XXI. Ghakespear hat überhaupt unnachahm-lich schöne Steiler,/ aber aus Mangel an Geschmacksinkt er in die niedrigsten. Es ist freylich wahr,,der Geschmack seiner Zeit hieng am Hanswur-stischcn. Dies mag eine Entschuldigung für Shakes-pcar seyn, nicht aber für die Schauspiele, derenZiel die Vollkommenheit seyn soll. Gelehrt warShakespear nicht. Sein Thcscus spricht vom Aristy-tcles. Wir können auch sein Lob nicht zugebe»/ daßer die Leidenschaften so vortrcsiich geschildert hätte/wenigstens nicht die Liebe. ^771. S. 117;.^
XXII. An Fenelon rühmt sein Biographe vor-nämlich die Sanftmuth. Fenelon hat rund abge-schlagen mit Dragonern die Protestanten zu bekehre»,/nnb er hat zwey Provinzen von der Verfolgung be-ftcyet; — Er allein in ganz Frankreich habe sich derGewaltthätigkeit widersetzt. Sein Telemark) wirdfreylich gerühmt; wir würden die aüzuhäuffge heidni-sche Mythologie/ die unanständige Geschäfte der Göt-ter, die unmöglichen Vorschläge/ wie die Einthcilungder Bürger irr Klassen/ und die allzuumständlichen Zwey-kampft, etwas gemildert wünschen. — Er hatteStreitigkeiten mit Bsssuet, aber Lossuet war einstolzer Sophist. si?72. S- 279.)
XXlll. Bacon ist mit dem Galilai verglichenworden. Der letztere war freylich ein besserer Ma-thematiker und Stcrnkenner, aber er war auf wenigeWissenschaften eingeschränkt ; Bacon übersah siealle, und die Mittel sie zu verbessern, wie ein Wesen