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Geistliche Oden oder Lieder.
Des Fleisches WiderspenstigkeitZum Guten zahm zu machen.
Wer solche Lüste dämpffen will,
Der seh auf Cbrtstj Leiden;
Der Spiegel seiner harren AngstVergällt die eitlen Freuden.
Sein Blut, sein Schweiß, sein GaklM'TranckUnd liess zerfleischter Rücken,
Nebst Speichel, Dornen, Spott und Hohn,
Kan Adams Lust ersticken.
So bald sich nun in uns der TriebDes eignen Willens leget,
So eilt man leichter auf der Bahn,
Die nach dem Himmel träget;
Und kurtz! was unsers Heylands HuldGethan und vorgeschrieben,
Das ist vor unsre Pflicht sonst nichts,
Als kämpffen, leiden, lieben.
XX.
§lm XV. Sonntage nach Trinitatis.
Evangel. Matth- iv. V. 24. %.
Text.
zweenen Herren kan kein MenschSich leicht in Dienste geben,
Dem einen muß er willig seyn,
Dem andern widerstreben;
Den einen haßt und laßt er gehn,
Den andern wird er hören,
So kan der, der dem Mammon dient,
Unmöglich GOrr verehren.
Drum sorgt vor Essen, Leib und KleidMit keiner Art und Weise,
Vst