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Meistergesang.
XVI. Jahrhundert, zweite Hälfte.
Nördlinger Kleinod; Adam Puschmann (1932—1600).
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Dieser vergoldete Silber-schmuck wurde bei beson-deren Gelegenheiten von
an einer Kette getragen.König David war der Pa-tron und das Vorbildder Meistersänger. DiesesKleinod ist aus drei Thei-len zusammengesetzt; dasMittelstück — König Da-vid mit der Harfe unterdem Crucifix — gehörtdem letzten Drittel desXVI. Jahrhunderts an;die Madonna und daS ge-krönte M entstammen noch
gehörten als ein Stückursprünglich zusammen,bevor sie durch das Mittel-
Holzschnitt aus Ä. von, LützowS Zeitschrist für Bil-dende Kunst, Verlag vonE.A. Seemann in Leipzig,Jahrgang 1885, xa^. 210.
Silbernes Kleinod der Meistersingervon Nördlingen.
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Ein Meistergesang Adam Pusch manns, geschrieben 16 . Dezember 1583 .
Blatt 171" aus dessen eigenhändigem Meistergesangbuche, jetzt aus der Breslauer Stadtbibliothek (Codex 1009).
Adam Puschmann.
Nach einer Zeichnung auf der inneren Seite des Einbandes seines Meistergcsangbuches auf der Breslauer"Stadtbibliothek, wahrscheinlich aus dem Jahre 1586, umgezeichnet. — Die Unterschrift ist aus derselben
Handschrift, Blatt 30 o.
Adam Puschmann, geb. 1532 zu Görlitz, lernte auf der Wander-schaft bei Hans Sachs den Meistergesang, lebte in Görlitz und Breslau, woer den 4. April 1600 starb. Er ist der Hauptvertreter des Meistergesangesim Osten Deutschlands, gab 1575 heraus: „Gründtlicher Bericht desDeudschen Meistergesangs mit angehefstec Schulordnung"; 1592 erschienvon ihm eine „Comoedie von Patriarchen Jakob, Joseph und seinen Bru-dern". Sein eigenhändiges, reichhaltiges Meistergesangbuch, aus dem oben -stehend eine Seite mitgetheilt ist, befindet sich jetzt auf der Breslauer Stadt-bibliothek.