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XVIU. Jahrhundert, seit zweitem Drittel. Lyrik.
Christian Fiirchtegott Gellert (1715—1769), Johann Peter Uz (1720—1796), Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719—1803).
Der grüne Diel
Kupferstich von I. H. Meil zu Gellerts Fabel „Der grüne Esel".
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Johann Peter Uz.
Kupferstich von I. F. Banse (1776). Ausschnitt.
Johann Peter Uz, getauft den 3. Oktober 1720 in Ansbach, studierte1739 in Halle die Rechte, wo er dem „Hallischen Dichterkreise" (der sogenanntenpreußischen Dichter schule), welcher namentlich Gleim und Johann NikolausGötz angehörten, nahe trat. Er war Secretär im Justizcollegium in Ansbach, 1763Assessor des' kaiserlichen Landgerichts und markgrüflicher Rath, und 1790 Dirigentdes kaiserlichen Landgerichts daselbst, wo er, kurz vor seinem Tode zum königlichPreußischen geheimen Justizrathe ernannt, den 12. Mai 1796 starb. Uz Pflegte
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SSm mr Litöer
von
K. F. Geliert.
Mit allergnadigsten Freyheiten.
Leipzig,
in der Weidmännischen Handlung,
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Titel der ersten Ausgabe von Gellerts „Geistlichen Oden und Liedern'
(1757).
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Eigenhändiges Lied von Gleim.
Aus dessen Handschriften in Halberstadt (verfaßt etwa 1745).
mit seinen Dichtergenossen Anfangs die Anakreontische Richtung (Übersetzungdes Anakreon zusammen mit Götz 1746), das leichte tändelnde Lied, die Ode unddas didaktische Gedicht. Er gab u. a. heraus: „Lyrische Gedichte" (1749, 1755),„Die Kunst stets fröhlich zu sein" (1760), „Die Theodicee" (1755), „Sieg desLiebesgottes" (nach Popes „Lockenraub") (1753). Herder rühmte von ihm „daßer so viele Weisheit mit so vielem Schwünge sage".