II.
lange darnach, ist einerlei, da nahte dem DorfeMariastein ein Wandersmann auf Wunden Füßen, diedem vorauseilenden Blicke seines Auges nicht zu folgenvermochten. In dem Städtlein diesseits der Berge machteer, nothgedrungen, eine letzte Rast. Die Gaststube zumrothen Ochsen nahm ihn freundlich auf, nicht so der dickeWirth. Der maß mit einem argwöhnischen Seitenblickden bestäubten, ziemlich abgerissenen Fremdling, und alser das Glas Doppelbier vor ihn auf den Tisch gesetzt,sagte er, die Arme in die Seite stemmend: „Mich dünkt,Landsmann, wir hätten uns mehr gesehen." — „Wohlmöglich, ich komme öfters des Weges." — „Und, mit Er-laubniß zu fragen, wäret Ihr nicht sonsten drüben inMariastein?" — „So ab und zu, wenn ich Geschäfte hattemit dem Obersteiger." — „So, so, ich dachte, ... aber derMensch kann sich irren. Wohl bekomm's Euch!"
Damit eilte der rothe Ochse brummend zu seinenübrigen Gästen. Felix blieb allein auf der hölzernen Bankam Ofen sitzen. Die Sommerfliegen fielen in seinen Trunk,und er achtete deß nicht. Seine Seele schwamm in vielen