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Der Geschichten schweizerischer Eidgenossenschaft Erstes [bis Sechstes] Buch / Durch Johannes Müller
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124
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124 u. Buch. 2. Capitel.

hielt Rudolf Brun, ein Mann von seinen bestenJahren '^), reich und welcher selbst auch vomRath war, vielen Bürgern vor:Es komme ihrefreye Stadt unter unerträgliche Tyranney; er,welcher seine unterdrückten Mitbürger über allesliebe, sey deswegen den Rathsherren verhaßt; sieaber, die Bürger, vermögen doch alles, durch ihreZahl, durch ihre Gewerbe, durch ihren tapfernMuth; sie welche nichts zu fürchten haben, sie,können Recht und Freyheit retten; wenn sie zusam- menhielten, würdet: sie wol bester als die stolzen rei-chen Gewalthaber über Zürich regieren; und wennsie entschlossen seyn das Vaterland frey zu erhalten,so sey er bereit, Ehre, Gut und Leben mit Freuden zu ihnen zu sehen." Viele, welchen einst ein Raths-herr nicht freundlich begegnet; viele, welchen eineSteur beschwerlich gewesen und also unnöthig schien;viele, welche nicht nach ihrem Sinn, und also unge-recht, gerichtet worden; andere, die nichts von der al-ten Regierung und vieles von der neuen hofften; kühneAünglinge, welchen jede Unternehmung des Unter-nehmens wegen lieb war; andere, welche das nie ge-sehene Schauspiel einer fallenden Obrigkeit gern erle-ben wollten; und wer den besondern Reiz geheimerVerbindungen fühlte, diese alle traten zu RudolfBrun. Hievon vernahmen die Vorsteher nichts;

die

Sache sich selbst gänzlich verlassen haben. Sie schei-nen mehr unweise als böser Manieren mögen sie ve»haßter als ihre Thaten gemacht haben, und verschie-dene Vorwürfe betreffen wol Mißbrauche, die sievorgefunden. Das Reichslehensgeschäfte war widerGottfried Müller; S. des Raffers Brief izzz.

>42> Geboren um 1285.

14?) Schönenwerd war sein; er hatte den Kirchensatzzu S. Peter; man findet seine Söhne zu Tallwyl undMyningen.