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22. März.
Geburtstag des kleinen Prinzen Wilhelm; König undKönigin gingen früh schon zu ihm in seine Wohnung; ichschenkte ihm einen großen Krug. Wir aßen ihm zu Ehrenim großen Saal mit Radziwill's, der Herzogin von Württem-berg, Coburg, allen Prinzen, den Offizieren der Oaräss ctn6orps, dem Prinzen von Oranien und allen Herrschaften.
23. März.
Die Königin sagte mir, sie werde Wohl nach Tilsit oderGeorgenburg gehen müssen, um die russischen Garden Vor-beimarschiren zu sehen, aber sie fürchte, es sei bei diesemWetter für mich nicht vernünftig, sie dahin zu begleiten.Ich wollte nichts davon hören, zurück zu bleiben; wenn derKaiser mit den Garden kommt, dann will ich entschiedenauch mitgehen.
24. März.
Hünerbein kam an, der nach Schweden geschickt wird,um Waffen zu holen. Die Russen sind noch immer aufderselben Stelle. General Roquette hat durch Zurücksendungder Kosaken, die ihm in der Vertheidigung der Nehrungbeistehen sollten, es verschuldet, daß diese verloren gegangenist, und das ist schlimm für Danzig.
Der Prinz von Oranien thut mir leid! —
Die Königin macht jetzt Abends viel Musik. Der Königbraucht eine Kur und darf nicht mit essen, geht aber täglichmit der Königin spazieren.
26. März.
Wir waren Alle still bei uns, um uns auf morgenvorzubereiten. Keine Nachrichten vom Kriegsschauplatz.
27. März.
Wir verrichteten unsere Andacht, die Königin, die Hos-