Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 
  

I. ?srioö. 1 .Von den Lehrem.

5 r

mes Opfter, b) und so ist es von allen Gläubigen desAlten Testaments geschehen- c)

Von der Zeit, wenn das Merck der Versöhnungdurch den nb'L, 8ck>il», Versöhner und Heyland / ü)ausgeführet werden solte, sahe Jacob auf seinem Tod-Bette bey dem Secgen Iuda so viel/ daß sie erfolgenwürde, wenn das Scepter, Regiments-oder ordern-liche Policey - Wesen von Iuda, oder den Juden,gantz dahin fallen würde, so, daß endlich nicht mehrm einige'äußerliche Art und Forme, wie wohl vor-mahls bey unterschiedenen Veränderungeu, solte ge-sammlek, sondern an dessen Statt das geistliche Reichdes 8cki1o, als des gerechten Erdens Davids, durchdie gantze Welt solte aufgerichtet werden, e)

Die Berussung aller Menschen zur Geeligkeirlehreten sie aus derBeruffung Adams,als des Haup-tes des Bundes fo wohl vor als nach dem Falle.Diesen beruffte der HErr bald nach dem Falledurch die Worte: Adam, wo bist du? k) SolcheBcruftung hat Adam ohne Zweifel seinen Kindern,und nach der Sünd-FlutH auch Noah seinen Nach-kommen vorgehalten, und bezeuget, daß GOtt alleMenschen seines Heils durch den Weibes - «saamentheilhafftig machen wolle, wenn sie nicht muthwilligsolchem seinem erbarmenden Willen wiederstrebeten.Aus solcher überschwenglichen Gnade verstattete erdenMenschen vor derSünd-Fluth noch i -».Jahre zurBus-se, g) welche ihnen Noah mit allem Nachdrucke predigte

Daß man die Rechtfertigung allein durch denGlauben gesuchet und erhalten, bezeuget der Apostelpsulu; von diesen Zeiten, b) Absonderlich ist dasZeugnis des H. Geistes von Abraham bekannt: Abra-ham gläubcte dem HErrn, und das rechnete erihm zur Gerechtigkeit, l) Was aber zugerechnetwird, das ist aus Gnaden, und nicht aus Verdienst.GOtt gedenckek keiner guten Wercke Abrahams, dadoch Abraham viel gethan, was man gute Werckenennen könnte; sondern allein der Glauben ist ihmzugerechnet worden. Solchergestalt ist er, wie alle an-dere, so iemahleu das Heil erlanget haben, durch denGlauben gerechtfertiget worden, und hat damit denNahmen eines Vaters aller Gläubigen erlange, m)Also suchte Hiob in seiner gantzcn Disputation miseinen Freunden nichts anders zu erweis, n, als daßder Mensch durch keine Wercke vor GOtt angesehenund gerechtfertiget werde. Ich weiß fast wohl,stricht er, «7 daß also ist, daß ein Mensch nichtrechtfertig bestehen mag gegen GOTT. Hat erLust mit ihm zu haddern, oder ins Gerichte zu ge-hen , kan er ihm auf tausend nicht eines ant-worten. Wodurch also dre Gerechtigkeit derWercke gantz niedergeschlagen wird, damit die Ge-rechtigkeit des Glaubens einig und allein der An-cker der Seeligkeit bleiben möge.

Das Gesttz GDttes, nach welchem man in diesenZeiten sein Thun und Lassen anstellen muste, war kein am

und der HERR bezeugete gegen Abraham, daß er - > . w-lck s GOtt nmimiabls

den Sodomiten gern gnädig gewesen wäre, wenn erl^rs ,, als welänö o^tt nach.nah^ dem Ltosr^auf

nur noch etwas Gutes^ bey ihnen gefunden hätte, b)Von den Buß-Wurckungen weiß Elihu, einer

unter Hiobs Freunden, gar merckwürdig zu reden, -7Er stellet vor, wie den Leuten von GOtt das Ohr ge-öffnet , und sie geschrecket und gezüchtiget werden, daßer den Menschen von seinem Fürnehmcn,und der Hof-fart abwende; wie er ihn und alle seine Gebeine mitSchmcrtzcn straffe, und ihm sein Leben erbärmlich zu-richte , daß er sich zum Verderben nahe. Endlich aberrede ihm der Engel aus Tausenden, nemlich , derEngel des Bundes dec Gnaden zu, wie er solle Rechtthun, und zeige ihm, daß er solle erlöset seyn, weil ereine Versöhnung, funden. Hieraus bekomme derMensch ein neues Leben, und bitte GOtt, der erzeigeihm Gnade, und lasse ihm sein Antlitz sehen mit Freu-den, und vergelte ihm nach seiner erlangten Gerech-tigkeit, wodurch er so steudig werde, daß er die Sün-de als etwas schädliches hasse, und GOtt vor seineErlösung hcrtzlich dancke.

k) Nckl-.xl, 4. c) loaf. AroiNkO/iAO. kkädixivs

in lciialL lscniicior. Sißiutst. 4 . c!) Lonki d. LVllOKV 8Niü. LccI. V. 1. ?. I. P. 278 . l-<^. vt'Ol-kkQ. MäNXIVSin IciwlL lrcriiiciot. sitpucnr. I I. 12, 1.^L08V5 ^l.1IttüIV8in Lclül.. lO-re. c»XI510I>IiOX. V^LOKX 8 KIl.IV 8 in 6 !s-tekk. äe Iöc<» Oen.Xl.IX, 10 . ^.VO. kkk!kkkXV 8 in e»er-cik-ic. -i- 8 edilo, Llio Iekuc!,k. X/IlieiVX'O. in

jiußione k^ei ?. 2 . c. IV. e) N^8!§X0L dill, lies luifr Iii>. 4 .c.ri. VL1I.IN6IV8 odserunc. srcrsrum ?irk. 2 . vdlerurt. 8 -10. UL^IX. NLIOLOOLXV 8 diktor. p,rri,rcksr. 1.2. -xcr-cirnr. 2 ;. k) 6 en. III, 9 . x) 6 :n. VI, Z. i,) Oenel.

so. j- Isb.LWl, IL. segg.

den steinernen Taffeln geschrieben übergeben. Vor-ietzo pflegten die Patriarchen, nachdem sie solchesnach und nach, wie es scheinet, von GOtt dem HErmbey allerhand Gelegenheit empfangen, durch mündli-che Lehre einzuschärffen.

Es wird nicht undienlich seyn, allhier zuvorderstetwas ausführlicher von den Gebothen des Coachs,deren ich oben nur kürtzliche Meldung gethan, Nach-richt zu geben. Es scheinet, - selbige unter denJuden eine alte und gemeine Tradition gewesen, wel-che man nicht eben obenhin anzusehen, und schlechter,dingö zu verwcrffcn hat. Sie crzehlen nemlich, daßGOtt die ersten sechs Gebothe, deren Inhalt obenzu finden, dem Adam, das siebende aber dem Nsah,gegeben. Von dem stellenden gicbet die Schrift?selbst Nachricht; ») wiewohl auch daselbst des drit-ten Gebothes vom Blut - Vergießen , oder Tod-Schlag gedacht wird, welches ohne Zweifel schon zuAdams Zeiten muß bekannt gewesen seyn. p)

Man kan zeigen, daß die dem Noah zugeschriebeneGebothe mit den Zehen Gebothen überein kommen. g)G 2 Diese

k) Nedr. XI. I) Oen.XV, 6. Oc»nf. Xsm. IV, z. i tz. le^g.Nedr.XI, 8- I. ici-cc-b. II, 52. 5LSX81. 8ctt--I!0lV8 in cnl-leßi« diblic» priori loc. iz. pgß. zv». 5-gg m) Xom. IV,l6. 5ec>. n ) lob. IX, 2- 0) Oen. IX, 4. p) Orn: IV , 10.

leqg. Oonf-Oemsr» ösb^Ionics sei ric. ?snbeclrin csp, 7. F. 5.IO. 81l.I)k!i.V8 6e iurs nslvrre Lc ^eniium iuxk^i ailc,l>li-nsm Lbr-eor. ) Viä. b. LVOOLV8 UN. LccI. Ver. lek.

e. 1 . i;6. IL1HV8 IVXILV diü. erir. ävßm. sr culr.

k.r. c.4. x.40.