5 sielluna, Durch die infamen Pfuffenküliste geblendet wollte das Volk nicht sehen / nicht hören — um es dann schreklich 'u fühlen; das Schwerdt der rächenden Gerechtigkeit mußte also über diese unglücklichen Empörer gezogen werden: Unsere fränkischen Bruder, durch die so herrliche Allianz mit uns noch enger verbunden, eilten mit ihren sieggewohnten Legionen herbey — furchtbar war es anzusehen, wie die schreklichsten Zurüstungen zur Verheerung unserer blinden, armen Schwel- zcrbrüder gemacht wurden —und die Ungliiklichen, wie leicht hatten sie sich retten können! kein Tag vergieng ohne die dringendeste Aufforderung von Seite-Luzerns und Arau zur gütlichen Uebergabe; noch am Vorabende des schreklichen yten HerbA- monats boren die Franken Ihnen die Hand zum Frieden — aber es war alles umsonst — tiefe Nacht lag auf ihrem Verstände — und selbst unent, siegelt kamen die Bothschaften des Friedens zürnt: Sie hielten das Zögern der Franken für Muthloßgkeit, glaubten sich in ihren Naturfestungen unüberwindlich, und durch die Zauberkraft ihrer Pfaffen unverlezbar — aber wie schreklich öffneten sich ihre Augen, als am Sonntage die Franken auf Flözen im Sturmmarsche vorrukten, und so zu sagen in einem Augenblike ihre furchtbaren Berge erstiegen, indessen eine andere Kolon-' ne von Obwalden aus herein-rang, und im mörderischen Kampfe biSaufStans ihre fliehende» Bruder zu Boden stürzten. Gott! o Gott! welch' ein schauervoller Anblik, als ich mit meine» Freunden an diese Stätte des Unglükes den folgende» Tag kam! Noch rauchten vom dampfen, den Schulte' die zusammengestürzte!! Gebäude 1