Bibliographie.
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meiner Thür« an, das seinerseits eine freie Übersetzung des schottischenLiedchens ist: The loving lass and spinning wheel.
Fritz Jonas: Zu den Tabulae votivae. (Vierteljs. für Literatur-gesch. 1 Band. 1. H. S. 151 — 160.)
Anführung vieler Parallelstellen Goethes und Schillers aus Briefen,Gedichten, Sprüchen zu den genannten Versen.
Ludwig Blume : Zu Goethes »Zueignung«. (Chronik des WienerGoethe-Vereins No. 8, 9, S. 36.)
Das von Trebra, G.-J. IX, S. 11 erwähnte Landschaftsbild derGegend von Ilmenau enthalte in einzelnen Äusserungen »in dickenGebirgsnebel verhüllt«, »wenn eben der Nebel anfängt« u. s. w. deut-liche Anklänge, also schon 1776 an den Anfang der 3. Strophe jenesGedichtes, dessen Conception man nach sonstigen brieflichen Äusserungendem Jahre 1784 zuschrieb.
Zu einem kleinen Gedicht Goethes. (Zeitschrift für deutscheSprache, herausgegeben von D. Sanders. 11. H.S. 500, 501.)
4. PRO SA SCHRIFTEN.
Campagne de France. Texte allemand publie avec des som-rnaires et des notes en francais, par B. Levy, ancieninspecteur general de l’instruction publique. Petit in-16IV, 242 p. Paris, Hachette & Co.
Ernst Günther: Goethes italienische Reise. (Vierteljs. fürLiteraturgesch. Band I, 497 — 502.)
Textbesserungen in der italienischen Reise auf Grund der italienischenTagebücher.
Arnold E. Berger: »Werther«, »Faust« und die Anfänge des»Wilhelm Meister« (»Nord und Süd«. Band XLVII,H. 141, im Sonderabdruck S. 1—25.)
Der Verfasser will in dieser Studie, die er als einen Vorläuferseinem Buche »Wilhelm Meister und seine Nachfolger« voranschickt,beweisen, »dass »Werther« und »Faust« die beiden Vorstufen bilden,von denen aus die Conception des »Wilhelm Meister« erst verständlichwird; und dass diese Vorstufen zugleich zwei Staffeln darstellen, dieGoethe selbst erst erklommen haben musste, um den freien, beruhigtenAusblick auf Natur, Kunst und Leben zu gewinnen, der sich in derreinen, stillen Sphäre des »Wilhelm Meister« aufthut«. Er deutet an,dass der Roman ursprünglich damit schliessen sollte, dass WilhelmMariannen wiederfand, ihr die Hand reichte und Begründer einer idealenNationalbühne wurde.
Edward Dowden: Goethe. (The Fortnightly Review Juniund Juli, Bd. 43, S. 768—789, Bd. 44, S. 89—110.)
Der erste Aufsatz behandelt »Wilhelm Meister«. Dowden stimmtin den Grundgedanken mit Hettner überein: Erziehung des träumerischenJünglings zum thatkräftigen Mann. Ausführliche Darlegung des Inhalts.