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Einleitung.
lebte, ward das vielgestaltige Litteratur- und Kulturbild derneunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, das den Hinter-grund für die Lenien abgab, wieder und wieder vor Augengestellt. Außer den Erklärungen von Heinrich Düntzer ,E. I. Saupe u. a. fanden die Arbeiten von EduardBoas besondere und bleibende Teilnahme. Sein größeresWerk „Schiller und Goethe im Lenienkampf", zweiTeile (Stuttgart und Tübingen 1851), sowie „Schillersijnd Goethes Lenienmanuskript", zum erstenmal be-kannt gemacht von Eduard Boas und herausgegeben vonWendeln: von Maltzahn (Berlin 1856) bilden mit Recht dieGrundlage aller weiter» Geschichte und Erläuterung desLenienkampfes, gaben wünschenswerte Vervollständigungenund konnten wohl im einzelnen berichtigt, im ganzen abernur mit freudigster Anerkennung aufgenommen werden. Bliebdann seit den fünfziger Jahren die Beschäftigung mit den„Lernen" auf gelegentliche kleine Erörterungen und unwesent-liche Nachlesen beschränkt, so erhielt sowohl die Forschung alsdie lebendige Teilnahme an der gemeinsamen poetischen Sa-tire Goethes und Schillers durch den achten Band der„Schriften der Goethegesellschaft", der sich „Lernen 1796. Nachden Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs, heraus-gegeben von Erich Schmidt und Bernhard Suphan, "(Weimar , 1893) betitelt, einen neuen Anstoß. Nicht nur,daß durch die Herausgabe der im Goethischen Nachlaß er-haltenen „Reinschrift des großen Distichenkorpus vorn 27. Juni1796" eine sehr stattliche Anzahl der in Schillers verschie-denen Redaktionen verworfenen, im ursprünglichen Aufbauvorhanden gewesenen Distichen zum erstenmal überhaupt ver-öffentlicht wurden, daß außer dieser Reinschrift den Heraus-gebern für Vergleichung der Lesarten, für Aufhellung der Ge-schichte der Tenien, für den Nachweis interessanter Einzelheitensowohl das vonBoas Maltzahn früher herausgegebene „Lenien-manuskript" als auch ein Konvolut Goethischer Concepte undGeistscher „Munda" zur Verfügung stand, sondern auch Ein-