-- 5 -7 Ü .'L KKM WM- eMMLL WGM ^ 777 ^ MM BÄKK WW ML Praktische Anweisung Hur- W 6 sserbaukun Drit tes H eft. Praktische Anweisung z u e W a s se r b a n k u n st, welche eine Anleitung zur Entwerfung, Veranschlagung und Ausführung der am gewöhnlichsten vorkommenden Wasserbaue enthält. Herausgegeben vsn Johann Albert Eytelwein Königlich Preußischen geheimen Ober - Dau - Rathe. Drittes Heft. Von den Bollwerken und Futtermauern^ Mit 8 Kupfertafeln. Berlin, 1805. In der Real schulbuchhandl ung. V o r r e d ie beiden ersten Hefte dieser praktischen Anleitung zue Was serbaukunft, welche von dem Herrn Geheimen Ober Bau. Räch Gilt!) und mir gemeinschaftlich herausgegeben sind, würden noch ferner ein gemeinschaftliches Werk geblieben seyn, wenn nicht die Herausgabe einer andern für die Architektur eben fo wichtigen Schrift, die Fortsetzung der Sammlung von Aufsätzen und Nach§ richten die Baukunst betreffend, meinen hochgeschätzten Herrn Cok- kegen an der fernern Theilnahme verhindert hätten. Ich übernahm daher nach Beendigung des zweiten Hefts, zu welchem die gemeinschaftlichen Materialien Zureichten/ dir mir überlassene Fortsetzung und alleinige Bearbeitung des ganzen Werks, so daß nur das bis. her erschienene erste und zweite Heft, als eine gemeinschaftliche Arbeit angesehen werden kann. In Absicht dieses dritten Hefts muß ich nur noch bemerken, -aß es mir bei der Ausarbeitung deß selben vr Vorrede. selben bequemer und nützlicher geschienen hat, wenn diejenigen Gegenstände, welche eine etwas umständliche mathematische Auseinan- Versetzung erfordern, als ein besonderer Anhang einem jeden Hefte beigefügt werden. Auch wird es keiner Entschuldigung bedürfen, daß ich die Lehre von den Bollwerken und Futtermauern in diesem Hefte etwas umständlich auseinander gesetzt habe, weil die Anlei> tung zum Bau der Kammer- und Flügelwände bei den Schleusen größtentheils hiemit übereinkommt, so daß in demjenigen Hefte, welches die Anweisung zum Bau der Schleusen enthalten soll, mehr Raumfür die übrigenwichtigen Theile dieser Gebäude gewonnenwird. Berlin im May 1805. I. A. E. Vll Inhalt des dritten Hefts, Sechster Abschnitt. Vorn Bau der Erdbekleidungen? Seite Zweck der Erdbekleidungen. Sind nicht mit Deckwerken an Strömen zu verwechseln. Rasenbeklcidungen, Bollwerke und Futtermauern . . . ;. iva. 9» Von den Rasenbekleidungen. Böschung und Ausladung derselben. Können die Ufer nicht gegen den Strom schützen. Lopfrasen. Deckrasen . . . . . . j. 101. iv. Rasenstechen - ...... s. ror. ir. Einsüßige Böschung ist am zuträglichsten. Führung der Arbeit bei der Bekleidung mit Kopf- rasen. Besteck. Planirspade . . . . . j. 10z. n. Bekleidung mit Deckrasen . . . . . . 104. 12. Sicherung des Fußes der Böschung . . . . . j. 105. iz. Vorn Bau der Bollwerke. Nöthige Ueberlegung vor der Wahl zum Bau eines Bollwerks Kennzeichen von der Güte des Holzes zu Wasserbauen Theile eines Bollwerks. Einrammen der Pfähle und Anschneidung der Zapfe» Holm. Eckpfähle. Stoßen des Holms Bekleidung mit Bohlen ..... Sicherung gegen Unterspühlung . . . Geländer . . . . Anstrich der Bollwerke ..... Erdanker mit Kcilzapfen. Bügel. Ankerbslzeu. Verborgene Keilzapfeu Erdanker mit doppelten Pfählen und Ankerkeil. Aukerstrebe. Klane Länge der Ankerbalken. Wo sie am Bvllwerkspfahl anzubringen sind Abstand der Anker von einander . . Verankerung ohne Ziehbänder . . . . Doppelte Verankerung . . . Veranschlagung der Bollwerke ..... s. 106. iz. t. 107. 14. S- IO8. 15. §. 109. 17. §. 110 . 18. -.in. 19. §. 112 . 20 . §.!IIZ. ro. j. 114. ri. -.116. 24. f. 117. 24. -. 118. 26. §. 119. 2S. s. 120. 27. §. 122. 28. -Inhalt« Vom Bau der Futtermaucrn. Steins zu den Futtermanern. ... . . . st Feldsteine . . . . . . . §. Bruchsteine . . . . . . §. Werkstücke vier Quader . . . . . . st Gebrannte Ziegel oder Klinker. Streichen und Brennen derselben . . st Erforderliche Gestalt der Ziegel. Auswahl. Anzahl zu einer Schachtruthe Dsauerwttck st Roher Kalkstein. Gebrannter Kalk. Weißkalk. Mörtel ' . , .st Breune« des Kalks . . . . . . st Sand zum Mörtel . . . . . . . ,.st Löschen des Kalks. Bereitung des Sandmörtels . . ... st Rother Mörtel. Maschine zum Zermalmen der Ziegel . , . . §. Bereitung des Cements aus Lrast . . . . . §. Bereitung des Cements aus Puzzolane u. d. gl. . , . . .§. Verschiedene Gestalte» welche die Fnttermauern erhalten . . . st Tafeln zur Bestimmung der Abmessungen für Futtermauern von verschiedenen Gestalten st Untersuchung des Bodens, nebst den Fällen in welchen,ein liegender oder Pfahlrost anzule. Seite irZ. Z i. irg. Zr. ILZ. ZZ. ir6. 34. 127. 35. 128. 37' 1.29. 39« 131. 42. 132. 43. IZ3. 45 > 134- 46. 135- 48- IZ6. 50. 137- 5l. 138. 52. gen ist . . . §.139. 66. Verfertigung des liegenden Rostes st 140. 67. Spundwand vor demselben « §.141.68. Rost mit einer Ecke i , , . §.141.70. Liegender Rost beim NonLxsn« §.143. 70. Verfertigung des Pfahkrostes , ^.144.71. Spundwand vor dem Pfahlrost . 1- 145- 73. Verband der Werkstück« . §. 146. 74. Jusammenfügung derselbe» . st 147. 76. Eckverbiudungen. . . . « , . ck- 148. 77- Verbindungen in der Lggerstäche . §. iZo. 79. Deckplatte.» . . . . . §.151.80. Bearbeiten und Vergießen der Werkstücke st 152. 8l. Verfahre» cheinr B.au . . , . . §. 153- 83- Abtreppen des Mauerwerks. Füllende - « . §. 154- 8S. Verstreichender Fugen §- 155. 87- Berechnung der Werkstücke. Arbeitszoll. Ansch! st 156. 87- Futtermattern von gebrannten Steinen §- 157. 94- Befestigung der Schiffe an den Fnttermauern » . « . §- 1Z8. 96. Treppen . , . §- I5S- 97. k^ellLtier U>ld cks I'Itorlugs > . §. i6o. 98. Anhang zum sechsten Abschnitt. Ueber den Druck der Erde gegen Fnttermauern, nebst Bcstimmnng der Abmessungen dieser Mauern §. 161. ISI, Destimnmng des Orts, wo die Ankerbalken bei Bollwerkspfählen angebracht werden müft sen ..... . §. 190. IZI. Ueber das Eindringen der Rammpfähle . « .. . st 197.AS?. Sechster Abschnitt- Vom Bau der Erdbekleidungen. - §. 100. unit bei Erderhöhungen, durch den Regen oder das am Fuß der Erhöhung beßndlick e Wasser die Erde nicht abgespült werde, oder auch um das Abschießen derselben, welches aus ihrem Gewicht entsteht, zu verhindern, theils auch um eine sichere und bequeme Passage längs dem Ufep an einen, Gewässer zu erhalten, bedient man sich einer Erdbekleidrmg, (Vsctorlurn, die gewöhnlich von Rasen, Holzwerk oder Steinen verfertigt wird. ' Von den Erdbekleidungcn sind die beim Strombau üblichen Uferbefestigungen oder Deckwecke zu unterscheiden, welche zur Verhütung des Abbruchs an den Stromufern von Faschinen angelegt werden und nur etwa einen Fuß über das Mittelwasser hervorragen, wogegen die Erdbekleidungen auf jede erforderliche Höhe über den Wasserspiegel erbaut werden können, welches deshalb mit Fa- schinenwerken nicht statthaft ist, weil die Reiser über dem Wasser vertrocknen. Vorzüglich erhalten die Stromufer in den Städten oder die Ufer der Kanäle in der Nahe von Gebäuden, die Kammerwande der Schleusen und die Seitenflügel bei Schleusen, Brücken und Ueberfallen, dergleichen Erdbekleidungen. Wenn man die Wahl hat und der Erdeinfassung eine hinlängliche Abdachung oder Böschung geben kann, so sind die Erdeinfassungen mit Rasen die Vortheilhaftesten, weil ste dauerhaft sind und die wenigsten Bau- und Unterhaltungskosten verursachen. Die Erdbekleidungen von Holz oder Steinen, welche auch Aajen, GchälunAeir, Vorsetzen genannt werden, sind kostbarer als die Einfassung mit Rasen, sie können aber ganz steil erbaut werden und müssen Drittes Heft. ' ' ' B . Deshalb, IO Sechster Abschnitt. deshalb, wenn der Raum zur Böschung fehlt, den Rasenbekleidungen vorgezogen werden. Die hölzernen Erdeinfaffungen, welche aus eingerammten und mit Bohlen bekleideten Pfählen bestehen, und unter !dem Namen der Bollwerke vorkommen, sind ungeachtet ihres häufigen Gebrauchs, die schlechtesten Einfassungen, die es in Absicht der Dauer geben kann, weil sie gewöhnlich alle 15 bis 20 Jahre neu erbaut werden müssen und außerdem beträchtliche Reparaturen verursachen. Nur der Ueberfluß an Holz oder der Mangel an Baufond, kann die Anlage der Bollwerke entschuldigen. Auf alle Fälle ist es zweckmäßiger eine steinerne Erdbekleidung oder Lmrermauer, Gchälungsmauer, anzulegen; denn wenn solche gleich anfänglich größere Ausgaben als die.Bollwerke verursacht, so ist doch in Absicht ihrer Dauer der Vortheil gegen die Bollwerke überwiegend. Von den Rasenbekleidungen. §. 101. - ^ . Locker aufgeschüttete Erde pflegt gewöhnlich eine solche Abdachung oder Böschung, (Oscflivlrss, anzunehmen, daß sie unter einem Winkel von 4z Grad gegen den Horizont liegen bleibt; ist sie imt vielem Sande vermischt, so wird die Böschung größer oder der Böschungswinkel kleiner. Man pflegt zur Bestimmung der Böschung, wenn solches nicht durch den Böschungswinkel geschiehet, das Verhältniß der Ausladung zur Höhe anzugeben, wobei die Höhe Tafel als Einheit angenommen wird. Es sei Fig i. /rL die Böschung, ^.0 die Hö- ^ und LO die Ausladung, welche mahl so groß als die Höhe ist, so sagt man daß eine anderthalbfüßige Böschung ist, weil auf jeder Fußhöhe Fuß Ausladung kommt. Wäre die Ausladung der Höhe gleich, so heißt dies eine einfüßige Böschung. Eben so sieht man was unter einer vierzölligen, sechszölligen; zweifüßigen, dreifüßigen rc. Böschung verstanden wird. Festgestampfte Erde erhält zwar einen beträchtlichen Zusammenhang auf ihrer Abdachung, diese hat aber doch nicht Festigkeit genug sich bei starken Regengüssen zu erhalten, wenn nicht dafür gesorgt wird, daß die Böschung begrünt oder mit Gras bewachsen ist, welches dadurch geschehen kann, daß man die Böschung im zeitigen Frühjahre mit Heufaamen besäet. Besser ists, die Böschung mit Rasen zu bekleiden, weil solche dadurch gleich gegen das Auswa- schen n Von den Rasenbekleidungen. scheu vom Regen gesichert wird. Man kann entweder die Rasen wie Mauersteine horizontal aufeinander legen, alsdenn heißen sie Aopfrastn, oder man legt sie wie Fliesen neben einander auf die Erdböschung, in welchem Falle sie Deckrasen genannt werden. Diese Art die Böschung zu befestigen, kann aber nur über dem Wasser angewandt werden. . Unter dem Wasser kann zwar eine hinlängliche Abdachung in vielen Fallen das Ufer erhalten, wenn aber ein starker Stomstrich anfallt, beträchtlicher Wellenschlag oder Eisgang entsteht, so geht die Böschung häufig verloren und man kann nur die Ufer so weit sie vom Wasser bespült werden entweder durch Deckwerke von Faschinen in der erforderlichen Gestalt erhalten, wozu in meiner Anweisung zum Faschinenbau die nöthige Anleitung gegeben ist, oder man muß Futtermauern oder Bollwerke anlegen. §. IQ2. Die Rastn oder Soden deren man sich zur Bekleidung der Böschungen bedient, werden gewöhnlich 12 Zoll lang, 6 Zoll breit und g bis 4 Zoll dick gestochen. Zum Stechen der Rasen bedient man sich gewöhnlicher Spaden mit ebenen Spadeeisen und mit einer Krücke am Stiel, wie Figur 6§. 6. Damit Taf.vn. alle Rasen gleiche Größe erhalten, so wird auf dem grünen Platz wo man ste- dig-68. chen will eine Schnur angespannt und mit einer Axt eine etwa g bis 4 Zoll liefe Spalte gehauen oder mit dem Spaten gestochen. Zwölf Zoll davon kommt wieder eine neue Spalte mit der vorigen parallel und auf eben die Art mehrere. Nun wird von 6 zu 6 Zoll zwischen zwei Spalten der Rasen ausgestochen und dafür gesorgt, daß die einzelnen Rasen nicht zu lange der Sonnenhitze ausgesetzt sind, sondern bald in Haufen zu ioo Stück neben einander gesetzt werden, so wie man auch besonders bei sehr rrockner Jahrszeit, den Rasen bald verarbeiten muß,weil sonst die Graswurzeln vertrocknen. Man bezahlt für das hundert Rasen vorschriftsmäßig auszustechen und aufzusetzen im Durchschnitt 2 Gr. §. IOZ. Man könnte zwar sehr steile und allenfalls lothrechte Wände mit Kopfra- fen aufführen; diese würden aber nur die erste Zeit von Dauer seyn, weil sehr steil aufgeführte Nasenwände selten begrünen, also leicht vertrocknen und vom Regen ausgewaschen werden. Daher gibt man den Rasenbekleidungen wenig- B 2 stens 12 Sechster Abschnitt. stens eine einfüßige Böschung, weil der Rasen unter dieser Neigung noch gut ausmachst. Zm äußersten Fall kann man bei einer guten Erde, eine dreivier- telfüßige Dossirung annehmen. Die Bekleidung wird am besten bei feuchter Witterung, oder im Frühjahr oder Herbst ausgeführt. Man ebnet alsdann das Terrain wo der Fuß der Böschung hinkommen soll, nach der Setzwage, wenn zuvor die Linie für den Fuß abgepfählt ist. Damit nun bei einer Bekleidung mit Kopfrasen die einzelnen Rasen nach der Länge grade neben einander kommen und gehörig eingezogen wer-, können um die vorgeschriebene Böschung zu erhalten, werden alle 5 Ruthen Zig. 2. Bestecke oder Profile von graden Latten wie Ü.L6 Figur 2. errichtet, welche genau im Lichten die erforderliche Höhe und Böschung angeben und woran man Leinen wagerecht befestigt, welche als Richtschnur zum Sehen der Rasen dienen. Die Schichten müssen so viel wie möglich horizontal gelegt werden, indem ryan abwechselnd eine Reihe Läufer mit der langen Seite der Rasen nach vorne, und eine Reihe Strecker, mit der schmalen Seite des Rasens nach vorne bringt, und darauf sieht, daß unter den auf einander folgenden Schichten ein ordentlicher Verband entstehet, damit nicht zwei Fugen unmittelbar über einander kommen. Die Rasen werden mit dem grünen Theil unterwärts gelegt, weil sie alsdann besser auswachsen, auch pflegt man, wenn eine Schicht durchgelegt ist, so viel Füllerde heran zu schippen und fest zu treten, daß die Füllerde auf einige Fuß breit eben so hoch liegt als die lehte Rasenschichk. Alle 4 bis z Kig. Z. Schichten pflegt man auch mit einer Handramme, Figur z., welche aus hartem Holze bestehet, z Fuß lang und unten 12 bis 14 Zoll im Geviert stark, ist, die Füllerde hinter dem Rasen fest zu rammen, so wie auch bei sehr trocknet Witterung, die Rasenschichten zuweilen mit Wasser begossen werden können. Ist die Rasenböschung profilmäßig fertig und die dahinter befindliche Füllerde fest gerammt, so wird mit einem Planir-Gpaöen die Böschung geebnet. Diese Planirspaden sind von den gewöhnlichen Spaden nur darin verschieden, daß sie einen langen Stiel haben und daß ihr Spadeeisen sehr scharf und eben ist. §. 124. Eine Rasenbekleidung welche nach der hier gegebenen Anweisung verfertigt wird, ist im Durchschnitt 9 Zoll dick und man rechnet daß auf jede Quadrat- ruthe 600 Stück 4 Zoll dicke oder 8oo Stück z Zoll dicke Rasen erfordert werden. Im Durchschnitt kostet die Quadratruthe zu setzen, ohne den Transport der Rasen 8Gr. Um Vom Bau der Bollwerke. iz Um Kosten zu ersparen, laßt man auch wohl die Rasen nicht auf einander packen, sondern bedient sich der Bekleidung mit Deckrasen , indem, vorher die Böschung der Füllerde geebnet und die Rasen platt darauf neben einander, wie Fliesen auf einem Fußboden gelegt werden. In diesem Fall muß aber die Böschung wenigstens anderthalbfüßig seyn und dennoch ist es nothwendig, die Rasen mit Hölzernen 6 Zoll langen Pflöcken anzunageln. Daß diese Bekleidung mit Deckrasen bei weitem nicht die Dauer der im vorigen §. beschriebenen mit Kopfrasen haben kann, ist einleuchtend. In der Schrift: der Terrassierer (Weimar 182z. S. 21.) wird verlangt, daß jeder Kopfrasen mit einem hölzernen Nagel befestigt werden soll. Diese Vorsicht ist aber nur bei vorspringenden Ecken und bei den obersten an der Kante der Abdachung liegenden Rasen nothwendig, weil die übrigen hinlänglich fest liegen, so bald nur die Arbeit tüchtig verfertigt ist. §. IOZ. Ist der Fuß einer Rafenböschung so gelegen, daß derselbe nicht unmitteß bar an einem Strom liegt, aber doch zuweilen vom Wasser bespült wird, so ist es Vortheilhaft längs demselben auf s bis 12 Fuß seei't, eine Pflanzung von Strauchweiden anzulegen, welche den Fuß der Böschung gegen die Wellen und andere Wasserbeschadigungen schützt, so bald nur die Pflanzung ordentlich angelegt und gehörig unterhalten wird. Hierüber findet man in der schon angeführten Anweisung zur Konstruction der Faschmenwerke im neunten Kapitel umständliche Anleitung. Es muß aber diese Strauchpflanzung alle drei bis vier Jahre wenn das Laub der Weiden trocken ist, umgehauen werden, weil sie sonst wenn die Sträucher zu hochstämmig und stark sind, die Böschung nicht mehr so gut gegen den Wellenschlag schützen, auch bei einem etwanigen Eisgänge leicht abgebrochen werden. Vom Bau der Bollwerke. §. 106. Vor dem Entschluß zur Anlage eines Bollwerks ist wohl zu erwägen, ob nicht dasselbe durch die Anlegung einer Rasenbekleidung entbehrt oder ob nicht mit Hülfe aller nur möglichen Ersparungen eine weit solidere Futtermauer «rbaut werden könne. Es wird um so nothwendiger auf die Abschaffung der Voll- 14 Sechster Abschnitt. Bollwerke ernstlich zu denken, weil solche nicht nur bei der ersten Anlage eine MengZ Holz erfordern, sondern auch, da sie bald trocken bald naß werden, zur Unterhaltung einen bedeutenden Holzaufwand verursachen. Diese Hotzersparung wird bei der jetzigen Abnahme des Bauholzes, in denjenigen Fallen um so mehr Pflicht für einen Baumeister, wenn das Holz so bald -der Vergänglichkeit wie bei den Bollwerken ausgesetzt ist. Fehlt es durchaus an Mitteln zur Erbauung einer Futtermauer, und man muß dennoch wegen Mangel an Fond die Wahl des Bessern unterlassen und den Holzbau wählen, so ist vor allen Dingen darauf zu halten, daß nur gut ausgewachsenes kernigtes Holz verwandt werde, um die kostbaren Reparaturen, so viel wie möglich zu verhüten. Eben so ist vorher zu untersuchen, ob nicht wenigstens ein Theil von der Höhe des Bollwerks erspart und der oberste Theil der Füllerde mit einer Ra«- senbekleidung versehen werden könne. §. 127. Das Holz zu den Bollwerken und zu mehrern andern Wasserbauen kann aus Eichen, Blichen oder Kiefern (Kiehnen, kiiE l^lveliris) bestehen. Die beiden erstern Holzarten sind bei uns schon selten und werden daher nicht leicht verwandt ob sie gleich in Absicht der Dauer den Vorzug verdienen; weit häufiger aber ist das Kiefern-Holz, welches wenn es gut ausgewachsen, gesund und kernigt ist, unter den übrigen Holzarten als Tannen, Fichten, Erlen w. den Vorzug verdient, weit es wegen seiner harzigen Bestandtheile bei einem abwechselnden Wasserftande noch am meisten der Fäule und dem Verstocken widersteht. Sehr oft wird dies Holz zu den Wasserbauen in Flößen verbunden, und bis auf die Baustelle zu Wasser herbei geschafft. Zu diesem Falle, kann man demselben so lange es sich im Wasser befindet seine Rinde lassen; wird es überaus dem Wasser gezogen und soll noch eine Zeit lang liegen bleiben, so ist es nothwendig, die Rinde abzuschlagen, weil sonst das Holz leicht verstockt. Unter dem Wasser können beinahe alle Holzarten angewandt werden, so bald sie beständig feucht bleiben; dagegen rechnet man daß eichene Bollwerkspfähle, so weit sie dem Wasserwechsel ausgesetzt sind nur z6 bis 40 Jahre und kieferne Pfähle unter diesen Umständen nur iZ bis 20 Zahre dauern. Holz von welchem die Raupen die Blätter oder Nadeln abgefressen haben, taugt eigentlich zu keinem Baue, am wenigsten aber zu Wasserbanen, so wie auch hiezu das windbrüchige Holz oder wenn die Fiebern nicht grade, sonder» schrau-- Vom Bau der Bollwerke. i; schraubenförmig gewachsen sind, nicht anzuwenden ist. Eben so sollte zu dergleichen Bauen kein tiefern Holz mit blauen Flecken und Streifen verwandt werden, weil diese gewöhnlich ein Zeichen sind, daß das Hol; einen Ansah zum Stocken hat; dasselbe gilt in Absicht der dunkelbraunen Flecke vom Eichenholze. Hat der Kern des tiefern Holzes eine röthliche Farbe, so ist dies in den meisten Fällen ein Zeichen, daß dasselbe überreif ist. Sehr oft ist man genöthigt? das Bauholz im Walde wenn es noch nicht abgestammt ist auszusuchen, wobei man sich aber sehr leicht tauschen und die Baume für gesund halten kann, welche nach dem Abstammen und Beschlagen solche Fehler zeigen, die sie für den bestimmten Zweck unbrauchbar machen. Die vorzüglichsten Kennzeichen von der Gesundheit des kiefernen Holzes wenn es noch im Walde steht, bestehen darin, daß es grade gewachsen ist und eine dichte Krone ohne verdorrte oder abgebrochene Aeste hat. Die Rinde muß glatt seyn, ohne merkliche. Erhabenheiten oder auffallende Risse, und keine Schwämme haben. Wird der Baum auf der Mittagseite von der Rinde entblößt oder angeschalmt, so muß er, wenn mit der Axt dagegen geschlagen wird, einen hebten Klang geben und nicht hohl klingen. Die Gesundheit des Eichenholzes auf dein Staunn wird ebenfalls danach beurtheilt, daß der Baum keine trockne Zweige hat und daß beim Anbohren des Stammes mir einem Holzbohrer, keine verfaulte sondern kernigte Holzspah- ne heraus kommen. Die Rinde muß glatt und fest, auch nicht zn sehr mit Flechten und Mooß überzogen seyn und keine runde oder länglichte Erhabenheiten enthalten, so wie auch der Stamm gegen die Wurzel zu, nicht unverhältnismäßig an Dicke zunehmen muß. Grabt man die Wurzeln auf, so müssen solche frisch und saftig und nicht verschimmelt, faul oder spröde seyn. Sowol in Gilles Handbuch der Landbauknnst, i Theil §. 45. u. f. als auch in Hosfmann's Hauszimmerkunst H. i — zz. findet man über die Güte der verschiedenen Holzarten mehrere Nachricht. §. IQ8. Die wesentlichen Theile eines Bollwerks sind eingeramm- te wand- oder Langpfähle, Figur 4 und z, zu deren Verbindung Fig.4,,.5. unter einander ein Holm 8, L anfgezapft wird. Hinter die Pfähle, kommt «ine Bekleidung von Bohlen, wogegen die Füllerde unmittelbar drückt. Mau 16 Sechster Abschnitt. Man kann die Pfahle vertikal einrammen, weil sie aber bei einer schrägen Stellung dem Erddruck mehr Widerstand leisten, so pflegt man sie um den zwölften bis sechsten Theil ihrer Höhe aus dem Loth zu sehen. Dies verursacht zwar ein etwas beschwerlicheres Rammen, aber der Erddruck wird auch dadurch bedeutend vermindert. Die Länge der Pfahle so weit sie aus der Erde stehen, richtet sich nach der Festigkeit des Bodens und der Höhe der Füllerde; ist der Boden locker und weich, so müssen sie tiefer eingeschlagen werden als in feste Erde. Zm Durchschnitt kann man rechnen daß die Bollwerkspfahle eben so tief in die Erde kommen, als sie über derselben hervorragen. Bei den Grundpfahlen ist es hinreichend wenn sie nur glatt behanen sind, übrigens aber ihre natürliche Rundung behalten, dagegen erfordern aber die Bollwerkspfähle, daß wenigstens diejenige Seite beschlagen wird, gegen welche die Bohlenbekleidung kommt. Gewöhnlich läßt man diese Pfahle des bessern Ansehens wegen so weit sie über der Erde stehen, von allen vier Seiten beschlagen. Kommen die Pfähle an ein Gewässer wo sie bei entstehendem Froste durch das Eis leicht gehoben werden, so ist besonders anznxathen, das dicke Stammende der Pfahle nach unten einzurammen, wenn nur hiedurch der Dbertheil des Pfahls, welcher dem Erddruck widerstehen muß, nicht zu sehr geschwächt wird. Zu den Pfählen nimmt man gewöhnlich Mittelbauholz, 8 brS io Zoll am Zopf stark, und nur bei einer beträchtlichen Höhe des Bollwerks wird starkes Bauholz von 12 Zoll am Zopf dazu genommen. Die größte Entfernung der Pfahls von Mittel zu Mittel nimmt man nicht über ZZ und nicht leicht unter 4 Fuß. So bald die Pfähle gehörig nach der Linie eingerammt sind, wird die Höhe des Bollwerks bis zur halben Höhe des Holms an einem Pfahle eingekerbt und von hier nach den entferntesten Pfählen mit dem Richtscheit» und der Setzwage, oder wenn die äußersten Pfähle sehr weit entfernt sind, mit Hülfe eines Nivellirinstruments, eine zweite und nöthigen Falls noch mehrere Kerbe angegeben, welche mit der ersten in einerlei wagerechten Fläche liegen. An diese Kerbe wird eine Schnur gelegt und an sämmtlichen Pfählen ein Schnurschlag gemacht, wodurch bestimmt wird, wie hoch ein jeder Pfahl abgeschnitten werden muß. Sind die Pfahle in stillstehendem Wasser eingerammt, so kann der Spiegel desselben zur Bestimmung ihrer gleichen Höhe leicht benutzt werden. Wenn hierauf die Pfahle sämmtlich, senkrecht auf ihre Lange abgeschnitten sind, Vom Bau der Bollwerke. i7 so wird auf dem Hirnholz derselben, ein doppelter Schnurschlag gemacht, Aftl um die Breite des Zapfens Figur 6 von ij bis 2 Zoll stark zu bestimmen. 6- Die Zapfen an den Pfählen werden nun so ausgearbeitet, daß ihre Höhe 8 0 die halbe Höhe des Holms und ihre Breite H.O die ganze Dicke des Pfahls erhalt. Bei der Ausarbeitung der Pfahlzapfen muß man vorzüglich darauf halten, daß die Seitenflächen derselben parallel mit einander sind, weil keilförmig gearbeitete Zapfen, die Holme leicht zersprengen. §. 109. Zu den Holmen wird starkes Bauholz von n bis 12 Zoll am Zopf stark genommen und scharfkantig behauen, nachher aber die obersten Ecken bei Figur 7. abgegradet oder abgervässert. Ist der Holm dicker als die Pfähle, so Fig. 7. müssen die Zapfenlöcher in demselben so ausgestämmt werden, daß die hinterste Fläche 86 Fig 8- welche gegen die Füllerde gekehrt ist, milder hintersten §ig. s« Pfahlfläche LE bündig wird, d. h. in einerlei Ebene fallt. Dieses ist deshalb nöthig, weil sonst die Bohlenbekleidung nicht gut angebracht werden kann, es sei denn, daß man in dem überstehenden Theile des Holms einen Pfalz anbringt. Es ist leicht einzusehen daß es sehr nachtheilig wäre, wenn man den Holm gänzlich durchkochen und den Pfahlzapfen, durch die ganze Höhe des Holms gehen lassen wollte, weil in diesem Falle das Regenwasser sich durch das Hirnholz des Zapfens in das Herz des Pfahls ziehen würde. Man macht daher den Zapfen OH halb so lang, auch zuweilen etwas länger wie die Höhe des Holms 86, und wenn der Holm auf die Pfähle gebracht und eingezapft ist, so wird solcher verbohrc und genagelt, wozu hölzerne Nägel genommen werden. Damit das Hirnholz des Zapfens noch stark genug bleibe, um nicht durch den Nagel abgesprengt zu werden, so muß das Nagelloch H Fig. 7. nahe genug an der Fig. 7. Unterkante des Holms gebohrt werden. Bei langen Bollwerken müssen die Holme gestoßen oder aus mehrern Stücken zusammen gesetzt werden und es ist Hiebei nöthig, daß jedesmal der Stoßpunkt auf die Mitte eines Pfahls treffe, damit das Ende des Holms nicht ohne Unterstützung bleibe. Man pflegt die Holme stumpf zusammen zu stoßen, wie Figur 9 bei wo der Stoßpunkt 0 auf die Mitte des Pfahls fällt. Fiz. 9. Hiebei Unter Hirnholz wird dasjenige Ende bei einem Stücke Bauholz verstanden, wv die Holzfasern quer durchgeschnitten And. Drittes. Heft. C Sechster Abschnitt. 18 Hiebei entsteht aber der Nachtheil, wenn das Holz etwas zusammentrocknet, daß der darunter befindliche Pfahl, wenn gleich der Zapfen vor dem Aufbringen des Holms mit Theer tüchtig getränkt wird, dennoch leicht verfault. Es kön- Ng. iö. nen daher die Holme am Stoß überblattet werden wie VL Figur io., wobei aber das Unterblatt hinlängliche Starke behalten muß, damit solches vom Nagel nicht aufgesprengt wird. An jedem Stoß des Holms wird eine eiserne Klammer eingeschlagen; auch jedesmal das Hirnholz, wenn es recht trocken ist, mit Theer überstrichen. Die Bollwerke werden der Holme und der Bekleidung wegen, nach graben Linien ausgeführt. Kommen Brüche vor, so wird allemal in den aus- vder einspringenden Winkel ein besonders starker Pfahl als Eckpfahl eingeschlagen. Ueber den Eckpfählen bricht sich der Holm und die zusammenstoßenden Fig. i!. Enden ^8 Figur 11 können mit dem Schwalbenschwanz über einander gekämmt werden. Am Holm befindet sich das Unterblatt und an diesem der Ramm ab von etwa einem bis anderthalb Zoll Höhe, worauf das Oberblate am Holm k gelegt wird. Beide Blatter liegen auf dem Eckpfahl L, dessen Zapfen k nicht wie bei den übrigen Pfählen eben so breit als die Dicke des Pfahls ist, sondern nur etwa halb so breit gemacht oder geächselt wird. Dieses Aechseln des Zapfens ist deshalb nöthig, damit das Unterblatt des Holms noch Hirnholz behalt. Bei 6 und v sind die Holmstücke und L umgekehrt abgebildet, so daß man bei 6 das Zapfenloch im Unterblatte sehen kann. Das angeführte Uebereinanderkämmen der Holme kann nur dann angewandt werden, wenn die Holme hinlänglich stark und hoch sind, weil man sonst solche auf den Ecken zu vergöhren pflegt und auf dem Eckpfahl einen NAnkel- Fig. rr. Zapfen anbringt. Eine Vergöhrung ist Figur 12 bei angebracht. Bei L und 6 sind die einzelnen Holmstücke abgebildet und bei O der Winkelzapfen am Eckpfahl. Damit aber der Holm den Zapfen nicht verläßt, so wird da wo beide Holme zusammenstoßen eine eiserne Klammer eingeschlagen, wie bei §. IIO. Die inwendige Bekleidung der Pfähle geschiehet mit drei oder vierzölligen Bohlen, auch wohl von Mittel Halbholz, nachdem die Füllerde hoch ist oder die Pfähle weit auseinander stehen. Man hat nicht nöthig die Bohlen zu spunden, wenn fette Füllerde oder Lehm dahinter kommt und bei trocknen Bohlen darf nur darauf gesehen werden, daß solche gefugt scharf aufeinander passen; bei Vom Bau der Bollwerke. 19 bei nicht ganz ausgetrockneten Bohlen kann man aber solche schmiegen, wie Fi- AfA gur 14, nur muß die Schmiege die in der Figur vorgestellte Lage erhalten. Ist Fig.1Z.14. dagegen nur magere oder sandige Erde vorhanden und kann man nicht zur bessern Erhaltung des Holzes, hinter derselben eine Lehmschicht anbringen, so müssen die Bohlen einen halben Spund wie Figur iz. erhalten. Die Bekleidung muß an den Pfählen so tief herunter gehen, daß keine Füllerde verlohren gehen kann, auch die Stöße der Bohlen allemal auf die Mitte der Pfahle treffen und es ist gut, wenn man nicht alle Stöße auf einen Pfahl bringt. Das Benageln der Bekleidungsbohlen an den Bollwerkspfahlen geschiehet in der Regel mit hölzernen Nageln, wobei aber darauf zu halten ist, daß die Bohlen an den Stößen nicht aufgesprengt werden, weshalb auch wohl zu den Stößen eiserne Nagel, also zu jeder Bohle 4 solche Nagel genommen werden. §. m. Befindet sich ein Bollwerk sehr nahe an dem Ufer eines Flusses und hat man eine Unter-spülung vom Wasser zu befürchten, so muß entweder ein Deckwerk von Faschinen vorgelegt werden, oder wenn dies nicht angeht, so kann man zur Verhütung der Unrerfpüluug eine Spundwand Fig. 14. hinter Fig, 14, den Langpfahlen, welche bis zum Spiegel des niedrigsten Stromwasserö reicht, einschlagen. Wenn die Wassertiefe nicht sehr groß und der Boden nicht zu fest ist, so sind völlige Bohlen mit einem Grad- oder ^eilspund, Figur 15. Ag. iZ. zureichend, wenn solche tüchtig verholmt werden. Auf diesen Holm wird die übrige Bekleidung welche zu Tage kommt, angebracht. Damit der Gradspund die erforderliche Festigkeit erhalte, so wird die ganze Dicke ab Fig. 15 der Spundbohle in vier gleiche Theile getheilt und davon die beiden mittlern Theile eck zur Starke der Gradfeder eäs genommen. Der Vorsprung der Gradfeder wird dadurch bestimmt, daß man cs und äs eben so groß als eck annimmt. Bei der Bearbeitung der Spundpfahle ist überhaupt noch zu bemerken, daß die Federn einigen Spielraum in den Ruthen haben müssen, weil sonst beim Quellen des Holzes die Nuthe aufspringt, auch beim Einrammen der Pfahle zu viel Kraft auf das Klemmen und die Reibung derselben verwandt wird. Zuweilen werden auch die Bollwerke lediglich aus Spundpfahlen verfertigt, welche gehörig verholmt werden müssen. Ueber diese Bauart so weit solche die Spundpfahle betrifft, ist schon das nöthige im ersten und zweiten Abschnitt an- C 2 ge- 2O Sechster Abschnitt. geführt worden und es ist nur noch anzuführen daß beim Aufbringen des Holms auf die Spundpfähle, die Zapfen derselben vorher mit heißem Theer langestri- chcn, ein langer Streifen grober Leinwand oder Zwillich aufgelegt und hierauf erst, nach vorhergegangenem nochmaligen Ueberstreichen Mit Theer, der Holm aufgebracht wird. §. HL. Gewöhnlich sammelt sich hinter den Bollwerken das Regenwasser, welches zum Verfaulen des Holms und der Bekleidung Veranlassung giebt. Es ist daher anzurathen einen Theil der Füllerde nächst dem Holm mit einem Steinpfla- xxrx ster zu versehen und wenn dasselbe nicht vorn Holm abwärts, abschüssig ange- FiK. 14. legt werden kann, etwa vier Fuß vorn Holm entfernt eine Rinne 6 Figur 14. anzulegen, wodurch das Regenwasser abgeführt und vom Eindringen in die Füllerde abgehalten wird. Zuweilen wird auch erfordert, daß auf das Bollwerk ein hölzernes Geländer gesetzt wird. Hiebei kommt es sehr darauf an, daß die Gelönderstiele oder Fig. 16. Docken ^.8 Figur 16. hinlänglich auf den Holmen 8 befestiget sind, damit sie von der innern Seite 86 nach außen nicht übergebogen werden können. Da sich hier keine Streben anbringen lassen, so kann man zur Erreichung der erforderlichen Festigkeit, dem Geländerstiel einen 5 Zoll langen und 2 Zoll starken Hackzapfen 8 und einen etwas lungern und z Zoll starken Blattzapfen 6O geben, welche durch den hölzernen Nagel O und außerdem noch durch einen breit- köpfigten eisernen Nagel bei O befestiget werden. Bei 8 wird der Geländerholm aufgezapft und bei 6- der Geländerriegel eingelassen. Anstatt des aufgesetzten Gelanderstiels, kann man auch den Bollwerkspfahl bis zum Geländerholm durchgehen lassen, nur müssen alsdann die anstoßenden Bollwerksholme gut in den Bollwerkspfahl eingezapft werden. §. 11z. Zur bessern Erhaltung des Holzes an den Bollwerken, so weit es bald trocken bald naß wird, ist ein Anstrich von heißem Theer nothwendig. Dieser darf aber nur dann aufgetragen werden, wenn das Holz recht trocken ist. Hat sich der heiße Theer in das Holz gut eingezogen, so kommt ein zweiter Ueberzug darauf, welcher ebenfalls aus Theer besteht in welchem aber etwas Pech zerlassen würd. Auch pflegt man um diesem Anstrich mehr bindende Kraft zu geben, in den Vsm Bau der Bollwerke. 2l den kochenden Theer, einige Hände voll ungelöschten Kalk einzurühren. Nach Beendigung des zweiten Anstrichs, wird derselbe mit Hammerschlag überwarfen. Anstatt des gewöhnlichen Theers und Pechs kann man sich mit mehrerm Vortheile des Steinkohlentheers bedienen, welcher sich sehr innig mit dem Holze verbindet und zugleich ein Mittel gegen die Holzwürmer ist. Nach einigen Jahren müssen aber gewöhnlich diese Anstriche wieder erneuert werden, wenn das Holz nicht leiden soll. perronec (OslerPt. ckss ?onts eto. p. 42Z.) erwähnt eines Ueberzugs z« den Schleusenthoren, welcher aus Pech mit rothem gut pulverisieren Ocker und dem sechsten Theil Schwefel zusammen gesetzt und beim Gebrauch ganz siedend auf das Holz gestrichen wird. Die Geländer der Bollwerke werden mit Oehlfarbe zwei bis dreimal angestrichen. Hinter der Bohlenbekleidung wird eine Schicht Lehm angekarrt, welche eben so wie die übrige Erde mit Handrammen Figur z. mäßig fest gestampft wird. Torf darf durchaus nicht zur Hinterfüllung gebraucht werden, weil derselbe wenn er naß wird aufquillt und das Bollwerk aus seiner iLage drückt. §. 114. Der horizontale Druck der Erde gegen vertikale Bollwerke wächst im Verhältniß vom Quadrat der Höhe des Bollwerks §. 16 z., so daß ein doppelt so hohes Bollwerk einen vier mal so großen, und ein dreimal so hohes, einen neunmal so großen Druck auszuhalten hat. Sollen sich die Bollwerkspfähle nicht biegen und überweichen, so darf ihre Länge über der festen Erde eine gewisse Höhe nicht übersteigen oder man ist genöthigt, sie noch durch andere Mittel als die Befestigung durch das Einrammen, grade zu erhalten. Es lassen sich zwar keine allgemein gültige Regeln über die erforderliche Stärke und Entfernung der Bollwerkspfähle angeben, weil diese von so vielerlei Nebenumständen und besonders von der Beschaffenheit des Holzes abhängt, welches aus einerlei Waldung bei gleicher Abmessung dennoch sehr verschieden ausfallen kann? im Durchschnitt kann man aber als Erfahrungssätze annehmen, daß bei kiefernem Holze, wenn die Bollwerkspfähle 8 bis 9 Zoll dick sind, sie einem Erddruck von 6 bis 7 Fuß Höhe Widerstand leisten können, wenn sie Z Fuß von Mittel zu Mittel von einander entfernt sind. Bei einem Erddkuck von 8 Fuß Höhe gegen ein vertikales Bollwerk, wird erfordert daß die Pfähle nur 4 Fuß im Mittel von ein- Tafel XXIX. 8ig. Z. 22 Sechster Abschnitt. einander.' abstehen und wenn man ein Bollwerk ohne weitere Verstärkung gegen einen io Fuß hohen Erddruck anlegen will, so ist es nothwendig daß die Pfahle, bei der angegebenen Entfernung, schräg eingeschlagen werden und daß sie nach dem Beschlagen noch wenigstens eine Dicke von 10 Zoll behalten. Sollen die Bollwerke höher als 8 bis io Fuß erbaut werden, so erfordern sie mit Beibehaltung der Entfernung von vier Fuß, eine Verstärkung wodurch -das Ueberbiegen der Pfähle verhindert wird, und wozu man sich gewöhnlich der Erdayker bedient, deren Anzahl sich nach ver Höhe des Bollwerks richtet. Auch werden in denjenigen Fallen, selbst bei einer geringen Höhe des Bollwerks Anker erfordert, wenn der Boden sehr locker ist und aus Torf oder anderer Erde bestehet, in welcher die Bollwerkspfahle leicht auswärts gedrückt werden können. Die wesentlichen Theile eines Erdankers sind der Zugbalken, welcher senkrecht gegen den Bollwerkspfahl steht, an diesem befestiget und an seinem entgegengesetzten Ende durch den eingerammten Ankerpfahl gehalten wird. Eine der ersten Regeln welche bei dem Anbringen der Anker zu beobachten ist, bestehet darin, daß durch ihre Verbindung mit dem Bollwerkspfahl, dieser nicht geschwächt wird und daß der Ankerpfahl hinlänglich fest steht. Es gibt mannigfaltige ulid^von einander sehr abweichende Arten, wie die Bollwerksanker konstruirt werden können. Unter die einfachsten die noch öfters vorkommen, gehört nachstehende Anordnung. Tafel Zuvor wird der Ankerpfahl Lk' Figur 17. parallel mit dem Bollwerkspfahl H.L eingerammt und in derjenigen Höhe abgeschnitten, wo der Zngbalken darauf befestigt werden soll. An den Kopf des Ankerpfahls kommt ein gewöhnlicher 2; bis z Zoll dicker Zapfen. Der Zngbalken 6O bekommt bei L ein durchgestammtes Zapfenloch, welches oberhalb nach seiner Lange gerechnet, einen Zoll weiter als unterhalb ist. Wenn hierauf der Zngbalken aufgebracht und eingezapft ist, so muß er dergestalt gestreckt werden, daß er senkrecht auf den Bollwerkspfahl gerichtet ist, oder daß einen rechten Winkel bildet. Hierauf wird der etwas herausstehende Zapfen des Ankerpfahls in der Mitte bei L gespalten und in denselben ein Keilchen von Eichenholz getrieben, damit der Zapfen die Gestalt eines Schwalbenschwanzes erhalt und das Ablösen des Zugbalkens durch den Keilzapfen derhindert wird. Tafel Die Verbindung des Bollwerkspfahls mit dem Zngbalken geschieht durch ei- Az^s. nen eisernen Ziehhund oder Bügel, (Bügelanker) LU« Figur 18. welcher an Vom Bau der Bollwerke. 2Z an seinen Enden bei Vorspränge erhalt, damit derselbe mit eisernen Kram- rnen, deren Spitzen mit Widerhaken versehen sind, befestigt werden kann. Außerdem muß der Ziehbank noch durch tüchtige ebenfalls mit Widerhaken versehene eiserne Nagel an den Zugbalken befestigt werden und wenigstens drei Fuß lang seyn. Die Ziehbander werden H Zoll stark und etwa 2 Zoll breit gemacht. Wenn gleich die Ziehbander oder Bügel Vorzüge vor den Ankerbslzen (Kopfanker) haben, welche nicht um die Bollwerkspfahle herum gehen, sondern durch dieselben gesteckt und angeschraubt werden, welches die Bollwerkspfahle schwächt, so bedient man sich doch zuweilen derselben, weil man hierdurch den Anker, wenn er nachgelassen hat, wieder anziehen kann. Diese Art die Anker- Laßt bolzen zu befestigen, ist Figur 19 von der Seite und Figur 20 von oben an- Fig.19.-D. zusehen, abgebildet. Noch ist in Absicht der Erdanker überhaupt zu bemerken, daß wenn die Ankerpfahle eingeschlagen sind, die Erde da wo die Zugbalken liegen sollen fest gestampft werden muß. Auch ist sowol für das Lager des Zugbalkens eine einen Fuß dicke Lehmschicht erforderlich, so wie man auch den ganzen Balken und den Kopf des Ankrrpfahls mit einem Lehmschlag von wenigstens einen Fuß Dicke umgeben muß. Eben so wird sämmtliches Hirnholz an der Verankerung Vorher tüchtig mit heißem Theer getränkt. §- HZ- Die vorhin beschriebene Verankerung hat besonders den Nachtheil, daß der Zapfen des Ankerpfahls leicht verfault, weil die Erdfeuchtigkeit von oben durch das Hirnholz des Zapfens eindringt. Dies mehr zu verhindern, kann man einen verborgenen Aeilzapfen anbringen, bei welchem der Ankerbalken nicht durchkocht werden darf. Es wird zuvor an den Ankerpfahl ein 2 bis z Zoll dicker Zapfen LbOH Figur 21. in der ganzen Dicke des Pfahls angeschnitten F,-g. 21. und genau eben so lang gemacht als die Tiefe des Zapfenlochs beträgt. Diese Tiefe wird Z oder Z von der ganzen Starke des Ankerbalkens. Die Weite des Zapfenlochs bei wird genau so groß als die Breite Lb' des Zapfens, und die oberste Weite O 6 um H Zoll weiter. Soll nun der Balken ausgezupft werden, so wird der Zapfen zweimal bei Llb, Lb. behutsam gespalten und auf jede Spalte ein Keil X., L, gesetzt, welcher beinahe eben so lang als der Zapfen und in seinem Rücken Z Zoll stark ist. Wird nun der Balken mit Gewalt aufge- 24 Sechster Abschnitt. XXX. trieben, so muß der Zapfen oben breiter als unten werden und die Gestalt 6VH6 Zig- rr. Figur 22. erhalten. . Diese Verankerungen bleiben aber deshalb mangelhaft, weil ihre Festigkeit vorzüglich von dem schwachen Zapfen des Ankerpfahls abhängt, daher die folgende Verankerung vorzuziehen ist. §. n§. Fig. rz. Anstatt den Ankerbalken 6O Figur 2z. auf dem Ankerpfahl zu befestigen, so werden zwei Ankerpfahle Lib auf beiden Seiten des Balkens eingeschlagen und durch den bei H durchkochten Balken ein z Fuß langer, einen Fuß breiter und 2^ bis z Zoll dicker Ankerkeil getrieben. Die übrige Befestigung ist wie vorher beschrieben worden, und wenn gleich diese Anordnung auf jeden Anker einen Pfahl mehr erfordert als bei der vorigen, so wird doch dadurch ungemein viel an der Festigkeit gewonnen. Will man dieser Verankerung noch eine Verstärkung geben, so kann dies §ig. 24. dadurch geschehen, daß hinter dem Bollwerkspfahl Fig. 24. ein kürzerer Pfahl Id eingerammt wird und vorn Kopf desselben eine Strebe LlVl bis zum Ankerpfahl L angebracht wird. Die Strebe erhält bei L eine Ixlaue oder wird auf den Pfahl kib, aufgeklaut und bei eine Versatzung. Die Klauen Fig. 25. Pflegt man gewöhnlich wie dl 0 ? Fig. 25. auszuarbeiten, allein dies veranlaßt Fig. 26. daß die Streben leicht gesprengt werden. Es ist daher bester wie Figur 26. einen Zapfen stehen zu lassen, welcher etwa den vierten Theil so dick als die Klaue ist. Der Zapfen mit welchem die Strebe in den Ankerbalken verseht wird/ Fig. 27. kann wie Figur 27. ausgearbeitet werden. §- H7- Die Entfernung der Ankerpfahle von den Bollwerkspfahlen muß so bestimmt werden, daß erstere noch in den festen Boden kommen. Zn der Regel kann man annehmen, daß die Ankerpfahle noch um den dritten Theil weiter vorn Bollwerkspfahl abstehen müssen, als die Höhe des Orts, wo der Anker am Boll- Zig. 24. werk befestigt ist, über den äußern Erdboden steht; oder nach Figur 2z. ist 6L eben so groß wie H LO. Ware 6L — 9 Fuß, so wird LO IH 12 Fuß. Der Ankerbalken wird eben so wie die Ankerpfahle von Mittelbauholz genommen. Vom Bau der Bollwerke. 25 men. Seine Lange findet man wenn 4 bis z Fuß, zur Entfernung der Ankerpfahle von den Bollwerkspfahlen hinzu gesetzt werden. Es bleibt nun noch zu bestimmen übrig, in welcher Höhe des Bollwerkspfahls , die Ankerbalken am zweckmäßigsten anzubringen sind. Bei vermehrter Höhe des Bollwerks und der Füllerde, vermehrt sich der horizontale Erddruck nach dem Verhältniß von den Quadraten der Höhe, woraus leicht gefolgert werden kann, daß der Mittelpunkt des Erddrucks gegen eins Wand, bei welcher die dem Erddruck ausgesetzte Flache ein Rechteck bildet, auf dem dritten Theil ihrer Höhe, von unten angerechnet, liegen muß (§. 168). Würde -daher die Wand nicht weiter gehalten und nur in der Mitte der Lange auf den dritten Theil ihrer Höhe horizontal mit einer Kraft welche dem Erddruck gleich ist, gestützt, so ist sie dadurch gegen das Umwerfen gesichert. Wollte man aber hieraus schließen, daß bei den Bollwerken die Anker auf den dritten Theil der Höhe angebracht werden müßten, so ist dieser Schluß nur dann richtig, wenn die Bollwerkspfahle unterhalb nicht befestiget sind. Bei den vorhin beschriebenen Taftl Bollwerken ist aber der Punkt 8 Figur 2g. als hinlänglich befestiget anzusehen zig. rz und es kommt daher vielmehr darauf an, den Punkt 6 so zu bestimmen, daß der Erddruck welcher von ^ bis 6 entstehet, eben so viel Gewalt zum Zerbrechen des Pfahls bei 6 ausübt, als der Erddruck von 6 bis 8 zum Zerbrechen des Pfahls zwischen 6 und 8. Nun wird bewiesen, wenn der Ankerbalken 6O in der Mitte des Pfahls -^8 in 6 angebracht wird, daß alsdann, wenn die von bis 8 befindliche Füllerde im Stande wäre, den Pfahl zu zerbrechen, dies auch von der zwischen 68 befindlichen Füllerde, in Absicht des Theils 86 vom Bollwerkspfahl gelten würde (§. 195.); dagegen wird, wenn der Punkt 6 höher als auf der Hälfte von ^.8 angenommen wird, die zwischen 86 befindliche Erde, den Pfahl von 8 bis 6 leichter zum Ausweichen bringen oder zerbrechen, als die von tL bis 6 befindliche Erde dies am obern Theil ^.6 des Pfahls bewirken kann, vorausgesetzt, daß der Anker übrigens gehörig fest sei. Es folgt also hieraus, daß bei durchgängig gleich starken Bollwerkspfahlen, der Ankerbalken in der Mitte des Bollrverkspfahls anzubrim gen ist, wenn dadurch der Bollwerkspfahl eine solche Befestigung erhalten soll, daß er mit gleicher Kraft sowol über als unter dem Ankerbalken, dem Erd- druck Widerstand leisten kann. Oft findet man, daß die Ankerbalken auf S der Höhe des Bollwerkspfahls, von unten an gerechnet, befestigt sind. Dies laßt sich dadurch rechtfertigen, Drittes Heft. D weil 26 Sechster Abschnitt. baß man alsdann leichter zum Anker kommen kann und daß der ganze Anker Ln diesem Falle weniger Erddruck auszuhalten hat. Dagegen ist alsdann auch der Theil L6 mehr als dem Ausweichen ausgesetzt. §. n8. Wird vorausgesetzt, daß die Bollwerkspfahle durchgängig 4 Fuß von einander entfernt sind und die Bollwerkshöhe io bis 12 Fuß betragt, so darf in der Regel nur alle 12 bis 16 Fuß, also auf jeden 4WN oder zten Bollwerkspfahl, ein Anker kommen; bei einer Höhe von 12 Fuß, wird auf jeden 4ten Pfahl ein Anker gerechnet; bei 14 Fuß Höhe auf jeden dritten Pfahl und bei 16 Fuß Höhe wird auf jeden zweiten Pfahl oder alle 8 Fuß ein Anker erfordert. Daß übrigens der größere Erddruck, die Güte und Starke des Holzes, hier einige Ausnahmen machen, ist einleuchtend, so wie es auch nothwendig ist, in denjenigen Fallen, wo die Anker nicht nahe zusammen kommen, den Bekleidungsbohlen etwas mehr Starke zu geben. Auch kommt den Bollwerken öfters der Gegendruck des davor stehenden Wassers zu Hülfe, es ist aber anzurathen, hierauf nicht zu rechnen, weil theils der Wasserstand veränderlich seyn kann und auch die am Wasser stehenden Bollwerke mancherlei Zufallen und Beschädigungen ausgesetzt sind. Tafel xxx. Fig. 28 §. 119. Es giebt noch eine Art die Vollwerkspfähle zu verankern, welche in Holzreichen Gegenden deshalb weniger kostbar ist, weil dabei die eisernen Ziehbän- der und Krammen erspart werden können. Bei ^ Figur 28. sei der Bollwerkspfahl von oben anzusehen welcher verankert werden soll und L der dazu gehörige Ankerpfahl, so werden auf beiden Seiten dieser Pfahle Ankerbalken LO und lrk gelegt, welche bei A und V an die Pfahle angeblattet und mit Nagel tüchtig befestiget werden. Eine andere Art wie dergleichen Anker ohne eiserne Ziehbander verfertigt Fig.2y.Zv. werden, ist nachstehende. Neben den Bsllwerkspfählen ^>^,, Figur 29 und go werden Ankerbalken L6 und VL gestrekt, welche bei an die Bollwerkspfahle angeblattet, am hintersten Ende aber auf die Attkerschwelle 86, welche hinter den Ankerpfählen Ich Ich H liegt, aufgekämmt werden. Borden Bollwerks- pfahlen müssen die Ankerbalken bei 8 und 6 etwa 2 Fuß vorstehen, damit darauf ein Ankerricgel L6 unmittelbar an den Bollwerkspfählen aufgekämmt wer- Vorn Bau der Bollwerke. 27 ^ XXX. werden kann. Figur zi. stellt die Vorderansicht dieser Verankerung vor, welche Fiz. Zi. auch in Silberschlags Hydrotechnik i Theil S. Z04. und in dessen Abhandlung vorn Wasserbau an Strömen, S. 70. beschrieben ist. Die beiden hier beschriebenen Verankerungen sind deshalb wenig brauchbar, weil beim Werfen des Holzes, die aufgeblatteten und aufgekämmten Ankerbalken leicht die Kamme verlassen, besonders aber, weil die Köpfe LO der Ankerbalken, welche aus der Bekleidung beinahe z Fuß hervor stehen, sehr leicht verwittern und durch das Eindringen der Feuchtigkeit in das hervorstehende Hirnholz so nnorsch werden, daß sie die Bollwerkspfahle nicht mehr halten können. Endlich sind sie in den Fallen ganz unanwendbar, wenn die Bollwerke am Wasser stehen und dem Eisgange auögeseht sind, weil alsdann die Köpfe, 8D abgestoßen werden. Auch lassen sie sich bei Schleusenwänden nicht anwenden, weil sie den Schiffen hinderlich sind und sie am Steigen hindern. tz. I2O. So lange die Bollwerke keine größere Höhe als 16 bis 18 Fuß erreichen, ist eine Reihe Anker, welche in der Mitte der Bollwerkspfahle angebracht werden, zureichend. Bei größer,» Höhen »nässen zwei Reihen Anker so angeordL net werden, daß die erste Reihe Ankerbalken, die Bollwerkspfähle auf dem ersten Drittel ihrer Höhe trift, die zweite Reihe aber, auf zwei Drittel dieser Höhe an den Pfählen befestiget wird (§. 196.), weil nur unter diesen Umständen die §. 117. gemachten Bedingungen erfüllt werden. Die Anker werden eben so gelegt wie solches §. n6. beschrieben ist, nur daß man den untersten Ankerbalken LO Figur Z2. nicht so lang machen darf, §ig. als den obersten ^.8. Auch wird bei einer Höhe des Bollwerks von 18 Fuß und drüber erfordert, daß zu den Bollwerkspfählen stark Bauholz genommen wird, wogegen zu den Ankerbalken und Ankerpfahlen Mittelbauholz zureichend ist. Man pflegt sich der Figur Z2 abgebildeten Verankerung nur dann zu bedienen, wenn nicht beide Anker an einerlei Bollwerkspfahl angebracht werden. Sollten beide Anker an einerlei Bollwerkspfahl kommen, so läßt sich nach Fi- Träfet gur zz. dadurch eine weit stärkere Befestigung bewirken, daß beide Ankerbalken Fig. zz. ss.8, 6V, an einerlei Ankerpfahl Lk befestiget, und durch die auf dem Pfahl UH aufgeklaute Strebe 6ki in unverräckter Lage erhalten werden. Uebrigens ist hier, eben so wie bei der einfachen Verankerung, erforderlich, daß D.2 wenn «ES 28 Sechster Abschnitt. wenn die Höhe der Fällerde größer wird, auch die Anker näher neben einander angebracht werden müssen. §. I2L. Wegen der beträchtlichen Kosten welche die Verankerung jedes einzelnen Pfahls erfordern, kann man sich begnügen jeden vierten oder fünften Pfahl zu TaA ankern, wenn man hinter den Bollwerkspfählen auf die Ankcrbalken, Ankerrie- >g. 34 . gel I^> Fig. Z4> legt, welche an jeden einzelnen Bollwerkspfahl durch einen ei- Zig. S5- fernen Schraubenbolzen mit Mutter und Scheibe befestiget werden, wie Figur zz. Zu diesen Ankerriegeln muß das beste Holz ausgesucht werden. Auch könnte man sie, zur Ersparnng des Schraubenbolzens an den geankerten Bollwerkspfah- len, mittelbar zwischen diese und den Kopf des Ankerbalkens legen; hiedurch wird aber der Riegel geschwächt, weil er zweimal durchkocht werden muß um den Ankerbügel durchzustecken, oder weil man den Ankerbügel kröpfen oder biegen müßte, um dies zu vermeiden. Man kann aber auch den Bolzen an den geankerten Bollwerkspfählen ganz weglassen, weil derselbe sehr wohl entbehrt werden kann. Die perspektivische Ansicht eines solchen noch nicht mit Fällerde versehenen Fig. 36. und grdßtentheils unbekleideten Bollwerks, findet man Figur z6. und es ist nur noch in Absicht der Ankerriegel und Bollwerkspfahle zu bemerken, daß da wo diese zusammen treffen, kein Holz ausgcstämmt werden darf, um solche etwa aufeinander zu blatten, weil dadurch die Riegel und Pfahle ohne Noth geschwächt werden. Noch andere Bollwerke oder Ka/en, welche von den hier beschriebenen in vielen Stücken sehr verschieden sind, und als Hafenwande gebraucht werden, gehören in, die Abhandlung vom Hafenbaue, wo von diesen Bollwerken die Rede seyn wird. Dahin gehört auch das Aufpfropfen der Bollwerke auf Schwellen, wovon aber in den meisten Fällen nicht viel zu halten ist. §. 122 . Die Veranschlagung eines Bollwerks erfordert, daß auf die Fortschaffung der Erde, so weit sie beim Bau hinderlich ist Rücksicht genommen wird, sowie auch die Wiederausfüllung und die Bekleidung der Bohlen und Anker mit Lehm in Rechnung gebracht werden muß. Es ist schon angeführt, daß zu den Bollwerkspfählen, so wie zu den Anker- Vorn Bau der Bollwerke. 29 kcrpfahlen, Ankerbalken und Streben, Mittelholz genommen wird und nur bei sehr hoher Füllcrde nimmt man zu den Bollwerkspfählen starkes Bauholz. Die Holme werden jedesmal aus starkem Bauholze verfertiget und es ist leicht, so bald nur die Lange der Pfahle, Holme und Anker bekannt ist, danach die erforderliche Anzahl von Bauhölzer zu bestimmen. Zur Bekleidung der Bollwerkspfähle werden z oder Wollige Bohlen, auch wohl einmal getrenntes Mittelholz genommen. Die Bohlen schneidet man aus Sageblöcken und rechnet daß ein 24 Fuß langer und am Zopf 14 Zoll starker Sageblock 4 dreizöllige oder z vierzöllige Bohlen giebt und daß mit einer jeden dieser Bohlen, 20 Quadratfuß bekleidet werden können. Die Bügel oder Ziehbander und Bolzen zur Verankerung werden aus geschmiedetem Eisen verfertigt. Man rechnet das Gewicht eines Ziehbandes mit beiden Krammen und den Nägeln auf 18 bis 20 Pfund, so wie das Gewicht eines Ankerbolzcns mit Scheibe und Mutter auf 12 bis 14 Pfund, und bezahlt gewöhnlich das Pfund mit z Gr. Beim Baue der hölzernen -Schleusen kommen Anschläge von hohen Bollwerken mit Verankerungen vor, daher hier nur ein Anschlag von einem 7 Fuß hohen Bollwerke beigefügt ist. Anschlag von dem Arbeitslöhne und den Materialien zur Verfertigung eines 40 Fuß langen und 7 Fuß hohen Bollwerks. Arbeitslohn. I. Dem Zimmermann. Rthlr. !Gr.!Pf.Mthlr.IGr.!Pf. I Stück stark Bauholz zu stammen, zöpfen und rein zu beschlagen — 12 — 5 Stück Mittelbanholz zu stammen und zöpfen ä 2 Gr. — IO — 4 Stück Sägeblöcke zu stammen und zöpfen ä z Gr. 12 10 Stück Bollwerkspfahle, 17 Fuß laug, zu schnei- den, zu spihen, unter die Ramme zu bringen, 8 bis 9 Fuß rief einzurammen, auch jeden Pfahl 7 Fuß lang zu beschlagen ä 2 Rthlr. 20 -I b.Ltusj 21 jich— j zo Sechster Abschnitt. Mhlr.iGr.>Yf.zRthlr.>Gr.!Pf. 40 Z20 Iransport Fuß Holm zu bearbeiten-, zu lochen, abzuwassern, Zapfen an die Bollwerkspfahle zu schneiden, den Holm aufzubringen und zu befestigen ä 2 Gr. HFuß dreizöllige Bohlen auf 40 Fuß Lange und 8 F"ß Höhe, zu säumen, anzupassen und mi hölzernen Nageln an die Bollwerkspfahle zu befestigen n z Pf. Für Herbeischaffung, Zurücksendung nnd Unterhaltung der Ramme, in Tauen, Leinen, Schmie- 21 3 3 IO 8 8 — - re rc. und für Verfertigung und Haltung der erforderlichen. Gerüste beim Einrammen 16 — - - Summa dem Zimmermann 44 2 — II. Dem Holzschneider. 4 Stück Sageblöcke zu vreizölligen Bohlen zu schneiden . . . L 1 Rthlr> 4 — _ .Summa dem Holzschneider 4 — —> III. Erdarbeic. Z2 Schachtrukhen Erde aufzugraben und abzusehen ä 10 Gr. 21 16 Nach vollendeter Arbeit diese Erde wieder zur 2? Ausfüllung zu verwenden und mit der Handramme fest zu stampfen Fuhren Lehm n 12 Kubikfuß, auszugraben, anzufahren und damit die Bohlen zu hinterfuttern ü io Gr. 21 ii 16 6 — Summa für Erdarbeit Z 4 14 — IV. Dem Steinsetzer. Auf 2 Ruthen breit längs dem Bollwerke ein 6^ Steinpflaster mit einer Rinne zu verfertigen, sind lüRuthen - . ä iZ Gr. 4 4 — Summa dem Steinsetzer ! 4 4 I ^atuss- j —§— ^ io6l2Ol — ck'rans^ort Vom Bau der Bollwerke. zr Rthlr. I Gr. > P f.z Rthlr.! Gr. I Pf. Drsnsxort — — — 106 20 — > L. Materialien Zu einem 40 Fuß langen Holm: I Stück starkes (kiefernes) Bauholz, 44 Fuß lang, 12 Zoll am Zopf stark, anzukaufen — — bis zur Banstelle anzufahren . - Zu iO Stück Bollwerkspfählen: 2 8 5 Stück Mittelbauholz, z6 Fuß lang, 9 Zoll am Zopf stark, anzukaufen . a 2 Rthlr. IO — anzufahren . L i Rthlr. 20 Gr. Zu Z20 ÜH^uß zzölligen Bohlen, jede zu 2O 9 4 LlFuß gerechnet, und auf jeden Block 4 Bohlen, dazu 4 Stück Sägeblöcke, 24 Fuß lang, 14 Zoll am Zopf stark, anzukaufen . L 2 Rthlr. 8 — anzufahren . ä 1 Rchlr. 18 Gr. Zu 6^ lURuthen Steinpflaster, auf jede ^ Schacht- 7 ruthen Feldsteine, also 4 ; Schachtruthen Feldsteine mit Anführe a 6 Rthlr. Auf jede LD Ruthe Steinpflaster -§ Schachtruthe 27 Sand, daher 32 Fuhren Sand L io Kubikfuß anzufahren, » z Gr. IO 16 — 460 LDFuß das ganze Bollwerk auf der Außenseite zu theeren iucl. Materialien ä 6 Pf. 9 14 — Summa für Materialien j 86! 18 — Lumina sunirnarum^— j § j 19^14!— ' Vom Bau der Futtermanern. H. I2Z. Die Steine deren mein sich zum Bau der Futrermauecn oder steinernen Vorsehen bedient, mästen die Eigenschaft haben, daß sie vom Wasser und Frost nicht Sechster Abschnitt. Z2 nicht viel leiden, weil sonst an keine ch altbarkeit der Mauer zu denken ist. Auch darf bei Futtermauern nur dann Holz angewandt werden, wenn dasselbe beständig unter dem Wasser bleibt, weil ihm alsdann eben die Dauer wie den Steinen zugeschrieben werden kann. Wegen des wichtigen Einflusses den die sorgfältige Auswahl und Zubereitung der Materialien und des Mörtels auf die Tüchtigkeit einer Futtermauer haben, wird es daher nothwendig daß zuvor die verschiedenen Materialien und Mörtel naher untersucht werden, ehe von der Anlage der Futtermauern die Rede seyn kann. Die verschiedenen Steine deren man sich zu den Futtermanern bedient sind Feldsteine, Werkstücke oder Quadern, Bruchsteine von unregelmäßiger Gestalt und gebrannte Ziegel oder Klinker. §. 124. Die Feldsteine sind von unregelmäßiger Gestalt und sehr verschiedener Größe; sie werden einzeln auch nesterweise, theils auf dem Felde, theils in der Erde gefunden. So sehr sie ihre vorzügliche Härte zu Bausteinen empfiehlt, so nachteilig ist ihre größtentheils runde Gestalt, welche einen tüchtigen Verband verhindert und eben diese Härte macht es sehr schwierig sie als lagerhafte Bausteine zu bearbeiten- Ob man gleich bei mehrern alten Kirchen und auch bei neuern Plinthen quaderförmig behauene Feldsteine findet, so wird doch ihre Anwendung zu kostbar, als daß man Hoffnung hätte, große Futtermauern damit auszuführen. Dagegen können die Feldsteine mit vielem Vortheil zur Hinter, maurung der Futtermauern dienen und wenn sie vorher mit Pulver gesprengt sind, so erhalten sie dadurch grade Flachen, wodurch sie selbst zur Aufführung beträchtlich hoher Mauern geschickt werden. Will man eine Mauer ganz von gesprengten Feldsteinen aufführen, so müssen die großen Kalkfugen möglichst vermieden und alle Zwischenräume finit klein gespaltenen Feldsteinen fleißig ausgefüllt werden. Wie die Steine unter dem Wasser zu sprengen sind, ist im ersten Hefte §. 4z. gelehrt worden. Weniger Umstände macht das Sprengen der Feldsteine auf dem Lande, daher die Beschreibung desselben hier Übergängen werden kann. Umständliche Nachricht hierüber findet man in Gilly's Handbuch der Landbaukunst 1 Theil Seite 17 u. f. Kleine Feldsteine werden mit einem Possekel zer- schla- Vsm Bau der Futtermauern. zz schlagen und lassen sich leichter trennen, wenn man sie auf ein elastisches Unterlager, etwa von Strauch legt. Niedrige Futtermauern welche nicht dem Eisgange ausgesetzt sind, werden auch von Feldsteinen ausgeführt, bei welchen Moos statt des Mörtels gebraucht wird. Die Feldsteine veranschlagt man gewöhnlich nach Schachtruthen zu 144 Kubikfuß. In Preußen rechnet man nach Achtel von 216 Kubikfuß, welches der achte Theil einer Kubikruthe ist, und in Berlin nach Kummen, von 16 Kubikfuß. Nach der verschiedenen Weite welche die Feldsteine zu fahren sind, müssen sie theurer bezahlt werden; gegenwärtig kostet die Schachtruthe in Berlin 7 bis 8 Thlr. Auf z Schachtruthen Mauerwerk, werden 4 Schachtruthen Feldsteine gerechnet. §. 125- Unter Bruchsteine werden hier solche Steine verstanden, welche im Steinbruche schon so brechen oder geschossen werden, daß sie eine unregelmäßige Gestalt erhalten und nicht als Quader bearbeitet vorkommen. Ausser mclirern Steinbrüchen von verschiedener Gattung an der Elbe und Weser, ist der reichhaltige vier Meilen von Berlin bei Rüdersdorf befindliche Kalkstein- bruch sehr merkwürdig, aus welchem die Bruchsteine für die hiesige Gegend benutzt werden. Wegen ihrer zum Theil parallelen Flachen, sind die rüdersdorfer Kalksteine besonders beim Bau der Futtermauern deshalb Vortheilhaft, weil sie einen guten Verband geben und sich ohne Meißel, allein mit dem Hammer bearbeiten lassen, um an der Vorderseite einer Mauer benutzt zu werden. Diese Steine haben aber bei weitem nicht die Festigkeit der rothenburger Sandsteine, weil sie leicht durch den Frost verwittern. An der Außenseite solcher Futtermauern welche der Nasse ausgesetzt sind, können sie daher nicht angewandt werden; weil aber die Kalksteine von blauer Farbe weniger Kalkerde, aber mehr Kiesel und Thonerde als die übrigen enthalten und der Erfahrung gemäß weniger vom Frost leiden, so verdienen solche an der Vorderseite bei Futtermauern welche der Nässe nicht sehr ausgesetzt sind, den Vorzug. Man kann die Kalksteine aber eben so und in einem weit bessern Verbände, wie die Feldsteine bei Futtermauern welche der Nässe ausgesetzt sind, zum Hintermauern der Werkstücke verbrauchen, besonders wenn die Kosten für eine Schachtruthe geringer als bei den Feldsteinen ausfallen. Nach ihrer verschiedenen Größe, theilt man die rüdersdorfer Kalksteine in Dritter Heft. E ordi- Sechster Abschnitt. Z4 ordinäre und große ein. Sie werden nach Prahmen von zoo Kubikfuß berechnet und in den Bergen kostet der Prahm ordinäre Steine 6 Thlr. 17! Gr., große Steine 7 Thlr. 4 Gr. Zu königlichen und andern Bauen fällt dieser Preiß geringer aus, wenn eine besondere Anweisung ertheilt wird. Ueber den Kalksteinbruch bei Rüderödorf findet man Nachricht; in v. d. Hagen Beschreibung der Kalkstein-Brüche bei Rüdersdorf, Berlin 178Z. §. 126. Die VQerkstücke oder (Quadern (8ax» gurrst». cks e-r/Z/s) deren man sich zur äußern Bekleidung der Futtermauern bedient, müssen von vorzüglicher Härte seyn und wenn sie der Nässe ausgesetzt werden nicht verwittern. Die bei uns vorzüglich zum Wasserbau brauchbare Werkstücke bestehen aus Sandsteinen, welche im Herzogthum Magdeburg und der Grafschaft Maus- feld, besonders aber bei Rothenburg an der Saale gebrochen und von der Saale nach der Elbe, Havel, Spree, Oder und Weichsel verschifft werden. Der Hauptbestandteil des Sandsteins ist Quarz und man sieht es als ein Kennzeichen der Festigkeit dieser'Steine an, wenn die einzelnen hervor stehenden Quarz- körner, sehr fest sitzen und nicht leicht vom Steine getrennt werden können, so wie auch ein fester Sandstein wenn mit dem Hammer darauf geschlagen wird, keinen dumpfen Ton, sondern einen hellen Klang geben und der Hammer leicht abspringen muß. Beim Bearbeiten des Steins müssen die Abgänge aus scharfkantigen Stücken und nicht aus Sand bestehen. Eben so muß der Sandstein kein Wasser einziehen und es ist gut denselben vor dem Gebrauch bei Wasser- Lauen, während eines Winters, der Witterung auszusetzen. Das Bindungsmittel des rothenburger Sandsteins ist größtentheils eisenschüssiger Thon. Die rothbrauen Steine enthalten viel Glimmer, färben wegen des thonigten Bindemittels stark ab, haben ein ungleichförmiges Korn und sind weniger dauerhaft, besonders gegen die Einwirkung des Frostes nach vorhergegangener Nässe, wogegen die mehr rothen Steine, von gleichförmigerem Korn und weit dauerhafter sind. Die Werkstücke werden im Steinbruche nur rauh behauen und nachher vom Steinmetz zu den verschiedenen Zwecken genau bearbeitet. Die rothenburger Sandsteine, von welchen der Kubikfuß eines Blocks nach Verhältniß seiner Größe theurer wird, kosten in Berlin wenn der Block zwischen 1 und go Kubikfuß groß ist, jeder Kubikfuß 11 Groschen; zwischen zo und 40 Kubikfuß, 12 Groschen; zwischen 40 und 50 Kubikfuß iz Groschen Vorn Bau der Futtermauern. z; scheu und für jede folgende 10 Kubikfuß, wird jedesmal auf den Kubikfuß ein Groschen zugelegt. Man rechnet daß wenn ein Stein nach graben Flachen durch den Steinmetz bearbeitet werden soll, im Durchschnitt ein Zoll Dicke von dem rauhen Steine für jede bearbeitete Fjache abgehet, welches man den Arbeitszoll nennt, der jedesmal, wenn die Größe des bearbeiteten Steins bekannt ist, zugelegt werden muß, um die Größe des rauhen Steins zu finden. Hienach wird zu einem Quader, welcher von allen sechs' Seiten bearbeitet g Fuß 6 Zoll lang, 2 Fuß 4 Zoll breit und 2 Fuß hoch seyn soll, ein rauher Block von z Fuß 8 Zoll Lange, 2 Fuß 6 Zoll Breite und 2 Fuß 2 Zoll Höhe erfordert. §. 127. Die Kostbarkeit der Werkstücke und der Mangel an hinlänglich dauerhaften Bruchsteinen machen es nothwendig auf ein künstliches Matertal zu denken, welches eben die Dauer hat wie die Werkstücke und minder kostbar ist. Gut gebrannte Ziegel oder Ickmker (Bellas. wenn bei ihrer Bearbeitung alle erforderliche Sorgfalt angewandt wird, können den Mangel an Werkstücken ersetzen, so bald nur die vorspringenden Ecken bei einer Fnttermauer mit Werkstücken ausgesetzt werden. Weil aber diese Ziegel der Nasse und dem Froste widerstehen müssen, so erfordert ihre Bereitung noch weit mehr Sorgfalt als gewöhnlich zu den Ziegeln, welche man zu Landgebäuden braucht, angewandt wird. Es ist daher in den meisten Fallen sehr Vortheilhaft, wenn eine bedeutende Menge von Ziegeln zu Futtermauern oder beim Schleusenbaue erfordert werden, daß die Ziegel nicht von Entrepreneurs geliefert, sondern auf eigenen dazu angelegten Ziegeleien, unter der nöthigen Aufsicht bereitet werden, weil alsdann die Vortheile, welche der .Entrepreneur erhält, auf die Güte der Ziegel verwandt werden können. .Das Material zu den Ziegeln oder der Lehm, ist eine gemischte Erdart, und man kann rechnen daß der fette Lehm, ungefähr die Hälfte seines Gewichts reine Thonerde enthält; die übrigen Beimischungen bestehen größtentheils aus Sand, Abgängen von Steinen, verwittertem Gneis, Quarz, Glimmer u. d. gl. Der Lehm zu den Ziegeln oder das Ziegelgm muß nicht zu mager seyn oder zu viele Sand- und Erdtheile enthalten, wogegen der reine Thon eben so wenig zu den Ziegeln brauchbar ist, wenn er nicht vorher mit Sand vermischt worden. Auch ist derjenige Lehm unbrauchbar, welcher Kalk- oder Mer- E 2 gel- zä Sechster Abschnitt. geltheile enthalt, weil solche beim Brennen in lebendigen Kalk verwandelt werden und den Stein wenn er naß wird zersprengen. Es ist sehr mißlich ein bestimmtes Kennzeichen von der Güte des Lehms zu Ziegeln anzugeben, und der sicherste Weg zur Prüfung der Ziegelerde ist der, daß man einige Ziegel formen und in einem benachbarten Ofen brennen laßt, um über das Verhalten des Ziegelguts zu urtheilen. Das Reinigen der Ziegelerde von den beigemischten Kalk- und Kieselsteinen, wodurch zugleich eine gleichförmige Vertheilung der ganzen Masse bewirkt wird, geschieht durch das Einsumpfen in einem Sumpfkasten, welchen man dadurch erhalt, daß auf ebener Erde, Bretter neben einander gelegt werden, um welche eine etwa ein Fuß hohe Einfassung von Brettern gemacht wird. In diesen Kasten wird der unreine Lehm gebracht, mit Wasser angefeuchtet und durch Menschen zertreten, welche zugleich alle in demselben befindlichen Steine auslesen müssen. Hat sich der gereinigte Lehm gesetzt, so wird das überflüssige Wasser durch eine in der Seite des Sumpfkastens befindliche kleine Schutzöffnung abgelassen, und wenn der Lehm wegen zu großer Fettigkeit oder Geilheit noch einen Zusatz an reinem Sande erhalten soll, dieser und auch wohl Steinkohlenasche beigemischt, alles gut so lange untereinander gear Leitet, bis man von der zulänglich gleichförmigen Vermischung überzeugt ist. Das Streichen, Trocknen und Brennen der Ziegel, kann hier um so mehr Übergängen werden, da diese Geschäfte in den meisten Schriften über die Baukunst umständlich auseinander gesetzt sind, nur ist zu bemerken, daß die Ziegelformen in dem Verhältniß größer gemacht werden müssen, als die Ziegel beim Brennen schwinden. Der fette Lehm welchen man gern zu den Wasserziegeln nimmt, giebt beim Brennen den Steinen gewöhnlich eine so glatte Oberfläche, daß sie sich nicht gut mit dem Mörtel verbinden, weswegen die Ziegel beim Streichen, auf ihrer Oberfläche einen geringen Zusatz von Sand erhalten, wodurch zugleich beim Trocknen der Vortheil entsteht, daß die Ziegel nicht so leicht aufreißen. Die beste Zeit zum Streichen find die Sommermonate. Damit die Ziegel nicht zu spröde werden, auch sich beim Brennen nicht werfen muß der rohe Ziegel so viel wie möglich ausgetrocknet seyn, ehe er in den Ofen gekarrt werden kann; eben so darf das ununterbrochene Feuer anfänglich nur mäßig seyn, bis die Ziegel durchgängig erhitzt sind, da man denn das Feuer verstärken kann. Ein trocknes Brennmaterial ist hicbei ein vorzügliches Erfordernis Nach der Größe des Ziegelofens und der Trockenheit der Steine, dauert die Brennzeit etwa 4 bis 8 Tage. Daß nach vollendetem Brande alle Oef- Vom Bau der Futtermauern. Z7 Oefnungen des Ziegelofens sorgfältig verschlossen und die Ziegel nicht eher als bis sie allmahlig abgekühlt sind herausgekarrt werden dürfen, ist eine bekannte Vorschrift, die aber zu Erhaltung guter Steine nicht unterlassen werden darf. Weil sehr viel darauf ankommt, daß die gebrannten Ziegel nicht unregelmäßig oder schief ausfallen, so müssen solche beim Trocknen fleißig umgekehrt werden, damit der Lehm gleichförmig schwinde, so wie auch der Lehm zum Streichen nicht zu naß seyn darf, weil sonst der Ziegel beim Trocknen Risse erhält. Die sichersten Kennzeichen von der Güte eines Ziegels bestehen darin, daß er einen Winter der Nasse und dem Froste ausgesetzt, seine Festigkeit behält, nur so viel Wasser einzieht als zur Verbindung mit dem Mörtel erfordert wird, einen hellen Klang beim Anschlagen giebt und im Bruche keine ungleichförmige Mischung der Ziegelmasse oder einzelne Steinchen sichtbar werden. Ziegel welche kein Wasser einziehen taugen zum Vermauern nichts, weil sich der Mörtel nicht gut mit denselben verbindet. §. 128. Damit die zum Wasserbau erforderlichen Ziegel recht gut ausgebrannt werden, gibt man ihnen keine zu große Ausdehnung, und es ist be: der Bestimmung ihrer Größe darauf zu sehen, daß man beim Mauern einen guten Verband halten kann, weshalb nicht wie es noch oft der Fall ist, die Breite des Ziegels halb so groß als die Länge und die Dicke halb so groß als die Breite seyn darf. Dieses Verhältniß der Abmessungen wäre ganz richtig, wenn die Ziegel in der Mauer unmittelbar ohne Zwischenräume neben einander gesetzt werden könnten; weil aber zum richtigen Verband erfordert wird, daß die gan- AA, ze Länge eines Ziegels ^ Figur Z 7 . genau eben so groß ist, als die Breite 8 >g-37» zweier Ziegel 8 und 6 nebst der zwischen beiden befindlichen Fuge (isunemra. /mA/) für den Mörtel, so muß man, wenn die Länge eines Ziegels nebst der Dicke der Kalkfuge gegeben ist, die Breite dadurch bestimmen, daß die Dicke der Kalkfuge von der Länge des Ziegels abgezogen und von dem Ueberrest die Hälfte genommen wird. Auf eine ähnliche Art könnte man die Dicke der Ziegel bestimmen, wenn es darauf ankommt, daß ein Ziegel auf die hohe Kante gesetzt, wie O, mit der Dicke zweier Ziegel einen Verband geben soll. Dieser Fall ist indessen weit seltner und man kann sich begnügen, wenn die Ziegel nur die z8 Sechster Abschnitt. die erforderliche Breite erhalten, wogegen die Dicke so anzunehmen ist, daß sie noch gut ausgebrannt werden können. Bei den Landbauen fallt gewöhnlich die Dicke der Kalkfuge ^ bis ^ Zoll stark aus; beim Bau der Futtermauern aber, welche mit dem größten Fleiß ausgeführt werden mästen, ist anzurathen die Steine so dicht zu sehen, daß die Kalkfuge nicht stärker als H Zoll wird; dies gibt bei einem 9H Zoll langen Ziegel, die Breite desselben 4Z Zoll, weil 4^ -f- -j- K in 9H ist. Eben so fände man für die Dicke des Ziegels 2^ Zoll, wofür aber 2^ Zoll angenommen werden können. Die Klinker an den Schleusenmauern des Bromberger Kanals, sind 8Z Zoll lang, 4^ Zoll breit und 2^ Zoll dick. Soll der gebrannte Ziegel diese Abmessungen erhalten, so muß hienach die Ziegelform in dem Verhältniß vergrößert werden, als der Lehm beim Brennen schwindet, welches nur durch Versuche auSgemittelt werden kann. Beim Auskarren der gebrannten Ziegel aus dem Ofen ist eine sorgfältige Auswahl derselben nöthig, indem man sie den Ausschuß abgerechnet, in zwei oder drei Klassen eintheilt und jede besonders aufsehen laßt. Zur ersten Klasse wer- den diejenigen Ziegel gerechnet, welche mit einem Theil ihrer Seitenfläche unmittelbar an die Außenseite der Mauer kommen, wozu nur die ganz tadellosen und allervorzüglichsten Steine genommen werden dürfen. Zur zweiten und dritten Klasse kommen die übrigen Steine, nach den verschiedenen Graden ihrer Güte, welche zu dem Innern der Mauer, zu den Fußbänken, Strebepfeilern u d. gl. verwandt werden. Man kann rechnen daß bei der eignen Bereitung das Tausend Ziegel zu verfertigen mit aller Arbeit etwa z bis 4 Rthlr. kostet, wobei aber das dazu erforderliche iH Klafter kiefern Holz, welches mit den Zwischenräumen izzKu- bikfuß hält, nicht mit gerechnet ist. Um die Anzahl der Steine zu finden, welche auf jeden Kubikfuß oder auf jede Schachtruthe Mauerwerk erfordert werden, darf man nur mit dem Inhalt des Steins, wenn vorher einer jeden seiner Dimensionen, die Dicke der Kalkfuge zugerechnet ist, in 1728 dividiren, so erhält man die Zahl der Steine auf jeden Kubikfuß, und wenn dieser Quotient mit 144 multiplizirt wird, so gibt dies die auf jede Schachtruthe erforderlichen Steine. Z. B. Ein 8s Zoll langer, 4H Zoll breiter und 25 dicker Stein wird mit Jnbegrif der Kalkfugen 9 Zoll lang 4^ Zoll breit, 2Z Zoll dick, dieses gibt für den körperlichen Inhalt niA, daher werden-- m Steine auf je- den Vom Bau der Futtermauern. zz den Kubikfuß, oder X 144 H 22z i Steine auf jede Schachtruche Mauer ohne Bruch oder Abgang erfordert. §. 129. Bei aller Sorgfalt welche auf die gute Auswahl der Steine verwandt seyn kann, wird man sich doch nicht schmeicheln können eine tüchtige Futter- mauer zu erhalten, wenn nicht das Material zum Mörtel mit der größten Aufmerksamkeit ausgewählt und zubereitet wird. . Der Hauptbestandtheil eines jeden Mörtels ist Kalk, welcher entweder mit Sand oder einem andern Zusah vermischt und dann gewöhnlich Cement genannt wird. Der gemeine Mörtel welchen man aus gebranntem Kalk und Sand bereitet, erhalt unter Beobachtung aller erforderlichen Vorsicht eine solche Festigkeit, daß man sich des Cements nur an dem Vordertheil der Mauern bedienen darf, so weit sie vom Wasser bespült werden, und weil die Futtermauern keinen Ue- berzug oder Abputz von Mörtel erhalten, so werden alsdann nur die Fugen der Steine, welche der Witterung ausgesetzt sind, mit Cement verstrichen. Um aber die Zubereitung des Mörtels richtig zu beurtheilen, muß man mit der Natur des Kalks näher bekannt seyn, weil sich alsdann die nöthigen Folgerungen leicht ableiten lassen. Der rohe Aalkstein (Lederkalk, Bitterkalk) wie er aus den Steinbrüchen kommt, enthält wenn er rein ist weiter keine Bestandtheile als Kalkerde, Kohlensäure *) und Wasser, wie dies beim carrarischen Marmor und Kalkspath der Fall ist. Je mehr fremde Stoffe, als Thonerde, Kieselerde, Eisen u. d. gl. dem Kalkstein beigemischt sind, desto weniger ist derselbe rein, dabei ist aber zum Gebrauch als Kalkmörtel das Eisen und die Kieselerde, wenn die Quantität nicht zu groß ist, ohne Nachtheil, wogegen zu viel Thonerde, wie beim Mergelkalk, sehr schädlich wird, weil der Mörtel alsdann weniger bindende Kraft erhalt und beim Brennen des Kalks, leicht ein Verglasen durch die Verbindung der Thonerde mit der Kalkerde entstehet. Nur durch eine chemische Zerlegung, lassen sich die Bestandtheile eines Kalksteins genau angeben und' wenn gleich hierunter eine große Verschiedenheit herrscht, so laßt sich doch ungefähr annehmen, daß *) Der ältere Name war Luftsäure. Ueber die besondern Eigenschaften dieser Säure s. m. Hermb- städt allgemeine Exverimentalchemie. 1 Band. 2. Aufl. S. 248 «. f. weil es hier zu weit vom HauptgegenAande abführen würde, die umständliche chemische Auseinandersetzung zu geben, da überdies bei jedem Baumeister chemische und physikalische Dvrkenntniffe vorausgesetzt werde» müssen. Sechster Abschnitt. 4v daß ein zum Kalkbrennen geschickter roher Kalkstein, etwa von seinem ganzen Gewichte, die Hälfte Kalkerde, ^ Kohlensaure, Wasser und zwischen xß bis fremde Stoffe, als Thonerde, Kieselerde, Eisen rc. enthalte. Es ist bekannt daß der Kalkstein vor seiner Bereitung zum Mörtel im Kalkofen gebrannt, hierauf mit Wasser gelöscht und mit dem erforderlichen Sande zum Mörtel vermischt werden muß, und dieser verarbeitete Mörtel öfters so erhärtet, daß er mit den Steinen gleiche Festigkeit erhält. Diese Erscheinung läßt sich aus den Bestandtheilen des rohen Kalksteins und den damit vorgegangenen Veränderungen erklären. Denn so bald der rohe Kalkstein in den Ofen kommt und das Feuer auf denselben wirkt, so verbindet sich der Wärmestoff mit dem im rohen Steine befindlichen Wasser und es entweichen Dämpfe; eben so Verbinder sich der Wärmestoff wegen seiner nähern Vormundschaft schaft mit der Kohlensaure, und entweicht als kohlensaures Gas. Die Kalkerde bleibt alsdann mit Wärmestoff gebunden als gebrannter oder lebendiger Kalk (6»lx cocts, zurück, welcher seine Beimischung von Kohlensäure und Wasser verlohren hat. Das Gewicht dieses gebrannten Kalks beträgt nzrn etwas mehr als die Hälfte des vorherigen rohen Kalksteins. Die reine Kalkerde oder der gebrannte Kalk, äußert ein starkes Bestreben sich mit Wasser zu verbinden, daher derselbe sogar an der feuchten Luft zerfällt. Wird Wasser darauf gegossen so entsteht eine Verbindung mit der reinen Kalkerde, der vorher gebundene Wärmestoff welcher weniger Vormundschaft oder Affinität zur Kalkerde hat, wird frei, und es entsteht Hitze. So wie nun vorher der rohe Kalkstein aus Kalkerde, Kohlensäure und Wasser, und der gebrannte aus Kalkerde und Warmestoff bestand, so heißt jetzt nachdem die Kalkerde mit Wasser verbunden und der Wärmesioff frei ist, der durch das Löschen erhaltene Kalk, gelöschter oder 'Weißkalk (6»1x sxtlnets, s'esrVres) welchem nur noch die Kohlensaure fehlt um wieder fester Kalkstein zu werden. So groß auch das Bestreben der reinen Kalkerde ist, sich mit Wasser zu verbinden, so ist doch ihre Verwandschaft zur Kohlensäure nur äußerst gering. Dagegen hat das Wasser eine große Verwandschaft zur Kohlensäure, und weil sich diese überall in der Atmosphäre verbreitet findet, so vereinigt sie sich leicht mit dem Wasser des gelöschten Kalks und verbindet sich nach der Abdünstung des Wassers mit der Kalkerde zum Kalkstein. So bemerkt man auf der Oberfläche des gelöschten Kalks, wenn er eine Zeit lang in der Kalkgrube unbedeckt gestanden Hai, eine feste steinartige Rinde, Dieser Kalkrahm ist' wahrer Kalkstein, wel- Vom Bau der Futtermauern. 4i cher durch die Verbindung der Kohlensaure mir der Kalkerde entstanden ist und durch diese Verbindung nunmehr die wichtige Eigenschaft wieder erhalten hat, daß er im Wasser unauflöslich ist, wogegen der Weißkalk im Wasser sehr leicht aufgelöst werden kann. Es ist also das Wasser, welches der Kalkerde die Kohlensaure wieder zuleitet und beim Austrocknen solche in dem Kalke zurücklaßt, wogegen der trockne Weißkalk sehr lange mit Kohlensaure im trocknen Zustande oder mit kohlensaurem Gas umgeben seyn kann, ohne sich mit der Kohlensaure zum Kalkstein zu verbinden. Der Kubikfuß roher Rüdersdorfer Kalkstein, wiegt 158 bis 160 Berliner Pfund. Wird derselbe gehörig gebrannt so behalt er seinen vorherigen Umfang verliert aber einen Theil seines Gewichts und wiegt nur noch 84 bis 88 Pfund, und wenn man denselben mit Wasser löscht, so daß alle Kalktheile sich auflösen und ein dicker Brei daraus wird, wozu etwa 2' Kubikfuß Wasser erfordert werden, so erhalt man im Durchschnitt z Kubikfuß gelöschten Kalk, wovon jeder Kubikfuß 8i bis 8Z Pfund wiegt. Diese Vermehrung durch das Löschen wird das Gedeihen des Kalks genannt. Wird der Kalk sogleich wie er aus dem Ofen kommt gelöscht, so gedeiht derselbe besser als wenn er eine Zeit lang ungelöscht gestanden .hat. Sehr lehrreiche Untersuchung n über den Kalk und den daraus zu bereitenden Mörtel, verdankt man dem Hru. Geh. Ober-Bau-Rath Simon in seiner Abhandlung über die Natur des Kalksteins, in der Sammlung von Aufsahen und Nachrichten die Baukunst betreffend, Jahrgang 1799. 2r Band, S. 96 u. f. und Jahrg. 1800. ir Bd. S. ZZ"78, so wie auch die altere Lorstersche Anleitung den Kalk und Mörtel zu bereiten, Berlin 1782. mit zu ven besten hieher gehörigen Schriften gerechnet werden kann. Weit weniger befriedigend ist die Zieglersche Beantwortung der Preisfrage, über die Ursachen der Festigkeit alter römischer und gothischer Gebäude, Berlin 1776. §. IZO. So lange der Weißkalk noch nicht mit Kohlensaure verbunden ist, besitzt er vorzüglich die Eigenschaft, wenn er im nassen Zustande an Steine und vor^ züglich an Kiesel gebracht wird, daß nach der Entweichung des Wassers und der hinlänglichen Verbindung mit Kohlensaure, eine so feste Vereinigung zwischen dem Kalk und Kiesel entsteht, daß es weit leichter ist den Kalk unter sich zu trennen, als die Vereinigung zwischen den beiden von einander verschiedenen Kör- Drittes Heft. F pern Sechster Abschnitt. 42 pern aufzuheben. Hieösn gibt altes Mauerwerk den überzeugenden Beweist und es laßt sich einsehen, weshalb der Sand welcher dem gelöschten Kalk beigemischt wird, einen weit festern Mörtel geben muß, als wenn der Weißkalk ohne Sand vermauert würde. Es muß daher auch bei der Zubereitung eines guten gebrannten Kalks zum Mörtel, nur so viel Kalk verwandt werden, als die Zwischen- raume unter den Sandkörnern erfordern, weil hiedurch zugleich der Vortheil erhalten wird, daß der Mörtel bei der Austrocknuuz keine Risse erhalt oder zu sehr schwinden kann. Aus dem Vorhergehenden ergibt sich nun, wie wichtig es vorzüglich bei Wasserbauen zur Erhaltung eines festen Mörtels ist, daß der gelöschte Kalk erst nach der Vermaurung mit Kohlensaure verbunden, daß also um diese zu frühe Vereinigung zu verhindern, der gebrannte Kalk gegen den Zutritt der Feuchtigkeit und Kohlensaure gesichert, und der Mörtel so schnell wie möglich vermauert werde. Auch laßt sich einsehen unter welchen Umstanden die Aufbewahrung des gelöschten Kalks zulässig ist, wenn uemlich dafür gesorgt wird, daß derselbe in einer tiefen Grube durch Bedeckung mit Sand, gegen allen Zutritt der Luft gesichert ist, damit die Kohlensaure keine Verbindung mit dem Kalk eingehen kann. Der Vorzug welchen mau dem in Gruben aufbewahrten Kalke zuschreibt, kann nur darin bestehen, daß sich die weniger ausiößlichcn Kalktheile inniger mit dem Wasser verbinden, dagegen ist es immer vortheilhafter einen gut gelöschten Kalk gleich zu verarbeiten, weil man alsdann versichert ist, daß derselbe noch wenig Kohlensäure aufgenommen hat und daher ein festes Mauerwerk erwartet werden kann. Die folgenden Vorschriften zur Bereitung eines tüchtig bindenden Mörtels, werden sich leicht aus dem beschriebenen Verhalten des Kalks in seinem dreifachen Zustande- als roher Kalkstein, gebrannter Kalk und gelöschter Kalk erklären lassen. §. izr. Zum Brennen des Balks wird gewöhnlich ein Zeitraum von z bis 8 Tagen erfordert, indem das Brennen mit einem gelinden Schmauchfeuer zum Abtreiben der Feuchtigkeit aus den Steinen anfängt und nur wenn alle Steine tüchtig durchgewärmt sind und die Flamme ohne zu verlöschen zwischen den Steinen spielt, welches etwa in z6 bis 48 Stunden geschiehet, wird das Feuer so weit verstärkt bis alle Steine durchgeglüht, die Kohlensäure als kohlensaures Gas ausgetrie- ben und der Brand beendet ist. Die entstehende rothe und violette Farbe der Flamme zeigt an, daß der Kalk noch nicht gar ist und nur wenn die Flamme gelb Vom Bau der Futtermauern. 4Z gelb wirb, kann man dies als ein Kennzeichen des gar gebrannten Kalks ansehen. Mit dem Feuern wird alsdann nicht weiter fortgefahren sondern man laßt alle Oefnungen verschließen, damit die noch vorhandene Warme nicht zu schnell verfliegt und erst nach drey bis vier Tagen wird der gebrannte Kalk ansgekarrt und sorgfältig in Tonnen gegen Nasse und die Einwirkung der feuchten Luft gesichert. Uebrigens ist die Furcht ganz »«gegründet daß der-Kalkstein durch zu lange Einwirkung des Feuers todrgebrannr und zum Mörtel untauglich werde. Auf den Prahm Kalksteine zu brennen, rechnet man 8 öls 8r Klafter liefern Holz von 108 Kubikfuß; ist hingegen der Ofen uur leicht und oben offen erbaut, so werden besonders in kleinen Oefen wohl 12 Klafter Holz auf den Prahin Kalksteine erfordert. Zeder Prahm Steine gibt 50 bis 54 Tonnen gebrannten Kalk und jede Tonne 12 bis 14 Kubikfuß gelöschten, so daß auf den Prahm etwa 6ov Kubikfuß gelöschten Kalk gerechnet werden können. Die Tonnen, in welchen der gebrannte Kalk verkauft wird, heißen zwar Vierscheffelton- nen, ihr Inhalt betragt aber nur Kubikfuß, welcher von 4 Berliner Scheffel um H Kubikfuß abweicht. Die Tonne Steinkalk wiegt bis Centner. Ueber das Kalkbrennen findet man Nachricht, in einer kleinen Schrift von «Zs Aawsoottrjk- I'art 1778) oder von Oersdorst von der Puzzolane und deren nützlichem Gebrauche (1784) nachlesen, da letztere Schrift eine Uebersetzung der erster» enthalt. Den Cement welcher aus der Asche von Tournay (Lenärse 6s lournazh bereitet wird, beschreibt Belrdor in seiner Ingenieur-Wissenschaft, 1 Theil, Z B. 5 K. Es gehört nicht hie- her noch andere Mörtel lind Cemente anzuführen, weil hier eigentlich nur von denjenigen die Rede seyn soll, welcher man sich bei großen Bauausführungen in unsern Gegenden bedienen kann und die zugleich durch eine hinlängliche Erfahrung als brauchbar anerkannt sind. Wenigstens verdient hier aber noch der Loriotsche Mörtel angeführt zu werden, weil derselbe schnell erhärtet und wegen seiner bald erlangten Festigkeit und Dauer zu empfehlen wäre, wenn die Zubereitung bei großen Bauausführungen wegen des pulverisirten unglöschten Kalks, nicht mit zu viel Beschwerlichkeiten verbunden wäre. Daß sich die Babylonier b(i der Erbauung ihrer aus gebrannten Ziegeln bestandenen Futtermauern, des Erdharzes anstatt des Mörtels, nach dem Zeugniß Herodots (1 B. 168.) bedienten, verdient beiläufig angemerkt zu werden. §- Vom Bau der Futtermauern. 5l §- IZ7- Der Ort und die Höhe der Futtermauern wird nach den verschiedenen Bedürfnissen bestimmt, bei welchen gewöhnlich keine Abänderung statt findet. Nach der Höhe der Futtermauer und des Drucks der dahinter befindlichen Erde unv anderer Belastungen, welche die Futtermauer fort zu drücken streben, muß sich ihre Stärke richten, so sehr verschieden sie auch in ihrer Gestalt seyn können. ^Tafel Wenn ^KIDL Figur 39 den Querschnitt oder das Profil einer Futtermauer Fig. zfi. vorstellt, welches auf der Länge OK derselben senkrecht stehet, so nennt man die Arone oder (Dberbreite, KO die Unterbreite, die Vertikallinie HO die Höhe; die Seite LO welche gegen das Wasser steht, die Vorderseite und die entgegengesetzte nach der Füllerde gekehrte oder die Hinterseice der Fut, termauer. Sind diese Seiten nicht vertikal sondern schief, so heißt OO die Vorder- und ^,6 die Himerböschung, deren Ausladungen, OO und LL andeutet, welche auch das Mauerrecht genannt werden. Zuweilen sind die Hin- rerseiken der Futtermauern durch Absätze oder Fußbänke (Langusrs) LOIL, LOK Figur 40 verstärkt, alsdann ist LO die Höhe und LO die Breite der er- sten Fußbank, und eben so OH und OH die Höhe und Breite der zweiten Fußbank. Auch werden an der Hinterseite der Futtermauern zur Verstärkung Strebepfeiler (Oonrrs5orl8) wie ALOOLOO Figur 41 angebracht, bei welchen 4 n die vordere^ und LO oder OK die Hintere Dicke, OO die obere- OO die untere Länge genannt wird; sind die Dicken und Längen nicht verschieden, so werden sie ohne Beisatz angeführt. Durch wird die lichte Entfernung zweier Strebepfeiler bezeichnet. Aus der Zusammenstellung der Resultate über die Untersuchung der erforderlichen Stärke der Futtermauern (§. 181). ergiebt sich daß sie um gleiche Stärke zu erhalten, den meisten Aufwand an Materialien erfordern, wenn die Vorderböschung vertikal ist, und daß mit der vermehrten Ausladung bis zu einer gewissen Grenze, auch weniger Materialien nöthig sind. Es würde hieraus folgen daß man die Vorderböschung möglichst groß annehmen müßte, nur streitet dagegen unser Klima, weil bei einer flachen Abdachung die Steine und der Mörtel leicht verwittern, daher bei Futtermauern von Werkstücken, die vordere Aus- ladung nicht leicht größer als dem achten Theil der Höhe gleich genommen wird; diese Ausladung kann aber bei Ziegelmauern deshalb nicht wohl Statt finden, weil die Menge der Fugen eine solche Mauer weit mehr der Verwitterung aus- G2 setzt, Sechster Abschnitt. Tafel XXX!. Fig. 4. §lg. 45. Fi§- 4:. 52 seht, theils auch weil die gebrannten Steine, rechteckiges Körper (Parallelepipe- den) sind, welche bei einer starken Ausladung eine unebene Mauer bilden würden und weil es zu weitlauftig ist, deshalb besonders geschmiegte Steine zu formen, welchen auch an der scharfen Kante, die nöthige Festigkeit fehlen würde. Es ist daher die gewöhnliche Ausladung bei Ziegelmauern ^ der Höhe und nur selten wird solche bis auf ^ der Höhe vermehrt. Man könnte zwar dadurch daß die gebrannten Steine senkrecht auf die äußere Böschung gesetzt würden, wie Figur 42. die Abdachung nach Willkühr annehmen, ohne die Steine zu schmiegen; allein es ist auch einleuchtend wie sehr die Fngen dem Regen und Schnee, dem Frost und der Verwitterung ausgesetzt werden, wozu noch kommt daß bei allen den angerühmten Vortheilen welche dergleichen Mauerwerke gewähren sollen, das Mauern äußerst unsicher und beschwerlich ist. , Die Anlage einer Hinterbdschung vermindert zwar den Materialien-Bedarf zum Mauerwerk, sie erfordert aber eine größere Grundfläche als eine vertikale Hinterseite, welches die Ausgaben für den Rost vermehrt. Mit größerem Vortheile bedient man sich zur Ersparung der Materialien, doppelter Fußbänke; diese haben in Vergleichung mit den Strebepfeilern noch das voraus, daß sie durchgängig einerlei Unterbreite behalten und wenn diese Mauern noch überdies, in Entfernungen, welche der zwei bis dreifachen Höhe gleich sind, Strebepfeiler erhalten, wie Figur 4z. deren Länge der Breite beider Fußbänke, und deren Dicke dem fünften Theile der Höhe gleich ist, so verdienen solche vor den Futtermauern mit gewöhnlichen Strebepfeilern den Vorzug. Ob man die Strebepfeiler Figur 41. an der Wurzel bei dünner oder dicker machen soll als am Hintertheile bei LL darüber sind die Meinungen getheilt, weil ersteres eine größere Stabilität, letzteres aber eine stärkere Verbindung des Strebepfeilers mit der Mauer bewirkt. Der letzte Vortheil ist bei schmalen Pfeilern gegen den erster» überwiegend. Es ist aber Hiebei anzurathen die Pfeiler nicht zu schwach aber durchgängig gleich breit zu machen, weil sie sich dann am leichtesten und mit einem tüchtigen Verband ausführen lassen, welches Hiebei die Hauptsache ist. §. izff. Sind die übrigens tüchtig auszuführenden Futtermauern, keinem andern Druck als der in gleicher Höhe mit denselben befindlichen Füllerde ausgesetzt, so können die folgenden vier Tafeln zur Bestimmung der erforderlichen Abmessun- Vom Bau der Futtermauerm 55 gen dienen, so bald nur die Böschung festgesetzt und'bestimmt ist ob die Mauer mit Fußbänken, Strebepfeiler oder ohne dieselben aufgeführt werden soll. Wird hingegen neben der Krone der Mauer ein Fuhrweg angelegt, wodurch nachthei- lige Erschütterungen für die Mauer und Belastungen entstehen, welche eine Verstärkung derselben nothwendig machen, so kann man sich in diesen Fallen der vier letzten von den nachstehenden'Tafeln bedienen, um die Abmessungen der Mauer zu bestimmen. Weil nur diejenige Erde, welche, wenn keine Futtermauer vorhanden ist, frei absinkt, einen Druck gegen die Futtermauer äußern kann, so müssen auch alle Belastungen welche innerhalb dieser Grenzen über der absinkenden Erde angebracht werden, einen starker» Druck gegen die Futtermauer äußern. Sollte daher durch eine besonders noch aufzubringende Belastung ein stärkerer Druck befürchtet werden, so sind nach der im ersten Anhang gegeben Theorie, die Abmessungen der Mauer zu bestimmen. Uebrigens sind die folgenden Tafeln nach dieser Theorie berechnet. Tafel I. 54 I Tafel Zur Bestimmung der Profile bei Futtermauern, wenn die Himerseire des Profils lorhrecht steht, und nichts als die in gleicher Höhe mit der Futtcrmauer befindliche Füllerde dagegen drückt. Höhe Die ÄuS!adung der Vorderböschung des Profils ist: der Futter- senkrecht der Höhe xz- der Höhe x'r der Höhe § der Höhe mauer Oder- Unter- Ober- Unter- Ober- Unter- Ober- Unter- Ober- Unter- breite breite breite breite breite breite breite breite breite breite F.tch- Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß 6 1/ 7S8 1, 768 1/ 524 1, 774 1/ 445 1/ 778 1/ 2», 1, 7 gl 1/ 070 I, 8-o 7 k>S 2 062 1/ 778 2/ 069 1, 686 2, 075 1/506 2, 090 1/ 24« 2, 124 8 2 , Z 57 2, 35? 2/ 0Z2 2, 355 1/ «27 2, 371 I / 722 2,388 1/ 427 2, 427 9 2 , S51 2, S51 2/ 2M 2/ ggo 2, igg 2,668 1/ «37 2,687 1/ 6°s 2, 731 10 2 / «46 2/ «46 2 - 54 ° 2, « 5 » 2, 409 2, «64 2, IM 2, «85 1/ 784 3 / 0.34 ii 3/ 241 3/ 241 2 , 7 N 4 3, 252 2, 6z° 3, 260 2, 3S7 3, -84 I , 962 3/337 12 3 <535 3, 63 S 3/ »48 3 / 547 2, 8«i 3- 557 2, 58 - 3' 58 - 2, 141 3/641 lz 3 / 83 « 3 / 83 o 3/ 302 3 - 643 3, - 3 - Z/ 8 s 3 2/ 7 S 8 3, 88- 2 , 3 -« 3 / »44 14 4 / 124 4/ >24 3 / 55S 4/ - 3 « 3/373 4/ > 5 o 3 , 01Z 4/ -7« 2, 498 4> -48 15 4/ 41g 4/ 41 « 3 / 8io 4- 434 Z» 614 4/446 3 / 2-8 4' 478 2, 87g 4' 551 16 4,714 4/ 714 4/ 064 4- 73 ° 3 / 854 4- 742 3,443 4 / 77, 2 , 854 4/ 654 5/ o°8 5/ 009 4/ 3-8 5/ 025 4/ °S 5 5/ ° 3 « 3 / «58 5, 075 3 /o 33 5/ -58 i8 5, 303 5/ z ->3 4/ 572 5/ 321 4, 336 5-336 3/874 5/ 373 3, -11 5/ 461 19 5/ Ü 97 597 4/ 826 5, 4/ 577 5/ «32 4/ 08s 5, 672 3 / 39 ° 5-765 20 5/ 892 5, 8«2 5/ ogo 5/ 912 4- 8>8 5 ' «28 4/ 3 o 4 5/ «70 3/ 568 6/ «68 21 6,187 6/ -87 5, 334 6, 20g 5/ 05« 6,224 4/ 5 >g 6/ 26g 3/746 6 , 37 - L2 6, 481 6/ 4 gi 5/S88 6,503 5 / 3 °« 6,521 4/734 6 , 56 ? 3 / «»S 6, S75 2Z 6,77s 776 5/ 84 - 6, 7 SN 5/ 54 - 6, 8>7 4/ «50 6, 866 4/103 6/ «78 24 7/ 070 7/ 07« 6, o«S 7 , 0«4 5/ 78 - 7/ .14 5/ -«5 7 /164 4/ 282 7/ -82 25 7, 355 7/ 35z 6, 350 7/ Zgo 6, »2^ 7/ 410 5 , 38 o 7/ 463 4 t 460 7- 585 30 8/ 838 8/ 838 7 , 62 ° 8/868 7/ 227 8, 8g- 6/456 8 / 955 5/352 9 /102 40 11,748 H /748 10/ 160 I I , 8-4 9/ «36 11/856 8,6°8 11, g.-o 7/ IZ6 12, 1Z8 50 14» 73a 14/ 73 ° 1 2^ 200 14, 76 ° 12, 04z 14/ 820 20/ 76^ 14 / «25 8/ 920 15- -70 60 17, 676 17/ 67L 15, 240 17/ 736 14/ 454 17/ 784 12, (^2 17 / »>o 10, 704 1 8 / 202 Tafel II. 55 Tafel n. Zur Bestimmung der Profile bei Futtermanern mit einer Vorder- und Hin- rerböschung, wenn die Oberbreite des Profils durchgängig dem sechsten Theil der Höhe gleich ist,und nichts als die in gleicher Höhe mit der Futtermauer befindliche Füllerde dagegen drückt. Höhe der Futter- Oberbreite der Futtermauer Die Ausladung der Vorderbös-chung des Profils ist: senkrecht §4 der Höhe ^ der Höhe der Höhe i s der Höhe mauer Unterbreite Unterbreite Unterbreite Unterbreite Unterbreite Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß 6 I,m» 2, 1S4 1,SS7 1,963 1,912 1,85» 7 1,167 2/ 455 2,330 2/ 290 2,231 2/ i56 8 1,333 2/ 8»S 2, SSL 2/ 617 2, 55a 2, 4 SS 9 I, S>» 3/ izs 2,995 2,944 2, 863 2,775 IQ I, 007 3, 5»7 3,3-8 3,271 3 ' -87 3-«83 II 1-833 . 3,858 I,SSi 3,598 3, 5»6 3,8Si 12 2, 000 4,208 Z/ 694 3, S-L 3,824 Z, 7°o 13 2,1S7 4,559 4,32s 4, 252 4, »43 4, s«9 2,333 4,910 4,659 4, 579 4,462 4, 3iS iZ 2, 500 ' 5,2Si 4,992 4, 9»7 4, 78l 4, 625 16 2 , 667 5, sn 5,3-5 5,234 5, »99 4,933 i? 2 ,gZ 3 5,«62 5 , 658 5,561 5, 4-8 5,241 18 bk 000 6,3-3 5,99c> 5,833 5,737 5, 549 i9 5 ? 167 6/ 66Z 6/Z2Z 6, 21z 6,055 5,858 2O 3-333 7 ,014 6,65s 6, 542 6, 374 6, ISS 21 3- 507 7, ZS 5 6,989 6, 86s 6,693 6,474 22 3 - 667 7 ,715 7 , 3-2 7 ,196 7 ,->n 6, 783 2Z 3 '833 8/ 066 7 ,654 7 ,523 7,330 7 ,°Si 24 4^ 000 8,417 7,987 7 , 85 s 7 , 64g 7,399 2 Z 4, 162 8, 768 8, 32s 8,178 968 7 ,703 30 Z,ooo 1 O/ g2l 9,984 9 ,813 9 ,5S1 9,249 40 6, 60 ? 1 4 , 028 13 , 3 t 2 1 3 , 034 12, 748 12,332 ZO 8,333 17,535 I6/640 16,355 15,935 15 , 4 i 5 6o 10/ 600 2 1 , 042 19, 968 19, 62s 19 / 122 18,498 I ?s Tafel m. Zur Bestimmung der Profile bei Futtermauern, welche mit einer Fußbank versehen sind, und nichts als die in gleicher Höhe mit der Futtermauer befindliche Füllerde dagegen drückt. Höhe der Futtermauer Oberbreite der Die Ausladung der Vorderböschung des Profils ist: senkrecht I 2^ der Höhe Futtermauer Unterbreite . Höhe der Fußbank Breite i der Fußbank! Unterbreite Höhe der Fußbank Breite der Fußbank Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß I Fuß Fuß Fuß 6 1 , 000 1/ 783 2,807 O - 76g i, 774 2,o8Z o, 5-4 7 I, iS? 2/ 062 3,042 0,8g? 2,06g 2,407 O/ Ol2 8 1,333 2, 357 3t 47s 1, V2Z 2, 365 2, 75- 0,99g 9 1, 5°« 2 / 651 3t s-- 1, i5Z 2/ 660 3t °S5 O, 787 IO ^ 667 2, 946 4- 34; 1,281 2, 956 3 t 43g 0. 874 ii 1-833 3t -4- 4t 78» 1,4«S 3t -52 3 t 783 0/ tzür 12 2, 000 3 t 535 5t 214 ' 1, 537 3,247 4/ 127 1, «49 1Z 2,187 3,83« 5t 649 1,66; Z,843 4 , 47- I, -Z8 14 2, ZZZ 4t 1^4 6,ogz 1/793 4 , -28 4t 8-5 1,2-4 — 2, 500 4 , 4-g 6, Alg 1,921 4 -, 434 5,159 1,3-- 16 2, 667 4t 714 ^t 952 2/ 050 4 , 730 Z02 1,398 17 2,833 5, «>8 7, 387 2, 178 5,025 5,848 1, 48« iL 3- o«> 5 t ZoZ 7t 821 2, Zog 5/ 321 6, 190 - 1,573 19 Z, - 7 5/ 597 8,25s 2, 434 5- 6-s 6, 534 ?/66r 2O 3-333 5t 8g2 8/ 690 2, 562 5 t 972 6, 878 1,748 2l 3' üoo 6, 187 9,125 2/ 692 6,2<-rj 7 , 222 -—1 1,835 22 3-66? 6, 48- 9t 55g 2, 8-3 6,503 7t sss 1/ g-3 2 Z 3-833 6/ 77S 9 t 994 2,946 6, 7g« ' 7t S-« 2/ 010 24 4- 000 7 , 07a IO, 42g 3t°74 7 t og4 8,254 , 2, 09g 2Z 4-162 7,3S5 10,863 3t 20Z 7 - 39« 8, 593 2, 18; Z2 Z, 000 8-838 13- »35 3t 843 8 , 8»3 IO, 317 2 / 62L 42 6 / 667 1^1'748 17, 420 5 , -24 11,8-4 13- 75« 3 t 4 g« 50 8 , ZZZ 14- 73» 2 I, 725 6 , 4 »Z 14, 78« 1 7 - ISL 4 , 37« 6o IO,»o° ^7^ 676 26, 0^0 7-686 - 17,739 20, 8Z4 5 , -44 Fortsetzung 57 Fortsetzung der dritten Tafel. Höhe der Futter- mauer Ober- breite der Futtermauer Die Ausladung der Vorderböschung des Profils ist: der Höhe I der Höhe Unterbreite Höhe der Fußbank Breite der Fußbank! Unterbreite Höhe der Fußbank Breite der Fußbank Fuß Fuß Fuß I Fuß Fuß I Fuß Fuß Fuß 6 I, 000 I, 778 1 / 648 O/ 445 1 / 7S- 1/ 353 0, 292 7 i, 167 2, 075 2 , -57 O/ 5-g O90 i, 579 0, 34° 8 1,333 2 , 37- 2, 4SS O, 584 2 / 388 i/ 304 O, 389 9 1 , 5°o 2, 663 2 , 774 0,663 2 , 687 2, 0Z0 0/437 IO I, 667 2,964 3/o8- O, 742 2 , 985 2, 255 O, 4gg 11 1-633 3/ 260 3 / 390 0,8-6 3/ -34 2 / 48- 0/535 12 2,ooo 3, 557 3/698 O, gM 3/58- 2/ 706 O, 583 IZ 2, 167 3/853 4/ »07 O/gng 3/88- 2 , 932 O, 632 14 2 , 333 4/ 15 a 4/ 3-5 1/ oZg 4/^9 3/ -57 O, 6Zo iZ 2, 500 4/ 446 4 / 6-3 I, --3 4- 478 3/ 383 O, 72g 16 2, 667 4/ 742 4/g3- 1/ -87 4/ 77 s b/ 6oZ O/ 778 i? 2,833 Z /039 5/ -3S I, 2gl 5/075 3/834 O, 8-6 18 000 5/ RZ Z-r-48 K, 33S 5/ 373 4/ozg O/ 875 r 9 3- -67 5/83- 5/85« I, 410 5/ 672 4/285 O, g2Z 2O 3-333 5/8-8 6/^164 1,484 5/ 970 4/5-0 O, 972 21 3-Soo 6/ 224 6,47- ' 1/ 558 6/ 2gg 4/ 736 1, 021 22 3-667 6 , 52, 6/ 7x0 I, 6Z2 6,5S7 4/ s«r 1/ 06g 2Z 3-833 6,817 7/ o 7/114 7/ 397 1/73- 7/ 1 S 4 5/ 1 , 16 S 2Z 4- 167 7 / 4-o 7/ 705 1 / 855 7/463 5/ 638 1/ 2-5 30 00« 8- ggs 9-246 2, 22S 8/955 6-76Z 1/453 40 6,667 H'8',6 12, Z2g 2/ g6g 11 / 94o 9 / V20 1/ 944 50 8,333 14, 820 1 Z, 4-o 3/ 7-° 14/ 925 1 1 - 275 2/43o 6v io--x» 17- 784 I 8/ 492 4/ 452 17/ 9-0 13-530 2 , 916 Anmerkung. Soll das Profil zwei Fußbanke erhalten, so bleiben alle hier bestimmte Abmessungen unverändert, ausgenommen daß von der hier angegebenen Höhe und Breite der Fußbank die Hälfte genommen wird, um die Höhe und Breite einer jeden von den beiden Fußbänken zu finden. Drittes Heft. H Tafel IV. ;s Tafel IV. Zur Bestimmung der Profile bei Futtermauern mit Strebepfeilern, wenn nichts als die in gleicher Höhe mit der Futtermauer befindliche F'üllerde dagegen drückt. Höhe der Die Ausladung der Vorderböschung ifi : j Der Strebepfeiler senkrecht > ^9 der Höhe I Futter- Der Futtermauer Lichte'Entfer- "Der Futtermauer Lichte Entfer- Länge Dicke mauer Oberbreite Unterbreite nung der Strebepfeiler Oberbreite Unterbreite nung der Strebepfeiler Fuß ! Fuß Fuß Fuß i Fuß Fuß Fuß ! Fuß Fuß 6 . 1/^2? 1/ 427 6 1/-83 1/433 6 1/5» 1/2 7 1,665 1, 66z 7 1/38» 1/ 67S 7 1,75 1,4 8 1 / 602 1 / 602 8 1/573 I,S-- 8 ^ 2,oo 1,6 9 2, 140 2/ 140 9 1, 775 2, 150 9 2,25 1,8 IO 2» Z?z 2, Z78 IO ! 1,872 2, 389 IO 2,5» 2/o II 2,6,6 2, 6-6 II 2,169 2/ 627 II 2/ 75 2/2 12 2,854 2, 854 12 2,Z66 2, g66 12 3/0» 2,-4 1Z 3/ ogi 3/ 13 2, 564 3, -oS 13 3 '25 2,6 3/3-g 3/3^9 14 2/ 761 3, 344 14 3/s» 2,g iZ 3/56? 3/567 1Z 2, 958 3/ 583 1.5 _3/75 Z/-0 16 3 ,80z 3,305 16 3, -55 3/ 822 l 6 4,oo 3,2 i? 4/ 04z 4/ »43 17 3- 35- 4/ 061 , 17 4,-5 3/4 18 4/ 2Z0 4,28» 18 3/55» 4,-99 18 4/ 5» 3/6 19 4/ 5-S 4- 518 19 3/74? 4, 533 19 4/ 75 3/8 2O 4/ 756 4,756 20 3,944 4- 777 2Q 5/ °» 4,» 21 4/864 4/ 994 21 4.-4- 5/o-S 21 5/ 4/2 22 5/ -32 5,2Z2 22 4/ 333 5/ -55 22 5/s» 4,4 2Z 5/ 469 5/ 469 23 4/ 536 5/ -95 23 5/75 4,8 24 5,707 5/ 7»7 24 4/ 733 5/733 24 6/ 00 4/8 25 5/ 9« 5, 945 2Z 4 - 93a 5/ 97- 25 6,25 5/° 30 7/ -34 7, -34 30 5,9-6 7/ -64 32 7-5» 6,0 8t 0 40 9/ -12 9, s-2 40 7/833 9/ 554 42 IO, 00 Zo 11 , 8go 1 1 , 890 52 9/ 360 11,943 52 I 2, Zo 60 ^4/ 36-4 1 4 , 26g 60 11/ 832 14/33- 6o i-5-»o 12,0 Fortsetzung 59 c> 4 - Die Ausladung der Vorderböschung ist: Höhe der der Höhe der Höhe ^)er ^^reoepscuer Futter- Der Futtermauer Lichte Entfer- Der Futtermauer Lichte Entfer-i mauer Oberbreite Unterbreite nung der Strebepfeiler Oberbreite Unterbreite nung der l Strebepfeiler Länge Dicke Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß 6 i/ 15« 1 , 138 6 O, 952 I, 152 6 I, 5» l, - 7 1,-88 1,678 7 1 / IIS I , 6g1 7 1,75 1,1 8Z I / 473 l, 9-7 8 1/ 269 I, 935 8 2/00 1,6 9 1, uz? 2, 157 9 1, 127 2, 177 9 2,25 1,8 ! IO 1 , Sir 2, Zg6 IO 1 ,586 2,119 10 2,50 2/o II 2, 025 2, szs 11 1 , 715 2, 661 11 2,75 2,2 12 2, 20g 2/ 876 ' 12 1,9°3 2, gnZ 12 3/ 00 2,4 IZ 2, 393 ' 3, 1-6 13 2, ob2 3 - >15 13 3,25 2,s 14 2,577 3,355 14 2, 220 3, 387 14 3,50 2,« 15 762 3 , 595 15 2, 379 3 , 629 15 3,75 Z/o 16 2, g4S 3 / ZZ1 16 6c>ü 3 , s?i 16 4/ 00 3/2 1? 3, -3-> 4, 071 »7 2 , 5gS 4,113 17 4,-5 3,4 18 3,2-4 4, 3-1 -8 2, 855 4,355 18 4,50 3,6 19 3/ 4 s 8 ^ 4,553 »9 3, 01Z 4, 597 19 4 / 75 3-8 20 3,68- 4 t 793 20 3, >72 4 , 839 2O 3, 00 4,0 21 3,866 5/ °33 21 3,331 3, vgl 21 5 t -5 4,2 22 4, «5° 5, 272 22 3, 18g 3, 32Z 22 5 , So 4,i 2Z 4,231 3, 512 23 3, «18 5, 5«1 23 5 t 75 4,6 24 4, 4-8 3, 752 24 3/ 8 «s 5 , 8°6 24 6,00 4,8 25 4,602 5, 99- 2 A 3 , 9«S 6 , 048 25 6 , 2 z 3,0 Zo 5 i 5-3 7,- 8 g 30 4, 758 7, 258 30 7t 50 6,0 40 7,361 9, 586 40 6, 311 9, «77 42 10 / 00 8,0 50 9 , 20 z I I, gZ2 52 7, gZo 12 / 096 32 12,50 10 / 0 60 046 14, 379 6 o 9 , zi« ! 14,5-5 6 O 15,00 12,0 H ^ Tafel V. So Tafel V. Zur Bestimmung der Profile, wenn die Himerseite derselben lorhrecht und die Mauer den Erschütterungen von Wagen u. d. gl. ausgesetzt ist. Höhe Die Ausladung der Vorderboschung des Profils ist: der senkrecht 24 - der Höhe Fs der Höhe x's der Höhe L der Höhe mauer Ober- Unter- Ober- Unter- Ober- Unter- Ober- Unter- Ober- Unter- breite breite breite breite breite breite breite breite breite breite Fus, Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß 6 2/ 165 2/ 165 1/9-9 2/ 169 1, 839 2,173 1, 684 2, -83 1, 457 2, 297 7 2, 52S 2,526 2, 239 2,53- 2/ 2,535 1,964 2, 547 1,700 2, 575 8 2,836 2,886 2, 559 2, 892 2,45z 2, 897 2, 245 2,g-- 1,943 2, 943 9 3, -47 3/ 247 2/ 879 3,-54 2,759 3/ 259 2,525 3- 275 2,186 3, 3-> 10 3, Sag 3/ Sog 3 / -99 3,6-5 3, 066 H,62t 2, goS 3,639 2, 4-s 3,67g ii 3' « 6 g 3 / « 6 c, 3/ 5>S 3/ 976 3,373 3,983 3/98? 4, 993 2, 872 4,047 12 4/ 330 4/ 33a 3/ 339 4/ 338 3/ a?» 4'345 3, 36? 4,367 2, 915 4,4-5 IZ 4/ 6 go 4/ 4/ -59 4- 69» 3, 93k 4,707 3,648 4, 73- 3, -59 4, 783 i4 Z, c>S- 5/ 05- 4/ 47» 5,o6i 4, 292 5/°69 3,923 5, 095 3, 49- 5 ,151 iZ 5, 4-2 5/4-2 4/ 799 Z, 422 4,599 5/ 432 4/ 209 5, 459 3,644 5, 5i8 16 5/ 773 5/ 773 5/ "3 5/ 784 4, L «6 5/ 794 4, 4»o 5, 8-2 3,886 5,886 17 6, 144 6/144 5/ 438 6,14/, 5, 212 6,15S 4/ 770 6 , -8« 4, -29 6, -54 18 6/ 494 6,4.94 5/ 758 6, 507 5,5-9 6,5-8 5, °5- 6, 55» 4,372 6,622 19 6, 835 O/ 855 6, »78 6,868 Z/825 6 , 88 « 5,33- 6, 9-4 4,615 6,990 20 7/ 216 7/ 216 6,398 7, 230 6, -32 7/ 242 5, 612 7, 2-g 4, 858 7, 358 21 7/ 577 7/ L 77 6,7-8 7/5Z2 6,439 7/ 604 5,893 7,642 5 , -oi 7, 72S 22 7/ 938 7/938 7,°33 7/ 953 6,745 7, »66 6,173 8, 005 5,344 8, og^ 2Z 8/293 8/ 2gg 7, 357 8, 3-4 7, °Z2 8, 3-8 6,454 8, Z70 5,587 8, 482 24 8/ szg 8/ S5>, 7/ S73 8, S76 7,353 8, 6go 6, 734 8,734 5,83» 8, 83a 2Z 9 / 020 9 / 02 a 7 / 997 9,938 7, 66z 9/ 053 7, 015 9,098 6, ogi 9 - -98 ZO 10,824 I O, 8-4 9/597 10,845 9, -98 10,863 8 , 4-6 10, gi? 7, 287 11, 0Z7 40 14,432 14, 432 12, 7gg I 4^./ 460 12,264 14, 484 11,2-4 14, 556 9,718 14, 716 50 18 / 040 l8, 040 1 3/ 995 18, 075 1 . 5,330 1 8,105 14, ° 3 o ^ 8, 195 12, 145 18, 395 6o 21,648 21,848 19/ -94 21, 690 18, 396 21, 72S l6, 838 2 I , 834 14, 574 22, 074 Tafel VI. 6r Tafel VI. Zur Bestimmung der Profile bei Futtermauern mit einer Vorder- und Hin- rerböschung, wenn die Oberbreite des Profils durchgängig dem fünften Theile der Höhe gleich und die Mauer den Erschütterungen von Wagen u. d. gl. ausgesetzt ist. Höhe der Futter- mauer Oberbreite derselben. Die Ausladung der Vorderböfchung des Profils ist: senkrecht ! der Höhe der Höhe > rr der Höhe k der Höhe Unterbreite ! Unterbreite Unterbreite ! Unterbreite Unterbreite Fuß Fuß Fuß .Fuß Fuß Fuß Fuß 6 1,2 2/ ?S3 2, 598 2,549 2,459 2,345 7 1'4 3 , 224 3 , °3- 2,974 2, 868 2,73s 8 1,6 3,684 3 , 464 3,398 3,-78 3,126 9 1'3 4, -45 3,897 3,8-3 3, 687 3,5-7 IO 2,0 4, s°s 4,33° 4, -48 4- °97 3 , 9°8 II 2,2 5,066 4, 763 4, 673 4, S°3 4, -A 12 2, 4 A, -06 5/ °S8 4/ 4, Sgo IZ 2,8 5,637 5,62g 5, s-2 5,3-6 5, °8° -4 2,g 6, 447 6/ 062 5, 647 5,'736 5,47- iZ 3 -° 6, Mg 6- 495 6, 372 6, >48 5, 86- 16 Z,2 7,363 6, g2g 797 6/ 555 6,25z 3-4 7,829 7 , 36i 7,222 6, gS5 644 i8 3-6 8, 2gg 7,794 7,846 7,375 7,o34 19 3-8 8,74g 8/ 227 8, 071 7 , 784 7,4-5 20 4' ° 9/ 210 8/ 660 8, 496 8, Ig4 7 - 8-S 21 4'2 9,67- 9, °93 8, gLI 8,604 8,207 22 4^ 4 IO, izr 9,526 9, 346 9,°-3 8,59g 2Z 4-6 12, 592 9, S5g 9, 770 9,4-3 8,988 24 4-8 11 / O.52 IO, 3g- 10, Igz 9, 833 9, 379 2Z 5-° 11,5-3 1 0, tzLZ IO/ 620 IO, 243 9, 77° zo 6 IZ, 8-5 12, ggo 12, 744 12, 2gl 11, 724 40 8 1 8/ 420 17,32° 16, M 16, M 15,63- 50 IO 2 3 ,025 2 l, sz° 21/ 240 20, 45g 19, 54° 60 12 27, 63° 25, S8° 25, 488 24- 58- 23, 448 Tafel VII, 62 Tafel vir. Für Profile mit einer Fußbank, wenn die Mauer den Erschütterungen von Wagen u. d. gl. ausgesetzt ist. Höhe der Futtermauer Ober- breite der Futter- mauer Die Ausladung der Vorderböschung des Profils ist: senkrecht Z ^ der Höhe Unterbreite Höhe der Fußbank Breite ! der Fußbank; Unterbreite Höhe der Fußbank Breite der Fußbank Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß ; Fuß j Fuß Fuß 6 2, i «4 2, 0, cM 2, 16g 2, 249 0, 71g 7 1,4 2, Z25 3,irg 1 , 125 2, 23- 2,62z O, 839 8 1,6 2, 8LS 3,sss 1, 2M 2, 8g2 2, SS8 O, 959 9 1,8 3,-46 4/ 010 >,-44« 3,254 I,373 1, 07g IO L,g 3, so? 4, 45s ^ 607 3, S15 3, 748 1, 199 ii 2,2 3, 9«8 4, M2 1,768 3, 977 4, I2Z 1/ 3-9 12 2, 4 4, 3-8 5, 347 1, L28 4, 338 4, 498 ; 1 ,439 2/ Ü 4, sgg 5, 7gz 2, ogg 4, 670 4, »72 1, 55§ i4 2,3 5, 049 6, 2, 250 A, °6i Z,-47 ^ / 67h 5,4n 6,684 2,411 5 ' 423 5, 622 1, 798 16 3,- 5, 771 7, I2g 2, S71 5, 784 5/ 996 1,9-8 i? 3,4 6,132 7, L7L 2, 732 6,14s 6,372 2, c>38 18 3,s 6, 49Z 8/ 021 2, 893 6, z<>7 6,74s 2 , izz 19 3,g 6,853 8,46S 3, «53 ° 6 , 868 7,122 2, 278 2 Y 7,214 8- 1, ÜI2 6,186 4 , 884 i> 370 18 Z'6 6 , L-S 259 1,9-9 6/ 550 5, - 7 - 1,45- l 9 3-8 6 , 88° 6 , sog 2, 02; 6, ^14 5, 459 1, 53- 2 O 4, 0 7,242. 6, 954 2, 132 7 ,278 5, 746 2/ 612 2i 4, 2 V/ 604 7, >2 2, 239 7,642 6, 0Z3 1,693 ' 22 4,4 7, gss 7, «so 2 , 345 8/006 6, Z21 1, 773 2Z 4, 6 8, 3-8 7,997 2, 452 8,370 6 , soZ 1,854 24 4,8 8 , Sgo 8,345 2 , 5S8 8,734 6 , 895 1,934 ^ 25 5,0 9 , "53 8/ 692 2, 665 9,097 7, -83 2, 015 zo 6 IO, zSZ 10,431. 3, -98 IO, gi? 8, 61g 2 , 4-8 40 8 1 4, 4<84 13,903 4,2S4 14 , 556 11, 492 3 , 224 50 10 1 3, I "5 17,385 5,330 18,-95 14, 365 4 ,0I0 6o 12 21,72s ' 20, 862 6,396 21,834 17 , 23.8 4, 836 Anmerkung. Soll das Profil zwei Fußbänke erhalten, so bleiben alle hier bestimmte Abmessungen unverändert, ausgenommen daß von der hier angegebenen Höhe und Breite der Fußbank die Hälfte genommen wird, um die Höhe und Breite einer jeden von den beiden Fußbänken zu finden. Tafel VIII, Tafel vm. Zur Bestimmung der Profile bei Futtermauern mit Strebepfeilern, wenn die Mauer der Erschütterung von Wagen u. d. gl. ausgesetzt ist. Höhe der Die Ausladung der Vorderboschung ist - s senkrecht I Ä der Höhe ! — Futter- Der Futtermauer Lichte Entfer- Der Futtermauer Lichte Entfer- mauer Oberbreite Unterbreite nung der Strebepfeiler Oberbreite Unterbreite nung der Strebepfeiler Länge Dicke Fuß I Fuß Fuß Fuß Fuß Fuß I Fuß Fuß Fuß 6 1/ 84- 1, 84- 6 1, 597 1, 847 6 1,50 1,2 7 2/ -43 2, -43 7 1,o63 2, -54 7 . 1,75 1,4 8 2, 455 2, 455 8 2, 129 2, 462 8 2,00 i,o 9 2/ 762 2/ 762 9 ^/ 3s5 2/ 770 9 2,25 1,8 IOl 5 - 06-, 3,069 10 2/ 66r 3,»7s IO 2, 5 » 2/o II 3,376 3,37s 11 2,927 3, 385 II 2,75 2/2 12 3, «83 5,633 12 3, -93 3,6sZ 12 3,°o 2,4 13 3 , SS» 3, SS» 13 3 ^ 459 4,001 13 3'25 2,6 14 4, --Ü7 4 ,297 14 3,725 4,309 14 3,5» 2,8 iZ 4 ,604 4, 6»4 15 3,992 4,6i6 15 — 3,75 3,o 16 4, 9-o 4, 9-0 16 4, 258 4 ,924 l6 4 ,00 3,2 17 5, -17 5, ---7 17 4 - 524 5,232 17 4,2z 3,4 18 5, 5-4 5 ,524 18 4, 79» 5,540 18 4,5» 3,6 19 5, SZ- 5 - 83- 19 5,056 5, 847 19 4,l75 3,8 2O 6, izg 6, 138 20 5 , 322 6, 155 2O 5 ,'00 4,0 21 6,44z 6, 445 21 5- 583 6, 46z 21 5,--5 4,Z2 22 6/ 752 6,752 22 ^ 5,854 6,771 22 5, 5» 4 / 4 2Z 7, 059 7, »59 23 6, «20 7 ,079 23 5,75 4,6 24 7, 366 7 , 366 24 6,38« 7,336 24 6/ 00 4,8 25 7 , 672 7,672 25 6,652 7, 7ZS 25 6 , 2 z 5," 32 9/ 207 9,207 32 7,983 9,233 32 7'so 6,0 40 276 12, 276 42 12, 644 12 , Zio 40 IO, 00 8 <» 52 15,345 15,34z 52 13, 305 1 5, 388 52 12,zo 10, 0 6o 1 8, 4-4 18, 4-4 6o 15, 966 l8/ 466 6o 1)/oo 12,o Fortsetzung 65 Fortsetzung der achten Tafel. Höhe der Die Ausladung der Vorverböschung ist: j Klrrli-ns-it-i' xx der Höhe I der Höhe s Futtermauer Der Futtermauer Lichte Entfer- Der Futtermauer Lichte Lntfer-I Oberbreite Unterbreite nung der j Strebepfeiler Oberbreite Unterbreite nunz der I Strebepfeilers Längs Dicke Fuß , Fuß Fuß Fuß I Fuß Fuß Fuß , Fuß Fuß 6 i - 517 1, 85« 6 1/36- 1,86- 6 1,5» 1,2 7 l, 770 2, -58 7 *,588 2, 171 7 1,75 1,4 8 2,022 2, 487 8 1/8-4 2,46- 8 2/ 00 1,6 9 2, 275 ^t 775 9 2, 041 2, 791 9 2,25 1,8 IO 2/ 528 3, »84 10 2, 26z 3 t IO 2,5» 2/o I I 2, 178 Z/3S- ii 2,495 3t 4-1 II 2,75 2,2 17 3, ->34 Z, 7oo 12 2, 7LS 3 t 722 12 3, »o 2,4 - 1Z 3, 2W 4/ «,9 iZ 2,5.48 4t 032 13 3 '-5 2,6 14 3/ S3g 4/ 3-7 14 3 t -75 4t 342 14 3t s» 2,8 rz 3, 7g2 4t «25 iZ 3 t 4°2 4t 652 45 3,75 3,o 16 4- 04z 4t 934 16 3 t S 29 4 t 9S2 l 6 4t 3t- r? 4/ -98 5, -4- i7 3- LL6 5, 272 17 4,2» 3,4 18 4/ 550 5, 55» 18 4, «82 5t 58- 18 4t 5V 3,6 19 4 , 803 Z 859 19 4t 3»9 5t 893 19 4,75 3,8 20 Z,<-58 6/167 20 4,536 6- 20z 2O 5, o» 4,° 21 5/ 3og 6 , 467 21 ! 4 703 6,5-3 21 5,25 4,2 22 5- s«2 6, 784 22' 4- 99» 6 - 8-3 22 5,5» 4/ 4 2Z 5/ 8-4 7/ 092 2Z 5t 2,6 7t -zz 23 5,75 4,6 24 6/ 067 7,401 24 5 t 443 7,443 24 6/ 00 4,6 25 6, ZM 7 t ?og 2Z 670 7, 753 25 6,25 5,° Zo 7t 584 9, 250 zo 6 , 8 o 4 9t3°4 30 7.50 6.0 40 IO, „2 12, ZZ4 42 9, °7- 12, 405 40 IO, so 8-0 §0 12/ 640 15,4-7 Z2 11, 304 15,5öS 50 12,50 IO,o ß 6c> lZ- -Lg I8,5°l 60 13t 6°8 18, 6->8 60 15,«, I2,o Eine Vergleichung dieser Angaben mit mehrern ausgeführten Futtermauern, welche dem Erddruck hinlänglichen Widerstand geleistet haben, wird zeigen daß die hier gegebene Abmessungen auch der Erfahrung gemäß zureichend sind. UebriZens findet man im dritten Bande der theoretisch-praktischen Wasserbau- kunst vom Hrn. Hof-Rath Wiebekmg Seite 246. u. f. mehrere Abmessungen ausgeführter Futtermauern angegeben. Drittes Heft I §- iZ9 Sechster Abschnitt. L6 §. iZ9» , Die Untersuchung des Bodens worauf eine Futtermauer gegründet werden soll, bleibt einer der wichtigsten Umstände, weil Hiebei das geringste Versehen die nachteiligsten Folgen für den Bau selbst oder für die Baukaste nach sich zieht. Da die Futtermauern in der Regel nahe am Wasser angelegt werden und größtenteils mit ihrem Fundament unter dem Wasserspiegel erbaut werden müssen, so erfordert dieses, daß die Baustelle durch einen Fangdamm eingeschlossen wird, um die Mauer trocken bis über den Waffersp'egel auszuführen. Der Fangdamm wird nach den im dritten Abschnitte des ersten Hefts gegebenen Regeln angelegt und es ist Vortheilhaft für das gleichförmige Sehen des Mauerwerks, wenn man denselben in der ganzen Lange der aufzuführenden Mauer anlegen kann, weil alsdann nicht zu befürchten ist, so bald nur die Mauer durchgängig in gleicher Höhe allmahlig höher erbaut wird, daß sich einzelne Theile derselben ungleich sehen, da im Gegentheil wenn der Fangdamm nicht in der ganzen Lange der anzulegenden Mauer ausgeführt wird, das zuerst erbaute Mauerstück sich schon gesetzt hat und daher mit dem noch aufzuführenden Theil in keinen guten Verband gebracht wird, wodurch wegen des ungleichförmigen Sehens der Mauer, leicht Risse entstehen. Dagegen sind die Kosten wegen der mehrern Materialien bei einem langen Fangdamm bedeutend, wozu noch kommt daß das Grundwasser bei einer großen Ausdehnung des Baues, weit schwieriger weg zu schaffen ist, als wenn man den Bau in mehrere kürzere Abschnitte eintheilt, jeden abgesonderten Theil mit einem Fangdamm umgiebt und das dahinter befindliche Wasser ausschöpft. Sind die Umstände nicht zu nachtheilig, so ist allemal anzurathen den Fangdamm mit einem male in der ganzen Länge der aufzuführenden Futtermauer anzulegen, da schon in diesem Fall alle Sorgfalt auf die tüchtige Gründung der Mauer verwandt werden muß; noch mehr Vorsicht wird aber erfordert wenn eine Mauer nur stückweise aufgeführt werden kann, weil alsdann jedes Sehen derselben um so nachtheiliger wird. Den Grund auf welchen man Futtermauern erbauen will, kann man theils durch Erdbohrer, aber noch besser nach vollendetem Fangdamm, durch unmittelbares Ausgraben untersuchen. Vorausgesetzt daß sich die Baustelle in der Nahe des Wassers befindet, so kann man bei Felsen und sehr grobem Kies, das Fundament der Mauer unmittelbar darauf legen, wenn man überzeugt ist, daß sich unter dem Kies keine weichere Erdarten befinden. Sollte von dem nahen Stro- Vorn Bau der Futtermauern. 67 Strome ein Unterspülen des Fundaments zu befürchten seyn, so muß solches nicht nur tief genug gelegt, sondern auch um dasselbe eine Spundwand zur möglichen Verhütung der Unterspülung angebracht werden. Besteht der durchnäßte Boden aus Sand, festem Lehm oder sonst einer derben festen Erdart, so ist doch in den meisten Fallen, wegen des ungleichförmigen Setzens des Mauerwerks, welches von der durch das Wasser ungleich durchweichten Erde entstehen kann, und wenn es zu kostbar wird das Fundament auf eine zu große Tiefe bis auf einen festeren Boden herunter zu setzen, eine platte hölzerne Unter« läge, oder ein liegender Rost, Gchwellrsst, zur Aufführung der Mauer erforderlich. Daß dieser Rost so tief liegen muß, daß er nach weggekrochenem Fang: dämme zu allen Zeiten noch wenigstens einen Fuß unter dem kleinsten Wasserspiegel liege, ist eine unnachlaßliche Bedingung, weil sonst das Holz der Verwesung ausgesetzt ist. Der Moor- oder Torfgrund, eine schlüpfrige vom Wasser sehr leicht zu erweichende Thon- oder Mergelerde, erfordern zur Gründung einer Futtermaner einen Pfahlrost (prlora^s) und vor diesem sowol als vor dem liegenden Roste ist eine Spundwand nöthig, wenn man das Unterspülen des Grundes der Mauer, vom nahen Wasser befürchtet. Bei der Anordnung eines Pfahlrosteö sind alsdann vorzüglich sehr starke Grundpfahle zu wählen, wenn der Grund sehr locker ist und zu befürchten steht, daß durch den Seitendruck der Erde/ die Grundpfahle im weichen Boden gebogen werden könnten. §. 142. Ein liegender Rost bestehet aus Langschwellen ^8 Fig. 44. welche auf s- 46. vorgestellt und Figur 47. enthält den liegenden Rost mit der davor befindlichen F>g> 47> Spundwand. Die Dicke des Zapfens an den Spundpfahlen muß wenigstens 2 Zoll nnd seine Höhe 4 bis z Zoll betragen. Es wird zwar erfordert, daß die äußerste Seite ^8 des Holms mit der äußersten Seite 80 der Spundpfäh- le in einerlei Fläche falle, damit der Holm nicht leicht durch eine äußere Ursache aufgehoben werden kann, welches alsdann geschehen könnte, wenn der Holm eingefroren ist und sich die Eisdecke beim Anwachsen des Wassers zu heben anfängt. Allein wenn das Zapfenloch oder vielmehr die Nuthe des Holms nicht aufspringen soll, so muß derselbe bei 8 wenigstens drei Zoll stark seyn und man kann, wenn die Spundpfähle zu schwach sind, denselben bei 8 abfassn. Bei einer ansehnlichen Dicke des Holms und bei dünnen Spundpfählen, wird derselbe gegen den Rost ganz ohne Unterstützung bleiben, weshalb alle 12 bis iZ Fuß ein kur- Tafel 70 Sechster Abschnitt. xxxn. Fig. 48 . kurzer Spißpfahl O Figur 48. dicht hinter der Spundwand eingerammt werden kann, welcher alsdann mit einem Blatte versehen oder so weit ausgeschnitten wird, um den Holm darauf einzulassen. Zur Befestigung des Holms auf die Spundpfahle kann zwar durch den Holm auf jeden vierten Spundpfahl ein hölzerner Nagel geschlagen werden, welcher zugleich durch den Zapfen des Pfahls geht. Hiedurch wird aber das schwache Holz des Holms noch mehr geschwächt und es ist besser wenn man das Abheben des Holms befürchten muß, auf jeden achten bis i2ten Spundpfahl, «§ig. 49. eine dreispitzige Klammer Figur 49. so einzuschlagen, wie Figur 50. naher nachweiset. Sollte in einem Boden welcher dem Unterspühlen sehr ausgesetzt ist, auch hinter dem Roste der Futtermauer eine Spundwand nöthig seyn, so muß solche eben so tief als die vorderste eingerammt werden. §. 142. In denjenigen Fallen wo die Futtermauer nicht nach grader Richtung fortgeht, muß auch der liegende Rost die Richtung andern. Weil aber die Einund Ecken der Futtermauern die meiste Aufmerksamkeit erfordern, so müssen zu den Langschwellen an den Ecken die längsten und stärksten Hölzer genommen Fig. 51. werden. Die Verbindung des Rostes an einer Ecke tL Figur 51. kann nicht durch kurze Querschwellen bewirkt werden, sondern die Langschwellen von beiden Seiten und durchkreuzen sich dergestalt, daß wenn der zuerst gelegte Rost bis O mit O.uerschwellen versehen ist, alsdann die Langschwcllen desselben, dem folgenden Rost ^6 zu Querschwellen dienen müssen. Hiebei ist zu bemerken, daß die Langschwellen'von der Fortsetzung des Rostes, ««geschwächt auf ihre Unterlager eingelassen werden, wogegen die Langschwellen des Rostes /kL einen zwei Zoll tiefen Einschnitt zum Lager der Schwellen erhalten. Es ist leicht einzusehen daß die Bekohlung bei Lk einen 8 bis 9 Zoll hohen Absatz erhalt, dieser ist aber für den Bau selbst ohne Nachtheil, weil die wechselseitige Verbindung kein einzelnes Setzen zulaßt. Nur muß darauf bei der Legung des Rostes Rücksicht genommen werden, daß der Rost etwa 8 bis 9 Zoll höher kommt, damit solcher noch wenigstens einen Fuß unter dem kleinsten Wasserspiegel liegen bleibe. §. I4Z- Es gibt noch verschiedene Arten wie man die liegenden Roste konstruiren Vom Bau der Futtermauern. ?r kann; Lei allen ist aber als ein wesentliches Erfordernd anzunehmen, daß die Langschwellen möglichst ungeschwächt bleiben müssen. Der liegende Rost vom xxEii. Lormparw in Paris Figur Z2 im Durchschnitt und Grundriß, bei wel- F'S- 52. chem die Querschwellen auf die beiden äußersten Langschwellen mit Schwalbenschwänzen eingelassen sind, die übrigen Langschwellen aber auf den Querschwellen liegen, vereinigt noch den Vortheil, daß der Bohlenbelag nach . der Lange geht und dadurch die Last nach der Länge noch besser vertheilt wird; dagegen hat derselbe den Nachtheil, daß die Langschwellen durch die Einschnitte mehr geschwächt werden, als durch die Bekohlung wieder gut gemacht werden kann. In allen Fällen wenn die Bohlen nach der Länge des Rostes gelegt werden, ist darauf zu halten daß die Stöße der Bohlen nicht auf einerlei O.uer- schwelle zusammen treffen, sondern wie Figur 52 abwechseln. §>s- 5r. §. 144 - In denjenigen Fällen wo der liegende Rost nicht zureicht und ein Pfahlrost gewählt werden muß, kommt es darauf an, daß die eingerammten Pfähle welche die Futtermauer tragen müssen hinlänglich stark sind und in der Erde eine solche Festigkeit erreicht haben, daß sie durch die aufgesetzte Last nicht tiefer eindringen. Dieses tiefere Eindriugen verhindert vorzüglich die Erde welche den Pfahl umgiebt, und so lange als die aufgesetzte Last nicht größer ist als der Widerstand welchen die Erde dem Eindringen des Pfahls entgegen setzt, ist man gegen das Sinken des Baues auf einem Pfahlroste gesichert. Je tiefer ein Pfahl unter übrigens gleichen Umständen in der Erde steckt, desto mehr Last ist er im Stande zu tragen, ohne tiefer zu sinken, und es folgt hieraus daß nach Verhältniß der größern Belastung, auch die Pfähle tiefer eingerammt werden müssen. Am besten laßt sich beurtheilen wie viel Last ein Pfahl zu tragen im Stande - ist, wenn man weiß wie tief derselbe auf die letzte Hitze von etwa 20 Schlägen noch eingedrungen ist. Wäre z. B. ein 8 Centner schwerer Pfahl durch einen io Centner schweren Rammklotz, bei der letzten Hitze noch um 5 Zoll tief eingedrungen, so würde man diesen Pfahl mit aller Sicherheit mit einer Last von Azo Centner belasten können. So sehr es nun überhaupt erfordert wird, daß die Spitzfähle tüchtig eingerammt werden und mehrere Festigkeit nicht so schädlich ist, als der Mangel derselben, so laßt sich doch einsehen daß eine offenbare Verschwendung der Baukosten entstehen würde, wenn matt den Pfählen bei einer geringen Belastung eben die Festigkeit in der Erde geben wollte, welche eine vielfach Sechster Abschnitt. 72 größere erfordert. Es ist daher am Ende dieses Heftes in der dritten Abhandlung des Anhangs, eine Tafel beigefügt, mit deren Hülfe man aus dem Eindringen des Pfahls bei der letzten Hihe, auf die Belastung desselben schließen kann, so wie auch, wenn die Belastung gegeben ist, sich daraus bestimmen laßt, wie tief der Pfahl bei der letzten Hitze wenigstens eindringen müsse, wenn er hinlänglich fest stehen soll. So bald der Grund auf der Baustelle bis zur Höhe des anzulegenden Rostes ausgegraben ist, werden wenn keine Spundwand vorgexammt wird, mehrere xxEn. Reihen Spitzpfahle bis zur gehörigen Festigkeit so eingerammt, daß die Abstände F'g- 53 - der Reihen, ^6 in 6L — LO Figur zz. zwischen z und höchstens 4 Fuß, und die Abstände der Pfähle unter einander, w'.e täL, zwischen z und 5 Fuß von Mittel zu Mittel fallen. Die Breite m IIL wird durch die Unterbreite der Futtermaner bestimmt, so wie man auch in einem lockern Boden und bei einer starken Belastung die Pfahle naher an einander einrammt. Diese Pfähle werden nicht beschlagen, sondern bleiben rund und es ist hinreichend, wenn sie von der Rinde und andern Hervorragungen befreit werden. Mit Hülfe der Setzwage oder des Grundwassers können die Pfahlköpfe in der Wage abgeschnitten werden; alsdann schnürt man nach der Länge der Futtermauer die Zapfen an den Spitzpfähle 2 Zoll stark ab und läßt solche durchgängig z Zoll hoch und 5 F'g- 54. Zoll breit ausarbeiten; Figur 54. Auf diese Pfahle werden mindestens 10 Zoll hohe Holme oder Langschwellen ausgezupft, deren Stöße jedes- Fis- 45- mal auf die Mitte eines Pfahls fallen lind so wie Figur 45 unter einander vertheilt werden müssen. Ueber die Langschwellen kommen in Entfernungen von z bis 5 Fuß, von Mittel zu Mittel, Zangen oder Duerschwellcn, welche auf die Langschwellen Ungekämmt werden. Damit die Zapfenlöcher des Holms genau auf die Zapfen der Spitzpfahle treffen, wird der durchgängig gleich hoch bearbeitete Holm neben die Zapfen der Pfähle gelegt, auf welchen er befestigt werden soll. Mit Hülfe des Winkeleisens wird alsdann die Länge des Zapfenlochs auf dem Holm bezeichnet und in der Mitte desselben genau 2 Zoll weit und z Zoll tief ausgestemmt. So bald sämmtliche Holme aufgesetzt sind, welche nicht wie bei den Bollwerkspfahlen genagelt werden dürfen, legt man die Zangen quer über dieselben, um an den Holmen die Kämme und an den Zangen die Einschnitte zu den Kämmen zu zeichnen. Liegt nemlich die Zange in ihrer gehörigen Lage auf-den Holmen, so wird mit einem Röthel auf der Oberfläche der Holme so weit eine Linie gezogen, als die Vom Bau der Futtermaueru. 7z die unterste Kante der Zangen auf die Holms fallt und eben so werden auf der untern Flache der Zangen da Linien gezogen, wo die Oberkanten der Holme mit der Grundfläche der Zangen zusammen fallen. Alsdann wird die Zange umge- kantet und ihre Grundfläche nach oben gekehrt, so daß man auf den Holmen die Linien L8 Figur 55. und auf den Zgngen die Linien 60 , VO erhalt. Fig.H Aus der Mitte dieser Linien werden rechts und links drei Zoll abgesetzt, so daß die Breite des Kamms OL und die Breite des Einschnitts sechs Zoll wird. Der Kamm in dem Holm erhalt drei Zoll Höhe und eben so tief wird der Einschnitt in der Zange ausgearbeitet. Sind die Zangen aufgebracht, so wird der. Raum zwischen den Holmen mit Mauerschutt und kleinen Steinen so hoch aufgefüllt und eingestampft bis solcher gleich hoch mit der Oberfläche der Holme liegt; alsdann werden zwischen den Zangen Bohlen auf die Holme mit hölzernen Nageln befestigt. Der zum Theil fertige Pfahlrost ist Figur in der obern 56. Ansicht und Figur 57 und zF von der Seite abgebildet, so daß Figur 57 einen Fig.Z7.5z, Durchschnitt durch eine Zange und Figur 58 einen Durchschnitt zwischen zwei Zangen vorstellt. Bei diesem Roste ragen die Zangen über die Bohlen etwa drei bis 4 Zoll hervor, welches aber für die aufzuführende Mauer ohne Nachtheil ist. Man könnte diese Unebenheit zwar dadurch vermeiden, daß die Zangen in der ganzen Stärke des Holms, einen g bis 4 Zoll tiefern Einschnitt erhielten, hiedurch würden aber die Zangen zn sehr geschwächt werden. Sollte die Futtermauer ihre Richtung andern und eine Ecke bilden, so gilt in Absicht der Holme eben das, was wegen der Langschwellen beim liegenden Roste §. 142, Figur 51 bemerkt worden ist. §ig. 51. §- 145. Die Grnndpfähle bei dem Pfahlroste müssen so fest eingeschlagen werden, daß sie durch die aufzubringende Belastung nicht im geringsten tiefer eingedrückt werden dürfen, daher kann auch in dem Falle, daß eine Spundwand wegen der Ausspülung des Grundes vor dem Roste angelegt werden muß, diese mit dem Rost ohne Nachtheil verbunden werden, welches bei dem liegenden Roste nicht zulässig war. Es müssen aber alsdann die Spundpfähle, weil sie zum Tragen der Last bestimmt sind, wenigstens vier bis sechs Zoll dick seyn. An der Stelle wo nach dem vorigen §. die erste Reibe Spitzpfahle eingerammt werden sollten, kommt nun die Spundwand und wird eben so wie die übrigen Pfahle und in Drittes Heft. K glei- X 74 Sechster Abschnitt. gleicher Höhe mit denselben verholmt, wobei man aber zu dem Holme der Spund- pfahle das beste Holz aussuchen muß. Weil aber die Zangen nicht weiter als bis über die Spundwand vortreten dürfen, so werden sie zwar-auf die übrigen Holme aufgekämmt, auf den Holm der Spundwand aber mit einem Schwalbenschwanz §ig. 5ö- drei Zoll tief eingelassen Figur 59. Zwischen den Zangen wird alsdann der Bohlenbelag mit hölzernen Nageln auf die Holme befestiget. Zweierlei Durchschnitte §ig. Lo. eines Pfahlrostes mit einer Spundwand unter demselben, enthalt Figur 6o, wo tLiL der Durchschnitt zwischen zwei Zangen und LL der Durchschnitt durch die §ig. 6i. Mitte einer Zange ist, so wie Figur 61 die Vorderansicht des Pfahlrostes darstellt. Sind die Spundbohlen zu schwach als daß solche eine Reihe Spitzpfahle unter den Langschwellen ersetzen könnten, so muß die Spundwand unmittelbar vor die äußerste Rostschwelle kommen. Vor derselben wird alsdann ein Riegel §ig. 62. mit eisernen Bolzen an die Holme der Grundpfähle befestigt, wie Figur 62. §. 146- Nicht leicht werden Futtrrmauern durchgängig von Werkstücken oder Quadern aufgeführt, man bedient sich derselben gewöhnlich nur die Vorderseite der Mauer damit einzufassen oder zu bekleiden, und nur zuweilen wird die Hinterseite derselben, welche gegen die Füllerde gekehrt ist, ebenfalls mit Quadern eingefaßt. Der innere Raum hinter der Bekleidung wird entweder mit Bruchsteinen, Ziegeln oder auch wohl zum Theil mit Feldsteinen ausgemauert. Die Werksteinbekleidung muß mit dem übrigen Mauerwerke genau verbunden werden. Dies kann aber nur dann geschehen, wenn einzelne Steine derselben tiefer in das Mauerwerk eingreifen als die übrigen. Ein solcher tiefer eingreifende Stein, heißt ein Binder oder Strecker, auch wshl ein Ankerstein, (Diaw- nus. so wie diejenigen Steine, welche nicht so tief in da 5 Mauerwerk xxxni reichen und mit ihrer größten Lange nach der Länge der Maner gerichtet sind, §ig. OZ. Läufer oder auch Lütlquader heißen. So sind L, ö, Figur 6z die Binder und tli, H., die Läufer. Die Steine welche in einerlei horizontaler Lage oder Schicht (Oorium. neben einander liegen, erhalten gleiche Höhe, gewöhnlich einen bis zwei Fuß, ob es gleich nicht nothwendig ist, daß alle Lagen gleich hoch sind. Die Lugen oder Zwischenraume zweier aneinander stoßender Steine, sind Lagerfugen oder Grandfugen c/s wenn sie wagerecht sind, und Stoßfugen wenn sie vertikal stehen. Bei einem Läufer ist LO die Lange, Lk die Breite und LL die Höhe, so Vom Bau der Futtermauern. 75 so wie bei einem Binder O6 die Lange, OH die Breite und OL die Höhe genannt wird. Als Regel kann man annehmen daß die Breite eines Läufers wenigstens einen Fuß betragen und daß die Lange des Binders wenigstens bis 2 Fuß die Breite der anliegenden Läufer übertreffen müsse, wenn man eine gute Verbindung der Werkstücke mit der Hintermauerung erhalten will. Diejenige Flache des Steins, welche sichtbar bleibt wenn der Stein in die Mauer verseht ist, heißt die Licht- oder Stirnfläche Der Verband oder die Ordnung nach welcher die Läufer und Binder der Steinsägen abwechseln, fallt nach dem Grade der Festigkeit welchen man dem Mauerwerke geben will und mit Bezug auf die zu verwendenden Kosten sehr verschieden aus. Der vorzüglichste und dauerhafteste Werkstückverband wird erhalten, wenn mit jedem Binder nur ein Läufer in allen Lagen abwechselt, wie Figur 64, wo die Binder wie in allen folgenden Figuren durch eine schwärzere Farbe angedeutet sind. Bei diesem Verbände wird jedesmal in der folgenden Lage der Binder auf die Mitte des darunter liegenden Läufers gesetzt, wie die Figur naher nachweiset. Haben alle Lagen gleiche Höhe von 2 Fuß, so kann jeder Binder 18 Zoll breit und 2! bis z Fuß lang, und jeder Läufer 12 bis 15 Zoll breit und zf Fuß lang werden. Bei allen übrigen Anordnungen ist darauf zu halten daß die Stoßfugen der untern Lage mit den der darauf folgenden, nicht zu nahe zusammen treffen. Ein Verband mit zwei Läufern neben jedem Binder, Figur 65, erfordert daß die Binder wenigstens zwei Fuß breit sind, weil sonst die Stoßfuge der beiden Läufer, den Stoßfugen neben den Bindern zu nahe kommt. Wechseln jedesmal drei Läufer mit einem Binder in allen Lagen ab, Figur 66 so kommen zwar die nächsten Stoßfugen weiter von einander, es entsteht aber auch besonders bei langen Läufern, weniger Verbindung mit dem übrigen Mauerwerke. Zur Ersparung der Werkstücke pflegt man auch mit den Lagen dergestalt abzuwechseln, daß man nur Wechselsweise die Lagen mit Bindern versieht und durchgängig, zwischen zwei eingebundenen Lagen, eine Lausschicht anbringt, welche nur allein aus Läufern besteht. Figur 67 und 68. Bei den vorherigen Verbänden ist vorausgesetzt worden, daß sämmtliche Läufer einerlei Breite haben. Es ist aber weit vorzüglicher wenn man zur bessern Verbindung mit dem übrigen Mauerwerk auch die Läufer von verschiedener Breite dergestalt annimmt, daß wenn die Läufer einer Lage einen Fuß breit sind, die der nächsten zwei Fuß Breite erhalten; so daß in Absicht der K 2 Brei- Tafel XXXIU. Fig. 64 Fig. 6z. Fig. 66. Fig.67.68. 76 Breite der Läufer, jede folgende Lage mit der darunter befindlichen abwechselt. Um aber bei diesem Verbände einen zu großen Aufwand an Werkstücken zu vermeiden, kann man diejenigen Lagen in welchen die Läufer zwei Fuß Breite xxxiii huben, niedriger machen als die Lagen deren Lauser einen Fuß breit sind. Fig. 69. Man erhalt einen guten Verband, wenn Figur 69 die erste oder unterste Lage zwei Fuß hoch angenommen, jeder Binder Fuß breit, Fuß lang und jeder Läufer z Fuß lang und 1 Fuß breit wird. Die folgende oder zweite Lage (von unten) wird einen Fuß hoch, jeder Binder Fuß lang, g Fuß breit und jeder Läufer 4^ Fuß lang und 2 Fuß breit angenommen. Ein mehr Stein ersparender Verband, welcher aber doch noch eine in vie- Fig. 70. len Fallen brauchbare Verbindung gibt, ist Figur 70 abgebildet. In der ersten oder hohen Lage können die Binder Fuß breit, Fuß lang, sämmtliche Läufer aber z Fuß lang, 1 Fuß breit angenommen werden, wogegen in der darauf folgenden zweiten Lage, die Binder z Fuß Breite, zZ Fuß Länge, die Fig. 6z. Läufer aber z und 4^ Fuß Lange und 2 Fuß Breite erhalten. Figur 6z enthalt die Hinteransicht dieses Verbandes, wenn nichts weiter als die Werkstücke ohne die Hintermaurung zu sehen sind. Will man bei abwechselnder Höhe der Lagen Laufschichten anbringen, so geschieht dies am besten so, daß die niedrigen Lagen zn den Laufschichten angenommen werden, und man gibt alsdann den Läufern der niedrigen Lagen einen Fig.71.7-. 8"ß mehr Breite, als die Läufer der hohen Lagen erhalten. Figur 71 und 72 enthalten diese Verbindungen. §- 147 - Die Zusammenfügung der Werkstücke unter einander zu einem zusammenhangenden Ganzen, wird zwar zum Theil durch den Mörtel bewirkt, man bedient sich aber auch der eisernen Klammern um die nebeneinander liegenden Steine noch mehr zu befestigen. Weil aber Werkstücke welche gehörig mit Bindern abwechseln und nach graben Linien fortlaufen, nicht leicht ausgedrängt werden können, so sind in solchen Fallen die Klammern entbehrlich und es ist zureichend, die nebeneinander liegenden Steine durch einen Einschnitt noch mehr mit einander zu verbinden. Die einfachste Verbindung wird dadurch erhalten, daß man dem Binder auf jeder Seite w6*er mit dem Läufer zusammen trifft, einen Einschnitt von etwa einen Zoll tief gibt, so daß der Vordertheil des Binders ein Fig. 7). schwalbenschwanzförmiges Ansehen wie Figur 75. erhält. Die Läufer K erhal- Vom Bau der Futtermaumr. 77 erhalten alsdann eine Vertiefung, in welche der Schwalbenschwanz des Binders genau paßt, so daß hiedurch, die Eckverbindungen ausgenommen, die Klammern entbehrlich werden. Bei der Bearbeitung der Einschnitte ist darauf zu sehen, daß alle scharfe oder spitzwinklichte Ecken vermieden werden, weil sich diese leicht abstoßen, daher auch wenn man genöthigt ist einen mehr als einen Zoll tiefen Einschnitt in den Binder zu machen, die Stoßfuge so bearbeitet werden muß, daß solche wenigstens auf einen Zoll Breite, auf der äußern Flache der Wand senkrecht steht. Man sehe Figur 74. In Belidor's ^rabirsorura §jg. 74. ch^ckrauliea (2. T. I B. II K. auf der 6. Taf. Z Fig.) ist eine schwalbeuschwanz- förmige Stoßfuge wie Figur 75. angegeben, die aber deshalb nicht zu empseh- Fig. 75. ken ist, weil sich die scharfen Kanten der Steine leicht abstoßen. Die Stoßfuge zweier Läufer wird dadurch bestimmt, daß aus der Mitte der Breite Figur 76. von 6 nach I) ein Zoll abgesetzt und dadurch die Fu- Fig. 76. ge erhalten wird. Man kann auch den Stoßfugen eine Verbindung wie bei L oder wie bei k mir einem bogenförmigen Hacken geben, welcher aber wenigstens Zoll vorspringen muß. An den Ecken der Mauern und bei einzelnen Vorsprängen ist es nicht immer zureichend, durch Einschnitte in den nebeneinander liegenden Steinen eine solche Verbindung hervor zu bringen, daß nicht bei einer großen äußern Gewalt eine Verrückung der Lagen an den Vorsprängen zu fürchten wäre, daher man sich in diesen Fallen der eisernen Mammern (Lublonckss. bedienen muß, welche mit Blei vergossen werden. Weil aber das Eisen wenn es feucht wird leicht rostet und dadurch der Stein beschädigt wird, so sollten alle eiserne Klammern welche in die Mauer kommen, wenigstens einen Fuß weit von der äußersten Wandflache abstehen, auch keine verarbeitet werden, welche nicht einen Ueberzug von Pech erhalten hat, zu welchem Ende die Klammer vorher heiß gemacht werden muß. Die Gestalt der gewöhnlichen Steinklammern ist hinlänglich bekannt, sie werden 9 bis 12 Zoll lang gemacht, ihre beiden Arme mit Wiederhacken versehen und beim Ausarbeiten der Löcher in den Steinen, müssen die Löcher unten weiter als oben seyn, damit das eingegossene Blei recht fest sitzt. Figur 77. Auf jede Klammer rechnet man zwei Pfund Blei. Fig. 77. Will man große eiserne Anker bei den Eckverbanden vermeiden, weil sie, außer dem Nachtheil welcher dem Steine durch das Rosten des Eisens zugefügt wird, Sechster Abschnitt. Tafel xxxm. Fig. 64. Fig. ??- Fiz- 7 s, 78 wird, auch noch dadurch schädlich werden, das sich das Eisen in der Kalte mehr als der Stein zusammen zieht, weshalb die Steine leicht zerspringen, so kann man dies wenn die Ecken stnmpfwinklicht oder fett sind, dadurch bewirken, daß die Ecksteine aus lauter Bindern von beträchtlicher Breite und Lange angenommen werden. Um diese Verbindung an einem Beispiele zu zeigen, so werde der Verband Figur 64. gewählt, wo jeder z Fuß lange nnd iZ Zoll breite Binder, mit einem zß Fuß langen und 12 Zollbreiten Läufer abwechselt. Schneiden sich nun die Seiten der Ecksteine unter einem gegebenen stumpfen Winkel, so wird die Lehre oder Chablone zu den Bindern welche an die Ecken kommen, die man auch Kopfstücke nennt, auf folgende Weise gezeichnet. Es sei Figur 78. der gegebene Winkel welchen die Ecksteine bilden sollen, so werden in Entfernungen von 2 Fuß, Parallellinken und CD mit den Schenkeln Lk und Lbl des gegebenen Winkels gezogen, welche sich in O schneiden. Aus V sehe man nach L 1^, nach k drei Fuß, und ziehe durch L und k mit LO die Parallellinien LO, kU bis an die zuerst gezogenen Parallellimen. Nun theile man LQ und ibU in zwei gleiche Theile in I und R. Aus L und I'" werden senkrecht auf LL und Lk sechs Zoll nach U und ÜU abgesetzt und aus diesen Punkten die Linien Ick und iVIL gezogen, auf welche man in I und L senkrecht 6 Zoll von I nach und von nach O setzt. Durch N und O ziehe man mit UI und NL die Linien N? und 0 ss> parallel bis an die Linien <Ü 0 und Bkl, so ist OkdllUULbNLQtZU die Lehre oder Chablone zu dem Eckbinder, so wie LUINUO die Lehre zu der Stoßfuge des anstoßenden Läufers ist. Diese Läufer müssen auf beiden Seiten des Kopfstücks zwei Fuß breit seyn. Wird die hier für das Kopfstück gefundene Lehre umgedreht, so erhalt man die Lehre für das Kopfstück der darauf folgenden Lage. Die obere Ansicht zweier aufeinander folgenden Lagen ist Figur 79. nebst der äußern Ansicht der Fugen abgebildet. Noch ist bei diesem Eckverbande zu bemerken, daß die an den Eckbindern ks,, L liegende Läufer L, 1Z d§x Lichtseite vier Fuß lang und die Läufer L, O nur z Fuß lang sind. Die nächsten Binder D O, Nick erhalten eine Lange von 4 Fuß. Um dieser Verbindung durch eiserne Klammern noch mehr Festigkeit zu geben, so können solche da angebracht werden, wo sie in der Zeichnung angedeutet sind. §. 149. Bildet die vorspringende Ecke im horizontalen Querschnitt einen rechten Win- Vom Bau der Futtermauern. 79 Winkel, so kann bei dem Eckverbande mit einem jeden Binder, ein Eckqnader in der darauffolgenden Lage abwechseln, wie aus Figur 82. zu ersehen ist. Fig. 8°. Wird hier ebenfalls der Verband Figur 64. beibehalten, so erhalt der Eckbinder ^ am Kopf auf jeder Lichtseite Fuß Breite, und die daneben liegenden Läufer L, 8 sind z Fuß lang und 2 Fuß breit, so wie die Binder 6, L, 4 Fuß Lange und iß Fuß Breite haben. Die folgende Lage hat einen Zz langen und eben so breiten Eckquader D, an welchen die Fuß lange und Fuß breite Läufer anstoßen. Die Verkümmerung ist aus der Figur zu ersehen; auch ist bei diesem Verbände überhaupt zu bemerken, daß die Läufer L, L da wo sie an den Binder ^ stoßen, eine schwache Stelle haben, welches bei dem stumpfwinklichten Eckverbande Figur 79 der Fall nicht ist. Fig. ?s. Der Eckverband Figur 8r. ohne Binder auf den Ecken, bedarf keines so Fig. 81. künstlichen Fugenschnitts wie die vorherigen Verbände und die anstoßenden Läufer werden nicht so wie beim vorherigen Verbände geschwächt. Die Eckquader H.,8 in beiden »uf einanderfolgenden Lagen, sind g Fuß lang, 2 Fuß breit, die anliegenden Läufer L,O, zL Fuß lang, Fuß breit, und die Binder L» 8, 4 Fuß lang und i; Fuß breit. Außerdem wird bei 6 und 81 noch ein 2z Fuß langer und Fuß breiter Füllquader eingesetzt. Anstatt daß der Eckquader nur mit einem Binder zusammen stößt, kann man auch auf beiden Seiten desselben Binder anbringen, wie Figur 82 , wo- Fig- durch die Füllquader O, kl, Figur 81. entbehrt werden. Wird bei ixn» ange- Fig 8i. führten Verbände vorausgesetzt daß Fuß breite Binder mit Fuß langen Läufern abwechseln, so muß jedesmal der Eckquadcr 4^ Fuß lang und 2 Fuß breit seyn. Die übrige Verbindung ergibt sich aus der Figur. Es ist Vortheilhaft die scharfen Ecken bei den Futtermauern abzurunden, weil solche alsdann weniger dem Abstoßen ausgesetzt sind. Diese Vorsicht ist vorzüglich alsdann zu beobachten, wenn die horizontalen Querschnitte der Ecken spitze Winkel bilden oder wenn die Steine eine magere Kante erhalten. §- 150- Die im Vorhergehenden angegebenen Eckverbände bewirken zwar durch die zum Theil angebrachten Einschnitte in den Stoßfugen und durch die eisernen Klammern, daß die Schichten unter sich zusammen verbunden sind; dagegen fehlt es bei sehr starken Erschütterungen den einzelnen Schichten an einer eben so starken Verbindung mit den nächst darüber und darunter liegenden, weil die 8o Sechster Abschnitt. die Lagerfngen in einer wagerechten Flache zwischen den Steinschichten, ohne Unterbrechung durchgehen. Man kann zwar durch eiserne Dübel eine mehrere Verbindung der aufeinanderfolgenden Schichten bewirken, aber auch diese muß man so viel wie möglich zu vermeiden suchen, weil sie sehr leicht zum Zersprengen der Steine Gelegenheit geben. Eine stärkere Verbindung der aufeinanderfolgenden Steinschichten kann sicherer dadurch bewirkt werden, daß die Eckqua« der eine Hervorragung oder einen Kamm erhalten, mit welchem sie in Vertiefungen der darunter liegenden Steine paffen, wodurch ein solches Ineinandergreifen der Steine bewirkt werden kann, daß nicht leicht ein einzelner Stein xxxm. aus der Lage weicht. Diese Verbindung laßt sich auf mancherlei Art ausfüh; Zig. Wollte man mit Beibehaltung des Verbandes Figur 82. die 4Z Fuß lange, 2 Fuß breite und eben so hohe Eckquadern, in die unterste Schicht eingrei- xxxrv ftn lassen, so müßten solche sämmtlich auf ihrer untersten Flache Figur Zig-8z. einen Absah ^8 erhalten, welcher etwa einen Zoll hoch und halb so breit als der Stein seyn kann. Diejenigen Steine auf welchen der Eckquader sein Zis- 84 - Lager erhalt, müssen alsdann eine eben so große Vertiefung Figur 84. bekommen, damit die Steine genau ineinander passen. Daß bei diesem Verbände die Sreinmeharbeit sehr genau ausgeführt werden muß, ist eine unnachlaßliche Bedingung. Wollte man an der Vorderseite der Mauer nur grade Lagerfugen haben, ko laßt sich leicht einsehen daß dies dadurch bewirkt werden könne, wenn auf der obersten Fläche des Eckquaders, eine 8 bis 12 Zoll breite Brüstung stehen bleibt und der Vorsprang auf der Unterflache dieses Kniaders, eben so breit weggehauen wird» §- lZr. Diejenigen Werkstücke welche in die oberste Schicht einer Futtermauer kommen, heißen Deckplatten und man muß dazu die härtesten Steine auswählen. Sie werden 8, 12 auch wohl r8 Zoll dick angenommen und müssen wenigstens eine Breite von 2 Fuß haben, wenn sie noch etwas über die Mauer hervor ragen und ein festes Lager erhalten sotten. Man gibt denselben oft Zig-«?- ^ Gestalt Figur 85; diese ist aber deshalb nicht zu wählen, weil solche den Fig.8S.87. Regen nicht so gut ableitet, wie Figur 86. und 87., wo die überhangende Platte unterhalb bei eine Regenrinne hat, oder wie bei L etwas schreg bearbeitet ist. Erhalten die Deckplatten nur eine Breite von Z Fuß, so ist es nothwendig Vom Bau der Futtermauern. 8l dig daß auf jeden Läufer ein Binder wie beim übrigen Mauerverbande angebracht wird; bei drei und mehr Fuß breiten Deckplatten können aber die Bin- xxxiv der entbehrt werden. Die Fugenschnitte der Binder können wie Figur 88- bei Fig. 88. ^ oder des bessern Ansehens wegen wie bei 8 bearbeitet werden. Noch besser sieht es aus, wenn die Fugen senkrecht auf die äußere Fläche der Wand stehen, wie bei 6; alsdann müssen aber die Läufer mit einem Zapfen in die dazu gehörige Vertiefung des Binders eingelassen werden, wodurch noch der Vortheil entsteht, daß die von oben etwa eindringende Feuchtigkeit nicht durch die Stoßfuge lothrecht dringen kann. Bei O Figur 89. ist der Zapfen am Läufer, §>g> welcher nur etwa einen Zoll lang seyn darf und halb so hoch als der Stein gemacht werden kann, so wie die Vertiefung im Binder anzeigt, in welche der Zapfen des nächsten Läufers eingreift. Vor der Vertiefung 8 bleibt etwa noch 6 bis 8 Zoll Stein stehen. Der Raum zwischen den Bindern der Deckplatten, wird oberhalb entweder mit dünnen Werkstücken, oder mit rechtwinklicht behaucnen Bruchsteinen oder auch mit guten Klinkern, welche auf die hohe Kante gesetzt werden, ausgefüllt, weshalb die Binder und Läufer au ihren lothrechten Hinterflächen, so hoch bearbeitet werden müssen, daß die oberste Schicht Füllsteine mit denselben in Berührung kommt. Beträgt die Breite der Futtermauern welche mit Deckplatten belegt werden soll, drei bis vier Fuß, so kann man sich der Verbände Figur 90. oder 91. Fig.92.91. bedienen, wo bei der letztem Figur die Binder mit den dazwischen befindlichen Läufern 8 abwechseln, welche auf eine ähnliche Art wie Figur 89. in die Fig. za. Binder eingreifen. Bei diesen Verbänden können eiserne Klammern entbehrt werden. Auf die Deckplatten wird entweder ein eisernes oder steinernes Geländer gesetzt; hölzerne Geländer auf massiven Mauern sollte man des Uebelstandes und der kostbaren Unterhaltung wegen vermeiden. §. 152. Beim Bearbeiten der Werkstücke werden außer der Stirnseite oder der jenigen Flache, welche die äußere Wand der Mauer bildet, nur noch diejenigen Seiten so weit glatt bearbeitet, als sie mit andern Werkstücken zusammen treffen; der übrige Theil der Oberfläche eines Werkstücks muß ganz rauh bleiben, damit er sich mit dem übrigen Mauerwerke desto besser verbindet, so wie Drittes Heft. L es Sechster Abschnitt. 82 es auch besonders bei Bindern sehr Vortheilhaft ist, wenn der nach dem Innern der Mauer gekehrte Theil derselben, hinten merklich breiter als vorne ist. Ferner muß beim Bearbeiten eines jeden Werkstücks darauf gehalten werden, daß der Stein wenn er in die Mauer kommt, wieder eben dieselbe Lage erhalte, welche er vorher im Bruche hatte, so daß der Theil welcher wagerecht gelegen hat, auch in der Mauer wieder eben so liegt, weil der Stein alsdann die meiste Dauer erhalt. Wollte man den Stein dessen Flache im Bruche horizontal war, in der Mauer vertikal stellen, so laßt sich einsehen, daß derselbe unter der Last weit leichter zerbrechen würde. Der §. izz. beschriebene Cement wird zum vermauern der Werkstücke so weit sie unterm Wasserspiegel liegen gebraucht und es ist bei diesen eben so wie Lei den gebrannten Steinen darauf zu halten, daß die Werkstücke vorher mit Wasser tüchtig angefeuchtet werden müssen, wenn sich der Cement mit denselben gut verbinden soll. Dagegen werden diejenigen Werkstücke welche über den höchsten Wasserspiegel kommen, mit dem §. 154. beschriebenen rothen Mörtel vermauert oder vergossen. Der Cement zum Ausmauern der Werkstücke darf keine grobe Körner in der Beimischung enthalten, weil sonst große Fugen zwischen den Steinen entstehen. Bringt man die bearbeiteten Steine an diejenige Stelle des Baues, wohin sie ihrer Bestimmung nach kommen sollen, so nennt man dies die Wcrstü- cke versetzen. Der Stein wird gewöhnlich vom Arbeitsplatz nach der Baustelle, wenn die Entfernung nicht zu groß ist, auf Walzen bis an sein Lager gebracht und es kommt sehr viel darauf an, daß derselbe wenn sich einmal Mörtel zwischen den Fugen besindet, unverrückr liegen bleibt. Man hat verschiedene Arten die Werkstücke zu vermauern und auszugießen. Entweder werden solche zuvor in ihr Lager gebracht um zu sehen ob alles genau aneinander paßt. Alsdann wenn dies der Fall ist, wird der Stein umgekippt und die unterste oder Lagerflache desselben genäßt und mit Mörtel eben sowol als die Stelle auf welcher der Stein liegen soll, überstrichen und dieser so schnell wie möglich, ohne daß er viel gerückt werden darf, tns Lager gebracht. Dieses Verfahren setzt geübte Arbeiter voraus, wenn der Mörtel gut binden und die La- gcrfuge nicht zu groß werden soll, daher man auch die Lagerfugen sowol als die Stoßfugen nur auszugießen pflegt, wenn zuvor der Stein trocken versetzt ist. Zum Vergießen der Lagerfuge wird erfordert, daß sie H Zoll breit sei; es werden daher kleine Keile von eichen Holz so unter den Stein gelegt, daß Vom Bau der Futtermauern. 8z daß die Lcigerfuge höchstens die angegebene Weite erhalte und wenn auf diese Art mehrere Werkstücke neben einander verseht sind, wird hinter denselben in einem Abstände von wenigstens A Zoll eine Schicht Mauersteine so vermauert, daß zwischen dem Werkstücke und dem Mauersteine, die Stoßfuge von der angegebenen Breite offen bleibt. Ist hierauf die Lagerfnge mit Wasser genäßt, so gießt man in den leeren Raum zwischen der Schicht von gebrannten Steinen und dem Werkstücke, Cement oder Mörtel, welcher so flüssig seyn muß, daß er sich alsdann in der Lager-fuge ausbreitet und an der Vorderseite der Mauer zum Vorschein kommt, wo er am wettern Abfließen verhindert werden muß. Die Hintermaurung der Werkstücke wird nun fortgesetzt und wenn das Man- erwerk mit der Werksteinschicht gleiche Höhe erlangt hat, so werden auch die Stoßfugen zwischen den Werkstücken ausgegossen. §- iZZ- Um die Anordnung der einzelnen Theile und die Erbauung einer Futter- mauer mit einer Werkstückbekleidung besser zu übersehen, werde vorausgesetzt daß eine 20 Fuß hohe Mauer auf einem Pfahlroste mit zwei Fußbänken nnd einer Vorderböschung, deren Ausladung dem achtzehnten Theile der Höhe gleich ist, nach den Abmessungen der siebenten Tafel (§. 1Z8) aufgeführt werden soll. Hienach ist wenn die Brüche welche bei den Zollen vorkommen vermieden werden, die Unterbreite der Mauer 7,242 Fuß oder 7 Fuß z Zoll, die Dber- breite 4 Fuß, die Höhe jeder Fußbank Z,477 oder ZZ Fuß, die Breite jeder Fußbank 1,066 Fuß oder rz Zoll und die Ausladung der. Vorderböschung oder der achtzehnte Theil der Höhe, iz Zoll. Die Anordnung des Pfahlrostes, wenn vor denselben eine Spundwand kommt und dabei angenommen wird, daß die Vorderwand vom Fuß der Futtermauer mit der Hinterkante des Spnndholms in einerlei Loch und die Hin- terflache der Fußbank, auf die Mitte der hintersten Langschwelle kommen soll, kann nun leicht geschehen; denn wenn die Holme oder Langschwellen 10 Zoll stark angenommen werden, so bleibt zwischen dem Spundholm und der hintersten Langschwelle noch eine lichte Breite von -/z" — 6Fuß loZoll und wenn innerhalb dieses Raums noch 2 Langschwellen, also überhaupt 4 Stück io Zoll breite Schwellen angenommen werden, so ist der lichte Raum zwischen 2 Schwellen - ^ HZ-- —2AM, also liegen die Langschwellen von Mittel 3 L 2 zu Sechster Abschnitt. 84 zu Mittel, 2 Fuß 6^ Zoll von einander entfernt. Hienach müssen die Rost- bohlen, wenn sie einen Zoll über die hinterste Langschwelle vorstehen sollen, 8 Fuß 7 Zoll, also die Zangen oder Querschwellen etwa 9 Fuß lang seyn. Ist ferner für die Werksteinbekleidung festgesetzt, daß die Schichten 18 Zoll und die Deckplatten 8 Zoll hoch werden sollen, so bleiben nach Abzug der 8 Zoll von 2Q Fuß Höhe, noch 2Z2 Zoll übrig. Diese durch 18 dividict, gibt 12 Steinschichten, wobei noch 16 Zoll Rest bleiben. Die untersten Stein- schichten pflegt man gern etwas höher und breiter als die übrigen zu machen, man kann daher der ersten io und der zweiten Schicht 6 Zoll zulegen, so ergeben sich für die Höhen der ersten Lage — — der zweiten Lage — — der dritten bis zwölften Lage, ä 1; Fuß der dreizehnten Lage für die Deckplatten ganze Höhe der Mauer 20 Fuß Sämmtliche Binder sollen Fuß breit und die Läufer g; Fuß lang seyn. In der ersten Lage erhalten die Binder z Fuß Lange und die Läufer ir Fuß Breite; in der zweiten und allen folgenden Lagen, erhalten die Binder 2^ Fuß Lange und die Läufer 15 Zoll Breite. Bei diesen Angaben von der Breite der Läufer ist nicht aus der Acht zu lassen, daß wegen der Vorderböschung der Mauer, die obere Breite der Läufer kleiner als die untere ist. Eben das gilt in Absicht der Länge von den Bindern; es muß daher allemal bei diesen Angaben, die größte Abmessung des Steins verstanden werden. Es wird vorausgesetzt daß die Hintermaurung der Werkstücke hier mit gebrannten Steinen geschehen soll. Wären hingegen Bruchsteine zur Hintermau- rung der Werkstücke vorhanden, so würde man gebrannte Steine um so mehr entbehren können, wenn die Bruchsteine nach parallelen Flächen brechen; sollen aber Feldsteine zur Mauer mit verwandt werden, so ist erforderlich, weil sie wegen ihrer mehr runden als graben Oberfläche, nicht den besten Verband geben, und besonders zum Ausmauern der Räume zwischen den Bindern nicbt geschickt sind, daß hiezu sowol, als auch um auf jede drei bis vier Fuß Höhe eine Schicht von Mauersteinen durch zu binden, dem Inhalte nach, eben so viel Mauersteine als Feldsteine zum Vermauern genommen werden. Es ist aber bei der Auswahl dieser Steine darauf zu merken, daß der Frost wohl bis — 2 Fuß 4 Zoll Vorn Bau der Futtermauern. 85 bis zwei Friß tief in das Mauerwerk eindringt, und daß daher der Raum zwischen den Bindern mit solchen Steinen ausgefüllt werde, welche dem Froste hinlänglich widerstehen. So bald der Rost fertig und die Erde zwischen den Langschwcllen auf einen oder etliche Fuß tief ausgegraben, mit einer Schicht Steingruß oder kleinen Feldsteinen bis an die aufzubringende Deckbohle ausgepackt und festgestampft ist, so wird, wenn die Deckbohlen befestiget sind, die erste Schicht Werkstücke mit Cement vermauert. Diese Werkstücke erhalten keine Vorderböschung, sondern werden rechtwinklicht behauen und bilden einen kleinen Absah, wogegen die übrigen Werkstücke sämmtlich die erforderliche Böschung erhalten. In gleicher Höhe mit diesen Werkstücken wird sowol der Raum zwischen den Bindern und vorzüglich in den Ecken, wo die Binder aus den Läufern hervor treten, mit gebrannten Steinen in Cement und der übrige Raum mit eben solchen Steinen, in Cement oder Wafsermörtel ausgemauert. Es ist nicht nothwendig die Deckbohlen mit Sand oder Lehm vor dem Vermauern der ersten Steiuschicht zu bestreuen, wohl aber ist es Vortheilhaft, die Bohlen so wie die Mauersteine vorher zu näßen, wenn die Mauerschicht darauf kommen soll. Die zweite Schicht Werkstücke wird nicht eher gesetzt, als bis die erste durchgängig hinter- mauert und die ganze Mauerschicht auf ihrer Oberfläche eben und wagerecht ist. Auf diese Art wird mit allen Schichten fortgefahren, nur daß man wenn Feldsteine zur Hintermaurung verwandt werden sollen, etwa die dritte Mauerschicht, der bessern Verbindung wegen durchgängig mit gebrannten Steinen ausmauert. Endlich werden die Deckplatten aufgebracht, wie solches Figur 92 Fig. 92.' näher nachweiset. Des Cements bedient man sich bei diesem Mauerwerk nur bis zur größten Höhe welche das Wasser erreicht; auch ist es zur Ersparung der Kosten in den meisten Fallen zureichend, wenn nur die Werkstücke vergossen und die Fugen so weit solche das Wasser bespült mit Cement verstrichen werden, weil der übrige Theil des Mauerwerks sehr wohl mit dem §. 154. beschriebenen rothen Mörtel ausgeführt werden kann. Die beste Iahrszeit zur Ausführung des Mauerwerks bei einer Futter- mauer, ist das Frühjahr, weil alsdann der Mörtel am besten erhärtet. §. 154. Wahrend des Baues der Futcermauer muß sorgfältig darauf gehalten werden, Sechster Abschnitt. 86 den, daß die Mauer durchgängig in gleicher Höhe aufgeführt wird, damit kein ungleichförmiges Sehen derselben entsteht; sollte aber wegen des zu kurzen Fang- damms oder wegen anderer Unterbrechungen des Baues, die Mauer nur Theilweise aufgeführt werden können, so muß man den einzeln aufzuführenden Abtheilungen vom Roste ab, die kleinste Höhe geben welche die Umstände nur zulassen wollen, und alsdann erst, wenn durchgängig die Mauer bis zu gleicher Höhe Theilweise aufgeführt ist, das noch fehlende an der Höhe, durch ein gleich hohes Aufmauern ergänzen. Das einzelne Stück Mauer, welches man stehen Tafel läßt, um nach einiger Zeit ein anderes mit demselben zu verbinden, muß nicht §ig^9^ lothrecht oder mit einer Verzahnung wie ^8 Figur 9z. abgesetzt werden, weil die Verbindung der neu aufzuführenden Mauer mit der bereits stehenden alsdann nur sehr unvollkommen wird und wegen des ungleichförmigen Setzens leicht Risse entstehen; es ist weit bester, die Mauer abzutreppen, wie bei LO, weil alsdann die beim ungleichen Setzen des Mauerwerks entstehenden Nachtheile, weniger Einfluß haben. Die Füllende sollte nicht eher hinter die Mauer gebracht werden, als bis man sich überzeugt hält, daß der Mörtel trocken ist; weil aber nicht immer das gänzliche Erhärten des Mörtels abgewartet werden kann, so muß das Hinterfüllen der Mauer mit desto mehr Sorgfalt verrichtet werden. Hiezu gehört, daß man im Nothfall die Mauer bis auf eine gewisse Höhe mit Füllerde versehen kann, daß aber diese Höhe nicht mehr als die Hälfte oder ^ von der Höhe der Mauer betragen sollte, und daß der noch übrig bleibende Theil von der noch nicht hinterfüllten Mauer, so viel wie möglich ausgetrocknet seyn muß, bevor das Hinterfüllen auf das letzte Drittel der Höhe beendet wird, weil bekanntlich der Druck der Erde wie das Quadrat ihrer Höhe zunimmt. So bald mit Tafel dem Hinterfüllen der Anfang gemacht werden soll, wird zuvor die Erde hinter Figur^I. dem Roste möglichst wagerecht geebnet und mit der Handramme Figur z, fest gestampft. Hierauf wird eine etwa einen Fuß hohe Schicht fetter Erde angekarrt und darauf gehalten, daß unmittelbar hinter der Mauer etwa auf einen bis zwei Fuß Breite, trockner Lehm statt der Füllerde kommt, welcher mit der ganzen Erdschicht von der Mauer abwärts bis gegen die noch stehende feste oder gewachsene Erde so weit festgestampft wird, daß durch den Druck der noch ferner darauf zu bringenden Erde, kein weiteres Nachsinken zu befürchten ist. Mit jeder folgenden Erdschicht wild auf diese Art fort gefahren, und während der ganzen Arbeit darauf gehalten, daß die Erdschichten wagerecht ausfallen und daß Vsm Bau der Futtermanern» 87 Saß die Füllerde mit der noch stehenden gewachsenen Erde gut verbunden wird, welches durch die Erdschichten leicht zu bewirken ist. §- iZ 5 - Damit die Lugen der Werkstücke an der Vorderseite der lMauer nicht nur ein ordentliches Ansehen erhalten, sondern auch recht tüchtig mit Cement oder wenn sie über dem Wasser liegen, mit rothem Mörtel ausgefüllt werden, wird aus sämmtlichen Fugen auf etwa einen Zoll Tiefs der Cement oder Mörtel ausgekratzt, die Fuge mit dem Maurerpinsel genäßt und mit recht gut bearbeitetem Cement oder Mörtel ausgefüllt, welcher mit einem besonders dazu xxxiv. verfertigten Lugeisen, Figur 94. welches beinahe die Gestalt einer Mauerkelle hat, Fig. y4- verstrichen und glatt polirt wird, so daß die Fuge beim horizontalen Durchschnitt, das Ansehen wie bei ^ Figur 95. erhält. Auch bei den Werkstücken pflegt man zuweilen bei einer Vorderböschung, die Fugen senkrecht auf die äußerste Fläche der Mauer zu setzen, wie Figur 96. Diese Lage der Werkstücke ist aber nicht zu empfehlen, weil alsdann die Fig. 96. Fugen der Verwitterung weit mehr ausgesetzt sind, auch die Aufmaurung weit beschwerlicher wird. §- iZ6. Bei der Veranschlagung der Futtermauern mit einer Werksteinbekleidung kommt es darauf an, den Inhalt der Steine aus den Abmessungen welche sie bearbeitet haben, oder nach dem reinen oder bearbeiteten Maaße, im rohen Maaße zu bestimmen, weil für die Bearbeitung ein Zoll, ioder der Arbeitszoll, als Abgang gerechnet wird. Soll nemlich ein bearbeiteter Binder z^6" lang, 18" breit und iz" hoch seyn, so ist das rohe Maaß desselben, ^7" Länge, 20" Breite und 17" Höhe, und es ist Hiebei zu bemerken, daß die Steine nach dem rohen Maaße, das Arbeitslohn aber nach dem bearbeiteten Maaße gerechnet wird. Bei der Berechnung des Inhalts der Steine zur Veranschlagung und Bezahlung, wird nicht der Kubikfuß in 1723 Theile oder Kubikzoll und der Zoll in Kubiklinien getheilt, sondern man begnügt sich, den Kubikfuß in 12 Theile wie beim Längenmaaß, und jeden dieser Theile wieder in zwölf Theile zu theilen. Der zwölfte Theil eines Kubikfußes wird ein Schachtfuß und der zwölfte Theil eines Schachtfußes, ein Balkenfuß genannt, welche man durch die 88 Sechster Abschnitt. die kleinen Buchstaben s nnd K von den Kubikfußen unterscheidet; so sind 3 ch-r^Kubikfuß. Weil bei der Bestimmung des Inhalts der Steine gewöhnlich nur bis auf Balkenfuß genau gerechnet wird, so kann die gegebene Unterabtheilung des Kubik- fußes dazu dienen, Bruchrechnungen und größere Multiplicationen zu vermeiden. Soll z. B. der Inhalt eines Steins gefunden werden, welcher 4^11'^ lang, 2^5" breit und 1^7" hoch ist, so würde die Rechnung mit Brüchen nach Theilen des Fußes etwas weitlauftig werden; will man nach Zollen rechnen, so erhalt man 4/11"—59" 2^ Z"HI 29 " 5Zr n8 1711 : 19 // IZZ99 1711 1728) 32509 18°'1405° ^1728 15229 13824 1405 Werden hingegen die gegebenen Maaße in Fuß und Zoll beibehalten und auf nachstehende Weise mit einander multiplizirt, so kommt man schneller zum verlangten Resultat. 4/.11" 11 18 c/ 20 . 55 8 . 22 II .10. 7 7" 77 - 70 . 49 10 . 7 ^ 9^ 9^^ I c// Bei Vsm Bau der Futtermauern. 89 Bei dieser Rechnung ist zu bemerken, daß beim Zusammenzählen jedesmal, so oft es angeht, die Zahl zwölf von der Summe abgezogen und nur der Rest unter den Strich gesetzt wird; so oft hingegen 12 abgezogen ist, um so viel Einheiten wird die nächst vorhergehende Zahl vermehrt. Das vorstehende Beispiel ist hinreichend diese Rechnung zu erläutern. Auch gehört es nicht hie- her die Rechnung mit Linien und Scrupel nach dem Schacht- und Balken, maaße zu erläutern. Es wird erfordert daß einem jeden Anschlage, in welchem eine beträchtliche Menge Werkstücke vorkommt, eine besondere Greinbcrechnung beigefügt werde. Als Beispiel einer solchen Rechnung kann die §. izz. beschriebene Mauer die. nen, welche hier zo Fuß lang angenommen werden soll, so daß in jede Schicht 10 Binder und eben so viel Läufer kommen. Werksteine § im reinen Moa ße im rohen Maaße Länge Breite ^Höhe > körpsrli- eher Jn- ! halt Länge Breite Höhe körperlicher Inhalt -r 0- I» «4L vs s-r kX> I 's > -- M »D SS kN. b- Zur ersten Schicht, Binder IO^ Z - I 6 2 4 105 — -S 3 I I 8 2 6 128 Z 8 Läufer 1OZ 3 6 I 6 2 4 16z 4 — 3 8 I 7 2 6 145 I 8 Zur zweiten Schicht, Binder 2 ü I 6 2 75 — 2 7 i 8 2 2 93 3 5 Läufer ich 3 6 I 3 2 -- «7 6 — s 8 I 4 2 2 log n I Zur 3n bis i2N Schicht, Binder icot 2 6 7 ü I 6 562 6 — 2 7 I 8 i 8 71? 7 I Läufer 3 6 I 3 1 6 030 3 — 3 8 i 4 I 8 8 > 2 V 11 I Zur iZir Schicht, Deckplatten IOZ 4 6 2 — 8 6 o — — 4 8 2 2 - 70 84 3 7 ioz 3 2 2 6 — 8 52 9 4 ; 4 2 8 — 10 74 — ii IOL 3 2 2 — — 8 42 2 8 3 4 2 2 - IO 6v 2 3 Summa 270 ? reines Maaß i8°4> 7! I rohes Maaß >220yslo 3 Es werden also zu dieser Mauer 22O9K Kubikfuß rohe oder unbearbeitete Werkstücke erfordert, wenn der Inhalt der bearbeiteten 18047 Kubikfuß beträgt. Hiebei ist zu bemerken, daß der Abgang wegen der Vorderböschung, oder die Schmiege, welche die Steine an der Stirne erhalten, nicht von dem Inhalte abgezogen ist. Nach der obigen Berechnung verhält sich der Inhalt der bearbeiteten Steine zu den rohen etwa wie 4 zu z, ob man gleich sehr oft um die Mühe der obigen Berechnung zu ersparen, nur den achten Theil als Abgang für den Arbeitszoll in Rechnung bringt. Das übrige was aufcküe Veranschlagung Bezug hat, ist aus dem nachfol. genden Anschlage zu entnehmen. Drittes Heft. ^ Anschlag- 92 Sechster Abschnitt. Anschlag, von der Futtermauer welche ...... erbaut werden soll. Die Mauer ist ZO Fuß lang, 20 Fuß hoch, unten 7 Fuß z Zoll und oben 4 Fuß breit, erhalt eine Ausladung der Vorderböschung, welche dem achtzehnten Theil der Höhe gleich ist, und auf der Hinterseite zwei Fußbänke, wovon jede z z Fuß hoch und iz Zoll breit wird. Das Mauerwerk wird auf einem Pfahlroste, 1^ Fuß Lief unterm niedrigsten Wasserspiegel ausgeführt. Die Vorderseite der Mauer wird mit Werkstücken bekleidet, welche mit Klinkern hintermauert werden. Z7Z 72 350 7OZ 21 Arbeitslohn. I. Erdarbeit. Schachtruthen Erde zum Ausfüllen des Fangdamms, auf 60 Fuß Länge, 9 Fuß Breite und iQ Fuß Höhe, ä 8 Gr. Schachtrulhen Erde bis zur Anlage des Rostes auszugraben und gehörig abzusehen ä 10 Gr. Kubikfuß, den gelegten Rost auf zo Fuß lang, im Durchschnitt 7 Fuß breit und 1 Fuß rief, die Erde auszuräumen und mit Steinen, Steinschutt und grobem Kieß auszufüllen und fest zu stampfen ä 8 Pf. Schachtruthen, die verfertigte Mauer auf Zv Fuß Länge, 2O Fuß Höhe und im Durchschnitt 10 Fuß Breite dergestallt zu hinten füllen, daß unmittelbar hinter die Mauer einige Fuß dick Lehm der übrige Theil aber Erde kommt, welche fest gestampft wird ä 9 Gr. Summa für Erdarbeit II. Zimmerarbeit. Stück stark Bauholz zu stammen, zöpfen und zu beschlagen ä 1 2 G r. LmtusH Rthlr.s Gr IPf-Mthlr.j Gr.IPf. 12 Zo 12 26 V 6 10 12 78 l 12 10 ioji2j—j 78ji.2jio Drsns^ort Vom Bau der Futtermauern. 91 Rthlr. !Gr.>Pf.j> Rthlr. lGr.M. Transport 12 — 43 StückMittelbauholzzu stammen und zöpfenu2Gr. 3 14 — 24 40 Stück Sägeblöcke zu stammen und zöpfenäg Gr. Stück Spitzpfahle zum Fangdamm 18 Fuß lang zu schneiden, spitzen, unter die Ramme zu bringen 3 I2O und 6 Fuß tief einzurammen a i Rrhlr. 8 Gr. Fußl Holm zu bearbeiten, zu lochen, Zapfen an die Spitzpfahle des Fangdamms zu schneiden, den Holm aufzubringen und zu befestigen 53 8 I2O i Gr. 6 Pf. Fuß lang den Fangdamm mit zweizeiligen Boh-I len zu bekleiden, die Bohlen gehörig zu bear- 7 12 12 betten, einzustoßen und zu befestigen ä z Gr. Stück Zangen 14 Fuß lang, zu bearbeiten, über die Holme des Fangdamms zu kämmen iZ 60 O und zu befestigen ä 6 Gr. OF"ß Spundpfahle, jeden 12 Fußlang, 4 Zoll dick mit Federn und Ruthen zu versehen, zu spitzen und die Kanten am Kopf zu brechen 3 50 ü 4 Pf- laufende Fuß Spundwand vor die Ramme zu bringen und in Zwingen io Fuß tief einzu- 8 8 rammen ä 1 Rthlr. 4 Gr. Diese Spundwand zu kappen, mit Zapfen zu versehen, die Holme auszuarbeiten, zu lochen 58 8 39 und aufzubringen ä 2 Gr. Stück Grundpfahle zum Rost 17 Fuß lang zu schneiden, spitzen, unter die Ramme zu bringen und 15 bis 16 jFuß tief einzurammen 4 4 rzc ä 1 Rthlr. 16 Gr. Fuß Holm zu diesen Pfählen 10 Zoll hoch zu bearbeiten, zu lochen, die Pfahle zu kappen Zapfen anzuschneiden und den Holm aufzu 6Z bringen n 2 Gr 12 12 244 I 6 j —I 78li2jio M 2 l'rausxort ^5) 92 Sechster Abschnitt. n 352 SO II 7 2 Irsnsporr Stück Zangen 9 Fuß lang 9 Zoll hoch zu bearbeiten, mit z Zoll tiefen Einschnitten zu den Kämmen zu versehen, Kämme an den Hol men der Spihpfähle, an dem Holm der Spund pfähle aber mit Schwalbenschwänzen auszuar beiten und die Zangen aufzubringen und zu befestigen ä 12 Gr. LlFuß dreizöllige Bohlen zu bearbeiten, den Rost zwischen den Zangen zu bekleiden und die Bohlen mit hölzernen Nageln an die Hol me zu befestigen ä z Pf. Die Pumpen aufzustellen, in Gang zu bringen und die dazu nöthige Rüstung zu machen Nach vollendeter Arbeit den Fangdamm weg zu bringen und das Holz bei Seite zu schaffen Summa für Zimmerarbeit III. Dem Bretschneider. Stück Sägeblöcke zu zweizölligen Bohlen mit der Hand zu schneiden ä 1 Rthlr. 4 Gr Stück Sageblöck'e zu dreizölligen Bohlen zu schneiden ä 1 Rthlr. Stück stark Bauholz zu den Spundpfählen zu trennen » 1 Rthlr. 8 Gr. Summa dem Bretschneider IV. Dem Steinmetz. Kubikfuß Werkstücke, nach beiliegender Steinberechnung (m. s. S. 89) zu Läufern und Bindern, der Zeichnung gemäß nach graben Flächen und mit der erforderlichen Vorderböschung zu bearbeiten, die Binder mit Schwalbenschwänzen zu versehen und die Läufer an beiden Enden abge- schmiegt zu behauen ä 6 Gr. R1hlr.lGr.IPf1RMr.lGr. Pf. 44 12 25 12 iZ 78 2Z 4 14 r6 412 290 12 42 10 I^stus^ 4!2j 9j- 5 4 IOj 22 j 4 l'rans^ort Vom Bau -er Futtermanern. 9Z Rthlr. > Gr. IPf. IRthlr. I Gr. I Pf. l'rLnrxort 412 9 — 41O 22 -55 Kubikfuß Deckplatten, 8 Zoll hoch der Zeich- nung gemäß mit einem Vorspnmge zu bearbeiten, die Binder mit Vertiefungen zum Eingreifen der Vorspränge der Läufer zu versehen ä 8 Gr. 16 — -804^ Kubikfuß bearbeitete Werkstücke von der Werk- stelle nach der Baustelle zu schaffen, im richtigen Verbände zu versehen, die Fugen genau paffend aneinander zu arbeiten und zu vergießen ä 2 Gr. 150 9 Summa dem Steinmetz 614 10 V. Dem Maurer. 26 Schachtruthen Mauerwerk nach Abzug der Werkstücke mit Klinkern in gutem Verbände auszumauern ä z Rthlr. 78 — Für die beim Versetzen und Vergießen von 1804; Kubikfuß Werkstücke zu leistende Hülfe L 1 Gr. 75 4 6 96 Isuthen Werksteinfugen vom Mörtel zu reini-l gen, auszuwaschen und theils mit Cement, theils mit rothem Mörtel auszustreichen ä i Gr. 4 — — 32 Tonnen Kalk einzulöschen und das Wasser an- zutragen a 2 Gr. 2 16 — Summa dem Maurer 159 20 L. Materialien und Fuhrlohn. 2! Stück stark Bauholz 44 Fuß lang, 12 Zoll am Zopf stark zu kaufen und bis zur Baustelle anzufahren ä 7 Thlr. 147 43 Stück Mittel Bauholz z6 Fuß lang, 9 Zoll am Zopf stark, zu kaufen und anzufahren s 4 Thlr. 172 — — L.aws1 ZisI-j-jiigZj 4s l^rsuL^orr 94 Sechster Abschnitt. Rthlr.!Gk.!Pf.Mhlk.!Gr. I Pf. Drsnsport 3 19 - -ß ri 85 4 !2 24 Stück Sageblöcke 24 Fuß lang , 14 Zoll am ß Zopf stark zu kaufen und anzufahren a 4 Thlr. 96 — 2212 Kubikfuß rothenburger Werksteine anzukaufen und anzufahren ä 14 Gr. 1289 4 —! Z822O Klinker mit Transport, 1220 Stck. a 18 Thlr. 1244 '— 5 Schachtruthen Feldsteine ä z Thlr. 2 Z — Z2 Tonnen gebrannten Kalk mit Anführe a 2 Thlr. 12 Gr. 82 — -— 72 Centner Traß mit Anführe a 4 Thlr. 282 — — 112 Fuhren Sand a 8 Gr. 37 8 — IO Ellen Zwillich zu den Zapfen der Spundt- wände a z Gr. 1 6 Summa für Materialien und Fuhrlohn 3 i 7 i 18 — 6. acl Lxdraorckinarla. Für Herbeischaffung und Unterhaltung der Rammen und Geräthschaften, Ramm- und Mauerrüstungen, Schneidegerüste, Kalkbänke und Kalkkasten, Mulden, Schippen, Karren und Zubereitung der gestoßenen Ziegel und des Cements 822 Für Oehl, Talg, Seife rc. bei den Rammen Für Wafferschöpfen und Unterhaltung der 3 o Schöpfwerkzeuge 722 — — Summa, sei Lxtraorckinaria 5532 Lumina tummarumz j j j5888l22ji2 §- IZ7- Die Aufführung der Futtermauern von gebrannten Greinen erfordert in Absicht des Rostes eben die Vorkehrungen, welche im Vorhergehenden beschrieben sind. Auch in Absicht des Mörtels und des Vermauerns der Steine ist nichts weiter zu erinnern, als daß vorzüglich für einen tüchtigen Verband und enge Fugen gesorgt werden muß. Die äußersten Fugen werden, wenn der innere Vom Bau der Futtermauern. 9; re Mörtel beinahe trocken ist, ebenfalls ausgekratzt, ausgewaschen und mit dem §. iZZ. beschriebenen Fugeisen gut verstrichen. Daß dergleichen Mauern nicht abgeputzt und nicht weiter beworfen werden, sondern ihre !natürliche Farbe behalten, ist für sich einleuchtend. In Absicht des Verbandes ist zu be- ^Tafel^ merken daß der Areutzverband Figur 97. vor dem Blockverbande Figur Fig.s 7 - 98 . 98. den Vorzug verdient, weil bei ersterm die Fugen mehr abwechseln. Um aber bei Futter- und Schleusenmauern im Innern derselben durch den Verband noch mehrere Festigkeit und Verwickelung der Steine zu erhalten, und solche noch mehr gegen Erschütterungen zu sichern, bedient man sich der Schnneg- Spirz- oder Alampziegel, die von den gewöhnlichen mit welchen die Mauer aufgeführt wird, nur darin verschieden sind, daß die Ecke LLU Figur 99. ab- Ag. 99. geschnitten ist; übrigens müssen sie mit den übrigen Steinen gleiche Länge LL, Breite und eben dieselbe Dicke behalten. Da sich dergleichen Klampziegel aus dem ganzen Stein nicht gut hauen lassen, so ist es nothwendig, daß solche in besondern Formen gestrichen werden. Nach der Schrift: Gesammlete Nachrichten vom Verfahren der Holländer wenn sie wasserdichtes Mauerwerk machen, soll der Winkel LLO des Klampziegels 4z Grad betragen oder LL mit LD gleich groß seyn. Hiedurch wird aber der Winkel viel zu spitz lind die Kante 6 so scharf, daß sich dergleichen Ziegel nur selten gut brennen lassen und außerdem beim Transporte und Gebrauch, zu leicht beschädigt werden. Es ist daher besser denselben einen Winkel LOO Figur ioo. von 60 Grad zu Ag. mo. geben, welcher dadurch erhalten wird, wenn mit der Weite 6O der Bogen l)L geschlagen und li-k? n: OD genommen wird. Beim Aufführen der Mauern laßt man zwei gewöhnliche Lagen von Ziegeln Flgur iOi. L mit zwei Schmieg- oder Klamplagen 6, v welche auch Ag. 101. Strom- oder Kreutzlagen genannt werden, abwechseln. Der Verband dieser aufeinanderfolgenden Lagen, läßt sich aus der angeführten Figur leicht übersehen, wo die erste Schicht mit einer Reihe Strecker und die zweite L mit einer Reihe Läufer anfangt, so daß dieserhalb nichts weiter zu erinnern ist, als dass bei den Ziegelmauern zur Ersparung der gebrannten Steine, eben so wie bei den Werksteinbekleidungen, Feldsteine mit vermauert werden können. Nicht nur die Mauersteinschichten sondern auch die eingebundenen Lagen von Feld - oder Bruchsteinen, müssen sehr genau wagerecht aufgeführt, die Steine gehörig genäßt und beim vermauern nicht durch den Schlag mit dem Hammer, sondern mit der Hand angedrückt werden, auch ohne weiteres Verrücken 96 Sechster Abschnitt. rücken sogleich in die erforderliche Lage kommen. Es ist von wenig Vortheil für die Festigkeit der Fuktermanern von gebrannten Steinen, wenn man Pfeiler von Werksteinen oder Lkalnss, in gewissen Entfernungen einbindet, weil die Ziegelmauer alle erforderliche Festigkeit gewährt, wenn nur die Steine und der Mörtel die nöthige Eigenschaft haben und beim Baue selbst nichts versehen ist. Dagegen ist es nothwendig, wenn neben dergleichen Ziegelmauern eine starke Passage ist und man leicht eine Beschädigung der obersten Lage dieser Mauer zu fürchten hat, daß eine Schicht Deckplatten von Werksteinen angebracht werde; sonst aber ist es hinreichend wenn bei der obersten Lage, die Ziegel, welche hier von ganz vorzüglicher Güte seyn müssen, auf die schmale lange Seite gestellt werden oder eine Rollschichr gemauert wird. Diejenigen Steine der Rollschicht welche an die Vorderseite der Mauer kommen, sind aber leicht an xxxrv' Ecken der Beschädigung ausgesetzt, daher können solche besonders geformt Fig. in. und abgerundet werden, wie bei ^ Figur 122. Um das Abstoßen dieser von Ziegeln verfertigten Decklage zu vermeiden, muß man nicht diese Ecksteine, wie bei den Werkstückbekleidungen, vorspringen lassen, sondern die Mauer grade und bündig aufführen. Auch darf man nicht fürchten daß unter diesen Umständen die Decklage oder die Vorderseite der Wand, von der Witterung leide, weil die Wände der Schleusen am Bromberger Kanal dieses hinlänglich widerlegen, wenn nur die Steine und der Mörtel die erforderliche Güte haben und die Fugen gut ausgestrichen sind. Man steht noch häufig in dem Wahne, daß dergleichen Ziegelmauern welche vom Wasser bespült werden nicht dauerhaft sind, ob gleich die Beispiele in Holland das Gegentheil beweisen. Auch pflegt man einzuwenden, daß unsere Ziegel nicht von eben der Dauer wie die holländischen wären, allein sowol die Schleusen des Bromberger Kanals als auch so viele vorhandene alte Gemäuer in unsern Gegenden, zeugen von dem Gegentheile. Die Aufführung der Futtermauern von Bruchsteinen, wovon diejenigen welche an die Vorderseite kommen, eine quaderförmige Gestalt erhalten, kann hier um so mehr Übergängen werden, da alle Regeln die Hiebei zu beobachten sind, sich im Vorhergehenden befinden. §. -Z8. Zur Befestigung der Schiffe an den Futtermauern müssen große eiserne Ringe auf verschiedene Höhen der Mauer über dem Wasserspiegel und selbst auf Vorn Bau der Futtermauern.' 97 a-uf den Deckplatten angebracht werden. Die Ringe welche an der Vorderflache der Mauer angebracht werden, müssen jedesmal in die Mitte eines Werkstücks mit einem Bolzen befestiget und dieser mit Blei vergossen, innerhalb der Mauer aber, durch einen Splint festgehalten werden. Auch darf der Ring außerhalb der Mauer nicht vorstehen, weil sonst die Schiffe leicht daran beschädigt werden. Man gibt daher dem Steine eine geringe Vertiefung wie Figur loz.Zjg.choz. Sollen dergleichen Ringe bei Mauern angebracht werden, deren Vorderseite durchgängig von gebrannten Steinen erbaut werden soll, so müssen wenigstens an denjenigen Stellen wo Ringe vorkommen, Werkstücke vermauert werden, welche in der Mauer breiter als außerhalb sind. Die vordere Ansicht eines solchen Werkstücks nebst dem Ringe ist durch Figur 104. vorgestellt. AuchM. 104. pflegt man öfters zum Festhalten der Schisse anstatt der Ringe, eiserne Bügel wie Figur iozi und 106. anzubringen, wovon letztere besonders bei Schiffs- schleusen häufig vorkommen, weil solche wenn sie in den Schleusenkammern an- u. 1«-. gebracht werden, für die Schiffer sehr bequem sind um die Schiffe während des Durchschleusens, mit dem Haken an der Fahrstange, daran zu halten. §- iZS- Zur Erleichterung des Landverkehrs mit den Schiffen, werden bei hohen Futtermauern Auffacthen (Appareillen) oder Treppen angebracht. Die Auf- farthen werden innerhalb eines senkrechten Einschnitts in die Futermauer angelegt, dessen Seitenwande Mauern erhalten; die Auffarth selbst aber wird mit Feldsteinen ausgepflastert und muß nicht zu steil angelegt werden. Die Treppen pflegt man eben so wie die Auffarthen senkrecht auf die Richtung der Futtermauern anzulegen Figur 107, dies hat aber den Nachtheil,Nr. 127. daß man bei hohem Wasser, wenn der größte Theil der Stufen unter dem Wasserspiegel liegt, nicht leicht nach den davor stehenden Schiffen kommen kann; man bringt daher auch diese Treppen so an, daß sie mit der Mauer einerlei Richtung wie Figur 108. erhalten; weil man alsdann das Wasser magAg. wz. auf irgend einer Höhe stehen, unmittelbar von der letzten über dem Wasser liegenden Stufe, in das an der Treppe liegende Schiff treten kann. Werden die Stufen nach einem Halbzirkel angelegt Fig. 129. wie dies zu Hellwoet gesche-§,g. 109. hen tst, so erhalt man dadurch eben diesen Vortheil und zugleich einen bequemern Raum um vom Lande nach der Treppe zu kommen. §. 160. Die bisher beschriebenen Futtermauern waren durch kein merkliches Übertreten ihres Obertheils ausgezeichnet, ob gleich der Fall eintreten kann, daß man genöthigt wird, wenn es der Straße welche neben der Futtermauer befindlich ist, an Breite fehlt und die an der Straße befindlichen Häuser nicht zurück- Drittes Heft, ^ gesetzt 98 Sechster Abschnitt. gesetzt werden können, den Dbertheil der Futtermauer zur Gewinnung des Fußwegs (Drotwir) über zu kragen. Dieser Fall ist in Paris eingetreten, wo sowohl der t)uai ksUstier als auch der t)uai cks I'klorloA« eine solche Ueberkra- gung erhalten haben. Die folgenden Beschreibungen dieser Futtermauern nebst den Abbildungen, sind aus den rnLnioiros kür los odjets los plus imporrsns cls l'^i'Lliitooturs pur (1769) Olinp. z. p. 215 — 220. entlehnt und sämmliche Maaße beziehen sich auf Pariser Fuß und Zolle. Im dritten Ban- Laftl de der vom Hrn. Hofrath Wiedeking herausgegebenen Wasserbaukunst, findet xxxv. man zugleich noch andere ausgeführte Futtermauern beschrieben. Der (^us! ist im Durchschnitt Figur iio. und in der Vorderansicht Figur 111. ' abgebildet. Es laßt sich aber leicht einsehen daß eine so starke Ueberkragung, welche bei dieser Futtermauer etwa z Fuß beträgt, eine ansehnliche Verstärkung erfordert, damit die vorspringenden Steine durch die Last der Deckplatten L, des Geländers l? und anderer auf den Fußweg zu bringenden Lasten, nicht überstürzen. Wollte man jedem einzelnen Steine eine eiserne Verankerung mit dem übrigen nicht vorspringenden Mauerwerke geben, so würde die Arbeit nicht nur kostbarer sondern auch weniger dauerhaft als nach der vom Architekten gewählten Konstruction ausgefallen seyn; man machte daher Fig. 111. auf die ganze Länge der Mauer Z4 Abtheilungen wie Figur III., jede von 12 Fuß Zoll lang, und anstatt den Steinen welche den Vorsprung KO Fig. 110. Mg"r 110. bilden durchgängig vertikale Fugen zu geben, so bestand nur die §ig. m.unterste Schicht 6 Figur m. des Vorsprungs, aus Steinen mit vertikalen 'Fugen; dagegen war am Anfang einer jeden Abtheilung wie bei t^,6 oder ein Widerlager für die beiden Steinschichten O und L, deren Fugen wie bei einem scheidrechten Gewölbe, nach einem gemeinschaftlichen Punkt gerichtet waren und welchen die Steine LIL zum Wiederlager dienten, so daß wenn diese hinlänglich fest waren, auch die übrigen Gewölbsteine nicht herunter fallen konnten. Die Befestigung der Widerlagssteine läßt sich aus dem Profil Figur n'o., welches einen Durchschnitt des Widerlagers H.L Figur m. abbildet, besser übersehen, wo durch die eiserne Klammer O die beiden obersten Steine und durch den eisernen Ziehbank» M die sämmtlichen Steine welche den Vorsprung bilden, gehalten werden. Fig. 112. Die Konstrukzion des (>181 cks l'Horlogs Figur 112 und ,1Z. ist von der eben beschriebenen verschieden, weil hier die zwischen den Widerlagen befindlichen Gewölbsteine bl Figur Hz. nicht zwei besondere Steinschichten bilden, sondern nur aus einer einzigen bestehen. Die Entfernung vom Mittel zweier Widerlagen ist 12 Fuß z Zoll. Auch sind hier anstatt der eisernen Anker, die Widerlagen N, iVl mit den dahinter befindlichen Steinen, durch eiserne Klammern Figur 112. verbunden. Bei einer genauen Vergleichung dieser beiden hier beschriebenen Konstrukzionen, wird man leicht mit ?att6 der letztem den Vorzug geben. Anhang znm sechsten Abschnitt. I. Ilebek den Druck der Erde gegen Futtermauern, nebst Bestimmung der Abmessungen dieser Mauern. II. Bestimmung des Orts, wo die Ankerbalken bei Bollwerkspfahley angebracht werden müssen. III. Ueber das Eindringen der Rammpfähle. m H. i. Abhandlung. Ueber den Druck der Erde gegen Futtermauern, nebst Bestimmung der Abmessungen dieser Mauern» ^ §- Ea 5 XXXV^l. ^ine zusammenhangende Erdmaffe H .82 Figur 114. würde unter dem Wm-Figi;^ kel ^26 H: ch über die unter ihr befindliche Erde auf 28 herunter rutschen, und die unter dem Winkel 8/^2 m /Z gegen den Horizont ^2 geneigte feste Wand Ü8 weg drücken, wenn nicht gegen die Wand Ü.88', die hier noch als ein gewichtlofer Körper angesehen wird, eine Kraft V in horizontaler Richtung Angebracht wäre, welche dem Ervdruck das Gleichgewicht hielte. Man sucht die Größe der Kraft V, damit die Erdmasse durch den kleinsten ttcberschüß an Kraft vermögend ist, die Mauer umzuwerfen. Die Linie 86 werde vertikal gezogen und man sehe: 86 m 8, ^8 HI n, Ü.6 111 b, 62 HI 2, 82 — r; das Gewicht eines Kubikfußes Erde ül s; das Verhältniß des Drucks zur Reibung bei Erde auf Erde Hirn und bei Erde auf Mausrwerk H r: m, so ist das Gewicht des Erdkörpers ü- 82 , wenn derselbe einen Fuß dick angenommen wird ? - (b-s-2) Denkt man sich nun das Gewicht k> im Punkt 6 bereinigt und durch die Linie 66 ausgedrückt, so zerlegt sich 66 in zwei andere Kräfte, wovon die eine 08 die Erdmaffe nach der Richtung 28 mit einer Kraft 68 1- 8 sinch -k» r fort zu bewegen strebt; die andere Kraft 08 verursacht einen senkrechten Druck auf 28 68 102 i. Anhang zum sechsten Abschnitt. oz? -- p 005 ch m — r Wird die Kraft V durch die Horizontale OH vorgestellt, und nach den Richtungen OX. und OI, mit 82 parallel und darauf senkrecht zerlegt, so strebt die Kraft V die Erdmasse nach der mit 82 parallelen Richtung, mit einer Gewalt V eosch r aufwärts zu bewegen, und verursacht auf 82 einen senkrechten Druck 01 _ V sin ch -_ V. r Aus der Wirkung der Kraft V gegen die Wand ^88^ entstehet da, wo die Erde die Flache ^8 von der Wand berührr, ein senkrechter Druck m V n sin/Zni—V, und eben so stark muß im Fall des Gleichgewichts die Erdmasse ^82 gegen /^8 drücken. Soll nun die Mauer ^88^ durch den Erddruck um« geworfen werden und es entlieht eine Umdrehung der Mauer um den Punkt 8^, so kann nur dann eine Bewegung der Mauer erfolgen, wenn die mit derselben in Berührung stehenden Erdtheile nach der Richtung ^8 abgleiten. Hiedurch wird aber eine Reibung H m —V verursacht, welche der Bewegung eben so widersteht, als wenn im Punkte O mit der Richtung 8l^ parallel eine Kraft m-V nach oben zu, angebracht wäre. Nun ist der Winkel OOKI — ^82 m i8o° — /Z — ch, daher siuOOM H SIN (/3 ch-ch) und oosOOlVl n —. cos (/§ch-ch); wird daher die Kraft 00 nach OKI. mit 82 parallel und nach Odl auf 82 senkrecht zerlegt, so erhalt man ONn 00. eos OOLl nk — V cos (/§ -j- ch); aber eos -f- ch) m eo5/3 eosch — sin/Z slnch OlU n (8' —b-)V s r und Druck der Erde gegen Fnttmriauern. roz und die auf 82 senkrechte Kraft rnli 6d^n68.. sia66IV1III—V sin (/3-f-ch); nun ist sin -st — SinA Losch -st cos/Z sirich — — -st — —, rr r n r 61^ ^ ^ (8-st-chV. a r Die gefammten Pressungen senkrecht auf 82 sind vr^-6I —SKI—"" ^ "" E r r s r (b-st^ und die Kraft, welche die Erbmasse ^82 mit 28 parallel zu bewegen strebt 2 .. Nl8 8 OlVln r OL —6L —OlVln-?-V-- (8°—8^)V. r »'r Diese Kraft muß der Reibung, welche von dem auf 82 senkrechten Druck entstehet, das Gleichgewicht halten, daher ist 8 „ 2 ^ rn 8 , ,>,7 _ 2 8 m 8 ° ( 8 — 82 ) V n—?-stn-V—n —- ?-V — r r s s r- Wird hieraus. V entwickelt und für k sein Werth gesetzt, so findet man «a°8 88-st (8—08)2— N2° vm 2 nn^8 -st rn8' — nm88° -j- — in88 — Nin8°)2' §. 162. Taf. XXXVI. Die Größe des Erddrucks gegen ^8 Figur 114. oder die Kraft V hängt unter übrigens gleichen Umstanden von der Entfernung 62 n 2 ab, rmd es muß einen Werth für 2 geben, bey welchem die Erbmasse e ^82 gegen ^8 den stärksten horizontalen Druck -ausübt, oder wo V ein Marimum wird. Dieses zu finden setze man un°8 -st rn8' — nrn8lU m und — rn88 — nm8° n 8 so ist, wenn der im vorigen §. für V gefundene Ausdruck differenzirt wird, 8^ — n8e^ — 888 — 211.^2 — n8r' 6V 62 63 ^ 8 - (HL2)' Diesen Werth ^ o und — n°8^8 -st n8L8 — n888° 8 gesetzt, L94 l. Anhang zum sechsten Abschnitt. gesetzt, ss schalt man nach gehöriger Entwickelung — -h Zkl n8 ä°v Da nun eine negative Größe giebt, so erhalt man für V ein Maxi- mum, wenn statt 2 der gefundene Werth in den allgemeinen Ausdruck von V gesetzt wird. Durch diese Substitution erhalt man -r. (2N^-i-k8—nlrg)/^—n-ä? -s- ir°t,^.8 — »8^.8 -s- »888°— 8 ^ k "der „ r 2 n^ 4 -W-nW)/- 8-28 ^ V — ^ La u -^ 7 —^—— -oder V n Z EA-8 L'/'k rn^ 88 — nbL — 2 —- mrd wenn für 8 sein Werth gesetzt und abgekürzt wird, ^/-(n^-f-dL)-/'c^-nb8)V .V -6L L ^ / ' Für 8 H o erhalt dieser Alisdruck einen unbestimmten Werth, weil Zahler und Nenner DI o wird, daher kann man folgende Verwandlung vornehmem Es ist ^ 8 -s- »8 V — r sL-U ^ Werden nun für ulld 8 die erforderlichen Werthe gesetzt, so erhalt weil 8' -s- ist, ^__ V" Z'l(r^° 's- l)(^^wd8)) -h zjttli(r,8 -j-ru8 — 8)s/ _ — ndL)Z V ^ -1e8' nun -s- l)(a' — wl)8)H -j- Zhcki (rill -f- ia8 8 -h n8 8 dl gesetzt, so ^ z 's" i) — m88)^ -Z Z' m8 — b)^ erhalt man für den größten horizontalen Druck gegen die Wand ^8 v ^ z s8°«°. Druck der Erde gegen Futtermauern. roz Für eins vollkommen flüssige Masse, wird n und in — o, daher U » und v ^ Kelil, wie nach bekannten hydrostatischen Lehren erfordert wird. Steht die Flache HZ, Figur r 14 ., der WandHLM vertikal, so wird b ^ 0 und L " K, daher . > - 7—- — ' .>. 1 . -^ - und s/ (n° -st 1) st- Z' (n° -st nm)H' Unter übrigens gleichen Umstanden, verhalt sich daher der horizontale Erdöruck bei verschiedenen ^»öhcn, wie die (Quadrate dieser ^öhen. Z. 164. Es sei L m Figur l 15. der Böschungswinkel- unter welchem auf- Fig.iiZ. gehäufte Erde gegen den Horizont liegen bleibt, so hat am Abhang Hk jedes ErdthsÄchen x, deffen Gewicht p ist, ein Bestreben nach der Richtung ln zu sinken III x sin» und verursacht ftukrecht nufHK einen Druck x Los^. Hievon entsteht eine Reibung np cosL, und weil das Erdtheilchen p in Ruhe bleibt, fo^muß hier die Reibung eben so groß seyn, als die Kraft, mit welcher es herabfallen würde, oder p Lin L n ux oos», daher n m rsrigiL. Zst daher der Neigungswinkel « für irgend eine Erdart bekannt, so kann daraus das Verhältniß der Reibung zum Druck, oder n gefunden werden. Nachstehende Tafel enthalt die Böschungswinkel für verschiedene Körper. ! « angefeuchteter Sand 24° 2,445 angefeuchtete Gartenerde 27' 2,510 trockner Sand Z2' 2,62z Kiesel und kleine Straßensteine zä° 2,727 trockne pulverisirte Gartenerde 37 ° 2,754 trvckner pulverisirker Lehm 42 ° 2,8A) trockne pulverisirte Thonerde 4 Z° I,cxxi trockner pulverisirter Steinkalk 50° 1,192 Lritteö Heft. O Für io6 i. Anhang zum sechsten Abschnitt. Für das Wasser wäre « — o, also n n o. Nicht allein die Reibung, sondern auch die Kohasion, verhindert die Erde am Absinken. Weil aber die Kohasion bei einerlei Erde, nachdem solche mehr oder weniger Feuchtigkeit hat, sehr verschieden ausfallt, und daher nicht leicht mit Sicherheit in Rechnung gebracht werden kann, so ist bei der Bildung der Hauptformel §. i6i. nur so weit darauf Rücksicht genommen worden, als die Kohasion mit der Entstehung des Böschungswinkels r trockner Kalkmörtel io8 1,6Z8 frischer Kalkmörtel 118 I,?89 Sand, gemeiner, trocken 108 I, 6 Z 8 Sand aus Bächen I2Z,Z 1 , 9 c» Sand mit Wasser gesättigt 128z 1,945 Lehm, fetter, trockner I0O I,5i? Lehm, fetter, nasser 109,7 1,664 lehmigte, festgestampfte Erde, trocken 127,r 1,929 lehmigte, festgestampfte Erde, naß iz 6 2,o6z feste Gartenerde, trocken 107,5 l, 6 zc> feste Gartenerde, naß iZZ 2,047 trockne magere Erde. 88,2 1,3Z8 Das Druck der Erde gegen Futtermauern. m Das Gewicht der nassen Körper bezieht sich auf die Menge derjenigen Feuchtigkeit, welche diese Körper annehmen, ohne daß ihr Umfang vergrößert wird. §. 170. Das Profil einer Futtermauer sei ein rechtwinklichres Dreyeck ^ 81 )^«^ Fig. 118. dessen vertikale Seite gegen die Erde gekehrt ist, und SO — xFig.nz. die Grundlinie, Mlche dieses Profil bei einer Höhe^V m 8 erhalten muß, damit es gegen das Umwerfen gesichert ist. Wird die Futtermauer wie bisher einen Fuß lang, oder das Profil einen Fuß dick angenommen, so ist, wenn g das Gewicht von einem Kubikfuß Mauerwerk bezeichnet, das Gewicht dieses Profils H ßg8x, und weil sich dasselbe beim Umwerfen um den Punkt O drehen muß, die Vertikale durch den Schwerpunkt aber ^x von I) absteht, so wird das Moment des Profils — ^ Dieses ohne Rücksicht auf die Kohasion des Mörtels dem Moment des Erddrucks gleich gesetzt (§. 168), gibt z ^x° — zeickdl', also die gesuchte Grundlinie x H 8N —. V 2A Für jede andere Höhe ^8^ m I? wäre die Grundlinie Aber 8 : Ick — x:x/, folglich x^ m 8D^; daher wird, weil dieses eben so für jede andere Höhe gilt, ein dergleichen Profil so proportionirt seyn, daß es für alle horizontale Querschnitte mit dem Erddruck im Gleichgewicht ist, oder es ist von gleichförmigem widerstände. Jedes andere Profil, welches eine vertikale Seite gegen die Erde kehrt, wird daher mehr Flache einnehmen oder mehr Materialien erfordern, wenn es dem Erddruck das Gleichgewicht halten soll. Für die Höhe 8 und Grundlinie x des Profils, sei der Flächeninhalt desselben — 8, so findet man §- Das Profil der Futtermauer H8O Figur 119. sei ein rechtwinklichtes Ng.ny. Dreyeck, welches die schiefe Seite ^8 gegen die Lüllerde kehrt, so ist das Gewicht Anhang zum sechsten Abschnitt. ll2 Gewicht des Profils, wenn K und LV m x ist, — Z-Ax. Die Vee- ükallinie durch den Schwerpunkt ist 4x von O entfernt, daher das Mo- xxxvi. ment des Profils " Wird L6 vertikal gezogen, so drückt außer der Zis.-"-. Mauer ^LO auch noch das Stück Erde H.L6 kvthrecht auf die GrundflacheLO. Das Gewicht dieser Erde ist i^Zslix; die Vertikallinie durch ihren Schwerpunktist ^x von v entfernt, daher ist ihr Moment m § . Zedx'. Beide Momente Lßkx' -j- müssen dem Momente des horizontalen Erddrucks (§. r68) gleich seyn, also Hßkx* -s- ^elrx" — Zed'd!', oder ^ ^ -s- 2^ x' — K'K', oder Da nun di für einerlei Neigung der Seite ^8 unveränderlich bleibt, ss läßt sich von diesem Profil eben so wie im vorigen §. beweisen, daß dasselbe von gleichförmigem Widerstände sei. Nach §. 167. ist, wenn x nicht größer als angenommen wird, di' ^ X X o?r6 ch-daher 4 - Mrd hieraus Für den Flächeninhalt des Profils findet man wird» Druck, der Erde gegen Futtermauern. uz §. 172. Damit die Futtermauern dem größten Erddruck widerstehen können, darf man das Gewicht der Erde nicht zn klein in Rechnung bringen, man wird daher als einen zureichenden und sichern Werth für die am meisten vorkommenden Falle 6 — —l oder s n e K annehmen können, wobei man versichert bleibt, baß die Futtermaucrn keine zu geringe Abmessungen erhalten, wenn ks nach §. 167. bestimmt wird. Nach den allgemeinen Ausdrücken, welche in den beiden letzten §§. für die Grundlinien dceieckigtec Profile gefunden worden, findet man bei einem dreieckigem Profil, dessen vertikale Seite gegen die Füllerde gekehrt ist, wenn x die Grundlinie des Dreiecks, k aber den Flächeninhalt desselben bezeichnet, x " 2,5122k ^2. —7 O,z6c>8ch / ^ 17 2xll n: 2,1804k' Ist hingegen die vertikale Seite des dreieckigem Profils nach außen gekehrt, so erhalt man für 8 __ 1 -j- 11,4, _ , ^ -k 11 0,4277 k und 10 ' kn o,2i88k°. §. - 7 Z- Das Profil einer Mauer sei ein Rechteck Figur 122; n K, 8V m X, so ist das Gewicht des Profils für die einfüßige Dicke n gkx; das Moment Zgkx', also §. -68. Gßkx' — ^sk'dl', folglich Tafel XXXVI. Fig. 102. Für H 1 wird 8 x in 2,5122 k/'^ n 2,2946 k, beinahe H und k' ii^ Kx n 0,2946 k'. Vergleicht man die hier gefundenen Werthe für den Flächeninhalt der Profile mit denen des vorigen §., so läßt sich übersehen, welche bedeutende Vortheile Drittes Heft. P dw H4 I- Anhang zum sechsten Abschnitt. die nach oben zugespitzten Profile gegen die rechtwinklichten haben, weil sie, um eben so viel Widerstand gegen den Erddruck zu äußern, nur etwa H so viel Flächeninhalt erfordern, so daß durch die Anwendung dreieckigter Profile, ^ der Materialien gegen rechtwinklichte erspart werden könnten. Da es aber in der Ausübung nicht statthaft ist, die Futtermauern nach oben zugeschärft zu erbauen, auch schon deshalb eine merkliche Oberbreite erfordert wird, wenn in gleicher Höhe mit der Krone der Futtermauer ein Steinpflaster angelegt werden soll, so kann man diesen Vortheil nicht ganz benutzen. Gewöhnlich nimmt man zur Ober-^oder Kronenbreite der Futtermauer den vierten bis sechsten Theil ihrer Höhe, weshalb in den folgenden Rechnungen die Gberbreice der Mauer dem sechsten Theil ihrer Höhe oder — angenommen werden soll. Was die vordere Böschung der Futtermauern betrifft, so ist unser Klima von der Beschaffenheit, daß es nicht rathsam ist, eine große äußere Böschung anzunehmen. Bei Werkstücken nimmt man nicht leicht die Ausladung der Böschung (§. 101) größer als den achten Theil ihrer Höhe an,^und bei gebrannten oder Ziegelsteinen ist es deshalb nicht rathsam, mehr als ^ der Höhe zur Ausladung zu nehmen, weil bei übrigens guten Ziegeln, dennoch die Menge der Fugen bei einer flächern Böschung sehr leicht zur Auswitterung der Steine und des Mörtels Gelegenheit geben. In sehr vielen Fallen erhalt die Vorderseite der Futtermauer gar keine Böschung. Laftl XXXVI. Fig. !2I. §. » 74 - ' Die Hinterseite Fig. 121. eines trapezförmigen Profils sei vertikal, die Höhe LO — K, die Ausladung der äußern Böschung OO — L.K, wo L. irgend einen Bruch bedeutet; man sucht die Oberbreite 7^: x, damit das ProfilÜ.LVL dem horizontalen Erddruck gegen hinlänglichen Widerstand leiste. Das Moment des Dreiecks VOL in Absicht des Punkts I) ist und das Moment des Rechtecks — OK-l-Zx) IixZ. Beide Momente mästen dem Moment des Erddrucks (§. 170.) gleich seyn. Aber — 0,260z, §. 167, daher slv'ßh' -s- m Z . 0,260z eh'. Hieraus findet man, wenn — m i gesetzt wird Druck der Erde gegen Futtermauern. ri; x*-s- 2 kkx-s- 40 °k°—2 0868 k'uo folglich die Oberbreite xuf —K -s- O^Oo,o868)0 Wird die Unterbreite des Profils oder OL ^ rr gesetzt, so erhalt man u U kk -f- X u k /* k* -s- 0,0868) und den Flächeninhalt des Profils k ^ (x -f- u) K. Um die verschiedenen Werthe für die Oberbreite x, die Unterbreite u und den Flächeninhalt k besser zu übersehen, wenn k geändert wird, kann nachstehende Tafel dienen. s I L? I I 8 L r s L 8 L 7 0,2740 k 0,2948 0.2844^^ 0,2540 k 0,2956 k 0,2748 k° 0,2409 K 0,2964 k 0,2686 K 0,2152 k 0,2985 K 0,2568 K* 0,1784 k 0,ZOzq.K 0,2409 K* 0,1642 k 0, ^272k 0,2556 k* §- 175 - In einem trapezförmigen mit einer Hinterböschung versehenen Profile, xxxvr Figur 122. dessen Höhe ^Quk, Oberbreite ^LuFk, Ausladung Fig'. s<,.' O Quiek gegeben ist, wo k irgend einen Bruch bedeutet, sucht man die innere Ausladung LQu^, damit solches dem Erddruck hinlänglichen Widerstand leiste. Das Moment des Dreiecks TOD in Absicht des Punkts O ist Für das Moment des Rechtecks ^QQKl findet man (k k>>) z k-Z - z -t-M s >>' imd für das Dreieck ^86 ist das Moment Ferner drückt auf die Seite eine Erdmasse von dem Inhalt des Dreiecks /rLQuzk)'vertikal unterwärts, deren Moment in Absicht des Punkts!) Ue OK-i-Zk-j-§7) zkx ist. Werden alle vier Momente zusammen genommen, so müssen solche dem Moment des horizontalen Erddruckö gleich seyn. Dieses ist §. i68. — zek'N- also wird für N sein Werth nach §. 167. gesetzt, und die Gleichung nach den Po- P 2 ten- n6 I. Anhang zum sechsten Abschnitt. lenzen von 7 geordnet, so erhalt man für -H i nachstehende Gleichung b'-st ^—0,1767)11^0 und hieraus die Ausladung der Hinterböschung 7^—L-s-r Ii V (41^—L-j-0,5942) lo Se^t man die Unterbreite des Prostls, OL—u und den Flächeninhalt desselben H', so ist LOnu—b1i-stzii-st7b — zLb--stzii'-stK7ii — Z(kb-st^1i-st7)1i und man erhalt für verschiedene Werthe von k nachstehende Tafel L — O r L 4 L I Hintere Ausladung 7 0,1840 b 0,1245 b 0,1050 b 0,0679 b 0,0166b Unterbreite u 0,3507 b 0,ZZ28b 0,3271 b 0,3173 b 0,3083 b Flächeninhalt b 0,2586 b° 0,2497 b? 0,2463 b° 0,2422 b° 0,2375 §-176. Sehr häufig gibt man den Hinterwänden der Futtermauern keine Böschung, sondern man bringt statt derselben eine Fußbank (kariHustw) an, wie L6 Fig. I^rz. bo Figur I2Z. Für diesen Fall findet man, wenn -Hü! angenommen wird, eben so wie §. 17z. die Unterbreite ° xHo,2946b. Nimmt man nun die Lberbreite so wird die Breite der Fußbank oder L L—O,I28 b oder beinahe—^b Sofern das Mauerwerk der Fußbank öv hinlänglich fest mit der übrigen Futtermauer verbunden ist, so scheint es für den Fall, daß 6Hg wird, gleichgültig zu seyn, welche Höhe LO die Fußbank erhalt. Allein da für die Höhe die Stärke der Mauer bei Ub noch zureichend seyn muß, so darf LO nicht zu klein genommen werden. Soll die Starke Üb hinlänglichen Widerstand für den Erddruck von der Höhe leisten, so wird nach §. 17z. erfordert, daß Druck der Erde gegen Futtermauern. "7 ist; aber daher folglich die nöthige Höhe der Fußbank oder Hienach ist bei einem rechtwinklichten Profil mit einer Fußbank, wenn die Höhe der Mauer "b ist die obere Breite derselben die Unterbreite — — die Breite der Fußbank die Höhe derselben §. 177 - Erhalt die Vorderseite des Profils eine Böschung und man soll an der Hinterseite eine Fußbank anlegen, so ist für —^l i, die Unterbreite des Profils O8 Figur 124. oder §. 174.' U —b ^ 0,0868) Damit aber die Mauer bei bl noch zureichend stark für den horizontalen Erddruck auf die Höhe ^.1? ist, so seße man ^I' — kl/ und so muß §. 174 « 0,0868) seyn. Aber und ldaher auch folglich V-7-0,0868) oder V (-f k.* -j- 0,08 68) — k. Nun ist lstOIHIi— I? daher die Höhe der Fußbank oder v" (^--0,0868) — ^ Ferner ist VOmvO-j-6OUkb-f-zb also LO — bv — v On:u — (k ch- ^)b, oder man findet die Breite der Fußbank L 0 - b -s-2,0868) - Z - Es ist daher, wenn "h 0,0868) — ^ geseht wird: die Höhe der Mauer die r. Anhang zum sechsten Abschnitt. HS die Oberbreite . . . . die Ausladung der aussern Böschung . — stst die Unterbreite u . . . . —Hst die Höhe der Fußbank . . . —(r— die Breite der Fußbank . . . — (H—st— K)st Mit Hülfe dieser allgemeinen Ausdrücke, erhalt man nach der Verschiedenheit der Böschungen, nachstehende Tafel L o r I r 8 L r T Unterbreite 0,2946 st 0,2956 st 0,2964 st P'2Y85st 0,2255 st 0 ,ZoZ4 li Höhe der Fußbank 0,4345 st 0/Z4Z9 st O -ZOgr st , 0,0658 st Breite der Fußbank O/1280st O,o874st O-0742st 0,0456 st O 0118 st 0/2299 st* Flächeninhalt l? 0/2222 st* 0,2175 st° 0,217z st* > 0,219z st* §. i?8. xxxvr dw Vorderseite des Profils mit einer Böschung versehen und man will §ig. irZ. an der Hinterseite zwei Lußbänke anlegen, so erhalt man fürlLH Figur 125. wenn die Bezeichnung §. 177.,so wie die im vorigen §. von H gegebene Bedeutung beibehalten wird, die Unterbreite LO oder rr H Hst. Seht man ferner Hl? st' und HA nst", so ist ebenfalls k' — H— st Nimmt man an daß beide Fußbänke gleich breit seyn sollen, so erhalt man IM m LU — z L6 n: § (LO — O6) m F (Hst — stst — ^ st) Für die Höhe HA — st" wird erfordert (§. 174.) daß die Unterbreite ML H H . st" sei. Es ist aber auch: H1L m VLA -j- kU und weil NA m stst" -s ß'k, so wird Druck der Erde gegen Futtermauern. 119 NL — kk"-l-z r,(äk - ick — z k) Beide Werthe von lVIK- einander gleich gesetzt, gibt: -cx^z)" Ferner ist rn—äxnk"—!?—L/"' i-l-—-— Vr --—L —k)- 6(^.—L) und man sindet die Höhe der obersten Fußbank, oder Für die unterste Fußbank ist oder dl6: 6(^ —k). also erhalten beide Fußbänke gleiche Hohe. Wenn daher die Höhe des Profils die Öberbreite die Ausladung der äußern Böschung gesetzt werden, so ist für zwei Fußbänke: die Unterbreite . . die Höhe einer jeden Fußbank. — k - ßk H Lk LO-L))'' die Breite einer jeden Fußbank und man erhalt, wenn k den Flächeninhalt des Profils bezeichnet, für verschiedene Werthe von K. nachstehende Tafel O r 2 4 L Fir r 1 2 L 8 Unterbreite 0,2947 ^ 0,2956 k 0,2964 kl 0,2985 K 0,3033 k Höhe jeder Fußbank 0,2172 k 0,1719 kl 0,1541k 0,1127 k 0,0329 k Breite jeder Fußbank 0,0641 d 0,0437 k 0,0571 K 0,0243 K 0,0059 k Flächeninhalt k 0,2084 k° 0,2100 d" 0,2115 K° 0,2166 0,2297 ^ 120 i. Anhang zum sechsten Abschnitt. §- 179. Statt der Fußbänke werden auch öfter an der inwendigen Seite der Futtermauern Strebepfeiler (Lonrrskorts) angebracht, um davurch die Mauern bei einem geringern Aufwande von Materialien gegen das Umwerfen zu sichern, als bei geraden Mauern ohne Strebepfeiler erforderlich waren. Man xxxvr bät verschiedene Gestalten für diese Strebepfeiler in Vorschlag gebracht und herzig. ir6. langt daß sie im horizontalen Durchschnitt ein Rechteck wie ^LLI) Figur 126. oder ein Trapez wie LibOkl oder HUIV1 bilden sollen. Seht man, daß bei den drei angeführten Pfeilern die horizontalen Querschnitte und auch die Langen derselben einander gleich sind, so läßt sich leicht einsehen, daß zum Umwerfen eines Pfeilers wie LO die meiste, wie weniger und wie IU noch weniger Kraft erfordert wird. In dieser Hinsicht müßte man also den Pfeiler L O wählen. Weil aber den Erfahrungen gemäß die Pfeiler gewöhnlich an ihrer Wurzel bei QUl sich ablösen, so sucht man vielmehr den Pfeiler an derselben zu verstärken, weshalb die Gestalt nicht zu wählen ist. Die meiste Stärke an der Wurzel besitzr zwar der Pfeiler H., ob er gleich dem Umwerfen weniger als ^.6 widerstehet; beim Baue dieser Pfeiler, besonders von gebrannten Steinen, entsteht aber der Nachtheil, daß sehr viel Steine verhauen oder eigene Ziegel gestrichen werden mästen,wenn man einen tüchtigen Verband mit dem übrigen Theil der Mauer erhalten will. Es ist daher am zuträglichsten und dient zugleich zur Erleichterung der Arbeit bei der Ausführung, wenn zum Querschnitt der Pfeiler ein Rechteck angenommen wird, und damit hinlängliche Festigkeit an der Wurzel entstehe, darf die Breite des Pfeilers nicht zu klein ausfallen. Bei den folgenden Berechnungen wird die Breite der Pfeiler dem fünften Theile von der Höhe der Futtermauer gleich gesetzt werden. Je größer die Lange des Pfeilers ist, desto mehr widersteht derselbe dem Umwerfen und es läßt sich beweisen, daß unter übrigens gleichen Umständen , bei einer größer« Länge der Pfeiler, nicht nur die Entfernungen derselben von einander größer werden können, sondern auch alsdann'weniger Materialien erforderlich sind. Weil aber bei einer zu großen Länge der Pfeiler, sehr leicht ein Ablösen derselben an der Wurzel entsteht, so ist es nicht anzurathen, die Pfeiler länger als den vierten Theil der Höhe der Futtermauer (—HK) anzunehmen. §. :8o. 121 Druck der Erde gegen Futtermauern. tz. 18O. An einer Futtermauer, deren Höhe b und Ausladung der Vorderböschung nb^b ist, sollen grade Strebepfeiler angebracht werden, deren Lange A.L, Fig. 127., n ^b, Breite LL m ^b und lichte Entfernung von einander oder Ob n b ist; man sucht die Oberbreite der Mauer Ob n X, damit sie dem Erddruck hinlänglichen Widerstand leiste. Das Gewicht eines Pfeilers ist H E . fZb' und das Moment desselben (bb-j-x-j-Hb) . ^gb'. Das Gewicht der Mauer ^bOb, deren Lange LOiifli wird gefunden 8- ? — v 8^' ^ 5 8^^ und hievon die Momente -bb . ? gblb -f- (bbch-§x) H -f- r § (rbb-f-x) b'x. Das Moment des horizontalen Erddrucks auf die Lange eines Fußes der Mauer ist n ^sb'bl^ (tz. 168), also auf die Lange bll II ^b und weil dieses Moment den drei Momenten des Mauerwerks gleich seyn muß, so ist 22'8 (bb HIi ch- x) b' -j- ^ §b"b" -f- (2bb-j-x) i?x m f Für^—0,260z und^ — i erhältman, wenn die Gleichung nachx geordnet wird x° -s- (2b.-f-^) bx -f-o,O76zZ) b° n 0 und hieraus die gesuchte Oberbreite der Futtermauer x n: — O-j-zz) K -f b/'(0,07809 Für b " o erhalt man die Oberbreite der Mauer x m 0,2)78^. Für b. " ^ ist X II 2,1972 b. Für k. n ist X n 2,1841b. Für K. H iK ist x II o,iz86b. Für b. H ß ist x H 0,1222 b. Noch ist zu bemerken, daß zur Vereinfachung der Rechnung auf die Reibung, welche zwischen der Erde und den beiden Seitenflächen des Strebepfeilers entsteht, nicht Rücksicht genommen ist, weil solche bei den angenommenen Voraussetzungen sehr wohl aus der Acht gelassen werden konnte. Damit der körperliche Inhalt, welcher zu einer Futtermaner mit Strebepfeilern erfordert wird, mit den übrigen Futtermauertt verglichen werden könne, so ist noch auszumitteln, wie viel Mauerwerk im Durchschnitt auf jeden Fuß Drittes Heft, Q von 122 I. Anhang zum sechsten Abschnitt. von der Länge der Futtermauer kommt. Die Flache dieses einen Fuß dicken Körpers sei k', so kann solche dadurch bestimmt werden, daß der Inhalt der Futtermauer zwischen zwei Pfeilern, nebst dem Inhalt eines Pfeilers und der dazu gehörigen Mauer, durch die Lange §K dividirt wird. Nun ist der Inhalt der Mauer zwischen zwei Pfeilern (^k.k-j-Lx)kr; der Inhalt eines Pfeilers und der dazu gehörigen Mauer - -Zk' daher findet man den aquirten Flächeninhalt ^ ^kk-f-^x-s-^k, 2 i- - —,— >> II' (Mk-f-^k-j-x) k. Für K m o ist k' n: 0,2795 k'. Für K. ist k — 0,2597k'. Für K m ist k n 0,2556 k'. Für K — ^ ist k TU 0,2419 k'. Für km ß ist k n 0,2264k'. §. i8r. Weil die für V oder die Profilflache gefundenen Werthe die beste Uebersicht geben, in welchem Verhältnisse bei einem gewählten Profile mehr Materialien als bei einem andern erfordert werden, so wird sich aus nachstehender Zusammenstellung am besten beurtheilen lassen, in welchem Verhältnisse diese Werthe gegen einander stehen. §. Druck der Erde gegen Futtermauern. 12z Vorder bösch. I Ober- Unter- ! bei einer Fußbank bei zwei Fußbänken Entfer- Inhalt §' nung der k breite breite Höhe - Breite Höhe Breite Strebepfeiler des Profils b I7Z. O 0,2946 0,2946 — — — — — - 0,2946 174. 2 4 0,2540 0,2956 — — — — 0,2748 ^ 8 0,2409 0,2964 — — — 0,2686 LL L 8 0 2152 0,2985 — — — 0,2568 0,1784 OZ0Z4 — ---- ^ 0,2409 I7Z. O O.1666 0,3507 — — — — — 0,-2586 TZ: 0,1666 0,3328 — — — — 0,249? r 8 0,1666 0,3271 — — — 0,2468 12 O 1666 0,3178 — — — — 0,2422 O-1666 0,3083 — — — — 0,2375 177. O 0,1666 0.294? 0,4345 0 1281 — — — 0,2222 I L V,i666 O,i666 0,1666 0,2956 0,2964 0,2985 0,3439 0,3082 0.2255 0,0874 0,0742 0,0486 — — — 0,2175 0,2173 0,219; 8 0,1666 0,ZO4 00658 0,oii8 — — — 0,2299 178- O 0,1666 O-294S — — 0,2172 I 0,0640 -- 0,2084 2 4 O,i666 0,2956 0,1719 0,0437 — O 2100 0,1666 0,2964 —— 0,1541 O-0371 — 0,2115 ^ 2 0,1666 0.2985 —- 0,1127 0,0243 — 0,2166 8 0,1666 0,3034 0 0329 0,0059 — 0-2297 180. O 0,2378 0 2378 — — — — 1,0000 0,2795 -4 0,1972 0,2388 — — 1,0000 0,2597 0,1841 0,2396 —— 1,0000 0,2536 n 0,1586 0,2419 — — 1,0000 0,2419 0,1222 0,2472 — 1-0000 0,2264 wobei noch zu bemerken ist, daß die Zahlen der letzten vertikalen Spalte mit die übrigen Zahlen aber mit K mnltiplicirt werden müssen, wenn L wie bisher die Höhe der Futtermauer bezeichnet. Bei dieser Tafel ist auf keinen Gegendruck auf die Vorderböschirng Rücksicht genommen; denn weil derselbe gewöhnlich nur vom Wasser entsteht, dieses aber in den meisten Fallen eine abwechselnde Höhe hat, auch Veranlassung zur Erweichung der Füllerde giebt, wodurch ihr horizontaler Druck gegen die Futtermauer vermehrt wird, so scheint es rathsam zu seyn, den Gegendruck, welcher vom Wasser entsteht, nicht in Abrechnung zu bringen. Q 2 §. Ib2. 124 I. Anhang zum sechsten Abschnitt. §. 182. Die bisher untersuchten Fälle beziehn sich lediglich darauf, daß außer dem Druck der Erde, welche nicht höher als die Futtermauer angenommen ist, kein fremder Druck innerhalb derjenigen Grenzen, wo die Erde noch auf die Furtermauer wirkt, vorhanden sei. Weil aber sehr häufig an den Ufern der Flüsse und Kanäle, wo Futtermauern erbaut sind, längs denselben Straßen oder Ablggeplätze zu Kaufmannsgütern angelegt werden, so ist auch in solchen Fällen nach Verhältniß der Last eine größere Starke der Mauer nöthig, damit sie dieser Last und dem Druck der Erde gehörig widerstehe. Bei einer nahe an der Futtermauer anzulegenden Straße ist es schwer, die Belastung in Anschlag zu bringen, welche das Fahren der Wagen verursacht, und noch schwieriger wird die Bestimmung der Abmessungen dieser Mauern, wenn auf die Erschütterungen, welche vom schnellen Fahren der Wagen entstehen, Rücksicht genommen werden soll. Je höher die Futtermaner ist, desto nachtheiliger wird die Erschütterung, und desto weiter erstreckt sich, wegen §.164., der Raum aufderOberfläche der Erde, aufwelchem Belastungen noch gegen die Mauer drücken. Um für dergleichen nicht genau zu bestimmende Falle den Futtermauern die nöthige Stärke zu geben, wird es zureichen, die drückende Erde so in Rechnung zu bringen, als wenn ihr Gewicht um die Hälfte größer wäre, alsdas Gewicht eines eben so großenKörpers von der Futtermauer, oder daß SZ N 7 s ist. In besondern Fällen, wenn die Größe der Belastung gegeben ist, muß eine eigene Rechnung geführt werden. Wegen der mehrern Starke, welche die Futtermauern erhalten, wenn « 4 g gesetzt wird, soll bei allen folgenden Rechnungen die Oberbreite dem fünften Theile der Höhe gleich gesetzt werden, in so fern diese Breite nicht aus andern Umständen bestimmt wird. Tafel §. 18z. ffkg. i2o.' Hat die Mauer zum Profil ein Rechteck, Fig. 120., so ist nach §. 17z, wenn ßg statt s gesetzt wird, die Breite der Mauer oder x — IiX " O,z6O8k und der Flächeninhalt des Profils k IH O,z6oKbch Bei Druck der Erde gegen Futtermauern. 125 Bei einem trapezförmigen Profil sei die Hinterseire senkrecht, so findet man mit Beibehaltung der Bezeichnung §. 174. x° -j- 2^Ux -j- — o,izoizli* n: 0 und hieraus die Oberbreite Eben so erhalt man die Unterbrette 11 H U^(^-j-o,rzoiZ) und den Flächeninhalt Für verschiedene Werthe von K entstehet folgende Tafel: k I -> I ! z-z > X u k V,z6o8 ^ 0,Z6o8 ^ 0,z6o8 il' 2,Z40iU 2,z6ol)Il 0/Z50Z-I" O/Z IMll O/ZÜIzU 2,5407^° 0,Zo5fch 2,g62lU 0,ZZ4zb° 0,28okch 0,3659^ o,Z2Lr^' 0,2429kl 0,3679!! 0,8054!-° §. r84- Bei einem trapezförmigen mit einer Himerböfchung versehenen Profile, dessen Oberbrelte dem fünften Theile der Höhe gleich ist, findet man die einzelnen Momente, welche dem Umwerfen der Mauer widerstehen, auf eine ähnliche Art wie §. i?Z. g (k.li-f--f-^7) 6 l>k -j- ^ch- 4 ) ) ^7 III g -j- 7K -fi 77) ; K7 weil für diesen letzten Fall 6 nicht größer als g seyn kann. , Diese Ausdrücke zusammen genommen müssen dem Moment des horizontalen Erddrucks K gleich seyn. Wird nun für diesen Erddruck, nach §. 182., Zg statt s gesetzt, so ist derselbe " daher zL-u' -s- i ^ ck- ^ ck- v) ^ 4- i -i- ^ -i- M ^ ^ und hieraus die innere Ausladung _ —42k. — z -s- (802k.' — 242^-f- 117) V ^ zo Eben so findet man die Unterbreite u li.Ii -s- -s- zr 126 I. AnhL lg zum sechsten Abschnitt. und den Flächeninhalt des Profils ^ ^ 2 Och-Il)K. Für verschiedene Werthe von K. entstehet nachstehende Tafel ^ ! O I ! 24 - I I ^2 I F u 0,2605 b 0,4605 b 0,5502 b' 0,2255b 0,4465 b 0 ,I2Zlܰ 0,1914b 0,4550b 0,5165b' 0,1695b 0,4248 ii 0,5124b' 0,1264 b 0,4097 b 0,5048 b° 0,0658 b 0,5903 b 0,2954b' §. 185. SoU das trapezförmige Profil eine Fußbank erhalten, wenn die Ober- breite m gegeben ist, so erhalt man alsdann, wenn das specifische Gewicht der Erde, welche auf die Fußbank drückt, dem Gewichte des Mauerwerks gleich gesetzt wird, nach §. 177., die Unterbreite xxx'vi.und hieraus mit Beibehaltung der §. 177 eingeführten Bezeichnung, nach Fig. 124 'Figur 124. Ik TU H 0,15015). ^ Es ist aber auch ick n: ^ -f- Lb, daher kick -j- ^b n -s-O,lAOiZ) oder — -ck- Z' ck" 0,15015) xc: ^ b — b — , also 5 " b-j- 0,15015)' Ferner, weil LL m u — (L-s-f)b, so findet man die Breite der Fußbank LO — bs—^ — k-s-/'(^°-j-o,izoi5)s. Es ist daher, wenn /'(sL?-s-O,iZOiZ) — ^ gesetzt wird, die Höhe der Mauer n: b; die Oberbreite H ^b; die Ausladung der äußern Böschung — bb; die Unterbreite u H ^b; die Höhe der Fußbank — die Breite der Fußbank H —k.—^b. Diese Druck der Erde gegen Futtermauern. 127 Diese allgemeinen Ausdrücke geben nach Verschiedenheit der Böschungen folgende Werthe. o I As I L I 8 r r s I 8 Unterbreite 0,Z6o? b 0,5609 Ic 0,3615 b 0,3621 b 0,z6Z9 b 0,3679 b Höhe der Fußbank 0,4456b 0,4119 b 0/8748 b 0,347? ^ o,28?Z b > ! 0 ! Breite der Fußbank 0,1607 b 0,1401b 0,1199 b 0,1066 b 0,0806 b 0,0429 b Flächeninhalt' b" 0,2716 b° 0,2681 b^! 0,2657 b° 0,2647 b° j 0,264? b° 0,2771 b° §. r 8 §. Erhalt das Profil Figur 125. zwei Fußbänke, so ist nach der §.:?8. angenommenen Bezeichnung für ^ b (§..185.) ^ Z' -t- O,IZOIz) u m t^.b L b 7 - ^-b. tind bei gleich breiten Fußbanken- lVIb —L —DK daher und man findet die Höhe der obersten Fußbank oder Für die Höhe der untersten Fußbank ist ne k—b" — ^ b1--—"I I_ z(^— Es erhalten also beide Fußbänke gleiche Höhe. Ist daher die Höhe des Profils ^2 K die Oberbreite m ^ b die Ausladung der äußern Böschung n: bb so ist, wenn zwei Fußbänke angelegt werden, die Unterbreite u n: , die !2Z r Anhang zum sechsten Abschnitt. die Höhe einer jeden Fußbank -Z j i — --— ^ b "l- Werden nach diesen Ausmittelungen für verschiedene Werthe von b die dazu gehörigen Abmessungen des Profils bestimmt, so entstehet folgend > Tafel. s b o r ^.8 I Lch r 8 i r - Unterbreite O,züo7 b 0,3609b 0,3615 b 0,5621 !> o,z 6 z 9 N o,z 6?9 b Höhe jeder Fußbank O ,2228 b 0,2059 b 0,1874 ^ 0,17z 8^ 0,1436 b 0,o88Z b Breite jeder Fußbank O,o8oz b O, 0 700 li 0,0599 !> 0,05ZZ b 0,040z b 0,0214 b Flächeninhalt b. 0 , 2587 ^° O,25Züb° 0,2544 b° 0,2554^°° 0,2589^^ 0,2681 §. 187. Soll die Futtermauer Strebepfeiler erhalten, wenn vorausgesetzt wird daß Ab die Lange, die Breite der Strebepfeiler und b die lichte Entfernung derselben bezeichnet, so findet man mit Beibehaltung der §. 180. angenommenen Bezeichnung, das Moment eines Strebepfeilers und die Momente der Mauer L Ab-b"-s-^ A (2 Lk-j-x) k-x Das Moment des horizontalen Erddrucks ist — Asb'k^ (§.168) oder wenn eHzs gesetzt wird —Agb'I^, also auf die Lange LH Figur 127. Wird dieses Moment, den gefundenen Momenten der Mauer und des Strebepfeilers gleich gesetzt, so ist ,L o b-f z b-i-x) b'-j-1?-f L (2 b b-s-x) b-X—b* n- Für bU —0,260z erhalt man wenn die Gleichung nach x geordnet wird: x'-s-(2k-s-,ß)bx -f- 0,1197)!^ —o und hieraus die Oberbreite x ^—(k--ch 2 D k k/Xo, 12 r 4-j-§ b°) Für die aquirte Flache erhalt man wie §. iZo. Nachstehendes Tafelchen enthält für verschiedene Werthe der vorder« Aus- ladung b, die dazu gehörigen Oberbreiten x nebst dem aquirten Flächeninhalte b. 0 I -L i ^ T 8 Oberbreite x 0,3069b 0,r66ib 0,2528b 0,2268^ 0 ,i 89 zb Flächeninhalt k 0 ,Z 485 ^° 0,z28sb° o,z22rb° o,ziorb^ 0,2726 b Sollte Druck der Erde gegen Futtermauern. 129 Sollte die lichte Entfernung zweier Pfeiler von einander größer oder kleiner seyn, als die Hötze der Futtermauee, so laßt sich die erforderliche Rechnung zur Bestimmung der Starke der Mauer, auf eine ähnliche Art wie bei der vorstehenden, leicht ausführen; auch hat es keine Schwierigkeiten, wenn die Abmessungen der Pfeiler und die Starke der Mauer gegeben sind, daraus die erforderliche Entfernung der Pfeiler von einander zu finden. §. 188. Nachstehende Tafel gibt eine Uebersicht der Werthe welche die Profitfiache k für verschiedene Abmessungen der Futtermauern erhalt. §. Vord. tBösch. Oberbreb Unter- bei einer Fußbank I Entfer- bei zwei Fußbänken'nung ^der Inhalt des Profils k tc breite Höhe Breite Höhe Breite Pfeiler l8z> o 0,z5o8 0,3628 — — — — — 0,3628 r O/ZIW 0,3615 — —— 0,340? L I-s o, 5VÜ6 O 3621 0,3345 T I 2 0,2805 0,3639 — — 0,Z222 L K 0,2429 0,5679 — — 0,3054 184- o O/ 2 0,4605 — — — — — 0/ZZ22 2-^- 0,2 0/4ZZO —, —i- 0,3165 L 0, 2 0,4248 -- 0,3124 I ^ r 0,2 0,4097 —- —— 0,5048 L tz 0,2 0,3908 -- — 0,2954 i8Z- O 0,2 0,z6o? 0,4456 0,1627 — — — o,r?i6 1- 0,2 0,3615 0,3748 0,1199 0,265? L r 8 0,2 0,ZÜ2! 0,3477 0,1066 0,2647 i r r O, 2 0,3639 0,2873 0 0806 — 0,264? i 8 0,2 0,5670 O,!??! 0,0429 0,2771 i86. o 0/ 0,5627 — — 0,2228 0 azoz — 0,253? r 2 4 0, 2 0,5615 — — 0,1874 0,2599 0,2544 I 18 O, 2 0,5621 — — 0,i7Z8 0,o5ZZ 0,2554 I r 2 O, 2 0,5659 — — 0,1436 0,040z 0,2589 T 3 O, 2 0,5679 — — 0,o885 0,0214 0,2681 l87- o 0,3069 0,5069 — , — — — 1,2222 0,3485 r 24 0,2661 0,Z278 — - , — 1,2202 0,3286 L r 8 0,2528 0,528z — — — 1,2222 0,Z222 r ^2 0,226z 0,ZI21 — — 1,2222 0,3102 r 8 0,l89Z 0/ZI4Z 1,2222 0,2726 Drittes Heft. ^ ^2- i. Anhang zum sechsten Abschnitt. izo §. 189- Die Theorie der Futtermauern ist seit langer Zeit ein Gegenstand scharfsinniger Untersuchungen gewesen und die vorhandenen Schriften von Belidor, Bossüt, Brünings, Coulomb, Couplet, Fuß, Kinöky, Prony, Woltmann, Y)epey w. welche in dem angehängten Bücherverzeichniß vollständig angeführt sind, geben so verschiedene 2lnsichten über diese Materie, daß es nicht befrem« den darf, wenn die Resultate, welche aus diesen Theorien gezogen sind, merklich von einander abweichen. H. Ab- ii. Abhandlung. Bestimmung des Orts> wo die Erdanker bei Bollwerkspfählen angebracht werden muffen. §. 190. Tafel XXX Vl. -On der vertikalen Wand LI., Figur 128., sei ein horizontaler Balken 6O Fig° 128. bei 6 eingemauert. In der Entfernung tHO 7 ^ 0 sei ein Gewicht 8 im Stande, denselben zu zs^brechi-n, so ist ekl das Moment dieser Kraft, und man findet für jede andere Lange des Balkens die erforderliche Kraft, mit Beiseitesehung vom Gewicht des Balkens, wenn man dieses Moment durch die Lange dividirt. §. 191. Ein horizontaler Balken ^.8, Figur 129., welcher in ^ und 8 frei auf-Fig. irZ. liegt, soll in O so mit Gewichten belastet werden, daß er bei O entzwei bricht, üian sucht die Größe dieses Gewichts. Es sei ^6 — n, 68m k>, das in 6 erforderliche Gewicht — ?, und der Druck auf ^ m (). Alsdann ist nach bekannten statischen Lehren, für das Gleichgewicht mit der Kraft k, 1z und es ist einerlei, ob der Balken in und 8 aufliegt, und durch das Gewicht k in 6 gebrochen wird, oder ob er in O und L befestiget ist und durch das Gewicht () zerbricht. Hat nun der Balken ^8 mit dem Balken LO, Figur 128 (§-190) gleiche Festigkeit, so ist Fig. rrz. H eil, daher R 2 slz N2 ii. Anhang zum sechsten Abschnitt. s6 —, , ? m e6, oder a-j- b ^ I- - ^ . - geseht wird -U . — §x . ;ex-N -s- I . §6 (lck —x°)^; und man findet den Abstand 66 für den Mittelpunkt des Drucks auf oder .. — 2. ^—x' ^ . ick-j- tix-j-x° ^ x'--' 8-f-x ' §. 195- xxÄvl. . wan statt! der Wand ^6, Figur IZ 2 ., einen leingerammten Ftz. isz. Pfahl an, Figur izz., gegen welchen Füllerde von der Höhe ^6 — 8 drückt und seht voraus, daß der Punkt 8 durch einen Erdankee 88^ gehalten werde, so ist mit Beibehaltung der Bezeichnung im vorigen §. der Druck auf 68 in 8 8 ^6x°l>l, der Druck auf ^8 in 6 m(K'— und die Entfernung 1)6 oder --U--H-i-x- - 3 tl -j- X die Kräfte 8 und W streben den Pfahl zu biegen und wenn er nicht stark genug ist, muß er zerbrechen. Liegt der Anker zu niedrig, so kann ihn schon die Kraft 8 allein zerbrechen, und es kommt darauf an, den Anker so zu legen, oder den Punkt 8 so zu bestimmen, daß 8 und gleiche Gewalt zum Zerbrechen des Pfahls ausüben. Wendet man daher dasjenige, was §. 192. für Balken erwiesen ist, hier auf Pfahle an, so wird erfordert, daß nach der dortigen Bezeichnung . - _ AI) vv m 2—c8 ser. Es ist aber a -s- d — k — x u — 8 —- v b — I — x Bestimmung des Orts, wo Erdanker anzubringen sind. IZ5 X daher L 2 X (ch — x) -- R i» ^ —x) oder wenn für V/, Ik und / substituirt wird, so erhalt man folgende Gleichung X woraus man durch Näherung findet OönxHO,ZiiZ ka oder beinahe d. h. einen Erdanker an einen Bollwerkspfahl so anzubringen, daß die über dem Anker befindliche Fällerde eben so stark zum Zerbrechen des Pfahls wirke, als die unter dem Anker befindliche, muß derselbe in der Mitte von der Höhe der Fällerde befestiget seyn. Wäre hingegen der Bollwerkspfahl bei ^ nicht befestigt," sondern eben so frei wie bei O, so würde erfordert daß der Anker auf den dritten Theil der Höhe, von ^ an gerechnet, angebracht werden müßte, weil der Mittelpunkt des Drucks auf den dritten Theil der Höhe der Erde fallt. §. 196. Die Lange eines Bollwerkspfahls kann so beträchtlich seyn, daß es noth- wendig wird, an denselben zwei Anker bei 6 und IL Figur 1 Z 4 . anzubringen. Fig. N 4 . Sollen diese zweckmäßig vertheilt werden, so wird erfordert, daß die Erde zwischen O8, LlL und gleich viel zum Zerbrechen des Pfahls beitrage; es sei daher der horizontale Druck auf auf LlLuV/, auf ferner — K, O3 — x, — 2 , und, wenn O und 6^ die Mittelpunkte des Drucks von LV und find, l)0 — ^ u. Nach dem vorigen §. ist k L 6 X- lbs 6 (2- — X°) ^ 2° -j- 2X -f- X^ 2 -ch- X woraus man findet X (3 -x) X* -f- ^ 2x' -j- Z ^ 2 ' X- und hieraus erhalt man durch Näherung x — o,Ziiz 2 Nach u, Anhang zum sechsten Nach f. r§z. ist ferner auf eine ahniche Art ch- b> 2 2° Al II 2 2(K —2) (N —")(u —2) woraus man durch die Substitution erhält 2 2* -j- A 2' — ^ -s- x°) 2° -f- (b' — 6 lix°) 2 -s- L 0 Nun ist xHo,Aiiz2 also x° —0,26142°; diesen Werth in die zuletzt gefundene Gleichung geseht und abgekürzt, gibt 2 ^— i,Zl7o!l2' — rz,AOi7i^2°-i-2,zi7N'2-i-4,6z4^— 0 , Hieraus findet man durch Näherung 2 —Q/6z6ii oder beinahe 4!r, daher L—o,ziiZ.O,6Z6k—O/Zzzli oder beinahe 'K. Es folgt hieraus, wenn zwei Anker an einen Bollwerkspfahl angebracht werden sollen, daß hie Höhe des Pfahls, so weit die Füllerde dagegen steht, in drei Theile getheilt wird, und an das Ende der beiden ersten Drittel ein Am ker kommt. III. Abhandlung in. Abhandlung. Ueber das Eindringen der Rammxfähle. §. 197. ^-"in Körper, dessen Masse () ist, befinde sich in Ruhe wahrend ein anderer mit der Masse k> und Geschwindigkeit 6 gegen denselben stößt. Sind beide Körper vollkommen hart und unelastisch, so erhalten sie nach dem Stoße ein Bestrebensich mit einer Geschwindigkeit v fort zu bewegen, und man findet (§. 44. m. Mechanik) ok Im Augenblick des Stoßes soll beiden Körpern eine beständige Kraft k—- ?—entgegen wirken, so behalten sie nach Verlauf der Zeit r/ nur noch eine gewisse Geschwindigkeit und man findet (§. z6. a. a. O.) v"" v- 2Zr/ k —x — In der Zeit r soll die Masse zur Ruhe kommen, so wird für n: 0; also — r. v oder — 2ß K Wahrend der Zeit t werde der Weg s durchlaufen, so ist (§. z§. a. a. S.) Drittes Heft. ^ 6 ^ -Z8 6 — Vt '— tzl. m. Anhang zum sechsten Abschnitt. und wenn der vorher für r gefundene Werth in diese Gleichung gesetzt wird k -z- t) Wird ferner für v der oben gefundene Werth Gleichung gesetzt, so ist 6* p° e ? in die vorstehende "48 (k-k- das Gewicht des einzurammenden Pfahls, s die Tiefe in welche er bei einem Schlage in die Erde eindringt, U den Widerstand des Erdreichs welches dem Eindringen des Pfahls entgegen wirkt, so ist, wenn während eines Schlags der Widerstand U als unveränderlich angenommen wird, welches, wenn nur von einem Schlage die Rede ist, sehr wohl zulaßig ist, wie oben — KP' Für einerlei k, (Z und U verhalten sich daher die Tiefen zu welchen die Pfähle eindringen, wie die Fallhöhen des Rammklotzes oder wie die Quadrate der Geschwindigkeiten desselben. Bei den vorherigen Untersuchungen ist vorausgesetzt, daß Klotz und Pfahl unelastische Körper sind. Waren sie elastisch, so würde der Klotz nach dem Falle zurück schnellen und die Geschwindigkeit v, welche der Pfahl erhielte, wäre nach §. 45. m, M. v Ueber das Eindringen der Rammpfahle. IZ9 _ 2 0 ? Die in die Erde mit der Geschwindigkeit v eindringende Masse ist alsdann nur m daher ^ v- 0 b 4s oder wenn der für v gefundene Werth eingeführt wird _<6* _?* () __ 4 K ?* tz Innerhalb dieser beiden für 6 gefundenen Werthe, muß der wahre Werth von s liegen, weil Kloß und Pfahl nur unvollkommen elastische Körper sind. Well sich aber in der Wirklichkeit, die Rammklöße und Pfahle, mehr den ganz unelastischen als den vollkommen elastischen Körpern nähern, so wird der erste Ausdruck K?* beibehalten werden. In dieser Formel bezeichnet kk den Widerstand welchen die Erde dem eindringenden Pfahl entgegen seht, oder der Pfahl kann, außer seinem Gewichte O, noch eine Last R.— tragen ohne tiefer einzudringen, und nur ein größeres Gewicht als k — () kann ein ferneres Eindringen bewirken. Aus dem letzten Ausdruck erhalt man Weil man aber einen Pfahl nie so stark belastet als grade zum Gleichgewicht erforderlich ist, so erhalt man, wenn demselben nur der vierte Theil dek Last aufgelegt wird, welche er tragen kann, diese Belastung vorausgesetzt daß der Pfahl stark genug ist, sich nicht unter der Belastung zu biegen. Die Tiefe e, zu welcher ein Pfahl auf einen Schlag des Rammklotzes wenigstens eindringen muß, um eine Last L —mit Sicherheit zu tragen, ist alsdann S 2 6 — 140 111. Anhang zum sechsten Abschnitt. Bei dem Gebrauche dieser Ausdrücke ist zu bemerken, daß ?, (), U nach einerlei Gewicht und s, 1 i nach einerlei Langenmaaß ausgedrückt werden müssen. Ilach einer von Manger angegebenen Erfahrung, (Beitrage, S. 2zi.) sind Pfähle mit einem 9 bis io Centner schweren Rammklotz bei der letzten Hitze von 20 Schlagen noch 4 bis 5 Zoll eingedrungen und harten seit 20 Jahren jeder eine Last von 260 bis 272 Centnet getragen ohne daß man den geringsten Fehler am Bau bemerkte. Wird im Mittel 4^ Zoll Eindringen auf 22 Schlage angenommen, so gibt dies auf jeden Schlag —0,225 Zoll. Man setze ? —9^, <)—9! und U— () —265 Centner; die Fallhöhe 1 ,—60 Zoll, so findet man nach dem vorstehenden Ausdruck die Tiefe 6o. 9,5' — 0,278 Zoll. 4(265— 9 , 5)-19 Hienach hatte der Pfahl bei den letzten 20 Schlagen noch 5Z Zoll tief eindringen können, statt daß nach der Mangerschen Erfahrung diese Tiefe 4 bis 5 Zoll betragen hat. Herrn Baudirektor Woltmann verdankt man sehr gemeinnützige Untersuchungen über den hier abgehandelten Gegenstand, welche in seiner hierüber herausgegebenen Schrift: Ueber den Effekt des Ramms zum Eintreiben der Pfahle, enthalten sind. Die hier vorgelegte Aufgabe ist ohne Hülfe der höher,, Analysis anfgelößt und die Abweichung der Resultate von den Woltmannschen rührt daher, daß Hr. Woltmann die bewegende Kraft —— U setzt, statt daß sie hier — U ist. Frühere Untersuchungen findet man in einer Abhandlung von Isam- bert: lur 1u kluiclitü c!u kable sto. in den l^onv. mern. äs lAc-uä. äs Lsrlm, H.NNÜ6 1772. p. ZZ. etc. §- 198. Um zu übersehen, wie die Untersuchung über das Einrammen der Pfähle mit Rücksicht auf die Tiefe, bis zu welcher der Pfahl eindrigt, allgemeiner behandelt werden könnte, kann nachstehende Auseinandersetzung dienen. Weil ein jeder Pfahl mit einer langen Spitze versehen wird, so treibt er die Erde, welche ihn am Eindringen hindert, von der Seite weg, und diese verzögert durch Anpreisung, Ueber das Eindringen der Rammpfähte. 14! prefsung, Reibung und Adhäsion, welche sie gegen den Umfang des Pfahls nach seiner ganzen Lange, so weit er in der Erde steckt, ausübt, das weitere Eindringen desselben. In Erdreich, welches durchgängig gleichförmig ist, kann mark daher annehmen, daß einerlei Pfahl bei einer doppelt so großen Tiefe, auch doppelt so viel Kraft erfordere, um etwas tiefer eingetrieben zu werden, als bei der einfachen Tiefe, oder daß sich für einerlei Pfahle in einerlei Boden, die Lasten, welche die Pfähle tragen können, eben so wie ihre Tiefen in der Erde verhalten. Mit Beibehaltung der schon angenommenen Bezeichnung sei xxxvi. I die Lange des Pfahls in der Erde m Figur izz. Fig.izK. 6 die Lange, um welche er bei dem nächsten Schlage tiefer in die Erde dringt in IM. die Geschwindigkeit des Pfahls, wenn er nach erhaltenem Schlage den Weg x H LL durchlaufen hat und in O angelangt ist. IU der Widerstand des Bodens auf die Lange 1 -s- x m .^0. s irgend eine Tiefe AL, in welcher der Widerstand des Bodens dem Gewichte k -j- gleich ist. Nach dem Vorhergehenden verhalt sich a : 1 4- X im k 4- <) : also ist u 4-() n Befindet sich der Pfahl mit seiner Spitze in 6, so ist die bewegende Kraft ^ u 4- o — die bewegte Masse n: ? -ss i), also die beschleunigende Kraft lu — ?,/ — 14 -x u st- o ^ a Nach H> Z8. meiner Mechanik (III.) ist aber dies integrirt giebt -— (n — I) X - ßx» -j- Lonst. KV Für x in o wird m v, also Lonsr —, 48 -— (n—!)x — ^x 4-. 48 46 daher Für ,42 m. Anhang zum sechsten Abschnitt. Für in o wird x o NI (a—1)6 - s, also' av te- 4. — 48 oder weil nachdem vorigen §., —m ^ (l.) 6' 4" 2 (1 — S)S 48^ — Lall?' ^ (k 4- O-- ist Hieraus findet man c>i.) 1 -s- ^/"sc->-i)'-i- oder wenn ^ ^ gesetzt wird' (P4- 2sk?- (? 4- -(!>-1-« k - s (k>) der Pfahl 12 Centner j 15 Centner i 18 Centner trage» stn. Gewicht des Pfahls (tz) Gewicht des Pfahls (Of e Gewicht des Pfahls (4) 6 Cen tn. i 12 Centn.! 18 Centn.' 6 Centn.j-2Centn.j18Centn. ^ Centn. 112 Centn. j 18 Centn. Centner iWie viel Zoll der Pfahl auf 20 Schläge eindringen muß, um die Last zu tragen (20s) IOO 27,2 22,4 16,3 37,8 29 4 24,1 49,4 39,5 32,9 150 17,4 IZ,o 12,4 2Z,8 18/5 15,1 3 0/7 24,6 20,4 2OO 12,8 9,6 7/6 17>4 13/5 H,I 22,2 17,9 14,8 250 IO,I 7,5 6,i IZ,7 IO,6 8,7 17,4 13/9 11,6 ZOO 8,3 6,3 5/o ii,Z 8,7 7,2 14,4 11,5 9,6 35O 7,1 5/3 4/2 9,6 7,4 6,1 12,2 9,7 8/i 400 6,2 4/7 3/7 8,3 6,5 5,3 ' 10,6 8,5 74 452 5/5 4/i Z/3 7,4 5 9 47 9/Z 7.5 6,2 ZOO 4,9 3.7 2/9 6,6 5,i 4,2 8,4 6,7 5/6 552 4,4 3/3 2,7 6,0 4,6 3,8 7/6 6,1 5/i 600 4,1 3/i 2/4 5/5 4,2 3,5 6,9 5,6 4,6 Fortsetzung des Verzeichnisses von den angeführten Schriften. <^)klidsr, Ingenieur-Wissenschaft bei auszuführenden Vcstungswcrken und bürgerlichen Gebäuden. A. d. Franz, übersetzt. Erster Theil (ni. z6 K.) Nürnberg , t 757 - 4 - Lofsur's »nd VinUel's Untersuchung über die beste Construetion der Deiche. A. d. Franz, übers. v. C. Lrönke. m. 7 K. Franks, a. W. i 7 y 8 . 4. 0. I . VerltLNileling over 6s ,väelingsckis äruleleinx 6sr ^LLi6e, er, 6e liiernssv te regele» slmctiiigsn 6er Nuuren. (,8eiz) » tlou/omü, Ulsai rnr uns s^^Iisst-on 6sx regle; 6s Xtsz-irnis st lblinimis ^ ^uslguss I>rvdlöms5 6e kt^- ti^ue, relLtils L !' 4 .rcliitsc!urs, — ^!smc>,rer 4 s mstbsmsti^ue sl 4 s z>lt)'iicjrie, ^rersutes ^ I°Lcz6. 6e Dsris. Lanes 177;. L ksris 1776. 4. psx. Z4Z — zks. Oo»^/st, 6s IL ^>c>u!sce 4 er tsrrss soiitre leurs revestemens, st Ir korcs 6ss revsktemsn; c^ri'on ietir 6 o>t opz>oser. — lVIeni. 6e I'Lsscl. 6e Dsris, Firnes 1728- p. 147 — 2ZZ. 8e etnnse 1727. p. 100— LLo. Eine deutsche Ucbersetzung befindet sich in Böhms Magazin für Ingen, und Arriller. fortgcs. von Haus. irr Bd. Frankfurt!) 1795. S. 60 — 126. 8. I. C. Eiselen, Ausführliche Abhandlung insonderheit über das Kalkbrennen mit Tors. m. A Klips. Berlin, 179Z. 8. I. R. Förster, auf Vernunft und Erfahrung gegründete Anleitung den Kalk und Mörtel so zu bereiten, daß die damit aufzuführenden Gebäude ungleich dauerhafter seyn, auch inr Ganzen genommen weniger Kalk verbraucht werde. Berlin, 1782. 8. ,ts/ar„k UscUsrcllss tur ls kourolsns, sur lL tlisoris 6e la c),LUX st -tir ls SLtirs 6e IL äursts 6u morttere; s Orsuokls st Vsris l?/8- — — — Von der Pnzzolane, und deren nützlichem Gebrauche zu allerhand Arten von Bau-An lagen. A. d. Franz, übers. von A. L. von Sersdorf m. Z K. Dresden 1784. 8. * N. DxZmsn irieorsti^'ie 6es rsvelemons z iZos iricliiiL st 6es revstemsns ä Ls,l8es inelincer, pra- xose's psr guelgues suteiirs 6s torukc-srioo. — Kovs akcts scs6. »cisot. Imx. rstroxolit-mss. V«,- inni XIII. kstrop. ixsr, ^>. tzo — lvo. 4. D. Gilly, Handbuch der Landbaukunst, zwei Theile m. K. Neue Aufl. Berlin, 179z. 4. T. P. v. d. Hagen, Beschreibung der Kalkbräche bei Rüdersdorf. Berlin, 1785. 4. I. G. Hoffmann, Die Hauszimmerkunst. m. 2Z K. Königsberg >802. 8. F. Linsky, (des Grafen) Abhandlung vom Druck der Erde auf Futtermauern. Nebst einem Am hang »vm Abrollen der Erde, vom Hrn. Hauptm. v. Zach. m. 10 K. W. Neustadt 1788. 8. »ur IL üiuäite 6u ssdle, 6e Is terre st ä'sutres cor^s rnous. In den Nonv. dtemoires 6s I'scsä. 6s Lerbn. Xiiüc's >7"l. p. Z? — 64. Gesammlete Nachrichten von dem Verfahren der Holländer wenn sie wasserdichtes Mauerwerk machen. In zwey Sendschreiben, m. 2 K. Dresden und Leipzig 1774. 8. (Silberschlag), Abhandlung vom Wasserbau au Strömen (m. iz K.) Leipzig, 1756. 8. I. E. Silberschlag, Ausführliche Abhandlung der Hydrotechnik oder des Wasserbaues. Erster Th-, . m. 16 K. Leipzig, i 7 ?r. Zweiter Theil m. 14 K. 177g. 8. Eirnsn, über die Natur des Kalksteins, in den Samml. v. Nachr. u. Aufs. die Baukunst betr. Jahrg. 1799. ar Bd. S. 96 — 112. Jahrg. i8°o. i Bd S. 53 — 78. Der Terrastlerer, oder die Kunst Terrassen und andere abgedachte Lrdwände mit Erde, Rasen und mit trocknem Manerwerke zu bekleiden, m. z K. Weimar igoz. 4. Gesammlete Nachrichten von dem in den vereinigie» Niederländischen Provinzen gebräuchlichen Cements aus Trasse, oder gemahlnen Cöllnschen und Andernachschen Tuffsteine. In dreien Sendschreiben. Dresden und Leipzig, 1773 - 8. Wiebeking, Allgemeine auf Geschichte und Erfahrung gegründete theoretisch-praktische Wasserbaukunst. 3r Band m. 17 K. Darmfradt, r8oi. 4. R. wolrmann, Beiträge zur hydraulische'.! Architektur. Dritter Band m. 4 K. Göttingen, 1794. Vierter Band, m. 5 K. i? 99 - 8 - V Heclierclie» ilisori^ues st expxrimkiitglsS sur l'efset 6ez mscliines st oulüs, 6ont va xe sert poui pro6uirs 6s» mvuvsmens in»1si,t«mcs; xrinLixsIsmvnt 51 !, I'estet 6u moutoii pour I'«ll- koncernsnt 6es xit-vx. Lvec 'INS tkLÜuctioi :6!smii»>!s ei x kxurei. L Outürißue >804. 8. IT. Ver1»gn6e!iiig sver 6s krolilen 6er M'inren. — Verbsnselingen 6vr Ilsr>r!emlelis kciiL4>x)- 6 i). s 8'. x. 416 — 542. 8- Eine deutsche Nebersetzung befindet sich in BLhms Maga-' zin für Ingenieur und Artilleristen, qr Bd. Gießen, 1778. S 93 — iiS. 8. C. L. Ziegler, Beantwortung der vom K. Prenß. General-Directoriv ausgesetzten Preisfrage über die Ursache» der Festigkeit alter römischer und gothischer Gebäude und die Mittel, gleiche Dauerhaftigkeit bei neuen Manerwerke» zu erhalten. Berlin, 1776. 4. 2) 'MWW 2) riHFIL MMW H IÄ^' ME Ll!.—- ^"" MMW!i>! MWE' D-K MWW AMM WM MVT« MMH« SlSKZ «W»i >LiiM: IZLM WM SS« MA UM MW Ws?M?ÄWM MD URAL MMÄ ERH8 WE >MKI SLL _- l DMMK WM - ^ . L-.! ..^ .' AM IM GML IMM UM FM1 MW EW '-MM. B-."' , S-EW M?W' M- A-SÄ -MMH NWW SMS» «WMM >WÄM illWM« «ÄL» «WU «!l ltMIiN «AÄ t«.S« Wl«>t A!Hi! ÜA lnitiiiiM AIUM «UM» «tll IlUllllHIÜ MUM ,W Hi/LÄS W «« !H liMiÜi, I!» «iLUl MSN LU «Äil -M« «MÄck .»EM eSkM »E t«U« ^lI»w GMUM E«lj»U> L><«!, WÜ! »«lld- MllllA «M« « !I8W tkl!!i!» MG WWW M«ÄM> MWIII», tUWM ^!il>!> !!!'» ÄMS» W!Ä!W MIüM WM»ÄME«MM MVE».^ l,!!l!!lM! >«»ii!»iW > W slnAM «II!W,W MIM«» »iiiki« MMK» "U!MM MM» «-!« llüMM »MM -MiWi! »i,^ >MM !M!MHW M >!MS liS üjAllM «MM MN-« W lW !!! !>!!! I »«!!! »W ' ^ " W ^ " ^ . '7 V jxr ^ //^ . I> //§. lü- D c L l) L D D L / 2 S . D S LL k' S ,Ii K Q L> D D /20 . D ^s l > l > > > I I I I I ! I I I I I ^l K L I> L - ^r/s/ mr^ 8W^KW8FENL«WM?M!N?- ' ^ '.^,V ^ - -"H^- ^->- /.? ) ) - ) 0 ) ) ) ) 00000000000000000000)000 0)0 00 )) ) ) ) 0 O 0 O 0 0 0 ) ) 0 ) 0 ) ) 0 o ) ) o ) 0 ) pusg 7 ^-- ^ ^ - v.AÄ'E--» ^ -,E- L. Av iEM»^«kLSM^sMK!E^