Dedikation
Wann nur Unsere Begirden droben sind/ob schon unsere Lei-ber noch hier auff Erden leben/so sind wir doch auch daselb-sten/da unsere Begirden sich befinden. Wo unser Lust undFrcwd ist/daselbst sind auch wir. So wenig wir uns sonde-ren können von unseren Hertzen/so wenig können sich unsereHertzen sönderen von unserem Schatz. Wo ist unser Schatz?Wo unsere Frewd ist. Wo ist unsere Frewd ? Wo unsereSinnen und Gcdancken sind. Haben wir unsere Sincn undGcdanckcn in dem Himmel/da Christus ist/sitzende zur rech-ten Hand Gottes? so haben wir daselbst auch unsere Frewd.Ist daselbst unsereFrewd ? soistdort auch unser Schatz. Istunser Schatz daselbst? so wird sich gewißlich auch dort befindenunser Hertz: und weiln unser Hertz da ist/so können wir kecklichsagen/daß auch wir sclbsten da seyen- Das werden wir hier inzcrt in der that zuerkennen gcben/wann wir nicht nur uns derGerechtigkeit befleiflen/sondern auch in dersclbigen eyfe-rig seyn werden rÄZann wir nicht nur gute werck thun/sondern auch in denselbigen überflüssig seyn werden. Dasheißt setz eylen zu der Aukunfft des Tags des Herren.
2. Wan wir beständig verharren werden in dem eyferigenGebätk/ohne underlaß bittende: L)err/Zukoine dein R.eich;alles auffdas ende hin:
2. Daß Christus die conlumarion und vervollkomnungseiner Würde und Ehr habe/wclches geschihet/wanEr sein let-sics Ampt/nämlich das Ampt eines Richters antrittet: Undwann er die gesellschafft menschlicher Leideren bey sich hak/sowol als Er nur ihre Seelen bisher bey sich gehabt hak.
d. Daß gleich wie Er die Sund selber hasset/also Er denHaß zu der Sund an den Tag gebe durch abschaffung aller In-strumenten/durch die wir in die Sünd gesellet werden; deran-reitzungen dieser Welt/und der Welt selbe; aller zeitlichen straffwegen der Sund; der stachle« der Kranökheiten/und des Tods;
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