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Sehr bekannt und historisch feststehend, trotz einiger Züge, welchesagenhaft sein könnenist die Mordnacht von Zürich im Jahr 1350,^ie einzige, auf welche der Wortbegriff Anwendung in größerem Maß-stabe findet. —
Ein innerer Aufruhr drohte im Jahr 1368 in Ber n. Die Bernerwaren durch ein Schiedsgericht verurtheilt worden, für Verwüstungen, diesie im Gebiete des Bischofs von Basel angerichtet hatten, 30,000 GuldenSchadenersatz zu bezahlen. Nachdem 3000 Pfund bezahlt waren, wolltedie Bürgerschaft Nichts mehr geben und murrte gegen den Rath, der sichohne Wache nicht mehr sicher fühlte. Einige Bürger sollen einen Auflaufverabredet haben, dergestalt, daß der Wächter an die Glocke schlagensollte, wenn sie das Losungswort „Geltenhals" schreien würden. DerWächter, durch Foltern zum Geständniß gebracht, wurde hingerichtet, eineAnzahl Bürger verbannt. (Justingers Chronik, herausgegeben von Studer,S. 136—7.) Der Sinn des Losungswortes, verkürzt aus „Gelte denHals!" war wohl gewesen: den schuldigen Mitgliedern des Rathes solles an's Leben gehen! oder auch: die Verschworenen wollen mit eigenerLebensgefahr ihr Vorhaben durchführen. — Es folgt der von dem GrafenRudolf von Kyburg im Emverständniß mit städtischen Anhängern ge-plante, von dem Bauer Hans Roth von Rumisberg zufällig entdeckteund von den Bürgern rechtzeitig abgewehrte Angriff auf Solothurnim Jahr 1382, in der Hauptsache ebenfalls historisch. Dasselbe gilt vonder Mordnacht in Wesen 1388, der die eidgenössische Besatzung desStädtchens zum Opfer fiel, und von dem nächtlichen Ueberfall von Brugg
0 So die Anekdote von dem Fischer Bachs, der drei vornehme Ber-schworne in einem Schiffe umwarf und dann die „goldenen Schuppen dieserFische" als Lohn erhielt. Denselben Zug erzählt das große Lied von derSchlacht bei Sempach (Strophe 45—50) von einem Hans Rot, dessen Namenmit dem des Retters von Solvthurn eben so auffallend zusammentrifft. —Ueber die Mordnacht von Solvthurn hat Hr. Staatsschreiber Amier in derEinleitung zu dem Schauspiel „Hans Rot" gehandelt; derselbe über die vonBrugg im Sonntagsblatt des „Bund" Nov u. Dec. 1869.