Jac. Courtois.
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einem französischen Offiziere, und folgte der Armeedrey Jahre hindurch, wo er die Märsche, die Angriffeund die Dataillen zeichnete. Darauf begab er sichunter die Leitung eines Malers aus Lothringen, undbekam Gelegenheit- Bekanntschaft und Freundschaftmit Guido zu stiften, der ihn nach Bologne brachte,wo er ihn mit Albauo bekannt machte; so daß Cour-t0is im Umgänge dieser beyden großen Meister weiseLehren erhielt. Von da gieng er nach Florenz, unddarauf nach Rom, wo er sich niederlies, und einigehistorische Gemälde verfertigte. Noch war er unge-wiß , welcher Gattung von Malerey er den Vorzuggeben sollte, bis er die berühmte Bataiüe von Constan-tin , von Julius Romauus im Vatikan gemalt sah,wo er sich für die Bataillen gänzlich bestimmte.
Zu Rom verhenrathete er sich, war eifersüchtig,verlor seine Frau nach sieben Jahren der Ehe, undkam in Verdacht, sie vergiftet zu haben. In demSchmerze, den ihm diese Anklage verursachte, beschloßer die Welk zu verlassen, begab sich zu den Jesuitenund ließ sich in den Orden einkleiden. Aber dasMönchsieben entzog ihn der Malerey nicht, und dieJesuiten zählten nicht ungern diesen geschickten Künstlerunter ihre berühmten Männer.