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Allgemeine Friedens=Tractaten/ So Die biß anhero wieder die Cron Franckreich verbunden gewesenen Potentaten Europæ/ nam[m]entlich aber der Käiser/ und das Reich/ Spannien/ Engelland/ Holland/ und Savoyen : Theils Jn der letsten den 10.20. Sept. 1697. zu Ryßwick in Holland gehaltenen Conferentz/ theils auch zuvor und kurtz hernach mit Jhro Aller-Christlichsten Majestät geschlossen. Darinnen Alle die Puncten/ worinnen dieselbe verfaßt/ auf das deutlichste erläutert und außgeführet/ auch also in Druck gegeben worden/ daß diese Tractaten samptlich zu bekommen seyn
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63) 7(CKön. Hochh. fruyſtehrn ſoll/ inen Commiſſarium/ der dieſem Merck beywohnrnkoͤnne/ abzuſenden/ und wollen Ihro Maj. biß zu endlicher Vollſtreckung allesobigen und zu mehrerer Sicherhaltung Ihro Königl. Hochh. auf gebührend besſchehene Erſuchung zwey Hertzogen und Pairs zu Geiſeln übergeben/ welche übri-gens Ihro Koͤnigl. Hochh. nach Wurdigkeit ihres Stands und Herkommenszu tractieren wiſſen werden.II.

Ihrs Majeſtät ſollen weder Fried noch Stillſtand mit dem Käiſer oder mitdem König in Spanien ſchlieſſen/ es ſeyen dann Ihro Kön. Hochh. in gebühren-dem nachtrucklichen Terminis aufs beſte dariñen bedacht und eingeſchloſſen/ undfol gegengärtiger Tractat/ ſo wol als der von Quieraſco, der Münſteriſche derPyrenæxiſche und Mimwegiſche/ in dem künfftig allgemeinen Frieden beſtatigetwerden/ ſo wol in Anſehen der 94000. Goldgulden/ deren ſonderlich in dem Mun­ ſteriſchen Meldung geſchicht/ zu Enthebung Ihro Kön.. Hochh. davon der K6mqallweg gegen dem Hertzo gen von Mantua Bürgſchafft leisten ſoll/ als atick insgemein all desjenigen, fo darinnen enthalten/ und gegenwartigem Tractat niehtzuwiderlaufft/ welches dann unwiderrufflich/ und in feinen volligen Kraͤfften versbleiben ſoll/ uneracht jetziger Einraumung der Statt und deß Göebieths vonPignerol ; was aber andere Angelegenheiten und Anſprüch/ das Hauß Savoyenangehende/ betreffen thut/ fo behalten ſich Ihro Koönigl Hh. vor/ prote ſtandodurch eingebende Schrifften oder Geſandte darvon Anregung zuthun derge-ſtalt, daß gegenwärtiger Tractat feinen rætenſionen in keinem Stuck nicht ab-bruchig ſeyn ſolle.

III.

Der Heurath deß Vlonſeigneur Hertzogen von Burgund / mit Ihro Durchl.Ihro Kömgl. Hochh. Princtſſin Tochter ſolle unverzogenlich vorgenommen/ indwann ſie heyde das erforderliche Alter erꝛeicht/ getreulich zu Werck geſetzet werden/und ſollen die Che: Pacten nach Bevrſtigung dieſes Tractats aufgerichtet werden/nach welches Außkündigung die Princeſſin dem König ſolle zugcſuhret werden;Vermög dieſes Ehe⸗Contraͤcts/ welcher als ein weſentlichts Stuck gegenwaͤrti-gen Tractats betrachtet werden ſoll/ und in welchem die Princeſſin die gewohn-liche Verzeyhung und Verſprechen/ hinkuͤnfftig über hienach beſtimbte Außſteuran den Hertzoglichen. Herꝛſchafftlichen Landen, und dero Nachfahr nichts zuſu-chen noch zuforderen/ thun wird/ ſollen obbeſagte Ihro Kön. Hochh. der Prin6eſſin Ihro Tochter zur Außſteur 200002. Gzoldkronen mit geben an deren Deszahlung Ihrs Koͤnigl. Hh. für 1000. Kronen, ſo der Madame der Könial.Hertzogin mit verſprochenem und verfallenem Intereſſe Ruckſtands weiß annochSebuhret ein Quiitung außfertigen ſoll/ das übrige will der König auf Dre

Willen