2. Chronik.
Das seit Jahren vergeblich gesuchte Grab von GoethesGattin ist zu Anfang des Jahres 1888 von Dr. Karl Kuhnin Weimar wieder aufgefunden worden. Die Grabstätte be-findet sich auf dem Rasenplatze südlich der St. Jacobskircheund wurde, nach vielen fehlgeschlagenen Versuchen zur Er-mittelung, namentlich mit Hilfe eines glücklich entdecktenalten Begräbnissbuches und des noch vorhandenen Grab-denkmals einer Frau von Rotenhan festgestellt. Im viertenGrabe westlich zu Häupten der Genannten ruht GoethesChristiane. Ihr Grab ist, womit auch im Goethe-ArchiveVorgefundene Nachweise Ubereinstimmen, überwölbt. DasGewölbe ist unverletzt, und auch die Sockelsteine des ehe-maligen Grabgeländers, über welches das Goethe-Archiv Aus-kunft gibt, fanden sich vor. Die Goethe-Gesellschaft hat dieGrabstätte mit einem liegenden Grabsteine und einem schmiede-eisernen Geländer umgeben lassen.
Nährere Angaben über die Auffindung des Grabes sindin No. 69 (Beilage) der Münchener Allgemeinen Zeitung, so-wie m No. 61 und 135 der Weimarischen Zeitung von 1888enthalten, während eine erschöpfende Darstellung der An-gelegenheit im Goethe-Archive niedergelegt worden ist..
Feste.
Goethe-Feier auf dem Brenner. Der nachfolgende Berichtist aus verschiedenen Blättern: »Deutsche Ztg.« (Wien), »All-gemeine Ztg.« (München), »National-« und »Vossische Zeitung«(Berlin) zusammengestellt.
Am Sonntag den 22. Juli trafen auf der Brennerhöheetwa 200 Festgäste ein, um die vom Bildhauer Kopf gespendete
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