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Der Geschichten schweizerischer Eidgenossenschaft Erstes [bis Sechstes] Buch / Durch Johannes Müller
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153
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Geschichte der Schweiz. rzz

von allen Abgaben mögen sorgfältige Hausvater denunfruchtbaren Thon und Schutt, welchen die Wald-ströme zurücklassen, mir einiger guten Erde bedecken;diese ist an wenigen Orten einige Schuh tief"'):ohne eben diesen Fleiß der Hausvater, ohne einenAufwand, welcher nur in der Freyheit möglich ist,würde das also geschaffene Land bald von den Alpen-wassern in das Weltmeer fortgeschwemmt werden.

Die ganze Schweiz wird sich nach und nach in einenackte Wüste verwandeln; die hohen Gebürge werdenschon an sehr vielen Orten mehr und mehr von allemErdreich enrblößt. Jene Kriege des burgundischenAdels wurden also nicht in diesem Land, oder sie wur-den von Wenigen geführt; aber sie zeigen die Den-kungöart seiner Wiederhersteller, ihre Freyheitsliebe.

Jedes Land ist von der Natur zu einer eigenthümli-chen Kunst bestimmt: Asien ist für den Genuß, dergriechische Himmel zu feinen Gefühlen "I, Romzur Herrschaft, Germanien zum Krieg, und Helve-tica zu stiller Freyheit, ohne die es nicht seyn könnte.

Daher blieb dieser Geist in den Burgundern von derAare bis an den Jura, jenseits lernten sie gehorchen.

So lang im Reich der Franken mehr als Ein 2. Alemanni-König war, wurde das alemannische Helvetien und Des.Rhatienland von den Königen zu Auffraßen durchHerzoge und Grafen regiert; es durfte niemand rich-ten, als wen der Herzog in der Gemeine des Volksdazu wählt?: Den Richtern schwur das Volk bey

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l>r) AaLer, Kirp. 8elvet., prgef. Man hat es uml??', ff" gesehen, in Gegenden des Hirtenlandes,wo der Kornmangel Anlaß gab zu Feldbau.

H2) Alles itzt noch; modificirt nach dem Einfluß derübrigen Ursachen.

11äaes per eonventäonem popull iuäex conlki-tutus; tit. 14. /.eseL rit.

Z6, leg., 41.