Jahrgang 
10 (1889)
Seite
290
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Bibliographie.

A11 ? 21. Mai 1821.

»E. Hochwohlgeb. empfangen abermals geneigt den überarbeitetenAufsatz der noch immer genug seinen extemporirten Ursprung verräth.Möge er durch Ihre Vermittelung das Beste wirken«.

Gaedertz: Briefwechsel von Jakob Grimm und Hoffmann-Fallers-leben mit Hendrik van Wyn. Nebst anderen Briefen zur DeutschenLiteratur. Bremen E. E. Müller S. 51.

A11 Ottilie. 26I30. Januar 1824.

»Indem ich hoffen kann, dass du deine Tagebücher, wiewohl miteiniger Aufopferung immer fortsetzen wirst, so bereite ich dir zumvoraus abermals ein erwiederndes Blättchen«. Ottilie soll Hitzig fürdas Leben E. T. A. Hoffmanns und Werners danken. Mittheilungenüber die Enkel, Hinweis auf die Weimarer Vorkommnisse, von denenUlrike ausführlicher berichten wird. Lobt Sorets Mitthätigkeit an dennaturwissenschaftlichen Arbeiten. »Die Engländer fahren wie billigfort viel Glück zu machen, doch scheint es mir gerade nicht als obsie geneigt wären sich fest halten zu lassen, daher will ich rathenzunächst das Ahnen einer treuen Seele zu respectiren«. »Einenköstlichen Brief hab ich von Zelter, danke ihm dafür zum aller-schönsten. Manchmal wollt es mich betrüben dass er mich in garzu schlechten Zuständen neulich antraf; dann muss man es auchwieder für gut halten dergl. Tage und Stunden zusammen verlebt zuhaben.« Mittheilungen über die Reisen von Frau Szymanowska und einfür sie durch Kanzler Müller ihm wegdiplomatisirtes Empfehlungs-schreiben nach Paris. Der Schluss des Schreibens lautet: »Morgenfrüh schlagen sie einem Missethäter das Haupt ab; Abends giebt Hart-knoch ein Conzert; unzählige Nähnadeln sind den Tag über in Activitätum die mannigfaltigsten Charaktere herauszustutzen. Dazwischen picktdenn auch eine oder die andere Nadel des Misswollens auf Braut undBräutigam, auf Rivale mit oder ohne Maske, und auf die übrigenöffentlichen Geheimnisse des Hofes und der Stadt. August ist, nachzurückgelegtem Hofdienste, wieder ganz haus- und kellerhaft, Ulrikeküchenartig, doch auch mit Sticheln in bunter Wolle wenigstens nichtzurückbleibend. Meistens jeden Tag ein neuer Gast; die Kinder sindsehr scharmant und wenn du nicht bald wieder kömmst, so wirst dunicht recht wissen, wo du Platz finden willst. Sey also nicht zu ver-wegen in der Königstadt und bedenke, dass man seinen Sitz nicht zulange verlassen muss wenn man ihn behaupten will. Dies sagte ichnicht wenn ich nicht wüsste dass du schwer zu erschrecken bist«.

E. Schmidt, S. 2 4.

An Uiuarout. Weimar, 22. Dezember 1823.

»E. E. empfangen geneigt in gewohnter Güte den Überbringer,Herrn Major von Germar, einen wackern zuverlässigen Weimaraner«.Er ist bei Gelegenheit des Todes Kaisers Alexander I. nach Petersburggeschickt.

Schmid, S. 38fg.

An Utvarow. (Anfang 1823.)

»E. E. fortdauerndes Wohlwollen zähle ich mit unter die erstenGlücksgüter späterer Jahre«. Dankt für die Ernennung zum Ehren-mitgliede der Petersburger Akademie der Wissenschaft bei der Feiervon deren hundertjährigem Bestehen; dankt ferner für die vom Grafen