logarit.hmorum ergänzt wurde, dürfte wohl dadurch gerade beachtenswerth er» scheinen, daß die Logarithmen mit den nöthigen Umänderungen und Erweiterungen der Astronomie zugänglich gemacht wurden. Die Tafeln des Jacob liartscb,^b) hxs Schwiegersohns Keplers, der diesen in seinen Rechnungen, ähnlich wie Bramer Byrg unterstützte, — die mir hier als Manuseript wahrscheinlich aus der Bibliothek Krügers vorliegen — bieten außer einigen kleinen und neuen Anwendungen der Logarithmen nichts Neues dar und dürften den ähnlichen Arbeiten des Michael Taylor, Gardiner* und Babage*- zur Seite gestellt werden.—Nicht ohne Verdienst um den Fortschritt der Wissenschaft sind die Logarithmen des Danziger fleißigen und scharfsinnigen Mathematikers und Astronomen Krüger: „Praxis Trigono- metriae Logarithmicae." Danzig 1634 bei Adolph Ilühnefeldt. — Wenn Krüger auch das System Nepers in seiner Arbeit verfolgt, bietet er doch so vieles Interessante und Neue in der Anwendung der Logarithmen dar, daß MonttHa einerseits Recht hat, wenn er vondenzuletzt erwähnten Arbeiten sagt: „leurs travaux sont aujoud’hui conuue ces anciens monumens de la patience et de l’industrie hmnaine, qu’on adln ire sans en faire anenn usage." aber anderseits auch zugeben muß, daß wenn wir auch heute keinen Gebrauch davon machen, durch den deutschen Fleiß und die eiserne Ausdauer damals die Wissenschaft bedeutend gefördert wurde. — Allen Arbeiten Krügers läßt sich der scharfsinnige, mathematische Geist nicht absprechen; so der 1612 erschienenen Trigo no metr ia sy- nopsis und der 1634 gedruckten Praxis trigonometria. Seine geistige Ueberlegenheit führt ihn zu Streitigkeiten und wir sehen ihn 1613 das im Jahre 1612 durch Paulus Ledertz bekannt gemachte Manuale Mathematicuin, daö die Tafeln der §inns, Tangenten und Secanten enthält, angreifen, indem er dem Verfasser nicht nur Nachläßigkeit, eine Menge 48) Jacobi Bartschii tabula canonica Saganni Silesiorum 1631. (Monlucla 1629 ist falsch.) In Planetarum A equationi bus seu orbis annui Paralaxibus se u variis po- silionibus aut limationihus compendiose supputandis miro utilis. — Dieses Buch wurde 1701 in Slrassburg durch M. Eisenschmidt nochmals gedruckt. — Druckfehler, die nicht verbeffert find, sondern sogar eine vollständige Uukenntniß in redn» mathe- mnticis vorwirft. — Dadurch wird der Verfasser Mathias Berneggerus, der 1619 zum zweiten Male jene Tafeln herauSgiebt zu einer Vertheidigung genöthigt, die in der Vorrede in nicht sehr gewählten Worten gedruckt erscheint. — Später sehen wir Krüger wieder mit einer Streitschrift: „Die Vertheidigung seines CalenderS" auftreten. — In häufigem Gebrauche sind jetzt in Deutschland die Tafeln von Vega: logarithmisch trigouometrisches Handbuch und die vom Danziger Mathematiker Westphal; seltener die logarithmischen Tafeln von Schulz (Berlin 1778) und die von Höbert und Jdeler berechneten logarithmisch.trigonometrischen Tafeln für die decimale Eincheilnng des Zirkels (Berlin 1799). — Sehr reichhaltige Tafeln für die gewöhnlichen Logarithmen der Zahlen von 1 bis 1200 auf 20 und in einer zweiten Tafel auf 61 Stellen berechnet, für die hyperbolischen Logarithmen, ebenso bis ar^20 und 48 Stellen fortgeführt, sind durch Callet veröffentlicht: Ta- bles portatives de Logarithines eet. Paris 1795 par Frangois Callet. — Diese Tafeln dürften der Ausführlichkeit und Genauigkeit wegen vor allen andern zu empfehlen sein. Würdig reihen sich an diese: tables trigonometriques decimales ect. caleu- lees par Ch. Borda, revnes, angmentees et publiees par Delambre. Paris an IX. und die bequemen: Tables des logarithmes pour les nombres et les sinus ect. par Lalande. — In England sind die Math eniatical Tables von Sberwin, später durch Samuel Clark herausgegeben und die theils auf 20, theils auf 61 Stellen berechneten Mathematical Tables von Charles Hutton jetzt sehr verbreitet. — Nachdem die Berechnung der Logarithmen durch Neper, Briggs und Ursinus bekannt geworden, suchte schon Vlacq eine bequemere Methode zur Berechnung auf. Nicolaus Mer- oator,* ein geboruer Holsteiner, der später in England lebte, veröffentlichte 1668 in seiner Lo- garithnio-Technia sive Methodus construendi Logarithmos nova, accurate et facilis. Londinv-1668 ein neues Verfahren Logarithmen leicht und genau zu berechnen. Ebenso hatten Leibnitz und Newton sich mit Formeln für die Berechnung der Logarithmen beschäftigt und letzterer gab, indem er die Einrichtungen der Tafeln von Wingate und Na* thaniel Roe benutzte, 1658 in London seine Trigonometria britanica heraus. _ Halley entwickelte in den Transactions 1695 die ganze Theorie der Logarithmen und Eu- ler gründete die logarithmische Reihen auf den binomischen Lehrsatz. — Ebenso entwickelten La Grange und L’Huilier Reihen zur bequemen Berechnung der Logarithmen und Abel Bürgn zeigte in seinem „selbstlernenden Algebristen" 1786 wie die Logarithmen durch Kettenbrücke und die Differentialrechnung zu berechne» seien. Kramp, Professor in Strasburg, machte 1801 in seinem Werke: Kiemen s d’arithmetique ebenso eine bequeme Methode bekannt. — ES würde uns zu weit führen, wollten wir andere immer neue und neue Theorien, die voit spätern Mathematikern zu gleichen Zwecken ausgestellt würden, angeben; sie sind, wie bekannt, noch immer nicht erschöpft und bieten noch jetzt reichlichen Stoff zu ferneren Untersuchungen dar. — Untersuchen wir nun zunächst wie Neper und Byrg aus die Idee, Tafeln aufzustellen, geführt wurden! Mathematisch Genaues wird sich allerdings darüber nicht sagen lassen. Da wir von 3 — *18 den Verfassern selbst Nichts erfahren, dürften Deutungen hierüber um so mehr nicht ohne Interesse sein. Ueber Neper besitzen wir von Thoma Hobbes 47 ) ein Werk in sechs Dialogen, in dem, wenn auch nur andeutungsweise, hierüber gesprochen wird. Von Byrg ist indeß meines Wissens nie bekannt geworden, wie er zu dem Gedanken Logarithmentafeln aufznstellen, geführt wurde. — Er ist dazu durch das Studium 8tikel's veranlasst worden. Michael 8ti» fei 48 ) ist ohne Zweifel einer der bedeutendsten deusschen Mathematiker, und wer seine Arithme- tica integra studirt bat, wird den großen Werth des Werkes erkannt und die vortrefflichen Kenntnisse deö Mannes in der Geometrie und der Algebra gewürdigt haben. Er lebte in Haberstro, einem etwa % Meile von Königsberg in Preussen am frischen Haffe gelegenen Kirchdorfe, das jetzt den Namen Haffstrom führt, als Landgeistlicher und widmete sich dem Studium der Mathematik mit dem größesten Eifer und dem besten Erfolge. — Seine guten mathematischen Kenntnisse gestatteten eö, daß er eine gute Bearbeitung der Coss 49 ) des Ch^stoph Hudolph, 50 ) die 1522 erschienen war, im Jahre 1553 verbessert herausgeben konnte. — Stifel hat genau das Werk durchmustert und zu den Beispielen, die Rudolph gegeben, eine nicht unbedeutende Anzahl hinzugefügt. Durch die Erweiterung der Erempel des Rmiolpbschen Werkes, die der Verfasser freilich nicht alle selbftständig aufgestellt (denn Stifel bemerkt in der Vorrede, „daß Rndolpb ctzliche in der Librey zu Wien abgeschrieben und selbige durch den Druck mitgethevlt habe") und durch die hinzu- gefügten Auflösungen der verschiedenen Ausgaben hat die Coss einen viel größeren Werth erhalten. Durch das Studium bedeutender Mathematiker, und — eö ist nicht zu leugnen — durch ein genaues Eindringen in die Arbeit Rudolphs veranlasst, gab Stifel 1544 seine Arithmetl'ca integra mit einer Vorrede Philipp Molanchtons begleitet, heraus. — Abgesehen von an- «7) Examinatio et Emendatio Matbematicae Hodief-nae. Qualis explicatur in libris Johaonis Walisii Geomelrae Professoris in Academia Oxoniensi. Distribut in sex Dialoges Autors Tboma Hobbes Malmesburiensi. Londioi 1660. 18) Hontucla bist. Tom 1. p. 614. Hicbael Stifel est neaumoins plus ggueralement coonu (que Christophe Rudolfs) par son Arithmctica integra qu’il publia en 1544 et qui contient les germes de ndmbreuses invensions, comme des logarithmes et de divers untres, car il y compare expresse- . ment les progressions arilhmetiques et geomitriques, comme on Ie fait dans hos traites vulgaires . . de logarithmes, mais il lui mauqua de chercher & interpoler dans la suite gäometrique les terme» moyens. — 19) Algebra est scientia numeri figurati docens quolibet bypothetico investigare verum numerum qnae- situm vocatur alias cossica: unde et Ipsi numeri appellantur cossici sagt Christiauus Grünberg: Sceleton Arilbmeticae vulgaris. Eximiam vero laodem merentur Geometricae progresslones, vel ex hoequod Cossa sea ars Gebri, nihil aliud est quam calculatio per progressiones Geometricas, quao f um tanta est, ut om- nium Arilhmelicornm regulas calculandi complicet, immensem quoque usum babeat in Geometricio ect. ect. — Halbem, integra pag. 30. Center. Nicolai Raimari Arithmetica analytica. pag. 1. so) Die Coss Christophs Rudolpbs. Mit schönen Exempeln der Coss durch Hicbael Stifel gebessert und sehr vermehrt. In Königsperg in Preussen gedruckt durch Alex. Leutomyslensem, im Jar 1553. — dem Vorzügen, aus die wir später noch einmal zurückkommen müssen, vermeidet 8tikel das nicht., streng Wissenschaftliche und hält sich,.somit von jener, namentlich auch durch. Rndolph, angebahnte«, Wortrechnung fern, die später durch Johann Faulhaber 51 ) und Johann Remmeli- nus 52 ) bis zur ekelhaften Spielerei erweitert wird, — Durch den wissenschaftlichen Ernst, der stifels Werkb 2) durchweht, erwirbt er sich tüchtige Schüler, die den Weg, den er angebahnt, mit,, Eifer zu verfolgen, das Ziel, welches er gesteckt, mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu erringen suchen.") Zeuguiss von der Wahrheit des Ausgesprochenen liefert Johannes Buten, von dem Montucla mit Recht sagt: ll llonna des preuves d'un esprit solide et äs »es oonnaissanoes variees en mathe'matiqueg. Le nom propre de ce geo- metre e'tait Borei ou Bourel. Buten überflügelt durch seine Arbeit bei weitem jene Ma« thematiker seiner Zeit und seine 1559 erschienene Eogistica") wie unbedeutend die 1558 zu Leipzig erschienene Arithmeticae practicae Methodus facilis per. Gemmann Frisiuin (erschien von Johannes Stein bearbeitet 1576 zum zweiten Male) und die 1536 gedruckten Elemente Arithmetica Peurbachii dagegen sind, weil sie Ungründlichkeit und kein wahrhaft wissenschaftliches Studium verrathen. — Doch ein wissenschaftlicher Eifer mußte Sphyngis Victor, das ist Entdeckung Herrn Johannis Faulhaber! Bestellten Rechenmeisters vnd lllat hematici in Blm himmlischen geheimen Magiae der newen Cabblistischen Kunst vnd Wunderrechnung von Gog und Magog geschehen von Remmilino Philosoph et Med. Doctore Kempten bei Christoph Kranss. 1619. — 52) s phy ngis Vi ctor Triumphi spie ndide ab ejus Victore triumphanti adornati Re- mora, das ist Auflösung einer scharpfsinniger Wortrechnungen von großenKünstiern an Tag gebracht, sampt ungeheuer Wunder vnd ohn aufgelöster Wortrech» nung vnerhörte Geheimniss der Zahlen andeutende Johanne Remmelino 1619. SS) Das Werk ist gewidmet: dem EHrbaru und Fürsichtigen Christoph Ottendorler Bürger zu Königsperg in Preussen und sagt Stifel in der Vorrede: Item ob Christoph Rndolph gleich die Demonstrationes nicht Hatt gesetzt, so Hab ich es doch gethan. 51) Unter andern lehrt uns dieses: loh. Micraelins, der 1646 in Stetia seine Arithmetica.veröffentlicht» wo er pag. 98 anführt, wie er durch das Studium von Rndolph, Cardauus, Campanus, Joh. Geysiu«, der libri tre«. Cossae geschrieben, die in die Encyclopädie von AU« staedius aufgenommen und Stifel zur Wissenschaft getrieben wäre. Der Einfluß Stifels tritt deutlich in seinem Werke Hervor. — Auch ist Hier wohl zu erwähnen Nicolaus Raimarus: Arithmetica Analytica vulgoCossa oder Algebra. Frankfurt a. 0. 1601, der ein* flussreich wirkte. - 55 ) Haue ipssm numerornm doclrinam Plato, Socrates et Archimedes Ao y f vocarunt Ara- bes et nonnlli Barbarorum Algorithmus. Inter Arithmeticam et Logisticam Platonis Interpretes po- suerunt discrimen aliquod., scripsernntque Logisticam esse vocem scientiac: Arithmeticam uomen artis.: quasi is Logistes sit, qui numerorum naturam mente sua contemplatur , numerorum scilicet nbstractium sumplorum, facta a rebus ipsis «equestratione: Arithmetious vero, qui numeros, homines, pecudes numerat: qui numerum adpücet ad res ipsas numerabiles ect. Gst igilur ac vocetur seu Logistica seu Arithmetica scientia Numerorum quatenus^sunt numerabiles. — Habes. desiuitionem. confer. Pet. Laurcmbergius Rostochiensis Institutiones arithmeticae. Hamburg 1634. — 3 * 20 fich Bahn brechen um für Andere als Muster dazustehen; den« hätten nicht gründliches Wissen and ein ernster Fleiß in dieser Zeit die Mathematiker beseelt, wer weiß, ob je eines jener Werke, die von der angestrengtesten Ausdauer und einem unbeugsamen wissenschaftlichen Muthe zeugen, ähnlich wie daS eines Ludolph von Cöln, 56 ) hervorgegangen wäre. Wer dieses 1596 zu Volk erschienene Werk gesehen und gelesen, wird wahrlich das gründliche Studium und jene nur selten zu findende wissenschaftliche Treue und Ausdauer, wie fie uns hier gezeigt wird, anstaunen müssen; er wird, wenn er einen Ueberblick über daS bewältigte Material erlangt, die Eingangsworte L,u- üsipli'»:^) „Gott sprach zu Adam: Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brod essen" zu würdigen verstehen und sie als den passendsten Einleitungssatz, den der Autor finden konnte, bezeichnen können. — Gründlichkeit läßt sich den meisten der nunmehr in großer Zahl erscheinenden verschiedenartigsten Untersuchungen über die Quadratur des CirkelS nicht absprechen und selbst kleinere Abhandlungen, wie z. B. die eines Philipp Landabe i-g, der in Mid- delburg seine Cyclometria mit dem Motto: ö 08 y„ — X 0 , log y t = x, . log y u — x a Es wird nun, da für bestimmte Zahlen, die zugehörigen Logarithmen zu suchen sind, eine Einschaltung einer neuen Reihe zwischen zwei Gliedern der Hanptreihe erforderlich fein und eS ist leicht einzusehen, daß jedes Glied der arithmetischen Schaltreihe der Logarithmus deö eben so vielten Gliedes der geometrischen Schaltreihe sein wird. — Will man also eine solche Reihe mit allen ihren einschaltbarcn als eine einzige stete fortschreitende Reihe derselben Art ansehen, so muß man außer den ganz'zahligen Stellenanzeigern auch noch gebrochene, ja sogar unter Umständen irrationale Stelle»zeiger zulassen. Ist n ein allgemeiner Stellenauzeigcr, positiv oder negativ, ganz, gebrochen oder irratio« nal; so ist, wenn d die constante Differenz der arithmetischen Logarithmenreibe und 4 der beständige Quotient der geometrischen Zahlenreihe x n — x 0 + n d y» — y 0 q" 61 ) Neper ß2 ) nahm zum Anfangsgliede der geometrischen Reihe: y — 10000000 — 10’ — 1 zum nächstfolgenden — 9999999 — y 0 zum Quotienten q — — 1 : a 0 = Die Differenz der arithmetischen Reihe ist d — 1 „nd das Byrg 63 ) dagegen nahm y 0 — 100000000 = 10« y, — 100010000 q — >1,0001 = 1 + J__ d — 10.0 Ausgaugsglied x, — 0 . x» - 0 «») «l) Vergleiche Matzka in Gruaert. Tb. XV. p»g. 139,'tto auch diese Gleichungen durch ihn ausgestellt.— «2) 6o»ser. Xlögel matb. Worte,b. III. num 114. »3) Klügel. 111. n. 106. Conier. BoDaventara Cavalerio Trigonometria Bonoaiae 1643 pag. 4 . 00 I. 1 num. XXV. 24 Bei der nach Byrg vorzunehmenden Zusammenstellung einer arithmetischen und geometrischen Reihe erhält man aus den vorhin aufgestellten Gleichungen: X.. — x 0 + n d y a — y 0 q» n — x„ — x 0 d X„ - X 0 Tn = 7o 9 d Beginnt die arithmetische Logarithmenreihe mit 0, die geometrische Logarithmandenreihe mit ?. ist also x 0 = 0 und y 0 — f, folglich 0 — log f, so ist x u y.. Ist dann ß — log I«, n'cim nämlich b — daher — k 't d x» — ß und y u — b, so ist ß_ q d Xu ß Mithin ist x„ Oft Logarithme von y„ für die Grundzahl b ~ß T T" Wird nun, wie gewöhnlich, f — 1, ß = 1 also log 1 = 0 und log b — 1 gemacht, x Yu — b^~ also b. x„ — log y n Bei dem Zusammenstellen der Glieder mit dem Logarithmauden y der geometrischen mib dem Logarithmen x der arithmetischen Reihe hatte Byrg nebst den Ansgangsgliedern y 0 ~ und x 0 — 0 beider Reihen noch ihr gleichzeitiges Fortschreiten nach einem bestimmten Gesetze in Zusammenhang zu bringen. Während Neper die arithmetische Reihe seiner Logarithmen steigen und mit dem Gliederpaare 0, K anheben, also die absolute Zunahme der Glieder d — K positiv, dagegen die geometrische Reihe der zugehörigen Zahlen sinken und mit dem Gliederpaare f, f — k ansangen ließ, so daß p • - k k * der Quotient ,, — —-— 1 — - »nd die relative Zunahme der Glieder q — 1 — 25 ^ - - — - y- negativ war") — ließ Byrg Logarithme und Logarithmandc wachsen, also in der arithmetischen Logarithmen-Reibe ebenfalls die AnfaugSglieder 0, K und die abso. lnte Zunahme der Glieder 6 — K positiv sein. — Dagegen ließ er auch in der Logarithman« den-Reihe die AnfaugSglieder f, f -4- k folglich den Quotienten q — ? + JL " 1 + -i. und sofort die verhälmißmäßige Zunahme der Glieder q — 1 — ~ f — e 9 f positiv fein. Er setzte ferner den Modul m — ^ — K : und machte K = 10 s — 100000000 k = 10000 also — — 0,0001 in = 100000. f Durch diese Betrachtungen, auf die hier näher einzugehen der Raum nicht gestattet, echält> man die Gruudzahlvder Byrgiseben Logari t h me^tafe 1 b — 10* (l,0001)T l ö — 100000999. ^550012. über die das Nähere iu 6runert Archiv Th. 15 j.ag. 176 und in Kliigel zu finden ist. _ Die in der Hiesigen Stadtbibliothek vorhandenen Logarithmentafeln Byrg«, die auf dem Ti> trlblatte nur die Buchstaben J. U. zeigen, und auch das angeheftete Manuskript gehörten früher der Bibliothek deö Danziger Rathsherrn Adrian Engel ko an. - Wie eS scheint, hat dieser die Lo, garithmentafelu mit der Erklärung nebst einigen Schriften Bramers in Nürnberg, das er auch auf seinen Reisen berührte, an sich gebracht. Seine Bibliothek ebenso wie die eines Eich- Stadt, Kulmus, Bar tholo n» aus Keckermann, Fabricius, Neander und Lossius wurden später der Stadtbibliothek einverleibt und somit wuchs die Zahl der mathema. tischen Werke theils durch Ankauf der Bücher Crügers, Jleveli., s m. a., theils durch Schert, kungen, wie es u. a. die „Theor.a Mathen,afiea ecf.« des Michael Angeln FardeMa beweiset. Byrg giebt folgende Erklärung seiner Tafeln: «-) Pieper setzte überhaupt den logarithmischcn Modul _ d __k . _k_ m — q — 1 — ' e Er nahm K — 1, §> — 10000000 k — 1 — K also y — 0, 0000001 und m — — q — — 10000000 an. 26 Vorrede an Den Treuherzigen Leser. Freundlicher lieber Leser, Ob wol von Vortrefflichen Mathemntim, und Arithmeticis, mancherley Tabulen scindt erdichtet und calculiert worden, uinb die Schwierigkeiten des Multiplici- renö dividircnS und Uadices exirabircns auf ZU heben, so sindt doch dieselbige allezeit mir par- ticufnr gewesen, also daß das iVIuft Ijiliciren und Diuid'ren ihre eigene Tabulen, als nhncum pythngoricum erfordert hat das Exlralnren der radicum guailratarui» seine guadrattabulen die cubische Extractio» ihre Cubic Tabulen und also fort in federe gnantitet ihre besondere labnlen vonnöten hat, Vielheit der Tabulen nicht allein verdrießlich, sondern auch müheselig und beschwerlich sein . . Derowegen ich zu aller Zeit gesucht und gearbeitet habe, genernl Tabulen zu erfinden, mit welchen mann die vorgenannten Sachen alle verrichten möchte. — Betrachtern de- rowege» die eigenschafft und Gorresponden/ der 2 progressen alß der Aritbmetischen mit der Geometrische», das was in der ist >liiltipliciren/ ist i» jener nur Addier» und was in der ist Diuidiren in ieuer subtrahurn und was in der ist radieei» guadratai» oxtraliir» in jener nur ist halbiren, radicem cubiean, extrahirn nur in 3 diiiidiern, radicem i^enai in 4. Dividiern, 8,,r-ioIida»> in 5 und also fort in andern gnantiteten, so habe ich nichts Ntttzlichres erachtet, alß diese Tabulen also zu eontinuiern daß alle Zahlen so vorfallen in derselbe» mögen gefunden werde», auch welcher continuation dieße Tabulen crwachßcn, durch welche man nicht allein die schwerlichkeiten des iviiili'iplieierns Diuidierna und allerley Idadiees extrabiere»8, welches in der Algebra oder Cu8 ein trefflichen Vortheil und nutzen hat, verhütet werden, sonder auch das mehr ist Zwischen 2 gegebene Zahlen so viel media proportionale alß mann begcrt mögen gefunden werden, welches wie schwer cS ohne dieße Tabulen zugehet, ist denen bewust, so sich ein wenig in dicßem puluere exerciert haben Und ob wol ich mit dicßen Tabulen vor ettlichenJahren bin nmbgang so hat doch mein Beniff von der Edition derselben enthalten, wolle derowegen der Guttherzige Leser dieße ihm also gefallen laßen und die Tabulen mit volgenden Vnterweisnng, des Verstandes mit etlichen Exempel erklärt wie folgt; Kurtzer Bericht der Progrress Tabulen, Wie dkefelbigen nützlich in allerley Rechnungen z» gebrauchen. Zu diesen Tabulen findet man Zwcierley Zahlen, Eine mitt rothen Caractren, welche wie einem ieden leichtlich zu sehen nichts andres dann ein Arithmetischer progress, die andere aber mit schwarzen nichts anders dann ein Geometrischer progre8s ist, und auf daß wir in dikßem desto kurzer durchgehen, Woll wir dorthin den Aritlinieiischen progre88 die rothe und den Geome. Irischen progress die schwarze Zahl nennen, damit auch ein iedcr die sundamenta dießer Tabulen grundilicher säße und dieselbigen desto beßer gebrauchen mag, so wollen wir in folgenden Begriff die Eigenschafft dießer 2 progre8»en für Augen stellen und dieselben mit etlichen Exempeln er- klären. Arithmetisch 0. 1 . 2. 3. 4. 5. 6 . 7. 8 . _ 9. 10, 11. 12. ,i f | ->■ i,i t i r ■ l - f ii i I TT g ' 1. 2. 4. 8 . 16. 32. 64. 128. 256. 512. 1024. 2048. 40%. Wir haben in der Beredt angeregt, wie auch von etlichen Arithmeticis Simon Jacob Moritius Zona Hub andere ist berürt worden, das waö in der Geometrischen P rogresa ober in der Schwarzen Zahl Multipliciert daßelbige ist in der Arithmetischen Progress .oder in der rothen Zahl addiern, Alb zum Exempel mann soll multiplicireo 8 mit 64. Die rothe Zahl von 64 ist 6 und von 8 ist 3. Der Summa ist 9, denn g und 3 ist 9> Dieße schwarze Zahl ist 512 und soviel kombt auch, so man 8 mit 64 multipliciert. Item man soll mulliplicirn 32 mit 256 ihre rothe Zahl sind 5 und 8 thuet zusammen dieße schwarze Zahl ist 8198 und so viel kombt so man 32 mit 256 multipliciert. — Item man sol ßividiro 16384 durch 512 ihre rothe Zahlen sind 14 und 9 Subtrahire derowegen 8 von 14 bleibt 5 sein schwarze Zahl ist 32 und soviel kombt 16384 durch 512 Dividiert. Weil dann die Regula Datei nichts anders als Multipliciren und Dividirens bedarff, so folget daß die Regn! Datei auch forderlich durch dieße Tabula erreicht mag werden, alß zum Exempel 8 geben 128 was geben 32. gib der Zahl ihre gebärende 8 128 32 ' 3 7 5 Addier und zusammen. '' . :1 nv - r. • 7 • • JL i ist 12 davon Subtrahire die rothe Zahl 3 3 9 ihre schwarze Zahl ist 512. welches ist der begehrten Zahl facit genannt. ^ Item man wil Radicem quadratam auß 256 Extrahirn sein rothe Zahl ist 8 dis halbire kombt 4 dieße Schwarze Zahl ist 16 welches ist Radix qnadrata auß 256. Item man wil Radicem Oubicam auß 512 Extrahiern sein rothe Zahl ist 9 das in 3 dividiert kombt *$ sein Schwarze Zahl ist 8 und ist Radix Cnbica auß 512. Item man wil Radicem Zensi Zensicum extrahiern auß 4096 sein rothe Zahl ist T2 biß Dividiert in 4 kombt 3 dessen Schwarze Zahl ist 8 welches Radix Zonal Zensico ist atts 40%. — Ziem man wil zwischen 4 und 64 die mittler Proportional finden, ihre'rothen Zahlen seindt L und (j dieße addirt geben g deffen heisst ist 4 , sein schwarze Zahl ist 16 und dießes ist bie Media proportional« zwischen 4 und 64. Item man wil 2 media proportional« zwischen 64 und 512 finden, ihre rothen Zahlen seindt 6 und 9 so man die eine von der andern subtrahiert bleibt 3 dieße in 3 dividirt kombt 1 dieß 1 addiere ich zu der g kombt 7 sein schwarze Zahl ist 128, welches ist die erste der Zweien mittlern proportionalen und so man die 1 wiederum zu 1 addiert, kombt g deßen schwarze Zahl ist 256 die ander mittler proportional rmd also fort wie nachher fol angezeiget werden, und dieße Eigenschafst haben nicht allein die 2 abgeseilten Progressea mit einander, sonder alle, sie sein, wie sie wollen, wenn der Aritbmeti- sche von 0 und der Geometrische von 1 anfanget, wie denn auch die folgenden Tabnlen nichts anderß als 2 solcher Progressiv sindt. — Und dießes sey geredt. allein von der abgesetzten Progreasen, Jetzo wol- irn wir zu dem gebrauch unsrer Propres, Tabulen schreiten und Erstlich Lehren. |. Wie einer ieden schwarzen Zahl, so in den Tabulen unter Schwarzen gefunden wirbt, ihre cor- korpondirende rothe zu finden sey; , alß zum Exempel. •. 1 Mau sol dießer Zahl 133373810 rothe Zahl suchen, dieße Zahl sindt mau in der Tabulen am 8 - ■ *,. *.... .. 4* • l 28 blat in der eolumos 2850$ und an der linken feiten unter 300. Die addier darzu 300 macht 2880& welches ist also die rothe Zahl von 133373810 und auf dieße weis kann eines jeder» Zahl, so in der Ta- bul zu finden, sein rothe Zahl erfunden werden.o«) Wie einer iedern rotben Zahl, so in der labulen zu finden ist, ihr gepürende schwarze Zahl soll gefunden werden. Es wolle begehret werden zuni Exempel zu wifien, welcher schwarzen Zahl dießer rothen von 2880$ gehören, dießes zu erforschen, so such unter den rothen Zahlen, die oben vorzeichnet sei eine vergleich oder so nahe kleiner, alß die fürgegebene ist. Dieße finde ich am 8 blat in der column» 28504 an welchem noch 300 mangelt; such derowegen die 300 auf deuselbigen blat in der ersten eolumna und gegen derselbigen über in der oolumna unter der 28500 werden gefunden 133373810 welche ist die begehrte schwarze von 28800 und so handelet man auch mit den andern, denn man fiudt der rothen Zahl alle von 0 biß auf 230270 ihm gebührendt schwarze Zahl auf obgemelten weg. Wie dann eine Zahl für siele, so in der Tabul nicht just zu finden weer kann mann in vielen Rechnungen davor nenien die rothe Zahl welche der fürgegebenen Zahl am nechsten ist, vor ihni, aber damit nicht vorgnügen ließ kann auf folgende weise seine wahre rothe Zahl erforsche». II. Mann soll zum Exempel die wahre rothe Zahl von 36 suchen, so setzet man noch Sieben 0 für, damit ich 9 Ziffern bekomme, denn alle schwarze Zahlen haben in unser Tabula nicht weniger alßo 360000000 Darnach sucht man in der Tabul unter den schwarzen Zahl Die 2 nechst kleiner und uechst größer ist dann 360000000 diß finde ich am 33 blat in der volumaa 12800 und auf der linken feite, nun felt mir die schwarze alß 360000000 zwischen 90 dieße hat schwarz 359964763 diese ist zu klein 10" Lke''Differenz 35996 die Differenz dieße hat schwarz 360000759 diß ist zu groß dieße kleinere Zahl von 359964763 Subtrahire von meiner gegebenen Zahl 360000000 000035237 Wie sich helt die Differentz zn der rothen | also helt sich die 3 zur 4 35996 ■ 10000 | 35237 als 978 g • 66) In den Tafeln an erwähnter Stelle ist zu finden: 23000 28500 29000 29500 30000 30500 " 81009., 31500 0 132311129 132974308 133640811 134210655 134983856 135660432 136340398 137*23773 10 20 30 40 50 ....24362 ....87605 ....54175 .... 24086 .... 97355 .... 54032 .... 37476 .... 37593 133000904 ....67541 .... 37518 135010854 .... 87565 .... 67668 .... 51179 .... 50826 .... 14204 ....80907 .... 50952 .... 24355 185701134 .... 81305 ....64884 .... 64061 .... 27-506 .... 94267 .... 64387 .... 37858 .... 14704 .... 94943 ....78591 ....27295 .... 40809 133707645 .... 77824 .... 51362 ....28275 136408582 ....92299 270 280 290 300 310 320 132668834 133333806 134002111 13467765 135348787 136027191 136708996 137394219 ....82101 ....47139 .... 15511 87233 .... 62322 .... 40794 .... 22667 137407958 .... 95369 ....80474 .... 28913 134700702 ....75858 .... 54938 .... 36340 ....21699 132708639 ....73810 .... 42316 .... 14172 .... 89395 .... 68004 ....50013 .... 35441 ....21909 ....87147 .... 55720 ....27643 153402934 ... .81610 .... 63688 ....49184 .... 35812 136400486 ....69125 ....41116 .... 16475 .... 95214 .... 77365 .... 62929 ' M L 1 2 A I 29 ., , Diße Viert Vierte addier zu der kleinen rothen Zahl Ä 1-14 . ■■■ Die kleine rothe Zahl ist s8 ' ' Die Zahl der columaa 128009 Dieß ist der Schwarzen Zahl von 360000000 ihr rote 128099789 Es sol gleichwol so verdstand worden 36 haben ihr rothe 12809$ urid werden alle Zeit biß unter die " ganze verstanden und die folgen der Bruchs Wie zwo Zahlen mit einander zu multipliciren seindt alß mann sol wuttipliciern die Zahl 154030185 mit 205518112. such ihre correspondierende rothe Zahl ist 4320$ und, ^72049» Die zwo'rothe Zahlen addir zusammen Kombt bisse rothe Zahl 115240 von der schwarzen in 9 Ziffern 316559928 und diese sind! die 9 ersten Ziffern des products an welchen wir unser Isbuleu nur 9 Ziffern haben und die letzte oder Neundtc nun vor ein Bruch geben wolle, die» weil viel ihr rational Zahl vorfalle. Item man sol luultipliciro 551192902 mit 709153668 ihre rothe Zahl sein 17070(3 und Die zwei rothe Zahlen addier zusammen 19590$ 1707o8 195900 dieße rothe Zahl ist in der labula nicht so groß, so subtrair so kombt diße rothe Zahl . . ZtzLygg . 230270023 bleibt die rothe dießer rothen Zahl. ...... . . . . 13632§978 such ihre schwarze Zahl ist. 3908804680 njeldjeS seindt die 9 ersten Ziffern des begehrten produot». Alhier ist zu mcrkheu, daß in dießem Exempel zu endt ein Ziffer mehr denn im vorigen manglet, denn die Tablen haben nit mehr denn 9 Ziffern und solle wol 10 sein, das ist die Ursach, daß wir die ganze rothe Zahl haben aubtraier.u muffen, welches nach'n obgendt weiter erklärt sol werden. Wie man ein Zahl durch die ander diuidieru soll. 67 ) Anmerkung. 128000 128500 4 129000 129500 130000 130500 131000 131500 0 10 —atL 359640956 .... 76920 359712888 30l$43574 .... 79718 361515866 363255^26 .... 91552 363327881 3$i075959* 365112467 .... 4897JM 366905819 .... 42509 .... 79204 368744850 ...81724 368818602 370593098 370X30158 .... 67221 372450611 .... 87856 37252510Z 30 40 -—L. .... 48859 ....84834 35M0813 .... 52018 .... 8Sl4t 301624332 .... 64214 363400550 .... 36890 .... 85498 365222012 .... 58534 367015901 .... 52603 .... 89:10# .... 55484 .... 92370 3689292*9 370704287 ....41358 .. ..78431* ....62357 .... 99613 372636873 60 70 - «it .... 56795 .... 92781 359928770 ....60494 .... 96660 361732830 .... 73234 363509581 .... 45932 .... 95060 365331589 ....681223 367126017 .... 62730 .... 99446 ....66152 36900:1018 ...39949 370815510 .... 52591 .... 89676 ....74137 372711404 ... 48676 90 100 ■^1 yi .... 64763 360000759 .... 36759 .... 69003 361*05180 .... 41361 .... 82287 363618645 .... 55007 365404659 ....41200 ....77744 367216166 .... 72890 367309617 .... 76853 369113760 .... 50672 3709267© .. ..63858 :171000955t .... 85950 372823229 ....66511 120 130 140 .... 72763 360108770 .... 77545 .... 91373 301913733*1 363727742 ....49924 .64113* 365514242 ....50843 .... 87398 ....46348 ....83083 367419821 .... 87587 369224506 .... 61428 T..:38053" .... 75158 371112266 ....97797 3729350*7 ...72389 n ez /£) 7 - fe \8 \1Vj 1 N 5 * Isis-': | i 68n ?■ j 57 \ ö • 1 * ^5 s ^ 1 1 00 / i SJfan sol diuidiern 134030185 durch 205518112. ihre rothe Zahl sein und »udtradisrt man deS dinisoris rothe Zahl von der rothen, des diuidendi atß 72040 von Dieweil aber weniger ist, so addiert man die ganze rothe Zahl 230270023 ”273170023 davon subtrire des diuisoris rothe Zahl 72040000 such diestcr rothen Zahl ihr gebürendl schwarze Zahl ist 749472554 und 20 ' , 300 '* * soviel kombt so man 154030185 durch 205518112 diuidirt, welches doch keine ganze, sondern lauter Bruch 749472554 vom ganzen alß 0749472554 oder 0 EMOOOOO Wie man anst 3 bekandteu Zahlen die Bierdte proportional finden sol, welches man gemeinlig die Regol detri zu nennen pstezt. alfi zum Exempel die Erst die ander die dritte die Vierte Wie sich 154030185 hell zu 205518112 also 399854565 zur. 4 Zahl ihre rothe Zabl 43200 720i0 133K0§ Addier die ander und dritte rothe Zahl zusammen alß jI^syg 72040 210640 sobtrier darvon die erst rothe Zahl 43200 Diß ist die rothe Zahl der Vierten Schwarzen 107 ^ 40 ' alb. 533514619 1 . II. III. INI. Wie sich 945919848 hell zu 100160120 also 880122800 zu der Vierten bist seindt 2 ^ 7 $ ihr rothe ^ Zahl 217508 Addir die rothe zweite und dritte Zahl. "217660" und sofft die erste darvon subtnren tue- weüS aber weniger ist. so addier darzu die ganze rothe 230270022 ^ al)l -h:- t darnach »ubtrier die erste rothe Zahl darvon ^Tlfl so bleibt bist rothe Zahl und ist derselben ^ i 22&>22 schwarze Zahl ist 93t931024 welches ist so man die letzt Ziffer äöschueidt, so darumb geschieht, daß die ganze rothe Zahl einmal zum aggregat addiert ist, die Vierte gesuchte proportional. AuS einer gegebenen Zahlen Iladioem quadratam extrahiern. Man sol zum Exempel Kadicem qnadralam aufi 4015374 extrabierv, wirdt also erstlich punctiert • • • • wie bei der extraolioo brcuchlich ist und steht also 4015374 und weil allster fltnf punkten seindt. so Wirdt sein Radix anch 5 Ziffern haben, die rothe Zahl dieser obgefiihrtcn ist diefie halbirt kombt 005 $ dessen Schwarze Zahl ist 200383982 oder soll so verstanden werden 20038—^8 Man sol zum andern Exempel Radicem quadratam auß 2203309V extrahiern, Wirt also erstlich punc- lirt, wie bey der Extraction bräuchlich ist und steht also £203 30-94 und weil -allhier 5 Puncten kommen» so werden im Radix auch 5 Ziffern kommen,' die nach den 5 sindt Brüche, sein rothe Zahl ist fftfloa Dieweil ^rber der letzte Puncten nit auf die erste Ziffer seit in der schwarzen Zahl alß im vorgenannten Exempel, sondern er felt auf die zweyte Ziffer» darumb muß die ganze rothe Zahl darz'u addiert werden "nd halbiret alß solche. 79008 r .' barzu addier die ganze rothe Zahl .... 230270022 ' ' ' J> " ' ' ^eße rokhe Zahl halbier W9270022 ". such derselben schwarze Zahl von dießer rothe 13 ', 633011 - Auß einer geben Zahlen Radicem Cubicam extrahieren. Man begehrt zu einem Exempel Radioem Cubicam auß 5632037. Diese Zahl steht also in ihren verzeichneten Puncten 5632037 darauß folgert, daß die Radix ganzer Zahl bekombt 3 Ziffern, die ander» stndt Bruch einer ganzen Zahl, also suche ich die rothe Zahl derselbigen, welche ist t7£M) so der Puncten auf die erste Ziffer felt, so bleibt mein Radix auch in der ersten ganzen Zahl, und theil mein rothe Zahl in 3 theil, also folglich mein rothe Zahl ist.iTSöofi Ein Drittheil ist. 57500 die gebürendt schwarze Zahl ist.. • • 177707954 dieweil mir oben bekannt, daß 3 Ziffern ganz gegeben feint, so habe. ich in diesem Radix cubicam 17770794V, welche« mein Tablen in 9 Ziffer erreichen mag, doch vorbehalten zu Endt der 9 Ziffern vor ein stuck eine« Bruches angenommen werde, dieweil soviel ibrratioual Zahlen mit einlaufsen, der in 9 Ziffern kein genüge kann gegeben werden. Auß einer geben Zahl Radicem cubicam extrahiern Alß man begehrt zu einem Exempel Rndicem cubicam auß 56120370. darauß folget, daß die Radix ganzer Zahlen bekomme 3 Ziffern, die andern seindt Bruch einer ganzen Zahl, also suche ich die rothe Zahl derselbigen, welche ist 172508 dieweil aber der Puncte nit auf die erste Ziffer felt, sonder auf die ander, so wirdl zu der rothen Zahl, welche ist vorgegeben, noch eine ganze Zahl addiert, thut also zusammen 172508 .1 . uttb die ganze Zahl.. 1725$ . • • 230270022 \ piß theil in 3 theil, dieweil der Cubus die 3 quantitet ist 402770022 ■ ®' n Drittbcil ist im rothen.13V256674 such derselben schwarze Zahl ist 382860159 das Radix cubicam. - ^ Auß einer gegebenen Zahl Radicem Cubicam extrahiern. Man begehrt zu einem Exempel Radicem Cubicam auß 561203700. dieße Zahl stehet also in ihv ^zeichneten Puncten 561203700 , allhier fallen auch 3 Puncte, aber der letzte Punct seit auf die dritte •pfor, obivol dieselbe Zahl des vorigen Exempels rothe Zahl Geburt, alß 172508 c werden doch noch zwo ganze Zahlen darzu addiert.. 230270022 230370022 , Und ist das die Ursach, die ersten 5 sambt den andern Ziffern ge- "" die rothe Zahl, dieweil aber der Punct nit auf den ersten alß 5, auch 633050054 S2 nit auf die andere atß 6, sonder» fett auf die dritte, so hat die Erste 8 ■• ü Mit den andern Ziffern ... .1,72500. ,-j . -,y:; >. und die 6 darnach eine ganze rothe Zahl.. Ä0Ä0V22 , ' , '• ' .*• ‘ • - - 230S7VÖ22 •''' n " , nachher die dritte steht 1 darauf der punkten feit auch. 133M0M4. Also hab ich der drei ersten Ziffern ihr rothe Zahl zusammen Dieweil der . , , ... Cubus die dritte qusotilot ist, so nimb von derselben rothen Zahl die drittheil ist.211015346 diß drittheil ist die rothe Zahl der schwarzen Zahl ist Radix 824847192. Stufe einer gegebenen Zahl der Vierten quantitet alfe ZZ R««) Extrahiern. — Man begehrt zu ei« nem Exempel Radieem ZZ aufe 56129370. Difee Zahl steht also mit ihr verzeichneten Puncten 56120379, alhier fallen 2 Puncten, so Wirt daraufe bekannt, dafe das Radix nur 2 Ziffer der ganzen Zahl bekomme, die ander folgende Ziffer seindt der Bruch, also such obgemelter schwarze Äbl ihr gepürende rothe Zahl, welche ist.. 172508 dieweil aber der letzte Punct auf die 4te Ziffer 230270022 felt, so werden 3 ganzer rothe Zahlen 230270022 darzu addiert, alfe - - • 230270022 biege rothe Zahl theil in 4 gleiche theil. '. T 71)3310066 " dife ist der Radix rothe Zahl. ...... 190^516 3 > o ‘ 4080769 .... - Ihr gebührendt schwarze Zahl ist 674080769 od. 67 —in-- 10000000 das Radix das wir begehrt haben. Aufe einer gegebenen Zahl Radioem 8s extrahiern.«») Es zeige meine gegebene Zahl zu einem Exempel Radix 8s aufe 671876768 biege Zahl steht also mit ihr verzeichneten Puncten 671876768 daraufe folgen das die Radix 2 Ziffer werde bekommen ohn die Bruch einer ganzen Zahl, such der gegebenen gebürendt rothe Zahl ist. 190500 2302703 dieweil der letzte Puncten nach der linkhen Hand nicht aus die letzte Ziffer felt, sonder aus die 230271V Vierdte... 2302710 so gebührt der 4 Ziffern als 6718 ihr rothe Zahl..• 8813100 dieselbe theil in 5 gleiche theil sindt _i 5 17020» das ist der rothen Zahl derselben gebärende schwarze Zahl das Radix 8s von 671876768 alfe 582717328 od. 58 2717328 10900000 Zwischen zweyen bekannten Zahlen ein Media Proportional Zahl zu finden. Es zeigen die 2 Zahlen 119004521 und 893-423483 ihr gebührende rothe Zahl ist 17400 und ^i-KK» - *9 ZZ (Zensdezens) ist die Zahl 4 in der Coss. Vergl. Christoph Rudolph Coss. toi. 63. und Wilhelm von Calchum: Kurtzer Bericht von zeheudzahlen Bremen 1629. pag. 123 u. f. «») Ss ist die cossischc Zahl 5 (snrsolidum) zc ist 6 (Zensicubus) Bfe ist 7 (Bsursolidum) zzz ist s (Zenszensderens) cc ist 9 (Cubus de cubo) u. s. w. Die Differenz der rothen ist 201600 "feie theil m das halb ; ' 2 gleiche theil oder halbirt ist 100800 . • ü- »ddier zu der kleinen rothen Zahl ist 174 o 8 ' , ‘ r: ‘' diß ist die rothe Zahl der medio proportional 118200 Zahl ° ' ■■•*’ ”■* und ihre schwarze ist die. 326069676 medio proportional Zahl, die wir begehren. Zum Andern 2 medio Proportional Zahl zu finden. Theil die obgemelte rothe Differenz in 3 gleiche Theyl und addier die Theil emeS zn der kleinen rothen Zahl, so haben wir die erste rothe Zahl derselbigen medio proportional Zahl, oder addier derselbi- gen theil 2 zu der kleinen rothen Zahl, so haben wir die andere rothe Zahl derselbigen schwarzen medio Proportional Zahl. — Zum dritten 3 Medio Proportional Zahl zn finden, theil die obgemelte Differenz in 4 gleiche theil und addier der Theil eins zu der kleinern rothen Zahl so haben wir die erste rothe Zahl derselben schwarzen medio Proportionalzahl und addier derselben theil 2 zu derselben kleinern rothen Zahl so haben wir die andere rothe Zahl derselbigen schwarzen medio Proportional Zahl oder addier derselben theil 3 zu der kleinen rothen Zahl, so haben wir die dritte rothe Zahl derselben Schwarzen medio proportionalzahl. Auf biege weg können alle medio proportional Zahlen gefunden werden, so die 2 gegebene Zahlen gleiche Summa Ziffern haben, alß weiter in folgendem Exempel zu ersehen. Zwischen 2 Zahlen ein Medio Proportional Zahl zu finden. " Es zeigen aber die 2 gegebenen Zahlen nit mit gleichen Summen Ziffern, denn die erste hat 7 Ziffern die andere 8 und seindt alß 2447471 und die ander 33033604. Such ihre gebürcndr rothe Zahl ist . 89510 und 119500 die addier zusammen. 89510 gibt biege rothe Zahl.' . 209010 dieweil aber eine Zahl ein Ziffer mehr hat denn die andere .■.230270022 so wirbt ganz rothe Zahl darzu addiert ist ~439288023 diese rothe ist halb 219640011 feie schwarze ist biege medio proportional Zahl 899159511. Zwischen 2 Zahle» ein Medio Proportional Zahl zu finden. Es zeigen aber die 2 Zahlen nit mit gleichen Summen Ziffern, dann die erste hat 7 Ziffern die andere hat 8 und stehent also 2417471 und die ander rothe Zahl ist ... . 89510 die ander die addier zusammen. Hut zusammen. d>cil die größer die. kvmbt. 1 . rothe Zahl halbir ist die rothe Zahl ..... der gebürenden schwarzen Zahl, dieweils aber größer " dann die ganze rothe Zahl» so wirdt die ganze d°HeZahl subtrairt. bleibt die rothe Zahl der medio proport Zahl . . welche ist. 330336040. 119500 . 89510 " 209010 darzu addier 2 ganze rothe Zahl ,hje- 230270922 2 Biffcr Übertrifft, so "669550044"*' ' ' "334775023~" - ; 230270022 > 104505000 284339213. Zwischen zweyen Zahlen ein Medio Proportional Zahl zu finden, vr:I „ ^ Es zeigen aber die 2, Zahlen die mir vorfallen alst folget: .. . .j , ,> .Ji opjiiJr, s die erste mit 6 Ziffern, die andere mit S Ziffern die erste 303419 . die ander 304939818 ihr gebürende rothe 11100 " Zahl und ,,! 1/1r 111500 r ' : 111000 Addier zusammen thut. 222500 darzu addier 3 ganze rothe Zahl dieweil ein 230270022 Zahl die ander mit 3 Ziffer übertrifft, so 230270022 230270022 kombt die rothe Zahl . ..•“ '.n •; il,m i ji; oil >m '.";1 j-r sjj r,1 l W. i'i ■■ 7li .Ji t . 7; <1 'J.j ’j U - • l.-.'V ii 5-->!7i rilimrtzda -M Ji. L ‘ ■j : >7 :-;in iij ’jjj! ki•.? i: -r , ; ;? :i! : ‘ : " ! tt Atz ish.ijjdl ■ «!->'■' j:‘!' ''hvBirajhs : !■ >'!/». Ttd 1 :>i.l,i . 913210066 halbirt. von dister halben Zahl sud die ganze rothe ^-^, 7,033 230270022 ' ' so bleibt dieste rothe Zahl ..... . 22 W 350 H n , der gebürende medio proportional Zahl welche ist 061415942 und ist umb ein Ziffer mehr denn die erst und das ist der beweist dast ich die ganze rothe Zahl nicht,mehr denn einmahl von der halben halbirten rothen Zahl hab nemen mögen. Zwischen 2 Zahlen ein medio proportional Zahl zu finden. Es zeigen aber die 2 Zahlen, die mir vorfallen, alst folget. Die erste mit 5 Ziffern die andere mit S Ziffern und ist die erste . - 32891 Die andere ist 454907654 ihre gebürende 1190*57351 rotl > e <3^1 151500000 Addier zusammen. 119067351 thuet dieste rothe Zahl. darzu addir 4 ganze rothe Zahl dieweil eine die andere mit 4 Ziffern übertrifft. 270567351 230270022 230270022 230270022 230270022 So kombt dieste rothe Zahl die halbier 'im&KWo' und von der halben rothen sublrahir . 595^3719 1 2 die ganze rothe Zahl und such deren schwarze. Zwischen 2 Zahlen ein Medio Proportional Zahl zu finden. Es zeigen aber die 2 Zahlen die mir vorkommen, alst die Erst mit 4 Ziffern die andere mit 9 Ziffern und stehende alst 5764 die ander 387649833' ihre gebürende 1751785 ^, rothe Zahl izgzyoyyg die Addier zusammen. macht dieste rothe Zahl . . . Darzu fünsi ganzer rothe Zahl dieweil die eine die ander mit fünff Ziffern übertrifft. 175170640 310678640 230270022 230270022 230270022 230270022 230270022 an * Dieße addierte rothe Zahl halbier 1462020750 . ist dieße rothe Zahl. 731010375 ' Darvon subtrire die ganze rothe Zahl ^ v‘.\ so ofst als ich mag, in dießem Exempel ^ ^ mahl, darumb wirbt die Medio pro- ■ ■ "’Z pvrlivnsl Zahl 3 Ziffern mehr haben bann die Erste und bleibt ihre rothe Zahl 40200309 Dießer gebührender schwarzer Zahl ist die Medio proportional Zahl . . 149478591. v ..> *, V' i . '<> ’jf; V/M : . - *; ., * ijiln»;, :: ,,*} j; ; Zwischen 2 Zahlen 2 Medio Proportional Zahlen zu finden. , - i; ... aitsr sä s-asss»- - a ihre gebärende rothe Zahl ist 1740(5 und 2190$ die Differenz der rothen Zahl ist 2016$ die theil in 3 theil ist. 672$ Ein Drittheil addier zu der kleinen rothe Zahl..... 17M So ist die rote Zahl der ersten Pro- portio.846$ Zahl ihre gebührende schwarze Zahl ist die 23020839. Zwei Drittheil der Differenz der roth Zahl ist 134400 ' ' ' ' und die kleinere rothe Zahl addier darzu 17400 biß ist die rothe Zahl der ander Proportional 151800 Zahl. ihre gebürende Schwarze Zahl ist die 459326198. A. B. C. 119004521 23020839 45932698 J., ii'.... i. üb.« D. 893423483 174$ 846$ 1518$ . . 2190$ Wie sich hell 4 zu B also hell sich B zu 6 und 6 zu D. Zwischen 2 Zahlen 3 Medio Proportional Zahlen zu finden. ! ' ES zeigen die zwo bekannten Zahlen 119004521 und 893423483 ihre gebürende rothe Zahl ist ««» fcet **? •*«»»••• ihre Differenz ist. 2016 °j! ^ie theil in 4 gleiche theil in ein theil ^4$ 17WU brr theil eins addiere zu der kleinen rothen Zahl . ^' » gebürende rothe Zahl der Schwarz 198986715 diese ist ^ die erste ungleich Medio proportional Zahl. Lum andern addier ± der rothen Differenz zu der kleinen rothen Zahl alk 504$ 36 ! ?.■; Mr® r'ioT '.'.r.'.i: . ; : t Jli.1l '■ J '. • 'i)l J j't : ' ', r ; ^ ... - (j ,> (l j , , . -ot- i'is'si rlnFiiii ■ n: T ,>: '/ ..in nr. '■> !< |>-fv i Idr.l; > s