Jahrgang 
8 (1887)
Seite
115
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Anmerkungen der Herausgeber.

einem Hefte Rhythmik und aus Riemers Nachlass ent-nommen«. E. S. Sie bilden ebenso wie die folgenden Alexanderseinen wichtigen Nachtrag zu dem von Bratranek herausgegebenen»Briefwechsel Goethes mit den Gebrüdern Humboldt« (imFolgenden: Bratranek citirt) Wilh. v. Humboldt war im Febr.

1794 nach Jena gezogen, hauptsächlich um Schiller nahe zusein, der freilich grade damals in seiner schwäbischen Heimathwar, aber am 15. Mai nach Jena zurtickkam. Er blieb bis Juli

1795 dort. Aus dieser Jenaer Zeit stammen die ersten 5 Billete.

No. 51. Uber die ersten Beziehungen zwischen Goethe

und Wilhelm v. Humboldt s. Bratranek S. 3a8fg. Das Datumergibt sich aus Schillers Brief an Goethe 16. Nov. 1794 »Herrv. Humboldt wird nächsten Sonnabend seine Reise nach Erfurtantreten« d. h. d. 22. Daraufhin kam wohl die GoethescheEinladung, die Humboldt in unserrn Brief ablehnt. Doch fandHumboldts Besuch bei Goethe Ende Nov. statt (Bratranek 359)und dort wurde wohl das Versprechen gegeben, AlexandersAnkunft zu berichten.

No. 52. Das Datum nach Erich Schmidts Andeutung.Nach Düntzer (Goethes Leben S. 472) fand das Zusammen-treffen mit beiden Humboldt in Jena Anfang Nov. statt.

No. 53. Datum s. No. 52. Es ist nach dem i4tägigenAufenthalt Goethes in Jena, über welchen er im Briefw. mitF. H. Jacobi S. 201 schreibt. Der in unserrn Briefe Gemeinteist Max Jacobi. Die Erwähnung der Blattern am Schlüsse desBriefes bezieht sich auf das jüngste Kind, bei welchem dasInoculiren im Sept. 94 nichts gefruchtet hatte (Schiller-Hum-boldt Briefw. S. 56).

No. 54. Goethe kam nach Jena 29. März 1793. (Dasist der Sonntag, von dem Schiller-Goethe Briefw. No. 60 dieRede ist.) Der vorhergehende Montag ist der 23. Humboldtwar wohl den Sonntag in Weimar gewesen. Baggesen waram 12. März mit seiner Frau nach Weimar gekommen, vgl.die Mittheilung der Frau Baggesen, einer Freundin der Frauv. Schiller, Charlotte II, 452; Baggesen gedachte nach Pariszu reisen. Was Schiller (denn so ist Sch. aufzulösen) mitBaggesen vorhatte, vermag ich nicht anzugeben, SchillersStimmung aber gegen ihn geht z. B. aus den Briefen anGoethe No. 79 u. 196 hervor. Die »Geschichte des ehrlichenProcurators« nicht aus Boccaccio trotz Goethes Äusserungvgl. G.-J. IV, 438 fg. sandte Goethe am 19. März, Schillerurtheilte darüber bereits am 20. und Goethe gedachte am 22.das Manuscript wieder nach Jena zu schicken. Sie nimmt die5. Stelle in den »Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten«ein und wurde bald nach ihrer Vollendung in den »Horen«veröffentlicht. Der Caviar spielt im Briefw. auch sonst eineRolle (vgl. Bratranek Seite 26).

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