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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
Entstehung
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lerkichen Lebens. Zum Erhabenen gehöre allemal eineEmpfindung eines innern Schreckens (gerade das Wi-drrspiel, das Erhabenste beruht auf der Vergewisse-rnng unserer Ucbcrmacht wider alle Gefahren undUebel.) Vieles von der Schreibart, der Dichtkunst,dem Vermögen abzuziehen rc. Die Unauflößlichkeitder Ehen sey der Vernunft zuwider. Dem Hr. H.gefällt die heilsame Verordnung die Hurercy zu er-lauben , und die Kinder auf Unkosten des Staats zuerziehen. Es sey schwer, eine gute Gesetzgebung zuentwerfen, auch entwirft H. H keine. Die entdeckteWahrheit (der Unglaube) störe die Staaten nicht.(So heftige Eiferer wie H. und V. würden verfol-gen , und allenfalls hinrichten, wo sie die Macht hat-ten. Der letztere hat wenigstens alles gethan denFreunden der Religion zu schaden, was in seinemVermögen war). Ein großes Lob der Druckfrcy-heit. Ein bitterer Ausfall wider die Ungerechtig-keit bey Bestrafung der Erbsünde. (Alles ist den-noch ein Wortstreit. Wenn ein Vater ungesund ist,und seine Krankheiten zu seinen Kindern übergehen,so sterben dieselben zwar an diesen Krankheiten, dieihre eigene geworden sind, aber die Quelle war dochbeym Vater, und so sind wir in Adam gestorben.)Wie die Mönche (nicht die Religion) ihre lasterhaf-ten Gutthater verherrlicht haben, als den blutdür-stigen Clovis, den Rebellen Pipin. Von Karls desGrossen Lastern. M. Riviere habe doch zu viel von