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XIX. Jahrhundert, zweites Drittel. Lehrgedicht, religiöse Dichtung.
Friedrich von Sallct (1812—1843), Leopold Schefer (1784—1862), Philipp Spitta (1801—1859).
Friedrich von Sallet.
Ausschnitt aus anonymer Lithographie nach Zeichnung von Nasch.
Friedrich Karl Ernst Wilhelm von Sallct, geb. 20. April 1812zu Neisse, wurde, ini Cadettencorps zu Potsdam und Berlin erzogen (1824- 1829),1829 Secondelieutenant im 86. Infanterieregimente zu Mainz, war 1884—1837auf Kriegsschule in Berlin, nahm 1888 seinen Abschied, da sich die freie Vertre-tung seiner Ansichten mit seinem Berufe nicht vereinigte, zog nach Breslau, starb
Leopold Schefer.
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Nach einer von seiner Tochter, Fräulein Hilda Schefer, überlassenen Lriginalphotographie umgezeichnet.
Gottlob Leopold Jmmanucl Schefer, geb. 80. Juli 1784 zu Muskau(Oberlausitz), wurde durch äußere ungünstige Verhältnisse'an systematischer wissen-schaftlicher Ausbildung gehindert, arbeitete eifrig für sich, wurde von seinem Freunde,dem Grafen, späteren Fürsten Pückler-Muskau zu seinem Gcneralinspector undBevollmächtigten ernannt (1818) und in den Stand gesetzt, große Reisen zu seinerAusbildung zu machen (1816—1821). In dieser Wandcrzeit studierte er auch inWien Musik und Medicin. Er starb in Muskau den 13. Februar 1862. — Seinezahlreichen Novellen und Gedichte sind heute fast vergessen: bekannt geblieben istsein „Laienbrevier" (1834).
Einleitungsgcdicht von F. v. Sallet zu seinen 1835 zuerst erschienenen
„Gedichten".
Eigenhändiges Original im Besitze der Verlagshandlung.
zu Reichem bei Nimptsch den 21. Februar 1843, wo er von Breslau aus vor-übergehend sich aufhielt. — „Gedichte" (1835); „Funken", Gedichte (1888); „Diewahnsinnige Flasche", Epos (1838); „Schön Jrla", Märchen (1838); „Laien-evangelium" (1842).
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Philipp Spitta.
Stahlstich vor „Nachgelassene geistliche Lieder von Ph. Spitta, Leipzig 1862". Mit Erlaubnis des HerrnVerlegers Heinsius. Ausschnitt.
Johann Karl Philipp Spitta, geb. 1. August 1801 in Hannover,versah seit 1830 verschiedene Pfarreien (Hameln, 1837 Wechold bei Hoya, 1847Wittingen, 1858 Pcine), wurde 1859 kastor xrinrarius und Superintendent inBurgdorf bei Hannover, wo er den 28. September 1859 starb. — GeistlicheLiedersammlungen: „Psalter und Harfe" I (1833), II (1843); hierin das Lied:„Es zieht ein stiller Engel".