25 8 Wankelmuts) der Menschen.
Wankelmuth und Unachtsamkeitder Menschen.
oft und vielmal wünschten wir,
Als uns der Winter alle ZierDer grünenden Natur beraubet,
Das Kraut erstickt, die Baum entlaubet;
Da Feld und Wald mit Schnee gedeckt; *
Da uns der rauhe Nordwind schreckt:
Ach wenn der Frühling wiederkäme.
Und die Beschwerde von uns nähme?
Ach wenn die Lüste klar und rein,
Erwärmt vom hellen Sonnenschein,
Und lau, und sanft, und lieblich waren!
Ach könnte man, in hellen Chören,
Die bunten Vogel wieder hören!
Ach sähen wir die gelben AehrenSo angenehm als ungemein,
Bey sanfter Kühlung, lieblich wallen!
Ach möcht, in fliessenden Krystallen,
Des grünen Ufers WiederscheinZu sehen seyn!
Wie wollten wir uns denn nicht freuen?
Wir wollten Lob und Dank erneuen.
Jetzt seht und hört ihr alles das,
Was ihr gewünscht. Es ist erschienenDie Zeit, die so erwünschte Zeit.
Die Welt ist voller Lieblichkeit;
Es stehet jetzt, durch Laub und Gras,
So Feld, als Wald, im holden GrünemEs sind die Lüfte klar und rein,
Erwärmt, vom heitern Sonnenschein.