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den Eyb der Treu nicht abgelegt/ oder wegen anderen Urſachen und Prætextengenommen worden/ und ſollen dieſelbige hiemit in Krafft diſes Friedens wider-umb bey ihrem Fürſten in Gnaden kommen/ und in Ihre vorige Recht und allediejenige Guter/ wie ſelbige zur Zeit diſes unterſchribenen Friedens⸗Schluſſes gesweſen, widerumb eingeſetzet, und alles gleich nach Ratification deß Friedens beswerckſtelliget werden/ ungeachtet der Schenckungen/ Zulaſſungen/ Vereuſſe-rungen/ Declaratienen/ Confiſcationen/ Ubergebungen/ Köſten, Verbeſſe-rungen/ Zwiſchen- und End⸗Urthlen fo in Abweſenheit der Partheyen wegennicht Erſcheinens und ohne Verhsrung derſelben gefället worden/ welche Urth-len und Sprüch hiemit nichtig jean ſollen, und geachtet werden/ als wann ſelbi-ge niemahlen waren außgeſprochen worden, auch allen denſelben frey und zugelaſ-fen ſeyn/ widerumb in ihr Vatterland und zu ihren Güteren zukehren,/ und dero-ſelben ſo wol/ als ihrer Zinſen und Einkuͤnfften eint weders perſonlich genieſſen/oder aber anderſtwo/ wo es ihnen geſallig/ ſich haußheblich niderzulaſſen/ ohneeinigen Zwang und Gewalt dergeſtalten, daß he dannzumahlen durch unver:daͤchtige Procurateres ihre Güter und Einkunfften verwalten laſſen und denNutzen darvon beziehen mögen, hiervon aber ſollen außgenonnnen ſeyn/ dieGeiſtliche Güter und Pfruͤnd/ welche die perſönliche Gegenwart erforderen undperſönlich müſſen verſeben und verwaltet werden. Endlichen ſolle beyder SeithsUnderthanen erlaubt und zugelaſſen ſeyn ihre in entwederen Theils Gebieth Usgende bewegliche und unbewegliche Guter/ Renten, Güult⸗ und Einkünfften zuverkauffen/ zuvercuſſeren zuvertauſchen und zuveränderen/ oder aher derſelbenhalber ben Lebzeiten und durch letſten Willen zu diſponieren“ alſe und Dersgeſtalten/ daß ein jeder er ſeye ein Underthan oder ein Frembder, ſillige kauffenund erwerben möge/ auch darzu keiner weiteren Erlaurnuß und Zulaſſung venfeinen Ober Herꝛen als dieſer in gegenwartigem Artickel enthaltener/ vonnoh-ten habe.XI. VII.
Wann etwelche Kirchen-Güuter/ oder mittelbare und unmittelbare Pſrün-den in währendem dieſem Krieg von einein oder dem anderen Theil in denen Dasmahls heſitzenden Landen und Orthen, nach Innhalt und Regel der General—und Particular deßwegen gemachter Statuten oder anderen von dem Papſt ver-ordneten Canoniſcher Diſpoſition und vroviſion? tüchtigen Perſontn wären versgeben worden, ſollen ſelbige nicht weniger als andere Geiſtliche Güter- welchevor gegenwärtigein Krieg i denen Drehen die Krafft dieſes Friedens widerumbſollen eitituiert werden/ auf ſolche Weiſe verliehen worden, denen dißmahli-gen Beſitzeren verbleihen, alſo und dergeſtalten/ daß fie weder in der Beſitzungoder rechtmaſſiger Verwaltung/ vielweniger in Genieſſung der Fruchten/ vonmiemanden wer der ſeye/ angefochten/ oder verhinderct, oder wegen vergange-
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