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Albrechts von Haller ... Tagebuch seiner Beobachtungen über Schriftsteller und über sich selbst : zur Karakteristik der Philosophie und Religion dieses Mannes
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pertuis zwischen geweyheten Kerzen, und blieb dochein Philosoph. ^76;. S. 176.H

VI. Gottsched mag zwar als ein grammatischerund prosaischer Schriftsteller sein Lob verdienen; aberder Geschmack des Lobredners des Hermanns undVerächter des Miltonö kann auf keinen Ruhm Anspruchmachen. Die Kleidung des Schönen mochte er allen-falls beurtheilen / für das Schöne selbst aber hatteer in der That kein Gefühl. ^769. S. 1062/1

VII. Wir haben kürzlich eine scharfe Beurtheilung-er Schauspiele des unerschöpflichen Goldout gelesen.Aber den Ruhm muß man doch dem Manne lassen,daß er eine unzählbare Menge neuer fabelhafter Ge-müthsarten geschildert hat, die auf dens.Theater neuwaren, und gröstentheils feiner und minder Karrika-tur sind als die Molierischen Geizigen, oder bürgerliche»Junker, wobey die Unwahrscheinlich^ oft aufshöchste getrieben wird. - - ^1769. S- 1292.II,

VIII. Büffons schriftstellcrijcher Karakter hatdas Rednerische, das ohne Beweis angenommene,das Zweydeutige, zum Unterscheidungszeichen. I>7;6.

IX. Die Fabeln der Minnesinger aus dem iztenJahrhundert, beweisen eine schlaue Einfalt der dama-ligen Zeiten. Der Grund des Verstandes, ist, wiebey allen Nationen und Zeiten gut; die Einkleidungaber, und die indessen veraltete Sprache giebt derAusmahlung einen gewissen Schimmel, der uns so we-ist 4