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Johann Christoph Stockhausens Sammlung vermischter Briefe
Entstehung
Seite
197
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'§7

nicht. Zu meiner Zeit machte man sich lustig,man tanzte; jetzt ist alles traurig. Liegt dasaber an der Zeit? Nein, man ist noch gegendas Frauenzimmer gefällig, man küßt noch,man tanzt, man singt noch; nur daß man gegeneine alte Matrone so gefällig nicht ist, als ge-gen ein jüngeres Frauenzimmer, nur daß mankeinen Graubart küßt. Zu ihrer Zeit ist es ebenso gewesen.

Doch genug. Sie werden nun nicht klagen,daß meine Briefe kurz sind. Sie werden viel-mehr wünschen, daß die unerträgliche Schwätze-rin einmal schweige. Ich will es thun, undSie nur noch aufrichtig versichern, daß niemandmit mehrerer Hochachtung ist, als ich rc.

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Neun und zwanzigster Brief.

Meine schöne Freundin,

A^Hnffen Sie wohl, wo ich jetzt bin? Nein,F das rathen Sie nicht sogleich: In demHause Ihrer ehrwürdigen Tante. Sieist eben im Begriffe an Sie zu schreiben, undSie giebt mir die Erlaubnis einen Brief beyzu-Nz legen.