einer Reise nach Corsica. z 45
„Ansteckung zu reinigen, welche Sie vielleicht aus„der Luft dieses Landes noch bey sich geführet haben;„und zwar um so vielmehr, wenn Sie auf den Ein»„fall gerathen sollten, jene Kleidung von corsischen„Sammet*), nebst der Mütze zu zeigen, deren Ur»„sprung die Corsen von den alten Helmen herleiten;„da hingegen die Genueser vorgeben, daß sie von„denen erfunden sey, die als Straßenrauber leben„und nicht erkannt seyn wollen; nicht anders, als„ob sich während der genuesischen Regierung die„Straßenrauber für keine Strafe haben fürchten„dürfen. Ich bin aber doch versichert, daß Sie bey„diesen liebenswürdigen und zärtlichen Personen die„gute Parchie werden genommen haben, und ihnen„vorstellen, daß die Herzen der Schönen zum Mit*„leiden und nicht zur Verachtung und Tyranney„gebildet sind; auf diese Weise werden Sie sich„leicht wieder bey ihnen in Gunst setzen. Ich erhielt„so gleich nach meiner Zurückkunft in Corte die„Nachricht von der geheimen Landung des Abba»„tucci **), an der Küste von Solenzara. Alle Um*„stände zeigen es, daß er aus Absichten, die der„öffentlichen Ruhe zuwider sind, gekommen sey.„Er hat sich dem ungeachtet im Eastcll gestellet, und„bezeiget viele Reue. Da ich durch Bogognano„kam, so erfuhr ich, daß ein vertriebener genuesischer„Ofßcier Gehülfen suchte, um mich zu ermorden.
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*) Unter dem corsischen Sammet verstehet er hier den schlech.tenAeug, welchen man auf der Insel machet, und von denCorsen anstatt des genuesischen Sammets getragen wird.
") Abbatuccj, ein Corse, von einem sehr verdächtige«Charakter.
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